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Samstag, 18. April 2026

Steinbeck, John "Die Reise mit Charley"

Steinbeck, John "Die Reise mit Charley: Auf der Suche nach Amerika" (Englisch: Travels with Charley. In Search of America) - 1962

Ich habe die Bücher von John Steinbeck schon immer geliebt. Bis ich "Die Straße der Ölsardinen" (Cannery Row) las. Das hielt mich aber nicht davon ab, weitere Bücher von ihm zu lesen. Als unser 1961er-Club hochkam und ich ein Buch von ihm entdeckte, griff ich sofort zu. Leider hatte ich es gerade beendet, als ich herausfand, dass es erst 1962 erschienen war (obwohl es wahrscheinlich 1961 geschrieben wurde). Nun ja, ich konnte nicht in ein oder zwei Tagen ein weiteres Buch lesen, daher muss dies mein Beitrag zu dieser Herausforderung sein (ich werde aber später noch ein weiteres lesen und hier einen Link einfügen).

Ich bin aber sehr froh, dass ich dieses Buch gelesen habe, denn es hat mir John Steinbeck und meine Liebe zu seiner Literatur wieder in Erinnerung gerufen.

Obwohl ich kein großer Fan von Wohnmobilen oder Camping im Allgemeinen bin, habe ich es genossen, den Autoren und seinen Hund Charley durch die Vereinigten Staaten zu begleiten. Ich bezweifle, dass ich jemals dorthin reisen werde, aber irgendwie habe ich jetzt das Gefühl ich hätte das getan. Er selbst sagt gegen Ende: "… Ich hatte nicht die Absicht, irgendeine Art von Querschnitt darzustellen, und ich glaube auch nicht, dass ich das getan habe, sodass ein Leser sagen könnte: 'Er glaubt, er habe ein zutreffendes Bild gezeichnet…' Das glaube ich nicht. Ich habe nur wiedergegeben, was mir einige Leute erzählt und was ich gesehen habe. Ich weiß nicht, ob das typisch war oder ob man daraus irgendwelche Schlüsse ziehen kann." Ich denke, das ist das Beste, was man versuchen kann, und ich bin froh, dass wir ihn auf dieser Reise begleiten konnten.

Er erwähnt auch: "Ich mag Wetter lieber als Klima." Das ist ein großartiges Zitat, dem ich voll und ganz zustimme.

Ich habe das Buch sehr genossen.

Und falls ihr bessere Bücher über Reisen durch die USA kennt, lasst es mich bitte wissen.

Buchbeschreibung:

"Amerika - was für ein Land!

Von den großen Seen bis zu den Rocky Mountains, von den Metropolen der Ostküste bis zu den Wüsten Nevadas stößt man kulturell wie landschaftlich auf eine ungeahnte Vielfalt.

Im Jahre 1960 ist es, als der spätere Literaturnobelpreisträger John Steinbeck sich mit 58 Jahren noch einmal auf die Reise durch sein eigenes Land macht. Teil des Plans sind Pudel Charley und der 'Rosinante' getaufte Dreivierteltoner mit Bootskajüte auf der Ladefläche. Auf diesem Weg besucht Steinbeck 34 Bundesstaaten in elf Wochen und erlebt dabei so einiges..."

John Steinbeck erhielt den Nobelpreis für Literatur in 1962 "für seine einmalige realistische und phantasievolle Erzählkunst, gekennzeichnet durch mitfühlenden Humor und sozialen Scharfsinn".
 
Ich wirke an dieser Seite mit: Read the Nobels und Ihr könnt alle meine Blog-Einträge über Nobelpreisträger und ihre Bücher hier finden.

Donnerstag, 5. Dezember 2024

Steinbeck, John "Die Perle"

Steinbeck, John "Die Perle" (Englisch: The Pearl) - 1947

Ich liebe John Steinbeck. Egal, ob es sich um eine große Saga oder eine Kurzgeschichte handelt, er schafft es, die Charaktere so gut zu beschreiben, sie lebendig werden zu lassen, dass man das Gefühl hat, dort zu sein. Ich habe nie in den Vereinigten Staaten gelebt, ich war eigentlich nie in den Vereinigten Staaten, aber die Art, wie er es beschreibt, gibt mir das Gefühl, als wäre ich dort gewesen. Nun, zumindest zu seiner Zeit. Und er beschreibt auch die Landschaft so lebendig, dass es sich fast so anfühlt, als würde man ein Gemälde betrachten, nur dass es einem jemand erklärt.

