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Dienstag, 21. Juli 2026

Kishon, Ephraim "Der seekranke Walfisch"

Kishon, Ephraim "Der seekranke Walfisch oder Ein Israeli auf Reisen" (Hebräisch: Sefer ha'masot/ספר המסעות) - The Seasick Whale: An Israeli Abroad: Book of Travels - 1995

Ephraim Kishon ist es immer wert, zur Hand genommen zu werden. In diesem Band spricht er von seinen Reisen in verschiedene europäische Länder und in die Vereinigten Staaten. Er schafft es, wie kaum ein anderer, die Eingenheiten der Bewohner so darzustellen, dass selbst sie darüber lachen müssen. Und eigentlich lobt er sie ja auch alle mit seinen Bemerkungen.

Also, wer wissen möchte, wie man in der Schweiz eine Bananenschale loswird, warum man in Venedig nie eine Gondel nehmen solte und warum es anzuraten ist, Las Vegas nicht zu besuchen, wenn man nicht schon vorher seine Rückreise gebucht und bezahlt hat, für den ist dieses Buch Gold wert.

Buchbeschreibung:

"'Wenn du deinem Paßbild ähnlich zu sehen beginnst, ist es höchste Zeit, wegzufahren.'

Bissig-humorvolle Satiren über die Eigenheiten von Touristen und Einheimischen. Als der Herr zum Walfisch sprach,speite er Jonah ans Land. Niemals hatte der Wal in den vielen Jahren seiner Seefahrt die geringsten Magenbeschwerden gehabt, doch einen Reisenden wie diesen Propheten hielt sein Bauch wahrlich nicht aus. Das war der biblische Anfang des Tourismus ... 

Mit Kishon auf Reisen, um am Ende festzustellen, dass es zu Hause doch am schönsten ist."

Montag, 12. Mai 2025

Kishon, Ephraim "Pardon, wir haben gewonnen"

Kishon, Ephraim "Pardon, wir haben gewonnen. Vom Sechstagekrieg bis zur Siegesparade ein Jahr danach" - So sorry we won - 1967

Dieses Buch wurde 1967 geschrieben. Kurz nach dem Sechstagekrieg. Was würde Kishon heute zu der Situation sagen? Vieles ist aus heutiger Sicht nicht mehr nachvollziehbar.

Auf jeden Fall ist dies kein typisches Kishon-Buch. Es ist nicht witzig. Er macht sich nicht über seine Leidesngenossen, Landsleute, Familie oder sonstwen lustig. Er versucht, sein Land aus der Perspektive des gewonnenen Krieges zu sehen. Wenn euch das interessiert, lest dieses Buch.

Buchbeschreibung:

"Das vorliegende Buch unterscheidet sich von Kishons bisherigen Büchern vor allem dadurch, daß es nicht nur von Kishon, sondern auch von Dosh - Kariel Gardososh stammt. Dosh ist der Name des Karikaturisten, der im 'Ma'ariv', dem populären hebräischen Abendblatt (Auflage 300000), die tägliche Kishon-Kolumne illustriert."

Mittwoch, 11. Dezember 2024

Kishon, Ephraim "Im neuen Jahr wird alles anders"

Kishon, Ephraim "Im neuen Jahr wird alles anders" [Next year everything will be different] - 1982

Ich habe es schon öfter erzählt, Kishon bedeutet für mich letzte Deutschstunde vorm Ferienbeginn und da alle Sprachen immer meine Lieblingsfächer waren, habe ich wirklich eine wunderbare Erinnerung an die Geschichten.

Dieses Buch ist eigentlich eine Sammlung vieler anderer Bücher:
Seid nett zu Touristen
Unfair zu Goliath
Wettervorhersage: Neigung zu Regenschirmverlusten
Wie rächt man sich an einem Verkehrspolizisten
Die vollkommene Ehe
Der Fisch stinkt vom Kopfe
Kontakt mit dem Jenseits
Der Fuchs im Hühnerstall
Liebe deinen Mörder
Eine detaillierte Auflistung ist hier.

