Dienstag, 4. August 2026

Weir, Andy "Der Astronaut" - 2021

Weir, Andy "Der Astronaut" (Englisch: Project Hail Mary) - 2021

Durch dieses Buch habe ich gelernt, dass es so etwas wie "Hard Science Fiction" gibt. *) Ich bin eigentlich kein Sci-Fi-Fan, aber diese Art der Darstellung gefällt mir sehr. Und es stimmt: Dieses Buch fällt definitiv in diese Kategorie. Alle Beschreibungen sind logisch aufgebaut. Dem Autor gelingt es sogar, physikalische Zusammenhänge so zu erklären, dass ich sie verstehe. Physik war in der Schule nicht gerade mein Lieblingsfach, und ich habe mein damaliges Wissen auch nicht weiter vertieft – daher habe ich durch dieses Buch viel dazugelernt.

Aber selbst wenn man sich für solche Erklärungen gar nicht interessiert, kann man die Geschichte einfach so genießen, wie sie ist.

Und ich habe sie genossen.

Ich war von "Der Marsianer" (The Martian) begeistert und hatte mir deshalb schon vor einiger Zeit diesen Roman gekauft. Doch angesichts meines riesigen SUBs hat es eine Weile gedauert, bis ich ihn mir vorgenommen habe. Ich hatte mich mit meinem Sohn über den Marsianer unterhalten und ihm mein Exemplar gegeben. Es gefiel ihm, und er erwähnte, dass er sich dieses Buch hier zu seinem nächsten Geburtstag wünschen würde. Da ich es bereits besaß, sagte ich ihm, er solle sich keine Sorgen machen: Ich würde es lesen, und danach bekäme er mein Exemplar.

Ich bin froh, dass ich das getan habe. Ich habe diesen Ausflug – den Versuch, die Erde zu retten – sehr genossen. Das Buch steckt zudem voller Humor und Mitgefühl.

Ich kann nicht allzu viel über den Inhalt verraten, da das zu viele Spoiler enthalten würde, aber meldet euch ruhig, falls ihr Fragen habt.

*) Hard Science-Fiction (kurz Hard-SF) bezeichnet den Zweig der Science-Fiction, der durch ein Interesse an wissenschaftlicher Genauigkeit oder Details geprägt ist. Im Mittelpunkt der Geschichten stehen die Naturwissenschaften (beispielsweise Astronomie, Physik, Gentechnologie) sowie technische Fortschritte. (Wikipedia)

Buchbeschreibung:

"Als Ryland Grace erwacht, muss er feststellen, dass er ganz allein ist. Er ist anscheinend der einzige Überlebende einer Raumfahrtmission, Millionen Kilometer von zu Hause entfernt, auf einem Flug ins Tau-Ceti-Sternsystem. Aber was erwartet ihn dort? Und warum sind alle anderen Besatzungsmitglieder tot? Nach und nach dämmert es Grace, dass von seinem Überleben nicht nur die Mission, sondern die Zukunft der gesamten Erdbevölkerung abhängt."

Weir, Andy "Der Marsianer"

Weir, Andy "Der Marsianer" (Englisch: The Martian) - 2011

"Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis …" ... "Captain's Log, Sternzeit …" Ups, falsche Geschichte! Die Star Trekker und Sternkrieger gingen viel weiter als unser Protagonist Mark Watney.

Ich weiß nicht, warum ich mich entschieden habe, dieses Buch zu lesen, denn es liegt normalerweise so außerhalb meiner Komfortzone, ich bin kein Fan von Science-Fiction, ich komme über unlogische Annahmen oder widersprüchliche Auswirkungen nicht hinweg. Dieses schien etwas anders zu sein. Und das war es auch. Der Mars ist ein Planet, auf dem Menschen eines Tages landen könnten.

Eine großartige Geschichte: Die dritte Besatzung, die jemals auf dem Mars landet, wird von einem Staubsturm überrascht und muss evakuiert werden. Dabei bleibt einer ihrer Besatzungsmitglieder zurück, der vermutlich tot ist. Das ist er jedoch nicht. Jetzt muss er überleben, bis die vierte Besatzung mehr als 3.000 km von seinem aktuellen Standort entfernt eintrifft. Und er muss Sauerstoff, Wasser und Nahrung produzieren, um zu überleben. Glücklicherweise war er der Botaniker und Ingenieur der Besatzung (was für ein Zufall!).

