"'Wenn der Schein trügt, muss man zweimal hinsehen...'
Mariannes Bücherecke
Montag, 4. Mai 2026
Burton, Jessie "Die Magie der kleinen Dinge"
"'Wenn der Schein trügt, muss man zweimal hinsehen...'
Samstag, 2. Mai 2026
Brown, Eleanor "Die Shakespeare-Schwestern"
Buchbeschreibung:
Freitag, 1. Mai 2026
MacLachlan, Patricia "Ein Meer für Sarah" und "Sarah singt wie eine Lerche"
"Sarah singt wie eine Lerche" (Skylark) - 1997
"Caleb's Story" - 2001
"More Perfect Than The Moon" - 2004
Leider wurden nur die beiden ersten Bücher ins Deutsche übersetzt.
Patricia MacLachlan hat eine schöne Geschichte über eine Familie im späten 19. Jahrhundert geschrieben. Sie müssen sich mit den Schwierigkeiten auseinandersetzen, die das Leben in der amerikanischen Prärie zu jener Zeit mit sich bringt. Nachdem Annas Mutter bei ihrer Geburt stirbt, wachsen sie und ihr Bruder Caleb bei ihrem Vater in Kansas auf. Dieser schreibt an eine Heiratsvermittlung, und Sarah aus Maine antwortet. Sie kommt – zunächst auf Probe – zu ihnen.
Mir haben alle vier Bücher gefallen, und ich finde, sie sind schöne Lektüre. Sie sind zwar für Kinder zwischen 8 und 10 Jahren gedacht, aber ich denke, sie eignen sich besonders für kleine Mädchen.
Die Geschichte wurde auch mit Glenn Close und Christopher Walken in den Hauptrollen verfilmt – eine wirklich gute Besetzung.
Buchbeschreibungen:
(Ein Meer für Sarah)
"Aus Liebe zu ihrem Mann und seinen Kindern hat Sarah ihre geliebte Heimat verlassen. Aber als die große Dürre kommt, wird der Zusammenhalt der Familie auf eine harte Probe gestellt. Aber er erweist sich als stärker als die schlimmste Dürre."
(Sarah singt wie eine Lerche)
Donnerstag, 30. April 2026
Eco, Umberto "Der Name der Rose"
Ich glaube, ich wollte dieses Buch lesen, seit ich das erste Mal von dem Film gehört habe. Und das ist schon ein paar Jahrzehnte her. Nun, endlich habe ich es geschafft. Aber ich weiß immer noch nicht, warum es "Der Name der Rose" heißt, aber vielleicht bleibt das für immer ein Rätsel.
Das Buch selbst ist definitiv ein Kriminalroman. Ein Kloster im 14. Jahrhundert. Ein Tod folgt dem anderen, manche erscheinen sehr verdächtig, doch bei den meisten ist klar, dass ein anderer Mensch den Tod verursacht hat. Mit anderen Worten: Ein Massenmörder treibt sein Unwesen. Zwei Mönche, die das Kloster besuchen, beginnen zu ermitteln und stoßen auf viele Verbindungen, manche schlüssig, andere eindeutig falsch.
Aber das ist nicht der spannendste Teil der Geschichte, zumindest nicht für mich. Ich bin nicht der größte Fan von Krimis. Was mich aber fasziniert, ist die Bibliothek und das Labyrinth, das sie umgibt, um zu verhindern, dass Unbefugte Bücher lesen. Wenn ihr euch für mittelalterliche Gebäude, Labyrinthe und insbesondere Bibliotheken interessiert, ist dies das ideale Buch für euch. Außerdem gibt es viele bekannte Namen und zahlreiche Anspielungen auf reale und fiktive Personen (Bruder Wilhelm von Baskerville, auch bekannt als Sherlock Holmes, der blinde Mönch Jorge von Burgos, eine Hommage an Jorge Luis Borges).
Es finden sich viele biblische Bezüge, beispielsweise die sieben Posaunen der biblischen Apokalypse, die das Ende der Welt ankündigen. Diese dienen nicht nur als Erzählstruktur, der Roman ist auch in sieben Tage unterteilt.