So begleiten wir Ephraim Kishon auf eine Reise durch Europa, wo wir etwas über unser Marotten und die unser Nachbarländer erfahren. Wir lernen von den Eigenheiten seiner Landsleute, z.B. wie einfach es ist, im Sommer mehrere Regenschirme auf einmal zu verlieren. Er berichtet vom Leben in der Ehe mit und ohne Kinder und/oder Tieren. Telefonate kommen besonders gerne in den Geschichten vor. Und dann gibt es auch noch einen Roman, "Der Fuchs im Hühnerstall", wo wir alles, aber auch alles über die Machenschaften der Politiker kennenlernen. Ach ja, und nicht zu vergessen: die beste Ehefrau von allen!

Und auch wenn die Bücher mittlerweile ein halbes Jahrhundert alt sind, sind die Geschichten alle zum Brüllen, egal, wie lang und über welches Thema. Ephraim Kishon ist es immer wert, gelesen zu werden. 

Klappentext:

"Sachen gibt's, die gibt's nicht, lautet unsere Divise immer dann, wenn uns Ereignisse aus dem privaten oder öffentlichen Bereich zu Ohren kommen, oder gar selbst passieren, die?s im Grunde zwar gar nicht geben dürfte, die aber leider doch tagtäglich vorkommen. Unser Leben hier und heute im ach so fortschrittlichen 20. Jahrhundert ist eben (glücklicherweise!) doch nicht fortschrittliche genug, als daß wir uns ein für allemal vom blühenden Unsinn entfernt hätten. Ja, man könnte sagen: je stromlinienförmiger, glatter, glänzender, kurz: perfekter wir unsere Welt einzurichten versuchen, desto barocker wird sie, desto mehr häuft sich Sand im Getriebe, desto ungeheuerlicher wird der Nonsens unseres Alltags. Ephraim Kishon, der schmunzelnde Philosoph ohne Lehrstuhl, der medizynische Doktor ehrenhalber, der windmühlenstürmende Ritter wider den allzu menschlichen Ernst, hat dieses Paradoxon unserer Existenz schon seit Jahren mit spitzer Feder immer wieder aufgegriffen.

Und er hat's weit damit gebracht - nämlich schlicht und einfach zum Humoristen Numero Eins in der Gunst der deutschen Leser. Da er aber so ungeheuerlich viel Stoff hat (weil es soviel Ungeheuerliches an Nonsens in unserem Leben gibt), schafft es der Autor einfach nicht, sich auf die faule Haut zu legen. Fast jedes Jahr erscheint ein neues Buch von ihm.

Das wird gekauft, gelesen zustimmend begrinst und homerisch belacht, daß es eine wahre Wonne ist. Zu solch befreiender Lektüre sind Sie auch hier wieder eingeladen. Allerdings ging es bei dieser Auswahl aus Kishons ständig wachsendem Satiren-Schatz nicht so sehr um Aktualität, sonder eher um das, was man sich als geschworener Kishon-Freund immer wieder gern zu Gemüte führt. Kostproben gefällig. Lesen Sie nur mal, wie teuer einen das Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Schweizer kommen kann; wie die Raumprobleme eines Weltstadt-Konsulats ratsuchende Menschen einfach auf Nimmerwiedersehen zum Verschwinden bringt; warum ein Ministerpräsident den obligatorischen Willkommensgruß von einem Wildfremden bekommen muß anstatt von seinem alten Arbeitskameraden; welche Erfahrungen ein Telefonkunde mit dem 'Fräulein vom Amt' bisweilen macht; zu welchem Gipfeltreffen es führen kann, falls man mal dringend einen Handwerker braucht, und schließlich, wie ein erholungsbedürftiger Staatsmann für ein beschauliches Dorf zum 'Fuchs im Hühnerstall' wird, als er das weltvergessene Kaff mit seinen politischen Ambitionen heimsucht.

Im neuen Jahr wird natürlich alles anders - da sind die Politiker und Behörden endlich nur noch um das Wohl des einzelnen Bürgers besorgt, und die beste Ehefrau von allen weiß schon 24 Stunden vor einer Einladung, welches von ihren zahlreichen Kleidern sie für die Silvesterparty anzieht."

Samstag, 24. Februar 2024

Kishon, Ephraim "Kishon für alle Fälle"


Kishon, Ephraim "Kishon für alle Fälle. 327 unbrauchbare Lebensweisheiten" [Kishon for all occasions. 327 useless pieces of wisdom] - 1987

Wie ich schon in meinen anderen Rezensionen von Kishons Büchern erwähnt habe, habe ich Kishon schon in der Schule geliebt.