Während niemand auf der Welt weiß, dass er noch lebt, beginnt er mit der Vorbereitung seiner Wohnräume und eines Fahrzeugs, das ihn an sein Ziel bringen soll …

Ich möchte nicht zu viel verraten, aber nichts läuft so, wie Mark es sich vorgestellt hat.

Eine fantastische Geschichte, gut geschrieben. Besonders gut hat mir gefallen, dass zur Besatzung zwei Frauen gehörten, eine davon als Kommandantin, aber auch eine deutsche Wissenschaftlerin und eine mit einem sehr spanisch klingenden Namen. Tolle Mischung.

Während wir Mark Watneys Überlebenskampf verfolgen, lernen wir ihn kennen und lieben. Abgesehen davon, dass er natürlich äußerst intelligent ist, ist er auch ein sehr humorvoller Typ. Man fühlt mit ihm, man fühlt mit allen anderen, toller Text!

Es gibt viele technische Details in dem Buch, in denen der Autor erklärt, wie bestimmte Dinge funktionieren – nicht, dass ich ihnen allen folgen konnte – aber es war toll zu sehen, wie das funktionieren könnte.

Ich habe auch erfahren, dass der Mars zwei Monde hat, Phobos und Deimos. Nun, das wusste ich schon vorher, aber ich glaube nicht, dass ich es jemals wieder vergessen werde.

"Der Marsianer" wurde verfilmt und erhielt den Oscar für den besten Film und das beste adaptierte Drehbuch.

Buchbeschreibung:

"Der Astronaut Mark Watney war auf dem besten Weg, eine lebende Legende zu werden, schließlich war er der erste Mensch in der Geschichte der Raumfahrt, der je den Mars betreten hat. Nun, sechs Tage später, ist Mark auf dem besten Weg, der erste Mensch zu werden, der auf dem Mars sterben wird: Bei einer Expedition auf dem Roten Planeten gerät er in einen Sandsturm, und als er aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht, ist er allein. Auf dem Mars. Ohne Ausrüstung. Ohne Nahrung. Und ohne Crew, denn die ist bereits auf dem Weg zurück zur Erde. Es ist der Beginn eines spektakulären Überlebenskampfes ..."

Montag, 3. August 2026

Ruiz, Don Miguel Ángel "Die vier Versprechen"

Ruiz, Don Miguel Ángel "Die vier Versprechen. Ein Weg zur Freiheit und Würde" (Englisch: The Four Agreements: A Practical Guide to Personal Freedom) - 1997

Ich habe dieses Buch vor Jahren gekauft. Ich erinnere mich nicht mehr, was mich daran so fasziniert hat, aber die Tatsache, dass ich es erst Jahre später angefangen habe zu lesen (zu einer Zeit, als mein SUB noch nicht SO groß war), sagt wohl alles.

Ich bin nicht der Typ Mensch, der sich besser fühlt, wenn man mir sagt, dass es mir besser gehen würde, wenn ich nur anfangen würde, mich selbst zu lieben. Im Gegenteil, wenn man mir sagt, ein Problem würde sich lösen, wenn ich es nur anders betrachten würde, fühle ich mich sogar noch schlechter, weil man mir damit sagt, dass ich das Problem bin.

Im Allgemeinen stimme ich zu: Wenn man nett zu anderen ist, sind sie auch nett zu einem. Meistens. Aber das ist keine Weisheit, die ich lesen muss, die habe ich auch selbst gemerkt. Und bei manchen Leuten hilft es einfach nicht. Und wenn jemand gemein zu mir sein will, wird dieses Buch daran auch nichts ändern.

Jedenfalls hat mir das Lesen dieses Buches keinen Spaß gemacht. Es hatte weniger als 200 Seiten, also las ich weiter, in der Hoffnung, am Ende die große Erleuchtung zu bekommen. Tja, Fehlanzeige.

Buchbeschreibung:

"Don Miguel Ruiz enthüllt in seinem Bestseller einen praktischen und leicht nachvollziehbaren Weg, um uns aus dem kollektiven Alptraum von Angst, Missbrauch und Gewalt zu befreien. Den Traum von Freiheit, Freude und Liebe kann jeder verwirklichen. Vier einfache, aber kraftvolle Versprechen sind der Schlüssel zur inneren Transformation."

