Buchbeschreibung:
"Ein Dorf in Süditalien wird zum Schauplatz eines halben Jahrhunderts europäischer Geschichte - eine großartige Familiensaga.
Also konnte ich an diesem gebrauchten Buch nicht vorbeigehen. Hier geht es um all die kleinen und großen Ärgernisse im Leben und wie man sie mit Humor nimmt. Da geht es ums Fernsehen und Elternschaft, um Autofahrer und Vierbeiner, um Arztbesuche und Reisen, um Geld und Moderne Zeiten, und vieles mehr, was uns den Alltag oft so schwer macht.
Aber mit den Artikeln dieser schon 1997 verstorbenen, großartigen Kolumnistin ist es alles wirklich nur noch halb so schlimm.
Mal sehen, ob ich noch mehr von ihren Büchern auftreiben kann.
Buchbeschreibung:
"Wenn Heilwig von der Mehden Anlässe zum Verdruß behandelt, spürt man sofort die Wirkung ihrer wohltuenden 'Medizin', einer klug dosierten, fein abgestimmten Mischung von Schafsinn, Humor und Lebensklugheit, dargeboten in dem funkelnden Gefäß einer brillanten Sprache.
Wenn man will, kann man sich ja ununterbrochen ärgern. Es soll sogar Menschen geben, die ihren 'Frust tragen' wie andere einen schicken Blouson. Aber vergnüglich ist das nicht. Heilwig von der Mehden weiß ein einfaches Rezept, mit Mißhelligkeiten fertig zu werden: 'Unsere Großmutter kannte das schon: Halb so schlimm, sagte sie lächelnd, wenn wir sie als Kinder mit unseren kleinen Katastrophen vertraut machten. Und so war es denn auch meistens, hinterher betrachtet. Wenn wir das doch schon vorher gewußt hätten!'
Daß diese Regel auch für Erwachsene gilt, hat Heilwig von der Mehden, die beliebte 'Brigtte'-Kolumnistin, in vielen ihrer Geschichten humorvoll und spritzig nachgewiesen, so auch in diesem Band."
Némirovsky, Irène "Die Familie Hardelot" (Französisch: Les Biens de ce monde) - All Our Wordly Goods - 1941
Ich hatte bereits zwei Bücher von Irène Némirovsky gelesen ("Suite française" und "La Proie"), die mir beide gut gefallen haben. Daher war ich auf dieses Werk gespannt.
Und ich wurde nicht enttäuscht. "Die Familie Hardelot" war sogar noch besser als die beiden anderen – wahrscheinlich, weil sie es noch vollenden konnte bevor man sie umbrachte.
Die Geschichte beginnt im Ersten Weltkrieg und reicht bis ins Jahr 1940. Wir erleben zwei Kriege mit – oder zumindest den Beginn des zweiten. Doch wir sehen das Geschehen aus der Perspektive der einfachen Bevölkerung, nicht aus der der Soldaten. Zwar werden die Männer an die Front geschickt, doch ihre Geschichten stehen nicht im Mittelpunkt. Wir erleben, was die Alten, die Frauen und die Kinder durchmachen müssen.
Eine faszinierende, fesselnde Geschichte. Die Charaktere sind allesamt sehr lebendig gezeichnet.
Buchbeschreibung:
"Satt, selbstzufrieden und in der wohligen Gewissheit, dass sich nie etwas ändern wird: Die Fabrikantenfamilie Hardelot aus der französischen Provinz wiegt sich vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs in trügerischem Glück. Doch innerhalb einer Generation wird ihre bürgerliche Welt für immer hinweggefegt.
Im Frühjahr 1940 beginnt Irène Némirovsky die Arbeit an einem Buch, das ganz in der Tradition des großen europäischen Familienromans steht. Über Jahre hat sie die träge Selbstzufriedenheit der bürgerlichen Kreise, in denen sie verkehrte, beobachtet. Sie hat erlebt, wie diese Familien sich in Sicherheit wiegen und sich weigern, die Zeichen der Zeit zu erkennen. Nun will Némirovsky ihnen den Spiegel vorhalten. Der Roman, der unmittelbar vor Suite française entstand, wurde erst posthum 1947 veröffentlicht und ist der illusionslose Abgesang auf ein Bürgertum, das feige vor der Wirklichkeit die Augen verschließt.
Ein großer Familienroman und zugleich ein Sittengemälde des französischen Bürgertums und seines Verfalls."