Die Geschichte ist eine traurige Tragödie, die von den Problemen der Ureinwohner Mexikos erzählt, wie sie sich durch ihr tägliches Leben kämpfen müssen und doch nie hoffen können, irgendwie weiterzukommen. Selbst wenn sie scheinbar einen Schatz finden, schaffen es andere, ihn für sie zu ruinieren. Eine weitere Geschichte darüber, wie die Eindringlinge die Ureinwohner ausbeuteten. Dies ist offenbar ein altes mexikanisches Volksmärchen und die Geschichte klingt total echt.

Diese Geschichte ist eine Parabel voller Symbolik. Wir haben den Perlenfischer und seine Familie, wir haben das Böse, das sie in vielen Formen bedroht, wir haben den Reichtum, der ihnen bald zuteil wird, aber wieder genommen wird. Wir haben die Perle, die ihre eigene Geschichte erzählt. Sie verändert ihre Musik, die man fast hören kann, sie verändert ihre Seele auf dieselbe Weise, wie die Geschichte ihren Weg vom Anfang bis zum Ende nimmt. Die Charaktere verändern sich im Laufe des Buches, und die Beziehung zwischen den Charakteren entwickelt sich, ein interessanter Einblick in das Leben dieser Kultur.

Eine sehr eindringliche Geschichte, wie keine andere von diesem großartigen Autor, der 1962 wohlverdient den Nobelpreis für Literatur erhielt.

Buchbeschreibung:

"Eine mexikanische Saga in die Gegenwart übertragen Diese in den 40er Jahren auch verfilmte Story gehört zum Besten, was John Steinbeck je geschrieben hat. Die Geschichte eines armen Fischers und einer ungewöhnlich großen und schönen Perle ein alter mexikanischer Sagenstoff, von John Steinbeck eindringlich und spannend in die Gegenwart übertragen. Nahe der mexikanischen Stadt La Paz, am Golf von Kalifornien, führen die Menschen ein armseliges, aber glückliches Leben. Sie glauben den Worten der Priester, die seit vierhundert Jahren predigen, 'daß jeder Mensch wie ein Soldat ist, den Gott sandte, um einen Teil des Schlosses, das unsere Erde im Weltenraum darstellt, zu bewachen. Manche stehen auf den Zinnen, manche aber tief unten in der Dunkelheit der Gewölbe. Jeder muß jedoch gläubig auf seinem Posten bleiben.' Es ist klar, wo der arme Fischer Keno und seine Frau Juana stehen. Doch als es um das Leben seines kleinen Sohnes Coyotito geht, beschließt Keno, sich gegen uralte Gesetze aufzulehnen und für sein Lebensglück zu kämpfen. Seine Waffe ist eine ungewöhnlich große und schöne Perle."

John Steinbeck erhielt den Nobelpreis für Literatur in 1962 "für seine einmalige realistische und phantasievolle Erzählkunst, gekennzeichnet durch mitfühlenden Humor und sozialen Scharfsinn".
 
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Steinbeck, John "Von Mäusen und Menschen"

Steinbeck, John "Von Mäusen und Menschen" (Englisch: Of Mice and Men) - 1937

Kein Wunder, dass dieser Autor von so vielen so hoch geschätzt wird. Er kann aus einer Kurzgeschichte, also einer Novelle, eine epische Erzählung machen, die einen nie mehr loslässt.

Dieses Buch ist so voll von allem, es berührt so viele Themen, es ist unglaublich. Natürlich spielt die Geschichte, wie in all seinen Werken, die ich bisher gelesen habe, während der Großen Depression, dieses Mal spricht er über Wanderarbeiter. Auf nur wenigen Seiten schildert er das Leben, das sie führen, und man ist mitten in der Geschichte. Man kann diese Geschichte als Beispiel für so viele schlechte Seiten der Gesellschaft nehmen, Vorurteile, Rassismus, die arme und hässliche Seite der Welt und Menschen, die von einer besseren träumen.

Steinbeck ist der beste Autor, um zu erklären, was mit dem amerikanischen Traum schiefgelaufen ist. Er beschreibt die Schattenseiten davon, die Menschen, die nicht hineinpassen, auch wenn sie sich anstrengen. Seine phänomenalen Schriften werfen einen Schatten auf das nächste Jahrhundert. Niemand beschreibt Menschen und Situationen besser als er. Niemand zeichnet ein so gutes Bild der Gesellschaft wie er.

