"1746 in einer kleinen englischen Kolonialstadt an der Spitze der Insel Manhattan: Neu-York wirkt auch Jahrzehnte nach der Eroberung durch die Briten immer noch recht holländisch; die alteingesessenen Familien reden Englisch mit Akzent, am Hafen weht der Union Jack über schmalen Fachwerkhäusern, am anderen Ende der Stadt ist der Broad Way (vorher Breede Weg) auf Höhe der Wall Street durch ein Tor versperrt. Draußen hängen Skalps: Verbündete Indianerstämme haben sie französischen Soldaten abgenommen.
Mariannes Bücherecke
Montag, 21. September 2026
Spufford, Francis "Neu-York"
"1746 in einer kleinen englischen Kolonialstadt an der Spitze der Insel Manhattan: Neu-York wirkt auch Jahrzehnte nach der Eroberung durch die Briten immer noch recht holländisch; die alteingesessenen Familien reden Englisch mit Akzent, am Hafen weht der Union Jack über schmalen Fachwerkhäusern, am anderen Ende der Stadt ist der Broad Way (vorher Breede Weg) auf Höhe der Wall Street durch ein Tor versperrt. Draußen hängen Skalps: Verbündete Indianerstämme haben sie französischen Soldaten abgenommen.
Samstag, 19. September 2026
Nadal, Rafel "Das Vermächtnis der Familie Palmisano"
Buchbeschreibung:
"Ein Dorf in Süditalien wird zum Schauplatz eines halben Jahrhunderts europäischer Geschichte - eine großartige Familiensaga.
Freitag, 18. September 2026
Domínguez, Carlos María "Das Papierhaus"
"Eine Literaturdozentin, die so in die Gedichte von Emily Dickinson vertieft ist, dass sie tödlich verunglückt, ihr argentinischer Kollege, der um die halbe Welt reist, um das Geheimnis eines rätselhaften Buches zu lösen, und ein Mann, der bereit ist, seine Liebe für Bücher in Stein zu fassen: drei Menschen, die ohne Bücher nicht sein können und deren Leben auf höchst seltsame Weise miteinander verknüpft werden."
Andere:
Burckhardt, Jacob "Die Cultur der Renaissance in Italien"
Dostoevskij, Fyodor "Die Brüder Karamasow" (RUS: Братья Карамазовы/Brat'ya Karamazovy/The Brothers Karamazov)
Hesse, Hermann "Siddhartha" (Siddhartha: An Indian Poem)
Salgari, Emilio "Sandokan, der Tiger von Malesia" (IT: I Tigri di Momprasem)
Donnerstag, 17. September 2026
Mukherjee, Neel "Das Leben in einem Atemzug"
Buchbeschreibung:
"Was geschieht, wenn wir versuchen, das Leben, in dem wir zu Hause sind, für etwas Besseres zu verlassen? In fünf Schicksalen entfaltet sich in diesem Roman ein grandioses Panorama der modernen indischen Gesellschaft.
Neel Mukherjee erzählt in Das Leben in einem Atemzug von Menschen, die aufbrechen, ihr Zuhause verlassen, um für sich und ihre Familien ein besseres Leben zu erlangen. Da ist die Köchin in Mumbai, die in sechs Haushalten kocht; da ist der Mann, der mit seinem Tanzbär von Ort zu Ort zieht, da ist das Mädchen, das vor den Terroristen, die ihr Dorf bedrohen, in die Stadt flieht – sie alle erleben, was es bedeutet, nicht mehr im eigenen, vertrauten Umfeld zu sein. Ihre Schicksale erzählen von den Frösten der Freiheit, vom Fremd- und Alleinsein, von Armut und Arbeit. Aber auch von der Hoffnung und Glück. Ein atmosphärisch dichter Roman aus dem heutigen Indien, einer modernen Gesellschaft, in der die Schatten einer anderen noch deutlich spürbar sind. Leidenschaftlich und voller Empathie entfaltet sich in einem Reigen von Geschichten das unstillbare menschliche Streben nach einem anderen, besseren Leben."
Mittwoch, 16. September 2026
Greer, Andrew Sean "Mister Weniger"
"Mister Weniger ist eine schreiend komische Liebeskomödie, die sich nicht um Konventionen schert, ein Wundermittel gegen Liebeskummer und Trost für alle, die schon gemerkt haben, dass die Liebe manchmal seltsame Wege geht.
Andrew Sean Greer erhielt 2018 den Pulitzerpreis für "Less".