In diesem Buch sind viele seiner großen und kleinen Weisheiten verewigt, fast wie in einem Wörterbuch. Da kommen viele seiner Sprüche und Pointen zu Kindern und Medizin zu Wort, zu Reisen und moderner Kunst, zu Politik und Politikern, und natürlich, nicht vergessen, zur besten Ehefrau von allen.

Ja, leider schreibt er ja schon lange nicht mehr, aber es gibt immer noch viele Sammlungen seiner Geschichten, und es macht auch Spaß, solche wiederholt zu lesen.

Buchbeschreibung:

"Ein humoristischer Erste-Hilfe-Kurs und gleichzeitig Lese- und Denkspaß für Menschen von heute. Gesammelt Kürzest-Weisheiten und treffende Wahrheiten des Philosophen mit der Narrenkappe. Im Alltag wie im Berufsleben ein amüsanter Ratgeber

Kishons 'Familiengeschichten' ist, von der Bibel abgesehen, das meistverkaufte hebräische Buch der Welt."

Samstag, 3. Dezember 2022

Kishon, Ephraim "Mein Freund Jossele"

Kishon, Ephraim "Mein Freund Jossele und andere neue Satiren" [My Friend Jossele and Other New Satires] - 1980

"Ein funkelnagelneues satirisches Lesevergnügen" steht auf dem Umschlag. Na ja, wenn man bedenkt, dass diese Ausgabe von 1980 stammt und der Autor leider schon seit 17 Jahren nicht mehr unter uns weilt, kann man von funkelnagelneu schon nicht mehr sprechen. Aber ein Lesevergnügen, das ist nicht zu viel versprochen, das ist es allemal.

Ich habe Kishon schon geliebt, als ich noch zur Schule ging. Unser Deutschlehrer las uns immer am letzten Tag vor den großen Ferien Geschichten von ihm vor (ich habe das schon einige Male erwähnt). Wie er das geschafft hat, ohne dauernd laut loszuprusten, weiß ich bis heute nicht.

Auf jeden Fall habe ich mir vorgenommen, alle Bücher die ich von Kishon habe, noch einmal zu lesen.

In diesem erzählt er uns von seinem (erfundenen) Freund Jossele. Der hat immer wieder neue Ideen, wie man andere zum Lachen bringen kann. Das heißt, eigentlich ist das gar nicht seine Absicht, aber er schafft es immer wieder. Mal will er uns praktische Winke für den Alltag geben, mal den Steuerzahler entlasten, es läuft aber immer auf das Gleiche heraus, wir können uns über eine komische Geschichte amüsieren.

Und dann erzählt er von dem Traum, unsichtbar zu sein, und dass ihm das bei den israelischen Kellnern schon gelungen ist. (siehe Der Kampf um den Blick des Kellners) Das kenne ich, das gelingt mir bei den deutschen Kellnern auch immer. Da lobe ich mir die neuen Einrichtungen, in denen man per App bestellt und bezahlt und dann das Essen und Trinken an den Tisch gebracht bekommt. Kein Halsverrenken, um zu sehen, wo man denn einen Kellner erhascht, der wirklich zufällig gerade in meine Richtung schaut. Ach, ist das schön. Hoffentlich wird das demnächst auch auf dem Lande Sitte. Obwohl, so wie ich das einschätze, werde ich das nicht mehr miterleben. Hier gibt es ja sogar noch Restaurants (und Geschäfte), die nur Bargeld nehmen.

Wer Kishon noch nicht kennt, sollte das schleunigst nachholen.

