Mittwoch, 18. Februar 2026

Garmus, Bonnie "Eine Frage der Chemie"

Garmus, Bonnie "Eine Frage der Chemie" (Englisch: Lessons in Chemistry) - 2022

Ein Mitglied meines deutschen Lesekreises hatte dieses Buch vorgeschlagen, und obwohl zunächst alle einverstanden waren, wurde es letztendlich nicht ausgewählt. Da ich es aber bereits bestellt hatte, wollte ich es unbedingt lesen.

Es wäre sicherlich eine gute Wahl für eine Diskussion gewesen. Ich bezweifle, dass ich es ausgewählt hätte, wenn ich nur das Titelbild gesehen hätte. Andererseits könnten Leserinnen und Leser, die romantische Frauenliteratur suchen, enttäuscht sein.

Es ist schwer, dieses Buch zu beschreiben. Ich würde es wohl als Frauenliteratur einstufen, obwohl es tiefere Bedeutungen hat. Ich mochte die Protagonistin sehr. Ich wünschte, ich hätte in meiner Jugend eine Elizabeth Zott gehabt. Obwohl ich gut zehn Jahre jünger bin als sie, gab es all die Hindernisse, die Frauen im Weg standen, schon damals. Und es gab niemanden, absolut niemanden, der mich in meiner Ausbildung unterstützte, weder meine Eltern noch meine Lehrer (außer dem Grundschullehrer, der später aber nicht mehr da war). Im Gegenteil, alles, was ich hörte, war: "Du wirst heiraten und brauchst keinen Job." Und mein Chef hat einen externen Kandidaten eingestellt, anstatt mich zu befördern. Aus demselben Grund.

Genau wie Elizabeth hatte ich mein ganzes Leben lang das Gefühl, für Männer zu arbeiten, die weniger intelligent waren als ich.

Das Buch wird als humorvoll beschrieben, und es enthält auch einige humorvolle Elemente, aber insgesamt überwiegt die Traurigkeit und bleibt uns stärker im Gedächtnis.

Vielleicht spricht diese Geschichte eher ein jüngeres Publikum an; sie hat bei mir einfach zu viele schlechte Erinnerungen geweckt. (Wobei das ja auch für das Buch spricht.) Ich würde nicht sagen, dass mir das Buch völlig missfallen hat, aber es hat mich in eine Zeit zurückversetzt, die ich lieber vergessen würde. Ich hätte es gern mit meinem Lesekreis besprochen und die Meinungen der anderen Frauen dazu gehört.

Und zu guter Letzt: Manches hat sich verändert, aber nicht genug. Was meinst du?

Buchbeschreibung:

"Elizabeth Zott ist eine Frau mit dem unverkennbaren Auftreten eines Menschen, der nicht durchschnittlich ist und es nie sein wird. Doch es ist 1961, und die Frauen tragen Hemdblusenkleider und treten Gartenvereinen bei. Niemand traut ihnen zu, Chemikerin zu werden. Außer Calvin Evans, dem einsamen, brillanten Nobelpreiskandidaten, der sich ausgerechnet in Elizabeths Verstand verliebt. Aber auch 1961 geht das Leben eigene Wege. Und so findet sich eine alleinerziehende Elizabeth Zott bald in der TV-Show 'Essen um sechs' wieder. Doch für sie ist Kochen Chemie. Und Chemie bedeutet Veränderung der Zustände..."

"Eine Frage der Chemie" wurde 2022 von den Deutschen Unabhängigen Buchhandlungen zum "Lieblingsbuch der Unabhängigen" gewählt.

Dienstag, 17. Februar 2026

Golding, William "Herr der Fliegen"

Golding, William "Herr der Fliegen" (Englisch: Lord of the Flies) - 1954

Ein sehr verstörender dystopischer Roman, wahrscheinlich weil er Kinder betrifft und uns Menschen noch unmenschlicher erscheinen lässt als einige andere, die ich gelesen habe. (Meine Liste dystopischer Romane findet ihr hier und in englisch hier.)