"Von Mäusen und Menschen" ist sicherlich eines der Juwelen der Weltliteratur, das jeder lesen sollte. Man weiß, was passieren wird, aber man möchte händeringend nicht, dass es passiert. Einfach ein wunderschönes Schreiben.

Buchbeschreibung:

"Der bärenstarke, aber geistig zurückgebliebene Lennie zieht mit George durchs Land, um sich als Erntehelfer eine paar Dollar zu verdienen. Ihr großer Traum ist es, sich auf einer eigenen Farm zur Ruhe zu setzen und Kaninchen zu züchten. Doch Lennies Bedürfnis, junge Hunde, Mäuse und andere kleine Tiere zu 'streicheln', bringt die beiden in Schwierigkeiten. Auf der Suche nach neuen Jobs verflucht George seinen Gefährten Lennie, bringt es aber nicht übers Herz, ihn alleine zu lassen. Als Lennie beginnt, die Frau des Gutsbesitzers zu »streicheln«, ist das Unheil vorprogrammiert."

Man sollte außerdem "Früchte des Zorns" (The Grapes of Wrath) and "Jenseits von Eden" (East of Eden) lesen, sie sind phänomenal.

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Montag, 19. August 2024

Steinbeck, John "Die Straße der Ölsardinen"

Steinbeck, John "Die Straße der Ölsardinen" (Englisch: Cannery Row) - 1945

Ich habe einige Romane John Steinbeck gelesen und sie alle geliebt. Bei diesem hier erwartete ich etwas in der Art von "Früchte des Zorns" (The Grapes of Wrath), eine Geschichte über die Menschen, die während der Großen Depression lebten und wie sie damit zurechtkamen. Stattdessen las ich über eine Gruppe widerspenstiger Menschen, die mir absolut egal waren.

Ich habt sicher auch schon Romane gelesen, bei denen eure Gedanken nicht bei der Handlung blieben. Bei denen ihr zurückblättern und ganze Absätze immer und immer wieder lesen musstet. Bei dieser Geschichte war das so, nun, ich würde sie nicht einmal als Geschichte bezeichnen. Es war eine Ansammlung von Charakteren, die nicht eine vernünftige Idee zusammenbringen konnten.

Ich habe mehrfach gehört, dass dies ein lustiger Roman ist. Dem kann ich nicht zustimmen. Ich konnte keinen Humor darin erkennen. Tut mir leid.

Buchbeschreibung:

"Gelegenheitsarbeiter, Taugenichtse, Dirnen und Sonderlinge bevölkern die Cannery Row im kalifornischen Fischerstädtchen Monterey. Sie leben in alten Lagerhallen wie Mack und seine vier Kumpane, denen jede geregelte Arbeit verhasst ist; sie hausen in ausrangierten Dampfkesseln und verrosteten Röhren auf dem 'leeren Platz', der alles andere als leer ist oder wie Henri, der Maler, in einem Boot Marke Eigenbau, an dem er seit zwanzig Jahren herumbastelt und in dem es keine seiner Frauen und Freundinnen lange aushält. Sie treffen sich im unerschöpflichen Kramladen des Chinesen Lee Chong, um auf Pump einzukaufen, in den Kneipen rund um die Fischkonservenfabriken, in Doras Etablissement und im Laboratorium des einsiedlerisch lebenden Meeresbiologen 'Doc', den sie eines Tages mit einer grandiosen Party überraschen. Und das alles spielt sich unter den misstrauischen Blicken der ordentlichen Bürger von Monterey ab ..."

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Donnerstag, 13. Oktober 2022

Steinbeck, John "Früchte des Zorns"

Steinbeck, John "Früchte des Zorns" (Englisch: The Grapes of Wrath) - 1939

Ich habe diesen Roman vor ein paar Jahren mit meinem Lesekreis gelesen. Was für ein Buch! Ich liebe Steinbecks Art zu schreiben, seine beschreibende Malerei von Menschen, Szenen, Umgebungen, Situationen. Fabelhaft.

Zugegeben, es war traurig. Aber ich fand es toll, wie die Leute sich gegenseitig halfen, wie sie das Wenige, das sie hatten, teilten, wenn es mehr war als andere besaßen. Ich liebte die Beschreibungen von allem, sei es das Land, die Menschen, Handlungen, die Situation. Auch die kleinen Kapitel dazwischen haben mir sehr gut gefallen.

