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Freitag, 25. April 2025

Christie, Agatha "Die Mausefalle"

Christie, Agatha "Die Mausefalle" (Englisch: The Mousetrap) - 1952

Mein Mann und ich sind große Agatha-Christie-Fans. Ich habe zwar nicht alle ihre Bücher gelesen, aber wir haben bestimmt jede Verfilmung gesehen, die es gibt. Die einzige Geschichte, die wir nicht kennen, ist "Die Mausefalle", und ich wusste gar nicht, dass man davon ein Buch kaufen kann. Als der Read the Year Club beschloss, dieses Mal ein Buch aus dem Jahr 1952 zu lesen, bin ich zufällig auf diese Geschichte gestoßen. Ich habe mich riesig gefreut, denn ich glaube nicht, dass wir so schnell nach London kommen, und wer weiß, ob es dann überhaupt möglich ist, das Stück zu sehen.

Wie auch immer, die Geschichte ist typisch Agatha Christie. Viele Verdächtige, jeder könnte der Mörder sein. Und alles ist so rätselhaft und verwirrend. Genau wie jede andere Agatha-Christie-Geschichte.

Also, wer die Möglichkeit hat, sich das Stück anzusehen, sollte das unbedingt tun. Und wer die Möglichekit nicht hat, sollte es lesen. Ich bin lese eigentlich nicht gerne Theaterstücke, aber dieses hier war wirklich leicht zu lesen. Und unterhaltsam.

Buchbeschreibung:

"Auf was für ein Wagnis sich Molly und Giles Davis einlassen, als sie beschließen, Monkswell Manor in eine Fremdenpension zu verwandeln, können sie nicht ahnen. Die Unruhe, mit der sie ihre Gäste empfangen, ist zuerst nur Lampenfieber. Doch als ein Schneesturm das einsame Haus völlig von der Umwelt abschneidet, verwandelt sich ihre Nervosität in beklemmende Furcht. Denn einer ihrer Gäste ist ein Mörder."

Christie, Agatha "Und dann gabs keines mehr"

Christie, Agatha "Und dann gabs keines mehr" (Englisch: And then there were none - früher: Ten Little Niggers) - 1939

Ich liebe Agatha Christie. Aber normalerweise sehe ich sie nur im Fernsehen, da ich nicht viele Krimis lese.

Bei diesem Buch war es anders. Unser Online-Lesekreis beschloss, die Auswahl der Bücher zu verschieben und stattdessen online verfügbare Bücher zu lesen. Eine der Auswahlmöglichkeiten war "Und dann gab's keines mehr". Ich erinnere mich, dass ich den Film in einem örtlichen Theater gesehen habe und die Hälfte der Laienschauspieler persönlich kannte. Ich weiß noch, dass es großartig war, aber ich konnte mich nicht an das Ende erinnern. Komisch, denn so etwas passiert mir sehr selten. Allerdings wurde auch von anderen berichtet, dass sie es vergessen hatten – vielleicht eine weitere tolle Wendung der Autorin?

Wie auch immer, wie bei den Fernsehadaptionen hat mir diese Geschichte sehr gut gefallen. Sie war sehr spannend, die Charaktere waren gut geschrieben und man begann sie wirklich zu mögen. Ich konnte mir keinen von ihnen als den "Bösewicht" (oder die "Bösewichtin") vorstellen, sie wirkten alle so nett und hatten einen guten Grund für die Tat, der sie beschuldigt wurden. Ja, alle hatten angeblich jemanden getötet und wurden deshalb auf die Insel gelockt, um getötet zu werden.

Ich denke, wir alle kennen den Kinderreim, nach dem das Buch ursprünglich benannt wurde (es gab sogar eine deutsche Version und wahrscheinlich noch mehr in anderen Sprachen, manchmal mit anderem Titel/anderen Charakteren):

"Zehn kleine Negerlein, die fuhren übern Rhein;
Das eine ist in's Wasser gefall'n, da waren's nur noch neun.