Was bringt Menschen dazu, sich unmenschlich zu verhalten? In diesem Fall werden Kinder nach einem Flugzeugabsturz sich selbst überlassen. Schon zu Beginn ist klar, dass es zwei verschiedene Arten gibt: Die einen sehen das Endziel, sie wollen gerettet werden und dafür arbeiten, die anderen wollen nur sofortige Befriedigung, d. h. Essen, und sind bereit, dafür zu kämpfen.

Ich kann verstehen, warum dieser Roman so erfolgreich ist. Es liegt nicht nur an der erzählten Geschichte, sondern auch an den dahinterliegenden verborgenen Bedeutungen. Überall finden sich Hinweise. Der Junge mit der Brille (Piggy) zum Beispiel repräsentiert die erste Gruppe, die rational Denkenden.

Wie in den meisten anderen dystopischen Romanen ist der Hintergrund des Romans leicht zu erkennen. 1954, der Zweite Weltkrieg war seit fast einem Jahrzehnt zu Ende. Waren die Menschen wieder menschlich und behandelten sich entsprechend? Ich glaube nicht, dass William Golding das so sah. Im Gegenteil, er befürchtete, dass sich die Hölle, die alle gerade durchlebt hatten, wiederholen könnte. Er hatte selbst in der Marine gekämpft und hatte daher sicherlich viele schlechte Erinnerungen. Er hatte gesehen, dass Menschen nicht zur Friedfertigkeit geboren sind, dass die Zivilisation nur ein schmaler Grat ist, von dem man jeden Moment abfallen kann.

Das ist der Hauptgrund, warum ich dystopische Romane liebe: Sie sind eine andere Art, mit Geschichte umzugehen und zu versuchen, ihre Wiederholung zu vermeiden. Es ist eine weitere Hoffnung, dass es eines Tages eine friedliche Zeit geben könnte.

Ein großartiges Buch, das auf jeder Leseliste stehen sollte.

Buchbeschreibung:

"Eine Gruppe englischer Schuljungen gerät infolge eines Flugzeugunfalls auf eine unbewohnte Insel im Pazifischen Ozean. Kein Erwachsener überlebt. Zunächst erscheint der Verlust zivilisatorischer Ordnungsprinzipien leicht zu bewältigen: auf der Insel gibt es Wasser, Früchte, sogar wilde Schweine, die erlegt werden können. Ralph läßt Hütten bauen, erkundet die Insel, richtet einen Wachdienst für das Signalfeuer ein. Der gute Anfang aber führt in eine Krise, die bald diabolische Formen annimmt. Aus der Jagd wird blutiges Schlachten - die Jäger und die Hüter des Feuers geraten in einen Kampf auf Leben und Tod. Die Gemeinschaft zerfällt, Terror und barbarische Primitivität gipfeln im Machtrausch, der auch Mord nicht ausschließt. Das Beängstigende an diesem Gleichnis menschlicher Gesellschaft ist die Tatsache, daß diese Jungen keineswegs Monstren oder Verbrecher sind. Jeder von ihnen ist in irgendeiner Jungenklasse der Welt zu finden."

William Golding erhielt den Nobelpreis für Literatur 1983 "für seine Romane, die mit der Anschaulichkeit realistischer Erzählkunst und der vieldeutigen Allgemeingültigkeit des Mythos menschliche Bedingungen in der heutigen Welt beleuchten".

Ich wirke an dieser Seite mit: Read the Nobels und Ihr könnt alle meine Blog-Einträge über Nobelpreisträger und ihre Bücher hier finden.

