Während sie sich mit ihrem "Lego-Mann" in ihrem kleinen Haus in "Sticksville-on-Sea" einlebt – mit gelegentlichen Ausflügen in die "Großstadt" –, versucht sie herauszufinden, was die Dänen so glücklich macht. Besonders im Hinblick auf die Steuern, die sie zahlen. Doch das Geheimnis liegt womöglich darin, dass die Skandinavier einen Weg gefunden haben, für mehr Gleichheit zu sorgen und jedem ein sicheres Leben zu ermöglichen. Sie müssen sich keine Sorgen um Krankenversicherung, die Bildung ihrer Kinder oder die Altersvorsorge machen; darum kümmern sich der Staat und die gezahlten Steuern. Ein glücklicher Sozialismus, wenn man so will.
Ich habe skandinavische Freunde, und auch wenn viele von ihnen eher zu einer gewissen Zurückhaltung neigen – wie von der Autorin beschrieben –, wirken die meisten auf mich sehr zufrieden und glücklich. Ich glaube also, dass an diesem beschriebenen "Hygge"-Gefühl durchaus etwas dran ist. Das Buch hat mir gut gefallen, und ich werde versuchen, weitere Werke von ihr zu lesen. Denn obwohl sie ursprünglich nur ein Jahr bleiben wollte, ist sie auch nach fast einem Jahrzehnt noch dort. Das spricht für sich. Oh, und es gibt noch eine amüsante Anekdote, als sie Weihnachten mit ihren Nachbarn feiert:
Man versichert ihr, dass sich "die meisten Weihnachtsfeiern darauf beschränken, um Mitternacht vom Sofa zu springen, nach draußen zu gehen, um sich das Feuerwerk anzusehen, und dann einen Schwarz-Weiß-Film zu schauen, in dem einer alten Dame das Essen von ihrem Butler serviert wird." Detuschen braucht man diesen Film nicht zu erklären, aber ich lasse die Beschreibung trotzdem mal hier drin. Der Film dauert nur 18 Minuten und basiert auf einem Theaterstück von Lauri Wylie. Er trägt den Titel "Dinner for One". Es gibt nur zwei Figuren: Miss Sophie und ihren Butler, dargestellt von den britischen Komikern May Warden und Freddie Frinton. 1962 sah der deutsche Entertainer Peter Frankenfeld den Sketch in Blackpool und überredete die beiden, nach Deutschland zu kommen und ihn dort zu verfilmen. Seitdem läuft er an jedem Silvesterabend im deutschen Fernsehen. Von dort aus verbreitete er sich in Skandinavien und vielen anderen europäischen Ländern – allerdings nicht im Vereinigten Königreich. Und, wie ihre Nachbarn so eifrig betonten: Es ist Tradition!
Buchbeschreibung:
"Die Kunst, einfach glücklich zu sein