Die Ausführungen über die Franziskaner fand ich ebenfalls interessant. Da ich in einem Dorf mit einem Franziskanerkloster aufgewachsen bin und mein Leben lang Franziskanermönche kannte, war es mir neu, dass sie anfangs als Ketzer galten.
Ich hätte diese Abtei sehr gerne besucht und die Bibliothek wie die Protagonisten erkundet. Da mir dies aber nicht möglich ist, werde ich das Buch wohl noch einmal lesen müssen. Was ich ganz sicher eines Tages tun werde.
Wer sich für das Mittelalter, für Bücher, für Kriminalromane oder für Klassiker interessiert, sollte es auch lesen.
Buchbeschreibung:
"Daß er in den Mauern der prächtigen Benediktinerabtei an den Hängen des Apennin das Echo eines verschollenen Lachens hören würde, das hell und klassisch herüberklingt aus der Antike, damit hat der englische Franziskanermönch William von Baskerville nicht gerechnet. Zusammen mit Adson von Melk, seinem etwas tumben, jugendlichen Adlatus, ist er in einer höchst delikaten politischen Mission unterwegs. Doch in den sieben Tagen ihres Aufenthalts werden die beiden mit kriminellen Ereignissen und drastischen Versuchungen konfrontiert: Ein Mönch ist im Schweineblutbottich ertrunken, ein anderer aus dem Fenster gesprungen, ein dritter wird tot im Badehaus gefunden. Aber nicht umsonst stand William lange Jahre im Dienste der heiligen Inquisition. Das Untersuchungsfieber packt ihn. Er sammelt Indizien, entziffert magische Zeichen, entschlüsselt Manuskripte und dringt immer tiefer in ein geheimnisvolles Labyrinth vor, über das der blinde Jorge von Burgos wacht."
Mittwoch, 29. April 2026
Shteyngart, Gary " Snack Daddys abenteuerliche Reise"
Buchbeschreibung:
"Mischa 'Snack Daddy' Vainberg, ein unverbesserlicher Fettsack, ist der Sohn des 1238streichsten Mannes in Russland, dem leider in St. Petersburg von der Konkurrenz der Kopf weggesprengt wird. Verzweifelt versucht die Waise, sich in den schützenden Westen durchzuschlagen, zurück nach New York, zu seiner untreuen Angebeteten in der Bronx und seinem Analytiker an der Park Avenue. Es ist eine Reise voller Irrungen und Wirrungen, internationaler Verwicklungen und privater Verstrickungen, die schon durch Mischas barocke Gestalt zu schauriger Akrobatik werden. Wie geschmacklos und unappetitlich ist das alles. Aber doch so wahr! Und sie muss erzählt werden, die Geschichte dieses Weltreisenden. Mischa besichtigt für uns ein Zeitalter, so gewalttätig, kaltherzig und liebeshungrig, dass nur eine groteske Erscheinung wie er es uns richtig vorführen kann. Es ist unser Zeitalter. Einen tumben Tor wie Mischa Vainberg hat es in der Literatur lange nicht mehr gegeben. Simplicissimus, Don Quichotte und Oblomow sind seine nächsten Verwandten. Unsere ganze globalisierte Welt lagert sich in seinen Fettpolstern ab, und schrecklich erkennen wir sie in diesem grotesken Geschwabbel wieder. Snack Daddy ist verloren, und wir sind es wohl mit ihm! Brächte Gary Shteyngart uns nicht immer wieder auf so unvergleichliche Weise zum Lachen, unsere Tränen würden noch lange fließen. Eine furiose Tour de Force, die man nicht mehr vergisst."