Als Lesekreis haben wir viel aus diesem Buch gelernt.

Unsere Gesellschaft wird zu einem Konglomerat, wir haben keine Möglichkeit, das Problem zu lösen. Gemeinschaften in Gemeinschaften entstehen auch heute noch. Die ärmsten Menschen sind die humansten Menschen. Wir gehen bis zum Äußersten, um unsere Kinder zu behalten, aber für diese Menschen ging es um Leben oder Tod. Es gibt so viel über die Geschichte, die intensive Armut; der Beginn der Gewerkschaften, die Tricks der Leute, um Geld zu verdienen. Man kann den Staub, den Hunger, die Angst, die Hoffnung und die Stärke sofort spüren. Wie eine Teilnehmerin sagte: Man konnte die Sandkörner in seinem Mund schmecken. Das Buch hatte tonnenweise Symbolik, sehr gut entwickelt. Es gab so viele grundlegende Fragen, Macht, Kapitalismus, Finanzkrise. Die verantwortungslose Nutzung des Landes führte zur Dust Bowl, der Dürre zu Zeiten der Weltwirtschaftskrise.

Der Autor hat seine Figuren hässlich gemacht, auf soziale Ungerechtigkeit aufmerksam gemacht, all diese Klagen über die Gewerkschaften jetzt und weiter darüber, wie es überhaupt dazu kam.

Mit effektiven, kurzen Einführungskapiteln führte er in die Szene ein und ging dann in die Tiefe.
Der Vorteil davon war, dass wir mehr wussten als die Charaktere, ein gutes literarisches Mittel und eine interessante Perspektive für den Leser.

Die wichtigste Lektion: Es gibt immer Hoffnung, die Kraft der Hoffnung, die Menschen durchzubringen. Und außerdem: Die Geschichte hätte heute geschrieben werden können.

Ich glaube, ich wiederhole mich, aber dies ist definitiv ein lesenswerter Roman. Ich habe auch "Jenseits von Eden" (East of Eden) und seine Kurzgeschichte/Novelle "Von Mäusen und Menschen" (Of Mice and Men) sehr genossen.

Wir haben diesen Roman im März 2009 in unserem internationalen Lesekreis besprochen.

Buchbeschreibung:

"'Ein Roman, der so dicht und dabei so schrecklich ist, daß man vor der unmenschlichen Dimension des steinbeckschen Werks erschaudert.' Stuttgarter Zeitung

Verarmte Landarbeiter finden in Oklahoma kein Auskommen mehr. Da hören sie vom gelobten Land Kalifornien und machen sich durch Hitze und Staub auf den Weg. Doch auch hier erfahren sie die Macht und Unterdrückung durch die Großgrundbesitzer.

John Steinbeck hat mit diesem Buch seinen literarischen Ruhm begründet. Das Echo in Amerika war bei der Veröffentlichung gewaltig: Gegenschriften wurden verfasst, Politiker und Erzbischöfe verdammten es, der Autor wurde als Volksverhetzer und Klassenkämpfer verurteilt - und als Stimme der Unterdrückten und Ausgebeuteten gefeiert.

Sein Roman, der auf ausführlichen Recherchen beruhte, wurde zur Basis von soziologischen Untersuchungen und diente als Vorlage für den gleichnamigen Film von John Ford.
"

Ich habe das englische Original gelesen und hoffe, die Übersetzung ist genauso gut.

John Steinbeck erhielt den Nobelpreis für Literatur in 1962 "für seine einmalige realistische und phantasievolle Erzählkunst, gekennzeichnet durch mitfühlenden Humor und sozialen Scharfsinn" und den Pulitzerpreis für "The Grapes of Wrath" in 1940.
 
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Donnerstag, 10. Februar 2022

Steinbeck, John "Jenseits von Eden"

Steinbeck, John "Jenseits von Eden" (Englisch: East of Eden) - 1952

Ich habe den Film vor Ewigkeiten gesehen und wollte dann immer das Buch lesen. Irgendwann war es so weit, und ich bin froh, dass ich es getan habe. John Steinbeck ist ein wunderbarer Schriftsteller. Sein Schreiben ist fast Poesie, seine Gedanken philosophisch und doch sind seine Geschichten so lebendig. Man hat das Gefühl, bei den Charakteren zu sein, man lacht und weint mit ihnen.

Steinbeck spricht über Probleme, die so alt sind wie die Menschheit, er erzählt die Geschichte von Kain und Abel nach, nur dass sie hier Caleb und Aaron heißen (der Vater ist aber immer noch Adam), und sie leben in seiner Heimat Kalifornien.

