Michaels, Anne "Fluchtstücke" (Englisch: Fugitive Pieces) - 1996
Ich wollte dieses Buch wirklich mögen. Es entspricht absolut meinem Genre und wurde viel gelobt. Zwar würde ich es nicht als schwer zu lesende Lektüre bezeichnen, dennoch konnte ich keine wirkliche Nähe zu den Charakteren aufbauen. Es geschah offensichtlich eine ganze Menge, doch es schien weder echte Handlung noch einen roten Faden zu geben.
Vielmehr waren es flüchtige, fragmentierte Gedanken – lose Bruchstücke, die wahllos zusammengewürfelt wirkten. Als würde jemand versuchen, seine Gedanken zu ordnen, dabei jedoch wenig Erfolg haben. Wie schade! Dies hätte ein großartiges Buch werden können; die Geschichte ist äußerst vielversprechend.
Am meisten störte mich, dass man kaum erkennen kann, wer gerade spricht – es sei denn, man liest die Einleitung. Liest man jedoch die Einleitung, erhält man Spoiler, die einem die gesamte Geschichte verderben können. Ich lese so gut wie nie Einleitungen, bemerkte aber etwa auf der Hälfte des Buches, dass dies hier notwendig war, um überhaupt zu verstehen, worum es eigentlich ging.
"Der siebenjährige Jakob Beer, der einzige Überlebende einer jüdischen Familie, irrt - man schreibt das Jahr 1942 - allein durch die polnischen Wälder und versteckt sich in einer Ausgrabungsstätte. Dort findet ihn der griechische Archäologe Athos, der ihn rettet und nach Griechenland schmuggelt. Von ihm lernt Jakob alles: die Geologie, die Geschichte, die Dichtkunst und die Bedeutung der Liebe. Die Liebe ist für Jakob mehr als eine tiefe Verbindung zwischen zwei Menschen, sie ist in einer unendlich grausamen Welt das einzige Überlebensprinzip."
Vielmehr waren es flüchtige, fragmentierte Gedanken – lose Bruchstücke, die wahllos zusammengewürfelt wirkten. Als würde jemand versuchen, seine Gedanken zu ordnen, dabei jedoch wenig Erfolg haben. Wie schade! Dies hätte ein großartiges Buch werden können; die Geschichte ist äußerst vielversprechend.
Am meisten störte mich, dass man kaum erkennen kann, wer gerade spricht – es sei denn, man liest die Einleitung. Liest man jedoch die Einleitung, erhält man Spoiler, die einem die gesamte Geschichte verderben können. Ich lese so gut wie nie Einleitungen, bemerkte aber etwa auf der Hälfte des Buches, dass dies hier notwendig war, um überhaupt zu verstehen, worum es eigentlich ging.
Ich vermute, viele Leser schätzen das Buch wegen seines poetischen Schreibstils; dann sollte es jedoch nicht als Roman klassifiziert werden.
Definitiv nicht mein Buch.
Buchbeschreibung:Einige Zitate haben mir allerdings gut gefallen – insbesondere der Schlusssatz unter der Rubrik "Anne Michaels' Lieblingsbücher":
"Als ich jung war, empfand ich es als ein Geheimnis, dass das Wort 'read' (lesen/gelesen) eigentlich zwei Wörter sind – zugleich Vergangenheits- und Gegenwartsform. Diese Zeitreise ist eine der Möglichkeiten, wie wir unser Leben in unseren eigenen Händen halten."
sowie ein weiteres Zitat – ein hebräisches Sprichwort:
"Hältst du ein Buch in der Hand, so bist du ein Pilger vor den Toren einer neuen Stadt."
"Der siebenjährige Jakob Beer, der einzige Überlebende einer jüdischen Familie, irrt - man schreibt das Jahr 1942 - allein durch die polnischen Wälder und versteckt sich in einer Ausgrabungsstätte. Dort findet ihn der griechische Archäologe Athos, der ihn rettet und nach Griechenland schmuggelt. Von ihm lernt Jakob alles: die Geologie, die Geschichte, die Dichtkunst und die Bedeutung der Liebe. Die Liebe ist für Jakob mehr als eine tiefe Verbindung zwischen zwei Menschen, sie ist in einer unendlich grausamen Welt das einzige Überlebensprinzip."













