Samstag, 15. Oktober 2022

Droste-Hülshoff, Annette von "Die Judenbuche"

Droste-Hülshoff, Annette von "Die Judenbuche" - The Jew's Beech - 1842

Annette von Droste-Hülshoff ist für Deutschland wohl das, was Jane Austen für Großbritannien ist, die berühmteste Autorin des 19. Jahrhunderts. Sie ist vor allem für ihre Gedichte bekannt, hat aber auch einige Novellen und Kurzgeschichten geschrieben. Sie stand einmal auf dem 20-DM-Schein in Deutschland, dies zeigt, wie wichtig sie ist.

Der Roman ist leicht zu lesen, er ist kurz und wird in Deutschland von Schülern der 8. oder 9. Klasse gelesen.
Es basiert auf der wahren Geschichte eines Mordes, eigentlich zweier Morde, aber sowohl die Geschichte vor als auch nach der Tat ist fiktiv. Ein faszinierender Bericht, nicht nur über das Verbrechen selbst, sondern auch über das Leben in Deutschland oder Mitteleuropa zu dieser Zeit, das wir mit dem Leben in anderen Ländern damals und heute vergleichen können.

Die Sprache ist, wie man es von einer Dichterin erwartet, sehr poetisch. Die Geschichte enthält Symbolik und viel Weisheit.

Dies ist eine gute Lektüre für jemanden, der sich für klassische Literatur interessiert.

Buchbeschreibung:

"Meisterhaft wird hier aufgezeigt, wie ein junger, schwacher Mensch zum Mörder wird und deshalb nach Jahren Selbstmord begeht. Droste-Hülshoff hat das finstere Ereignis, von dem sie in ihrer Kindheit berichten hörte, im Rahmen westfälischer Landschaft und Sitten in eine Dichtung verwandelt und ein Werk geschaffen, in dem verborgene Kräfte schicksalsbestimmend werden.

Das Nachwort befaßt sich mit Leben und Werk der Dichterin. Auf 4 Seiten werden Worterklärungen gegeben.
"

Wer sich für das Leben der Autorin interessiert, dem empfehle ich "Das Spiegelbild" von Irina Korschunow.

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