Neun kleine Negerlein, die gingen auf die Jagd,
Das eine wurde totgeschossen, da waren's nur noch acht

Acht kleine Negerlein, die gingen in die Rüb'n,
Das eine hat sich totgegessen, da waren's nur noch sieb'n.

Sieben kleine Negerlein, die gingen zu 'ner Hex',
Das eine hat sie totgehext, da waren's nur noch sechs.

Sechs kleine Negerlein, gerieten in die Sümf,
Das eine ist d'rin stecken geblieb'n,da waren's nur noch fünf.

Fünf kleine Negerlein, die gingen mal zum Bier,
Das eine hat sich totgetrunken, da waren's nur noch vier.

Vier kleine Negerlein, die aßen heißen Brei,
Das eine hat zuviel gegessen, da waren's nur noch drei.

Drei kleine Negerlein, die fuhr'n in die Türkei,
Den einen traf der Sonnenstich, da waren's nur noch zwei.

Zwei kleine Negerlein, die fingen an zu weinen,
Der eine hat sich totgeweint, da gab es nur noch einen.

Ein kleines Negerlein, das fuhr mal in der Kutsch,
Da ist es unten durchgerutscht, da war'n sie alle futsch."

Im amerikanischen Originallied, waren es erst Indianer, dann Soldatenjungen, und zuletzt die Negerlein. Aber zum Glück wird das Lied so nicht mehr gesungen. Viele Übersetzungen verwenden immer noch den alten Titel, was ich, besonders heutzutage, völlig inakzeptabel finde. (Hätte damals schon so sein sollen, aber wir wissen ja, wie es war. Leider.)

Es war sehr schön, diese Geschichte zu lesen. Wie immer bei Agatha Christies Büchern ist das Ende völlig überraschend. Es gibt Krimis, bei denen man versuchen kann zu erraten, wer der Verbrecher ist. Bei Agatha ist das selten der Fall. Ich war immer genervt, wenn am Ende ein Detail auftaucht, das die ganze Geschichte verändert. Das kann man unmöglich wissen.

Allerdings habe ich mir inzwischen alle Miss Marple- und Monsieur Poirot-Geschichten (und einige andere) im Fernsehen angesehen und sollte wahrscheinlich ein paar ihrer Bücher lesen. Zumindest dieses hier war sehr gut. Ein toller Krimi.

In der Diskussion wurde über die Handlung gesprochen und darüber, wie der Leser in die Geschichte hineingezogen wurde. Geschichte, Charaktere und ihre Verbrechen, Motivationen, Archetypen. Es scheint auch einige Verfilmungen und Serienadaptionen der Geschichte zu geben, wobei die neue BBC-Adaption offenbar deutlich härter und grausamer ist. Das muss ich mir genauer ansehen.

Wir haben dies im Mai 2020 in unserem internationalen Online-Lesekreis besprochen.

Buchbeschreibung:

"Eine kleine Insel vor der Küste Devons, ein geheimnisvoller Gastgeber und ein gnadenloses Unwetter - sobald das Meer sich beruhigt, werden vom Festland Boote und Menschen kommen. Und sie werden zehn Tote und ein ungelöstes Problem auf der Insel finden..."

Christie, Agatha "Poirot rechnet ab"

Christie, Agatha "Poirot rechnet ab" (Englisch: Poirot Investigates) (Hercule Poirot #3) - 1924 

Bevor ich etwas über das Buch sage: Ich bin kein großer Fan von Kriminalgeschichten. Zumindest nicht in Büchern. Ich liebe sie auf der Leinwand. Und Monsieur Poirot ist eine meiner Lieblingsfiguren in allen Krimiserien, egal ob früher oder heute. Der aktuelle Schauspieler, David Suchet, ist der Beste von allen, er macht einen fantastischen Job, er IST Hercule Poirot.

Deshalb beschloss ich, dass es an der Zeit wäre, ein Buch von Agatha Christie zu lesen, und stieß auf dieses kleine Juwel.