Montag, 16. Februar 2026

Bjørnson, Bjørnstjerne "Absaloms Haar"

Bjørnson, Bjørnstjerne "Absaloms Haar" (Norwegisch: Absalons Haar) - Absalom's Hair - 1894

Ich lese ja immer mal wieder gerne Bücher von Nobelpreisträgern. Als ich auf diesen Roman stieß, musste ich ihn daher begutachten. Es handelt sich hier um eine Novelle, also nicht sehr lang. Etwas mehr Handlung hätte der Erzählung sicher nicht geschadet. Ich war nicht sonderlich begeistert. Die Geschichte hüpfte hin und her, die Protagonisten hatten nichts an sich, was einen faszinieren konnte. Es ist eben ein sehr altes Buch, das die Zeichen der Zeit nicht überstanden hat.

Und wenn es als Satire gedacht war, hätte ich etwas Humor etwartet.

Bjørnson verfasste unter anderem die norwegische Nationalhymne "Ja, vi elsker dette landet" (Ja, wir lieben dieses Land)

Da auf meiner Ausgabe nur steht, dass der Verlag "zur Bewahrung der Literatur und Förderung der Kultur" gedruckt wurde, ich auch keine deutsche Buchbeschreibung finden konnte  und auch der englische Klappentext nicht viel hergab (siehe mein englischer Eintrag), habe ich mal KI befragt. Das war gar nicht mal so schlecht:

"Absaloms Haar von Bjørnstjerne Bjørnson ist eine satirische Erzählung, die Eitelkeit, Selbstüberschätzung und menschliche Natur thematisiert. Die Geschichte nutzt das biblische Motiv von Absalom, dessen üppiges Haar symbolisch für Hochmut steht, um eine allegorische Erzählung über die Gefahren übermäßigen Stolzes zu verweben. 

Inhaltliche Schwerpunkte: Die Erzählung behandelt die Obsession einer Figur mit ihrem äußeren Erscheinungsbild und die daraus resultierenden Konsequenzen, ähnlich dem biblischen Absalom, der durch sein Haar zu Fall kam.

Charakter: Absalom wird als gutaussehend, aber ehrgeizig dargestellt, wobei sein Haar als Symbol für Eitelkeit dient.

Es handelt sich um eine psychologische Charakterstudie, die oft als Allegorie interpretiert wird."

1903 erhielt Bjørnson als erster Skandinavier den Nobelpreis für Literatur "als einen Beweis der Anerkennung für seine edle, großartige und vielseitige Wirksamkeit als Dichter, die immer durch einmalige Frische der Eingebung und durch eine seltene Seelenreinheit ausgezeichnet war".

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Samstag, 14. Februar 2026

Defoe, Daniel "Die Pest zu London"

Defoe, Daniel "Die Pest zu London" (Englisch: A Journal of the Plague Year) - 1722

Was für eine Geschichte! Daniel Defoe zeigt uns, wie das Leben zur Zeit der Pest war, wie die Menschen mit der Todesdrohung umgingen (oder auch nicht).

Ich habe viele Bücher gelesen, die während verschiedener Seuchen an unterschiedlichen Orten spielen, aber dieses war das aufschlussreichste und eindringlichste. Es gibt viele unterschiedliche Zahlen darüber, wie viele Menschen tatsächlich starben, aber Tatsache ist, dass diese Katastrophe mehr Todesopfer forderte als jede andere Naturkatastrophe in England. Man spricht immer vom Großen Brand von London zehn Jahre später, aber nur sehr wenige Menschen kamen dabei ums Leben.

Daniel Defoe macht dies greifbar, wir haben das Gefühl, fast dabei gewesen zu sein. Das ist großartiges Schreiben. Allerdings ist es keine leichte Lektüre, es ist eher ein Artikel als ein Roman. Und wir müssen bedenken, dass Romane, wie wir sie heute kennen, gerade erst erfunden wurden, unter anderem von Daniel Defoe, dessen größter Roman "Robinson Crusoe" (Robinson Crusoe) zu den frühesten gehört. Aber ich bin froh, dass ich dies gelesen habe.