Samstag, 1. August 2026

Vance, J.D. "Hillbilly Elegie"

Vance, J.D. "Hillbilly Elegie. Die Geschichte meiner Familie und einer Gesellschaft in der Krise" (Englisch: Hillbilly Elegy: a memoir of a family and culture in crisis) - 2016

Ich habe dieses Buch besprochen, kurz nachdem es erschienen war und niemand ahnte, dass J.D. Vance einmal der Vizepresident von Donald Trump werden würde. Nach der Lektüre des Buches kann ich es einfach nicht verstehen, wie jemand wie dieser Autor zu den Republikanern gehen kann, die rein gar nichts für die einfachen Menschen im Land tun. Normalerweise übersetze ich die alte Beschreibung, ohne einen neuen Kommentar abzugeben, denn ich möchte den Eindruck widergeben, den ich direkt nach der Lektüre hatte. Aber diesen Absatz musste ich einfach dazupacken.

Dieses Buch wurde vor zehn Jahren als Lektüre für unseren Lesekreis ausgewählt. Nachdem ich Arlie Russell Hochschilds "Strangers in Their Own Land: Anger and Mourning on the American Right" gelesen hatte, dachte ich: Nicht schon wieder ein Buch, das versucht, Donald Trump zu erklären. Ich bezweifle, dass jemals ein Buch erklären kann, warum er gewählt wurde, denn ich glaube, es gibt keinen wirklichen Grund dafür.

Allerdings würde ich dieses Buch nicht als Erklärung dafür bezeichnen, warum Menschen für so jemanden stimmen. Es versucht vielmehr zu erklären, wie man einem Leben entkommen kann, das einem keine Chancen bietet. Denn der Autor war selbst einmal so jemand: Seine Mutter war drogenabhängig, wechselte ständig die Partner und vernachlässigte ihre Kinder. Wenn es zu schlimm wurde, sprang die Großmutter ein, wie es wohl viele Großmütter tun.

Ja, J.D. Vance hat mir geholfen, diese Menschen besser zu verstehen. Ich kenne keine vergleichbare Gemeinschaft in Europa, wo man mehr oder weniger verloren ist, wenn man aus einer bestimmten Gegend kommt, wo die Schule einem kaum hilft, aus dieser Situation herauszukommen. Es war interessant zu lesen, und ich finde, jeder Politiker sollte das lesen und versuchen, diesen Kindern bessere Lebenschancen zu ermöglichen (einschließlich der Autor selbst).

Ein interessanter Einblick in eine Gesellschaft, über die die meisten Menschen nichts wissen. Das schließt mich und die anderen Mitglieder meines Lesekreises mit ein.

Wir haben dies im Juni 2017 in unserem internationalen Lesekreis besprochen.

Buchbeschreibung:

"Armut und Chaos, Resignation und Gewalt, Drogen und Alkohol: In diesem Teufelskreis befinden sich viele weiße Arbeiterfamilien in den USA – entfremdet von der politischen Führung, abgehängt vom Rest der Gesellschaft und damit anfällig für die einfachen Lösungen von Populisten. Früher konnten sich die „Hillbillys“, die weißen Fabrikarbeiter etwa aus Ohio oder Kentucky, erhoffen, kraft ihrer Arbeit zu bescheidenem Wohlstand zu kommen. Doch spätestens gegen Ende des 20sten Jahrhunderts zog der Niedergang der alten Industrien auch die Arbeiterfamilien in eine Abwärtsspirale, aus der die meisten bis heute keinen Ausweg finden. J. D. Vance ist es anhand der Geschichte seiner Familie wie keinem anderen gelungen, diese ausweglose Situation und die Krise einer ganzen Gesellschaft eindrücklich zu schildern. Sein Buch bewegte Millionen von Lesern in den USA und erklärt nicht zuletzt den Wahltriumph eines Donald Trump."

Freitag, 31. Juli 2026

Hsueh-Chin, Tsao "Der Traum der roten Kammer"

Hsueh-Chin, Tsao (Cáo Xuěqín) "Der Traum der roten Kammer" (Chinesisch: 红楼梦/Hung lou meng/aka The Story of the Stone) - Dream of the Red Chamber - ca. 1717-1763 (18th century)

Offenbar zählt dieser Roman zu den "vier Höhepunkten der klassischen chinesischen Literatur". Die anderen drei sind: Die Geschichte der Drei Reiche, Die Reise nach Westen und Die Räuber vom Liang-Schan-Moor.

Auch bekannt als "Die Geschichte vom Stein", gilt er als erster chinesischer Roman dieser Art und begründete ein ganzes Forschungsgebiet, die "Rotologie".

Ich entdeckte ihn auf der Liste der "101 meistverkauften Bücher aller Zeiten" und dachte, er könnte interessant sein.

Und er war tatsächlich äußerst interessant. Der Roman hat teils autobiografische Züge; er soll nicht nur den Aufstieg und Fall der Familie des Autors, sondern auch den der Qing-Dynastie schildern.