Und dies sind die Geschichten, viele der Titel sind schon ein guter Einstieg in die Geschichten:

Das Einstein-Jossele-System
Auf Ölsuche
Praktische Winke für den Alltag
Rettungsloses Schweigen
Zur Entlastung des Steuerzahler
Gangsterfilm in Eigenproduktion
Neue Wege zum Geschichtsunterricht
Gangsterfilm in Eigenproduktion
Gewußt wo
Verbotene Spiele
Ein vergnüglicher Abend
Rohmaterial für drei Geschichten
Wo ist die Zerkowitz-Straße?
Gäste willkommen
Das Werkstatt-Kabarett
Wegweisung
Jüdisches Poker
Ideale Nummer
Der Eskimo-Effekt
Tragisches Ende eines Feuilletonisten
Geteilte Rechnung
Falsch geparkt ist halb gewonnen
Die heilsamen Schildchen
Das Fleisch ist nicht immer schwach
Strafmandat bleibt Strafmandat
Bewunderung à la Jossele
Kleine Spende - großer Dank
Ehrlich, aber nicht offen
Gottes Hand und Josseles Fuß
Der perfekte Mord
Falscher Alarm
Sulzbaum ist erledigt
Die Sache läuft
Alarm und Seelenfrieden
Der Kampf um den Blick des Kellners
Franzi ist menschlich
Mussa und Garfinkei
Nie wieder Pornofilm
Als uns der Strom gesperrt wurde
Ein Denkmal für den Spinat
Freundschaftspreis
Inspektor Fischbaums sechster Sinn
Platonische Liebe
Ich bin Zeuge
Rom sehen …
Tagungen müssen sein
Fernsehen hat Vorrang
Der Abend des langen Messers
Herzl - Schmerzl
Türkische Früchte
Dingsda
Unvergeßliche Erinnerungslücken

Buchbeschreibung:

"'Die Stunde der Wahrheit ist gekommen: Ich muß gestehen, daß ich eine kleine Schwäche für Schwindler und Hochstapler habe', bekennt Ephraim Kishon in der Einleitung zu diesem, seinem neuesten Satiren-Band 'Mein Freund Jossele' und fährt fort: 'Eigentlich dürfte das niemanden überraschen. Der Beruf des Humoristen hat ja mit dem des Schwindlers vieles gemeinsam. Beide leben von der menschlichen Dummheit, beide machen sich die Schwächen der Bürokratie zunutze, beide spekulieren auf häuslichen Zwist, auf Eitelkeit und Heuchelei, auf Spannung zwischen Individuum und Gesellschaft - beide, der Schwindler und der Humorist, begehen ihre 'kriminellen' Handlungen auf intel-lektueller Basis, der eine durch Taten, der andere mit Worten, zwei Halunken von gleicher Wesensart, zwei Brüder im Geiste.'

Mit dieser sclbstironischcn Charakterisierung reicht Ephraim Kishon, der '"Weltmeister des Humors', die Fackel weiter an Jossele, diesem Schalk besonderer Art aus der unerschöpflichen Phantasie des Bestsellerautors. Im Cafe, seinem bevorzugten Aufenthaltsort, entwickelt Jossele mit genialer Geschicklichkeit täglich neue Strategien für raffiniert ausgeklügelte Streiche, die es ihm ermöglichen, sowohl seine materielle Lage aufzubessern, als auch sein seelisches Gleichgewicht und seine innere Befriedigung immer wieder zu befestigen.

Dieses jüngste Kishon-Buch erzählt in seinem ersten, von Rudolf Angcrer brillant und treffend illustrierten Teil von den perfektionierten Schwindeleien des schlitzohrigen Lebenskünstlers Jossele. Der zweite Teil enthält eine Auswahl ganz neuer Alltagssatiren mit zum Teil politischem Hintergrund in der bewährten und vielgeliebten Form.

So präsentiert sich dieser Band als ein funkelnagelneues satirisches Lesevergnügen voller Charme, Phantasie und überraschender Pointen zum Spaß, zum nachdenklichen Schmunzeln und zur Erheiterung aller alten und neuen Kishon-Fans."

Freitag, 4. November 2022

Kishon, Ephraim "Kein Öl, Moses?"

Kishon, Ephraim "Kein Öl, Moses?" [No Oil, Moses?] - 1974

Ich habe Kishon vor vierzig bis fünfzig Jahren geliebt. Und er ist auch heute noch recht amüsant zu lesen, obwohl einiges von seinem Witz im Laufe der Zeit verlorengegangen ist.

Von "… Und zogen die Kinder Israels" bis zu den "Weihnachtsgedanken eines Israeli", Kishon kann über alles seine Überlegungen anstellen und sie uns in einer absolut köstlichen Weile mitteilen. Und wenn man mal unbedingt etwas Heiteres braucht zum Aufmuntern, ist diese Lektüre immer gut geeignet.