Dienstag, 15. September 2026
Mehden, Heilwig von der "Eigentlich nur halb so schlimm"
Wie ich schon in ihrem anderen Buch, "Nehmt die Männer wie sie sind. Es gibt keine anderen" gesagt habe, war Heilweg von der Mehden DIE Brigitte Kolumnistin vor Elke Heidenreich. Beide Autorinnen haben mir viele amüsante Stunden beschert.
Also konnte ich an diesem gebrauchten Buch nicht vorbeigehen. Hier geht es um all die kleinen und großen Ärgernisse im Leben und wie man sie mit Humor nimmt. Da geht es ums Fernsehen und Elternschaft, um Autofahrer und Vierbeiner, um Arztbesuche und Reisen, um Geld und Moderne Zeiten, und vieles mehr, was uns den Alltag oft so schwer macht.
Aber mit den Artikeln dieser schon 1997 verstorbenen, großartigen Kolumnistin ist es alles wirklich nur noch halb so schlimm.
Mal sehen, ob ich noch mehr von ihren Büchern auftreiben kann.
Buchbeschreibung:
"Wenn Heilwig von der Mehden Anlässe zum Verdruß behandelt, spürt man sofort die Wirkung ihrer wohltuenden 'Medizin', einer klug dosierten, fein abgestimmten Mischung von Schafsinn, Humor und Lebensklugheit, dargeboten in dem funkelnden Gefäß einer brillanten Sprache.
Wenn man will, kann man sich ja ununterbrochen ärgern. Es soll sogar Menschen geben, die ihren 'Frust tragen' wie andere einen schicken Blouson. Aber vergnüglich ist das nicht. Heilwig von der Mehden weiß ein einfaches Rezept, mit Mißhelligkeiten fertig zu werden: 'Unsere Großmutter kannte das schon: Halb so schlimm, sagte sie lächelnd, wenn wir sie als Kinder mit unseren kleinen Katastrophen vertraut machten. Und so war es denn auch meistens, hinterher betrachtet. Wenn wir das doch schon vorher gewußt hätten!'
Daß diese Regel auch für Erwachsene gilt, hat Heilwig von der Mehden, die beliebte 'Brigtte'-Kolumnistin, in vielen ihrer Geschichten humorvoll und spritzig nachgewiesen, so auch in diesem Band."
Montag, 14. September 2026
Némirovsky, Irène "Die Familie Hardelot"
Némirovsky, Irène "Die Familie Hardelot" (Französisch: Les Biens de ce monde) - All Our Wordly Goods - 1941
Ich hatte bereits zwei Bücher von Irène Némirovsky gelesen ("Suite française" und "La Proie"), die mir beide gut gefallen haben. Daher war ich auf dieses Werk gespannt.
Und ich wurde nicht enttäuscht. "Die Familie Hardelot" war sogar noch besser als die beiden anderen – wahrscheinlich, weil sie es noch vollenden konnte bevor man sie umbrachte.
Die Geschichte beginnt im Ersten Weltkrieg und reicht bis ins Jahr 1940. Wir erleben zwei Kriege mit – oder zumindest den Beginn des zweiten. Doch wir sehen das Geschehen aus der Perspektive der einfachen Bevölkerung, nicht aus der der Soldaten. Zwar werden die Männer an die Front geschickt, doch ihre Geschichten stehen nicht im Mittelpunkt. Wir erleben, was die Alten, die Frauen und die Kinder durchmachen müssen.
Eine faszinierende, fesselnde Geschichte. Die Charaktere sind allesamt sehr lebendig gezeichnet.
Buchbeschreibung:
"Satt, selbstzufrieden und in der wohligen Gewissheit, dass sich nie etwas ändern wird: Die Fabrikantenfamilie Hardelot aus der französischen Provinz wiegt sich vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs in trügerischem Glück. Doch innerhalb einer Generation wird ihre bürgerliche Welt für immer hinweggefegt.
Im Frühjahr 1940 beginnt Irène Némirovsky die Arbeit an einem Buch, das ganz in der Tradition des großen europäischen Familienromans steht. Über Jahre hat sie die träge Selbstzufriedenheit der bürgerlichen Kreise, in denen sie verkehrte, beobachtet. Sie hat erlebt, wie diese Familien sich in Sicherheit wiegen und sich weigern, die Zeichen der Zeit zu erkennen. Nun will Némirovsky ihnen den Spiegel vorhalten. Der Roman, der unmittelbar vor Suite française entstand, wurde erst posthum 1947 veröffentlicht und ist der illusionslose Abgesang auf ein Bürgertum, das feige vor der Wirklichkeit die Augen verschließt.
Ein großer Familienroman und zugleich ein Sittengemälde des französischen Bürgertums und seines Verfalls."












