Montag, 3. Oktober 2022

DeLillo, Don "Die Stille"

DeLillo, Don "Die Stille" (Englisch: The Silence) - 2020

Wir haben dies im September 2022 in unserem internationalen Online-Lesekreis gelesen.

Ich mag dystopische Romane und als unser Lesekreis diesen von einem Autor auswählte, den ich noch nicht gelesen habe, freute ich mich darauf.
Ich bin kein großer Fan von Kurzgeschichten, aber manchmal sind sie doch recht gut.

Dieser war es nicht. Es gab nicht genug Informationen darüber, was vor sich ging, und erst recht keine darüber, was danach passierte. Zugegeben, wir wissen noch nicht, was passieren könnte, wenn dies jemals der Fall wäre.

Die Welt verliert ihre Technologie, einschließlich des gesamten Internets. Es wäre schön gewesen zu sehen, was mit der Welt passiert, anstatt einigen seltsamen, unerklärlichen Ausbrüchen einiger Charaktere zuhören zu müssen.

Der beste Teil des Buches ist noch das Zitat im Vorwort von Albert Einstein (das ich bereits kannte und dem ich vollkommen zustimme):
"Ich bin nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen."

Nach dieser Einführung hätte ich mir gewünscht, dass dies zumindest ein wenig gezeigt würde.

Buchbeschreibung:

"New York im Jahr 2022: Es ist der Super Bowl Sunday. In einer Wohnung auf der East Side von Manhattan wollen fünf Menschen gemeinsam das Finale der American Football-League im Fernsehen anschauen. Die emeritierte Physikprofessorin, ihr Mann und ihr früherer Student warten auf die Ankunft eines befreundeten Paares, das gerade auf dem Rückflug von Paris ist. Die Gespräche drehen sich um Einsteins Relativitätstheorie, ein Überwachungsteleskop im nördlichen Chile und eine besondere Bourbon Marke.

Und dann passiert etwas Seltsames - auf einmal brechen alle digitalen Verbindungen ab. Sämtliche Bildschirme werden schwarz. Tiefschwarz. Die Freunde treffen ein, ihr Flug war dramatisch. Verwunderung, Erschütterung, Mutmaßungen. Die fünf versuchen sich einen Reim auf das rätselhafte, beängstigende Geschehen zu machen. Sie tauchen tief ein in das Wesen der Zeit, in die Essenz der menschlichen Existenz.

Es ist geradezu unheimlich, wie hellsichtig Don DeLillo in seinem neuen Roman die gegenwärtige Situation in der Welt reflektiert oder gar vorwegnimmt. Seine geschliffene Sprache, seine Phantasie und sein seismographisches Gespür machen »Die Stille« zu einem unvergleichlichen literarischen Kunstwerk.
"

Ich habe das englische Original gelesen.

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