Ich fand es schwierig, mir all die Namen zu merken, die gleich klangen wie ein anderer und daher eine andere Bedeutung hatten. Ich musste ständig zwischen Glossar und Text hin- und herblättern, um zu verstehen, wer sprach oder von wem die Rede war, wenn von "großer Schwester" oder "zweiter Sohn" usw. die Rede war. Manchmal wurde zuerst das chinesische Wort verwendet, dann die Übersetzung und schließlich der richtige Name – ziemlich verwirrend. Ich vermute, es liegt an der Übersetzung; eine modernere hätte das Problem gelöst. Die Ausgabe in meiner Bibliothek stammt von 1957 und ist mit "nur" 574 Seiten eine gekürzte Fassung.

Dennoch lehrt uns der Roman viel, nicht nur über den chinesischen Alltag im 18. Jahrhundert, sondern auch über Kultur, Religion, Wissenschaft, Kunst und Literatur. Wirklich fesselnd. Sicherlich eines der informativsten Bücher, die ich über das alte China gelesen habe, und ich habe schon einige gelesen.

Buchbeschreibung:

"Der Traum der Roten Kammer ( 红楼梦, Hóng Lóu Mèng) ist ein literarisches Meisterwerk der chinesischen Literatur, geschrieben von Cao Xueqin im 18. Jahrhundert während der Qing-Dynastie. Dieses epische Werk, auch bekannt als Die Geschichte des Steins (石头记, Shítóu Jì), ist eines der vier großen klassischen Romane Chinas und wird oft als der bedeutendste angesehen.

Der Roman erzählt die Geschichte der wohlhabenden und einflussreichen Jia-Familie, deren Aufstieg und Fall im Mittelpunkt der Handlung stehen. Durch die detaillierte Darstellung des Familienlebens, der komplexen Charaktere und der vielfältigen gesellschaftlichen Interaktionen bietet das Werk einen tiefen Einblick in die chinesische Gesellschaft jener Zeit. Die Hauptfiguren, wie der junge und sensible Baoyu, die schöne und tragische Daiyu und die kluge und tugendhafte Baochai, sind unvergesslich und repräsentieren verschiedene Facetten menschlicher Erfahrungen und Emotionen.
Cao Xueqin nutzte seine eigene Lebenserfahrung und familiären Hintergrund, um ein reiches und vielschichtiges Bild der chinesischen Aristokratie zu zeichnen. Der Roman ist nicht nur eine bewegende Liebesgeschichte, sondern auch eine scharfsinnige Analyse der sozialen und politischen Verhältnisse. Die poetische Sprache, die symbolische Tiefe und die psychologische Komplexität des Werkes machen es zu einem zeitlosen Klassiker.

Der Traum der Roten Kammer ist ein unverzichtbares Werk für alle, die sich für die chinesische Kultur und Literatur interessieren. Es bietet eine einzigartige Kombination aus Schönheit, Weisheit und Menschlichkeit und bleibt bis heute ein Zeugnis für die künstlerische und literarische Brillanz Cao Xueqins. Durch die Lektüre dieses Romans wird der Leser in eine vergangene Welt entführt, die dennoch in ihrer Menschlichkeit und emotionalen Tiefe zeitlos aktuell bleibt."

Donnerstag, 30. Juli 2026

Pinkola Estés, Clarissa "Die Wolfsfrau"

Pinkola Estés, Clarissa "Die Wolfsfrau: Die Kraft der weiblichen Urinstinkte" (Englisch: Women Who Run With the Wolves: Myths and Stories of the Wild Woman Archetype) - 1992

Wieder mal ein Buch, das Emma Watson aus der Goodreads-Gruppe "Our Shared Shelf" empfohlen hat. Meiner Meinung nach gab es in dieser Gruppe schon gute und schlechte Bücher. Dieses hier gehört zu den besseren. Dr. Pinkola Estés spricht über Mythen der Wilden Frau, erzählt Märchen, Sagen und alles, was mit selbstbewussten Frauen zu tun hat, die sich und ihre Kinder verteidigen, und erklärt die dahinterliegende Symbolik. Sehr interessant.

Die Autorin erklärt so viel über den Menschen, dass dieses Buch nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer, die Frauen besser verstehen möchten, eine hervorragende Lektüre ist. Man merkt, dass es von einer Expertin geschrieben wurde, die sich bestens mit der menschlichen Psyche auskennt, sie lange studiert hat und stets versucht, jeden Aspekt jeder Geschichte zu beleuchten. Dr. Pinkola Estés ist Jungsche Analytikerin, und selbst wenn man noch nie von Jung gehört hat, erklärt sie alles so detailliert, dass jeder ihren Erzählungen und Analysen folgen kann.