Dienstag, 28. April 2026
Setterfield, Diane "Die dreizehnte Geschichte"
Ainsworth, William Harrison "The Spectre Bride" (Die Geisterbraut" - in "Das Horrorkabinett/Ghost Stories: Erstübersetzung Band I")
- "Sense & Sensibility" (Verstand & Gefühl/Sinn & Sinnlichkeit) - 1811 (The Motherhood and Jane Austen)
Braddon, Mary Elizabeth "Lady Audley's Secret" (Lady Audleys Geheimnis) - 1862
- "Villette" (Villette) - 1853
Brontë, Emily "Wuthering Heights" (Sturmhöhe) - 1887
Collins, Wilkie (deutsche Einträge) "The Woman in White" - Die Frau in Weiß - 1859
Eliot, George "Middlemarch" - Middelmarch - 1871-72
Kingsley, Charles "The Water Babies" (Die Wasserkinder) - 1862-63
Stevenson, Robert Louis "Dr. Jekyll and Mr. Hide" (Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde) - 1850-94
Trollope, Anthony "The Eustace Diamonds" - 1873
Walpole, Horace "The Castle of Otranto" (Das Schloss von Otranto) - 1764
Auch wenn ich nicht alle gelesen habe, würde ich die übrigen Bücher lieber lesen als jedes der Bücher, die (laut Coverbild) von Vida Winter "geschrieben" wurden:
Das Puppentheater (The Puppet Show)
Buchbeschreibung:
"Sie gilt als Englands beliebteste Schriftstellerin, und doch weiß keiner, wer Vida Winter wirklich ist. Ihr ganzes Leben lang hat sie Stillschweigen darüber bewahrt, was damals, in jener Nacht vor rund sechzig Jahren, wirklich geschah, als der Familiensitz der Angelfields bis auf die Grundmauern niederbrannte.
Nun, dem Tode nah, erleichtert Vida Winter erstmals ihr Gewissen und gesteht die schockie-rende Wahrheit über sich und ihre Zwillingsschwester."
"Dickens' Dream"
Robert Williams Buss
Montag, 27. April 2026
Heidenreich, Elke "Hier geht’s lang!"
Heidenreich, Elke "Hier geht’s lang! Mit Büchern von Frauen durchs Leben" [This way! Through life with books by women] - 2021
Elke Heidenreich habe ich ja immer schon gerne gelesen. Und ein Buch von Elke Heidenreich über Bücher?? Und über sich selbst??? Das musste ich einfach lesen.
Und das Buch hat gehalten, was der Titel versprochen hat. Natürlich! Was hätte ich auch sonst erwarten können.
Die Autorin erzählt nicht nur, wie sie zum Lesen kam, was sie alles gelesen hat (alles, was man sich nur vorstellen kann), welche Autorinnen sie empfiehlt. Nein, sie erzählt auch ovn ihrem Leben, von ihrer armen Kindheit (die hatte ich auch und mit viel weniger Büchern), von ihren ersten Schritten in die Selbständigkeit, sowohl von ihrer Arbeit mit Büchern als auch von ihrem Privatleben.
Einfach ein tolles Buch.
Nur eine Beschwerde: Ich hätte mir ein Inhaltsverzeichnis gewünscht mit all den von ihr erwähnten Büchern. Leider ist das nicht im Buch. Und auch nirgendwo im Internet. Ich habe nur diesen KI-Eintrag gefunden:
Jugend/Klassiker: Trotzkopf, Nesthäkchen, Bücher von Enid Blyton, Christine, der Zopf muss ab.
Prägende Literatur: Selma Lagerlöf, Françoise Sagan, Virginia Woolf.
Moderne/Spätere Wegbegleiter: Susan Sontag, Joan Didion, Annie Ernaux, Eva Menasse, Ruth Klüger, Ilija Trojanow (ausgenommen, da männlich, aber erwähnt) (der ist ja auch klasse!)
Schade, denn es wäre ein sehr gutes Nachschlagewerk für lesehungrige Leser*innen.
Buchbeschreibung:
"Mit Büchern von Frauen durchs Leben!
Es waren Bücher von Frauen, die Elke Heidenreich geprägt haben, von frühester Jugend an. Später machte sie das Reden und Schreiben über Bücher zu ihrem Beruf. Und wurde, wie sie heute ist, durch Bücher: Denn Lektüre und Persönlichkeitsentfaltung bedingen einander, das Lesen durchdringt das Leben. Bücher von Frauen gaben ihr das Rüstzeug für alles, was sie heute macht, für die lebenslange Freude an Auseinandersetzungen, schwierigen Lektüren, am immer Weitermachen. Lesen macht glücklich und ist der rote Faden im Leben der Elke Heidenreich. Sie schreibt dieses Buch, um nachzuvollziehen, wie Bücher von Frauen uns zu dem machen, was wir sind, um zu verstehen, was Literatur bedeutet, und um ihren Leserinnen Anregungen zum eigenen Lesen und Leben zu geben."