Buchbeschreibung:

"'Bringt eure Toten raus!' Dieser von Glockenläuten begleitete Ruf der in den Straßen umherfahrenden Leichensammler hat Leser über die Jahrhunderte mit kaltem Grauen erfüllt. Daniel Defoe, der bekannte Schriftsteller und Autor von 'Robinson Crusoe', war zur Zeit der in den Jahren 1664/65 grassierenden Pest gerade einmal fünf Jahre alt, griff jedoch 1722 die Erinnerungen der Überlebenden auf, um diese realistische Chronik der Epidemie und ihrer Opfer zu erstellen. Der fiktive Erlebnisbericht folgt Defoes Erzähler, der den verheerenden Fortschritt der Seuche durch die Straßen von London hautnah miterlebt. London wird bald zur Geisterstadt. Einige Straßen sind nahezu ausgestorben, aus den noch bewohnten Häusern sind die Töne menschlichen Leidens zu vernehmen. Derweil nutzen Quacksalber und Beutelschneider die Gunst der Stunde, um die Not der Menschen in klingende Münze zu verwandeln. Jeder Bürger hat seine eigene schreckliche Geschichte zu erzählen und versucht, den Wahnsinn irgendwie zu überleben - und doch werden viele von ihnen sich am Ende trotz aller Vorsichtsmaßnahmen in die Liste der beinahe hunderttausend Pestopfer einreihen ..."

Defoe, Daniel "Robinson Crusoe"

Defoe, Daniel "Robinson Crusoe" (Englisch: Robinson Crusoe) - 1719
Originaltitel:
Das Leben und die seltsamen und überraschenden Abenteuer des Seefahrers Robinson Crusoe aus York: Der achtundzwanzig Jahre lang ganz allein auf einer unbewohnten Insel an der Küste Amerikas, nahe der Mündung des Oroonoque, lebte. (The Life and Strange Surprizing Adventures of Robinson Crusoe, of York, Mariner: Who lived Eight and Twenty Years, all alone in an un-inhabited Island on the Coast of America, near the Mouth of the Great River of Oroonoque)

"Robinson Crusoe" gilt oft als "Beginn der realistischen Fiktion als literarisches Genre" und als "eines der meistveröffentlichten Bücher der Geschichte".

Klassische Romane sind immer interessant. Wir können in eine längst vergangene Zeit reisen und erfahren, was jemand, der damals lebte, über seine Zeitgenossen, die politische, wirtschaftliche oder soziale Situation dachte.

"Robinson Crusoe" gilt als einer der ersten oder vielleicht sogar als der erste fiktive Roman, der als "realistisch" bezeichnet werden konnte. Möglich, ich habe ein paar ältere Romane gelesen, aber sie haben nicht den gleichen Ton getroffen.

"Eines der meistveröffentlichten Bücher der Geschichte". Nun, wenn sie das sagen, haben sie wahrschienlich recht.

Ich kann mir vorstellen, warum dieses Buch auch dreihundert Jahre nach seiner Erstveröffentlichung noch gelesen wird. Es ist eine interessante Geschichte. Selbst heute können wir uns nicht vorstellen, wie es wäre, ein Jahr auf einer unbewohnten Insel zu verbringen, geschweige denn 28. Das ist länger, als die meisten Menschen für eine lebenslange Gefängnisstrafe bekommen.

Offenbar basierte der Autor die Geschichte lose auf dem Leben von Alexander Selkirk, einem schottischen Seemann, der Anfang des 18. Jahrhunderts auf eine Insel in der Karibik verschifft wurde, wo er vier Jahre verbringen musste – also nur wenige Jahre bevor Daniel Defoe seine berühmte Geschichte schrieb.