Ich habe schon viele Märchen gelesen und einige Geschichten kannte ich bereits in ähnlicher Form. Doch jede Geschichte, die die Autorin nacherzählte, war für mich wie neu, so wie sie sie erklärte.

Ich habe mir dieses Buch aus der Bibliothek ausgeliehen, werde es mir aber kaufen, um es später noch einmal zu lesen. Es hat mir wirklich sehr gut gefallen. Ein inspirierendes Buch, das uns viel über uns selbst lehrt.

Buchbeschreibung:

"Clarissa Pinkola Estes glaubt, dass eine Frau nur stark, gesund, kreativ und glücklich sein kann, wenn sie zu den Wurzeln ihrer instinktiven Natur zurückfindet - zur 'Wolfsfrau', der wilden, ungezähmten Urfrau in ihr.Rund zwanzig Mythen, Märchen und Geschichten aus den verschiedenen Kulturkreisen dieser Welt erzählt und analysiert die Autorin, damit Frauen wieder zu ihren instinkthaften Eigenschaften finden."

Mittwoch, 29. Juli 2026

Coates, Ta-Nehisi "Zwischen mir und der Welt"

Coates, Ta-Nehisi "Zwischen mir und der Welt" (Englisch: Between the World and Me) - 2015

Eine Freundin schickte mir einen Link zu einem Artikel über zwei Bücher: One Way To Bridge The Political Divide: Read The Book That's Not For You [Ein Weg, die politische Kluft zu überbrücken: Lesen Sie das Buch, das nichts für Sie ist]

Ich habe mit diesem hier angefangen, weil es in meiner Bücherei verfügbar war. Und dann habe ich darauf gewartet, dass sie das andere bekommen, denn ich möchte mir nicht unbedingt ein Buch über Konservative kaufen.

Nun zu diesem Buch. Es ist fantastisch. Es zeigt die inneren Gefühle und Ängste eines schwarzen Mannes, zuerst um sich selbst, später um seine Familie. Er spricht mit seinem Sohn Samori, erzählt ihm von seiner Jugend und was er getan oder nicht getan hat. Ich finde, jeder sollte dieses Buch lesen. Es gibt so viele großartige Bücher, die uns helfen zu verstehen, was andere Menschen durchmachen und uns alle verständnisvoller machen.

Wir alle müssen aus der Geschichte lernen und es besser machen, und dieses Buch ist eines der Bücher, die uns das lehren.

Immer wenn ich über solche Themen lese, muss ich an das berühmte Zitat von Martin Niemöller (1892–1984) denken, einem protestantischen Pfarrer, der sieben Jahre in Konzentrationslagern verbrachte, weil er sich den Nazis widersetzte:

Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.

Als sie die Gewerkschaftler holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschaftler.

Als sie die Juden holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Jude.

Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.

Lasst uns alle für die unterdrückten Minderheiten in jedem Land eintreten.

Buchbeschreibung:

"Wenn in den USA schwarze Teenager von Polizisten ermordet werden, ist das nur ein Problem von individueller Verfehlung? Nein, denn rassistische Gewalt ist fest eingewebt in die amerikanische Identität – sie ist das, worauf das Land gebaut ist. Afroamerikaner besorgten als Sklaven seinen Reichtum und sterben als freie Bürger auf seinen Straßen. In seinem schmerzhaften, leidenschaftlichen Manifest verdichtet Ta-Nehisi Coates amerikanische und persönliche Geschichte zu einem Appell an sein Land, sich endlich seiner Vergangenheit zu stellen. Sein Buch wurde in den USA zum Nr.-1-Bestseller und ist schon jetzt ein Klassiker, auf den sich zukünftig alle Debatten um Rassismus beziehen werden."

Dies sind die beiden Bücher aus dem Artikel: One Way To Bridge The Political Divide: Read The Book That's Not For You [Ein Weg, die politische Kluft zu überbrücken: Lesen Sie das Buch, das nichts für Sie ist].
Strangers in Their Own Land [Fremde im eigenen Land] von Arlie Russell Hochschild handelt von Tea-Party-Konservativen in Louisiana. In "Between the World and Me" von Ta-Nehisi Coates geht es darum, was es bedeutet, schwarz in Amerika zu sein.