Ich werde Kriminalgeschichten immer noch nicht zu meinem Lieblingsgenre hinzufügen, ich glaube nicht, dass das jemals passieren wird. Aber Agatha Christie war eine großartige Schriftstellerin. Und nachdem ich all diese Geschichten auf der Leinwand gesehen habe, höre ich den französischen Akzent von "Monsieur Poirot" jedes Mal, wenn er ein Wort spricht.

Das ist eine nette Lektüre, wenn man etwas braucht, auf das man sich nicht zu sehr konzentrieren möchte.

Und das sind die Geschichten in diesem Buch:

And these are the stories included in this book:
Die Augen der Gottheit (The Adventure of the Western Star)
Die Tragödie von Marsdon Manor (The Tragedy at Marsdon Manor)
Die mysteriöse Wohnung (The Adventure of the Cheap Flat)
Das Mysterium von Hunter's Lodge (The Mystery of Hunter's Lodge)
Der raffinierte Aktienhandel (The Million Dollar Bond Robbery)
Das Abenteuer des ägyptischen Grabes (The Adventure of the Egyptian Tomb)
Der Juwelenraub im Grand Hotel (The Jewel Robbery at the Grand Metropolitan)
Der entführte Premierminister (The Kidnapped Prime Minister)
Das Verschwinden Mister Davenheims (The Disappearance of Mr Davenheim)
Das Abenteuer des italienischen Edelmannes (The Adventure of the Italian Nobleman)
Das fehlende Testament (The Case of the Missing Will)

Buchbeschreibung:

"Meisterdetektiv Hercule Poirot zeigt sich wieder einmal von seiner besten Seite. Ob er im Grand Hotel einen groß angelegten Juwelendiebstahl im letzten Augenblick aufdeckt, durch ein winziges Detail dem Geheimnis eines berühmten Bankiers auf der Spur ist oder dem Fluch der ägyptischen Gottkönige mit seiner nüchternen Logik beikommt Poirot wirbelt alle durcheinander: die Polizei, seinen Freund Hastings und den gebannten Leser.

- Die Augen der Gottheit
- Die Tragödie von Marsdon Manor
- Die mysteriöse Wohnung
- Das Mysterium von Hunter's Lodge
- Der raffinierte Aktienhandel
- Das Abenteuer des ägyptischen Grabes
- Der Juwelenraub im Grand Hotel
- Der entführte Premierminister
- Das Verschwinden Mister Davenheims
- Das Abenteuer des italienischen Edelmannes
- Das fehlende Testament"

Christie, Agatha "Mord im Orient-Express"

Christie, Agatha "Mord im Orient-Express" (Englisch: Murder on the Orient Express) (Hercule Poirot #10) - 1934

Wer kennt "Mord im Orient-Express" nicht? Ich weiß, ich habe das schon hundertmal gesehen. Zuerst mit Albert Finney als Monsieur Poirot, dann mit Alfred Molina, dann mit DEM Hercule Poirot, David Suchet und nicht zuletzt mit dem großartigen Kenneth Branagh.

Also dachte ich, es wäre an der Zeit, das Buch zu lesen. Alle Filme, die ich gesehen habe, unterscheiden sich ein wenig, und ich habe mich immer gefragt, welcher dem Buch am nächsten kommt. Nun ja, alle haben etwas ausgelassen oder geändert, wer was gesagt hat oder sogar wer wer war. Aber sie bleiben alle nah am Buch. Agatha Christie hatte eine enorme Fantasie, und dieser Roman zeigt uns wieder einmal, wie wunderbar ihre Geschichten sind.

Buchbeschreibung:

"Eigentlich wollte Hercule Poirot die Fahrt in dem weltberühmten Luxuszug genießen, aber seine Mitreisenden verderben ihm das Vergnügen gründlich. Allerdings wird er bald entschädigt, denn eine Leiche wird entdeckt. Ein Toter und ein Zug voller Verdächtiger: ein gefundenes Fressen für den Meisterdetektiv."