Der Roman gibt uns viele Einblicke in die Politik und Wirtschaft der damaligen Zeit. Vor allem aber wirft er viele moralische Fragen auf. "Als er mit den Kannibalen konfrontiert wird, ringt Crusoe mit dem Problem des Kulturrelativismus. Trotz seines Ekels fühlt er sich unberechtigt, die Eingeborenen moralisch für eine Praxis verantwortlich zu machen, die so tief in ihrer Kultur verwurzelt ist." Nichts hat sich geändert. Wir leben immer noch in einer Zeit, in der darüber diskutiert wird, wie viel von unserer Kultur und unserem moralischen Verständnis wir Menschen mit anderem Hintergrund aufzwingen sollen. Daher bietet Robinson Crusoe eine großartige Gelegenheit, dieses Problem in einem anderen Kontext zu betrachten und vielleicht eine Idee zu bekommen, wie man diese Probleme heute lösen kann.

Ich weiß nicht, in wie vielen Schullehrplänen dieser Roman noch zu finden ist, aber ich denke, er sollte dort stehen. Allein aus dem Grund, den ich gerade genannt habe.

Es gibt wahrscheinlich noch einen weiteren Grund, warum dieses Buch immer noch an neue Leser weitergegeben wird. Die Sprache ist recht einfach, die Geschichte wird chronologisch erzählt, es ist recht leicht zu lesen. Manchmal etwas mühsam, besonders wenn man viel liest, aber es bietet eine fesselnde Geschichte und gleichzeitig verständliches Englisch, was für viele ein Vorteil sein dürfte.

Dies wurde im März 2019 in unserem internationalen Online-Lesekreis diskutiert.

Buchbeschreibung:

"Robinson Crusoe ist ein Roman von Daniel Defoe, der erstmals am 25. April 1719 veröffentlicht wurde. In der Erstausgabe wurde der Protagonist des Werks, Robinson Crusoe, als Autor genannt, was viele Leser zu der Annahme veranlasste, er sei eine reale Person und das Buch ein Reisebericht über wahre Begebenheiten.

Das Buch ist in seiner epistolischen, konfessionellen und didaktischen Form eine Autobiografie der Titelfigur (dessen Geburtsname Robinson Kreutznaer ist), eines Schiffbrüchigen, der 28 Jahre auf einer abgelegenen tropischen einsamen Insel in der Nähe von Trinidad verbringt und dort Kannibalen, Gefangenen usw. begegnet. Es wird angenommen, dass die Geschichte auf dem Leben von Alexander Selkirk basiert, einem schottischen Schiffbrüchigen, der vier Jahre lang auf einer pazifischen Insel namens 'Más a Tierra' lebte, die heute zu Chile gehört und 1966 in Robinson Crusoe Island umbenannt wurde.

Trotz seines einfachen Erzählstils wurde Robinson Crusoe in der Literaturwelt gut aufgenommen und wird oft als Beginn der realistischen Fiktion als literarisches Genre angesehen. Er wird allgemein als Anwärter auf den ersten englischen Roman angesehen. Bis Ende 1719 hatte das Buch bereits vier Auflagen erlebt und entwickelte sich zu einem der meistveröffentlichten Bücher der Geschichte, das zahlreiche Nachahmungen hervorbrachte, nicht nur in der Literatur, sondern auch in Film, Fernsehen und Radio. dass sein Name zur Definition eines Genres, der Robinsonade, verwendet wird."

Freitag, 13. Februar 2026

Webster, Jean "Daddy Langbein"

Webster, Jean "Daddy Langbein" (Englisch: Daddy Longlegs) - 1912

Ein beliebter Klassiker für alle, die ihn damals lesen durften. Ich muss ihn wohl zuerst auf Deutsch gelesen haben, denn ich erinnere mich, dass ich ihn zu einer Zeit gelesen habe, als es – abgesehen von ein paar Klassikern, die wir in der Schule lesen mussten – unmöglich war, Bücher auf Englisch zu bekommen.

