Mitchell, David "Wolkenatlas" (Englisch: Cloud Atlas) - 2004
Ein interessantes Buch. Ganz anders als alles, was ich bisher gelesen habe. Eine Mischung aus einigen Genres, die ich mag, und anderen, die mir weniger zusagen. Stellt euch vor, Robert Louis Stevenson, Daniel Defoe, die Brontë-Schwestern, George Eliot, Michael Crighton, Graham Greene, Aldous Huxley, Ray Bradbury, H.G. Wells, George Orwell, Douglas Adams und Margaret Atwood hätten sich zusammengetan, um eine einzige, durchgehende Geschichte zu schreiben, die von einer ihrer Epochen und Genres in die nächste springt. So ungefähr sähe das Ergebnis aus. Wirklich sehr interessant und schwer zu beschreiben.
Es ist fast wie mehrere Kurzgeschichten in einem Buch, nur dass sie zusammengehören. Das ähnlichste Buch, das ich je gelesen habe, ist wohl "Wenn ein Reisender in einer Winternacht" von Italo Calvino, obwohl es doch eine ganz andere Geschichte ist.
Man muss schon dystopische Literatur mögen, sonst ist dieses Buch vielleicht nichts für einen. Davon abgesehen ist der Schreibstil aber wirklich fesselnd. Die Geschichte beginnt in der Vergangenheit, man lernt die Protagonisten und ihre Schicksale kennen, bewegt sich in die Zukunft und kehrt dann zurück, um das Ende der verschiedenen Handlungsstränge zu erleben. Kurz gesagt: absolut faszinierend.
Buchbeschreibung:
"Sechs Lebenswege, die sich unmöglich kreuzen können: darunter ein amerikanischer Anwalt, der um 1850 Ozeanien erforscht, ein britischer Komponist, der 1931 vor seinen Gläubigern nach Belgien flieht, und ein koreanischer Klon, der in der Zukunft wegen des Verbrechens angeklagt wird, ein Mensch sein zu wollen. Und dennoch sind diese Geschichten miteinander verwoben. Mitchells originelle Menschheitsgeschichte katapultiert den Leser durch Räume, Zeiten, Genres und Erzählstile und liest sich dabei so leicht und fesselnd wie ein Abenteuerroman."













