Posts mit dem Label Bertolt Brecht werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bertolt Brecht werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 28. Oktober 2022

Brecht, Bertolt "Der kaukasische Kreidekreis"


Brecht, Bertolt "Der kaukasische Kreidekreis" - The Caucasian Chalk Circle - 1944/45

Die Geschichte beschreibt das Gleichnis über die wahre Mutter, die man an der Liebe zu ihrem Kind erkennt. Die Geschichte wurde schon in der Bibel beschrieben, sie bescherte uns den Austruck "salomonisches Urteil", dann wurde sie auch im 13. Jahrhundert in China als "Der Kreidekreis" erzählt.

Brecht hat die Geschichte in die Zeit nach dem 2. Weltkrieg versetzt. Es macht Sinn zu jeder Zeit. Manche Menschen denken nur an sich und an Geld. Die Geschichte steht für alles, was in der Gesellschaft falsch läuft.

Buchbeschreibung:

"Die Stadt brennt in der Hitze des Bürgerkriegs und ein Dienstmädchen opfert alles, um ein verlassenes Kind zu beschützen. Aber als der Frieden endlich wiederhergestellt ist, kommt die Mutter des Jungen, um ihn zu holen. Unter Berufung auf die alte Tradition des Kreidekreises macht sich ein komischer Richter daran, den Streit beizulegen. …

Zwei Spiele, zwei große Themen der Weltliteratur werden von Brecht hier zu einem geschlossenen Kreis geführt: Das Spiel von Grusche Vachnadze, der Magd, die mit übermenschlichen Opfern - selbst dem Opfer ihrer Liebe zu dem Soldaten Cachava - in Zeiten der Revolte das Kind der harten Gouverneursfrau rettet, und das Spiel vom Azdak, dem Arme-Leute-Richter, der, betrunken und korrupt, dennoch das Chaos zu einer 'kurzen, goldenen Zeit beinah der Gerechtigkeit' macht.
"

Freitag, 14. Oktober 2022

Brecht, Bertolt "Der gute Mensch von Sezuan"

 

Brecht, Bertolt "Der gute Mensch von Sezuan" - The Good Person of Szechwan - 1938-40

Eine Geschichte über gute und böse Menschen. Und wie wir das eine vom anderen unterscheiden können oder nicht. In diesem Stück haben selbst die Götter Schwierigkeiten damit.

Kein Wunder, hatte der Autor doch Mühe, in der Zeit, in der er lebte, auch nur einen guten Menschen zu finden. Aber wäre das heute wirklich so viel einfacher? Wir hören von Unruhen in Ländern, die friedlich und demokratisch sein sollen, wir haben Flüchtlinge von überall her, Kinder hungern oder sterben an allen möglichen Krankheiten, die ihnen durch die Probleme zugezogen werden, die ihren Ländern und Familien von anderen auferlegt werden.

Bertolt Brecht ist einer meiner deutschen Lieblingsautoren, seit ich zur Schule ging und seine Texte lesen musste. (Siehe auch hier: Leben des Galielo/
Life of Galileo). Und wer noch nichts von ihm gehört hat (wobei ich das bei den deutschen Lesern bezweifle), er hat auch die "Dreigroschenoper" geschrieben, die ich eines Tages rezensieren sollte.

Beschreibung:

"Das Stück, eine Parabel, zeigt am Einzelfall des Mädchens Shen Te das allgemeine Gesetz dieser Welt auf, daß es unmöglich ist, 'gut zu sein und doch zu leben'. Drei Götter durchwandern die Welt auf der Suche nach einem guten Menschen. Sie wollen das Gerücht Lügen strafen, wonach die wirtschaftlichen Bedingungen auf Erden zu unerträglich seien, als daß die Menschen die Gebote der Götter zu befolgen vermöchten.'Der gute Mensch von Sezuan' wurde in den Jahren 1938 bis 1940 in der Emigration geschrieben und am 4.2.1943 in Zürich uraufgeführt."

Freitag, 22. Juli 2022

Brecht, Bertolt "Das Leben des Galilei"

 
Brecht, Bertolt "Das Leben des Galilei" - Life of Galileo - 1938

Ein episches Stück über das Leben von Galileo Galilei, seine Entdeckungen, seine Konflikte mit der katholischen Kirche, seine Konflikte mit sich selbst und dem Rest der Welt. Brecht schrieb es im dänischen Exil und übersetzte es später selbst ins Englische.

Ich lese nicht gerne Theaterstücke, sie sollten meiner Meinung nach eher gespielt als gelesen werden.
Aber ich finde, dieses Stück ist viel mehr, Brecht schreibt nicht nur über die Galileo-Konflikte, er schreibt über seine eigenen Konflikte mit seiner Heimat, mit dem Bösen, das damals dort stattfand, so ist es eine sehr interessante Geschichte und ein sehr lesenswertes Buch.


Buchbeschreibung:

"Das Schauspiel Leben des Galilei wurde 1938/39 im Exil in Dänemark geschrieben. Die Zeitungen hatten die Nachricht von der Spaltung des Uran-Atoms durch den Physiker Otto Hahn und seine Mitarbeiter gebracht.

Die Uraufführung der ersten Fassung des Stückes erfolgte 1943 am Schauspielhaus Zürich, die der zweiten Fassung 1947 in Beverly Hills (Coronet Theatre).


'Das Leben des Galilei wird vermutlich neben der Heiligen Johanna der Schlachthöfe und dem Kaukasischen Kreidekreis und einigen Stücken Lyrik Brechts größten Anspruch auf Unsterblichkeit begründen.' W. E. Süskind
"