Ein hervorragender Bericht über das Erwachsenwerden, das Wachsen in verschiedene Richtungen, über Gut und Böse, Jung und Alt, eine sehr bewegende Geschichte, so viele Leben, die man fürchtet und mit denen man hofft.

Wir haben dieses Buch in unserem internationalen Lesekreis besprochen. Wir hatten eine wunderbare Diskussion, jeder schien etwas von der Geschichte zu haben, auch wenn wir die Personen nicht mochten.


Einige Kommentare:

  • "Ich habe den Schreibstil geliebt. Atemberaubende, beschreibende Kraft, die erste Seite. Ich gehe normalerweise schnell über beschreibende Dinge der Natur, aber diesmal nicht. Ich mag seinen Schreibstil sehr, so die vielen Details. Wenn man sich nur das erste Kapitel ansieht, kann man sich selbst dort vorstellen, den Geruch riechen, den Wind spüren, die Charaktere sind sehr strukturiert. Auch wenn ich keine traurigen Bücher mag, finde ich dies faszinierend. Er ist ein guter Schriftsteller, trägt einen mit. Er versuchte zu dokumentieren, wie es damals im Salinastal war. Es liest sich wie ein Western. Warum habe ich das nicht schon früher gelesen?
  • Biblische Geschichte: Eine rabbinische Auslegung des freien Willens. Es hat die Personen daran gehindert, sich weiterzuentwickeln. Ich wurde vorsichtig wegen seines Beharrens auf der biblischen Geschichte, ich bin nicht dumm, hatte es satt, dass er sie die ganze Zeit wiederholte.
  • Ich mochte das Gute und das Böse, das Schwarz und das Weiß nicht.
  • Hat er die biblischen Bezüge absichtlich gemacht?
  • Ich dachte, dies sei eine Nacherzählung der Bibel, also mussten die Charaktere so handeln, wie sie handelten.
  • Charaktere: Der Autor zwingt seine Charaktere dazu, sich auf eine bestimmte Weise zu verhalten.
  • Ich habe Adam gehasst. Er kam zu leicht davon.
  • Ruft jeden an, der einen Rückzieher machen könnte, weil er mit sich selbst zu kämpfen hat.
  • Ich hasste die meisten Personen, die, die ich mochte, hatten ein gewisses Rückgrat.
  • Schwere, in Schubladen gesteckte Charaktere, Steinbeck hat sie in eine Kiste gesteckt.
  • Ich liebte die Beziehung zwischen Lee und Samuel.
  • Kate basiert auf seiner Ex-Frau, die ihn seine beiden Söhne nicht sehen ließ. Vielleicht war sie deshalb so negativ.
  • Ich liebte Lee, die Geschichten wiederholten sich.
  • Abra war interessant, ich fragte immer 'Warum hast du den Verlierer von den beiden Brüdern ausgesucht, warum hast du gewartet?' Ich war abgestoßen von den Personen, habe ständig die Seiten umgeblättert. Samuel war zu gut, um wahr zu sein (die Hamiltons waren Steinbecks Familie nachempfunden), seine Kinder waren die einzigen, die eine echte Chance hatten, sich so zu entwickeln, wie sie wollten."

Ich kann dieses Buch sehr empfehlen.

Buchumschlag:

"Von der Mitte des letzten Jahrhunderts bis zum Ende des Ersten Weltkriegs reicht die Zeitspanne, die diese große amerikanische Familiensaga umfaßt. Sie erzählt die Geschichte der Trasks und der Hamiltons: die Geschichte von Charles und Adam, den ungleichen Brüdern, die um die Liebe ihres Vaters buhlen und den Reizen derselben Frau erliegen. Von eben jener Cathy die ihren Mann und die neugeborenen Zwillinge verläßt, um sich ihren Lebensunterhalt in einem Bordell zu verdienen. Und von Aron und Caleb, ihren beiden Söhnen, deren spannungsgeladenes Verhältnis in einer modernen Version des biblischen Kainsmythos gipfelt."

Ich habe das englische Original gelesen und hoffe, die Übersetzung ist genauso gut.

John Steinbeck erhielt den Nobelpreis für Literatur in 1962 "für seine einmalige realistische und phantasievolle Erzählkunst, gekennzeichnet durch mitfühlenden Humor und sozialen Scharfsinn".
 
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