Ich habe das Buch von Anfang an geliebt und es immer wieder gelesen. Eine wunderbare Geschichte über ein Waisenkind, das die Chance auf eine höhere Bildung bekommt, weil ein reicher Mann bereit ist, dafür zu bezahlen. Seine einzige Bedingung ist, dass sie ihm einmal im Monat einen Brief über ihr Leben schreibt.

Und so können wir einen wunderschönen Briefroman mit vielen wunderbaren Briefen von Judy an ihren Wohltäter über das Leben eines Waisenkindes lesen, das zur Schule geht und erwachsen wird. Sie hat diesen Mann, der für alles bezahlt, noch nie in ihrem Leben gesehen, nur einmal sah sie ihn verschwinden und bemerkte, dass er sehr lange Beine hatte. Da sie seinen richtigen Namen nicht kennt, nennt sie ihn fortan "Daddy Langbein" (Daddy Longlegs).

Ein schöner Roman für alle, die Jane Austen, die Brontë-Schwestern, "Eine glückliche Zeit" und ähnliche Werke mögen. Auch für Leser jeden Alters geeignet.

Da das Buch über hundert Jahre alt ist, ist es kostenlos auf Gutenberg.com erhältlich (das leider in Deutschland nicht zugänglich ist). Es wurde im Laufe der Zeit auch mehrfach verfilmt.

Buchbeschreibung:

"Dieses Jugendbuch ist ein Liebesroman für junge Frauen. Der berühmte Klassiker wurde mit Fred Astaire verfilmt.Die junge Jerusha kann wunderbar schreiben, deshalb schickt ein reicher Gönner das Waisenkind aufs College. Er erwartet dafür jeden Monat einen Brief, in dem das Mädchen über ihre Fortschritte berichtet. Da ist Jerusha ganz in ihrem Element: freimütig und frech, voller Beobachtungsgabe und übersprudelnder Fantasie schildert sie dem ihr unbekannten Mann, den sie Daddy Langbein nennt, wie sie vorankommt und was sie bewegt. Und ihr Leben steckt voller Überraschungen!Seit Generationen wird die temperamentvolle Heldin von heranwachsenden Mädchen geliebt."

Donnerstag, 12. Februar 2026

Segal, Erich "Love Story"

Segal, Erich "Love Story" (Englisch: Love Story) - 1970

Eine wunderschöne Geschichte, eine der großartigsten Liebesgeschichten aller Zeiten. Sie lehrt uns, dass Liebe möglich ist, auch wenn die Umstände es scheinbar nicht zulassen. Dass Liebe unendlich ist, auch wenn die Umstände uns das vorgaukeln. Dass Liebe schön sein kann, auch wenn alles um uns herum hässlich und schrecklich ist.

Ich bin sicher, jeder hat von dieser Geschichte gehört, wenn nicht vom Buch, dann sicher vom Film. Außerdem hießen viele kleine Mädchen Jennifer und Jungen Oliver, als der Film herauskam; sie verdanken ihren Namen dieser Geschichte. Komisch, wie manche Bücher das Leben von Menschen beeinflussen, die vielleicht noch nie davon gehört haben.

Auf jeden Fall ist dies sowohl die schönste Liebesgeschichte als auch eine der traurigsten Geschichten, die je geschrieben wurden. Auch die Sprache ist wunderschön. Also definitiv lesenswert.

Dieses wundervolle Buch enthält auch eines der besten Zitate aller Zeiten: "Liebe heißt, niemals um Verzeihung bitten zu müssen."

Buchbeschreibung:

"Der zurückhaltende Jurastudent Oliver und die freche Musikstudentin Jenny: Ein Paar das unterschiedlicher nicht sein könnte und dennoch ist es Liebe auf den ersten Blick. Wenngleich sein Vater strickt gegen die Beziehung ist, heiraten sie, obwohl das Olivers Enterbung zur Folge hat. Das Glück der beiden scheint perfekt, aber das Schicksal hat einen anderen, erbarmungslosen Plan… Wird die junge Liebe bestehen?"