Satire vom Feinsten.

Buchbeschreibung:

"'Jeder Bürger in einer Demokratie hat das Recht, der Regierung zu sagen, was er über sie denkt. Und die Regierung hat das Recht, nicht zuzuhören.'

Ephraim Kishon und seine Frau, "die beste Ehefrau von allen", haben zwei Kinder, Renana und Rafi, und eine Hündin namens Franzi. Eigentlich eine ganz normale israelische Familie, wenn Ephraim nicht über verschiedene Episoden des Familienlebens Satiren schreiben würde. Auch Erlebnisse mit seinem Freund Jossele und sonstige Begegnungen mit seinen Mitmenschen verarbeitet Kishon zu kurzen Satiren."

Dienstag, 25. Oktober 2022

Kishon, Ephraim "Kein Applaus für Podmanitzki"

Kishon, Ephraim "Kein Applaus für Podmanitzki. Satirisches" [No Applause For Podmanitzki] - 1973

Dieses Mal erzählt der sagenhafte Schriftsteller Ephraim Kishon nicht (so sehr) von der "besten Ehefrau von allen", nein, er nimmt das Theater und vor allem die Theaterkritiker auf die Schippe.

Aber ganz egal, worüber er schreibt, ich glaube, er könnte das Telefonbuch zitieren und nur ab und zu einen Seufzer einfügen, man kann sich immer köstlich über seine Geschichten amüsieren.

Seine Wortspielereien sind einfach fantastisch, seine Erzählungen sowieso. Und wer nach dieser Lektüre keine Lust auf einen Theaterbesuch hat, ist selbst schuld.

Buchbeschreibung:

"Ein hintergründiger Ausflug in die Welt des Theaters an der Seite des Kult-Satirikers. Jarden Podmanitzki ist ein mittelmäßiger Schauspieler, der noch nie allein auf der Bühne gestanden hat. Ephraim Kishon spaziert in dieser Geschichtensammlung durch die Welt des Theaters. Bühne frei - für einen großen Satiriker und das Leben selbst."

Dienstag, 23. August 2022

Kishon, Ephraim "Beinahe die Wahrheit"

Kishon, Ephraim "Beinahe die Wahrheit" - 1985

Mit Ephraim Kishon verbinde ich immer Ferienanfang. Unser Deutsch- und Klassenlehrer hat uns nämlich immer am letzten Schultag eine Geschichte von diesem tollen Schriftsteller vorgelesen. Wie er das geschafft hat, ohne ständig laut aufzulachen, ist mir ein Rätsel.

Wir haben seine Geschichten geliebt. Wenn er von der "besten Ehefrau von allen" erzählte, oder von seinen Problemen mit Handwerkern (die ich heute leider nur zu gut nachvollziehen kann), war er einfach köstlich. Als ich einige Jahre später sein geliebtes Israel besuchte, fühlte ich mich fast in seine Geschichten versetzt.

Hier erzählt er uns, wie er zu seinen Geschichten kommt und wie dicht sie an der Wahrheit sind. Auch das ist ein herrliches Buch zum Schmunzeln.

Ganz egal, in welcher Stimmung man ist, wenn man ein Buch von Kishon anfasst, danach ist man auf jeden Fall immer guter Laune.

Buchbeschreibung:

"Wie lebt ein echter Satiriker, hat es seine Familie immer lustig mit ihm, eilt er als Pointenfeuerwerk durch die Welt, mit einem Schmunzeln um den Mund, erzählt er, was er wirklich erlebt hat - oder ist alles nur Blendwerk seiner dichterischen Phantasie? Auf diese Fragen gibt Ephraim Kishon hier die 'beinahe' ehrliche Antwort. Vor dem Hintergrund einiger seiner Lieblingsgeschichten, die er 'in einer demokratischen Umfrage mit sich selbst' ausgesucht hat, erzählt er von den Abenteuern seiner literarischen Kinder und so erstmals auch von sich. Er gibt Einblicke in seine Werkstatt und in sein Privatleben, aber er entdeckt auch seine Gedanken über die zeitgenössische Realität aus seiner originellen satirischen Sicht."