Weiler, Jan "Antonio im Wunderland" [Antonio in Wonderland] - 2005
Band zwei der Geschichte von Jan Weilers "italienischer Sippe". Während er in "Maria, ihm schmeckt's nicht!" mehr davon erzählt, wie er von seiner italienischen Frau in ihre Verwandtschaft eingeführt wird, ist dies die Geschichte seines Schwiegervaters Antonio, der - wie so viele Südeuropäer damals - in den Sechzigern nach Deutschland kam.
Wie alle Geschichten Jan Weilers, ist auch diese köstlich und humorvoll, zugleich aber sehr informativ. Probleme, die ein Einwanderer in einem ihm völlig fremden Land hat, mit einer fremden Sprache, von der er auch nur einen kleinen Teil versteht.
Und da Antonio eigentlich nach Amerika auswandern wollte, macht er eine Reise dorthin. Auch die ist mit einigen Überraschungen versehen. Ist das "gelobte Land" wirklich so, wie er es erwartet hatte?
Wie gut, dass Antonio letztendlich in Deutschland gelandet ist, sonst hätten wir sicher viele der Geschichten von Jan Weiler verpasst, so wie diese hier.
Buchbeschreibung:
"Der sizilianische Gastarbeiter Antonio Marcipane hat alles erreicht: Er besitzt ein Reiheneckhaus, ein schönes Auto und vier Dutzend Krawatten. Seine Töchter haben deutsche Männer geheiratet, jetzt wartet eigentlich das entspannte Rentnerdasein auf ihn. Wenn da nicht noch ein unerfüllter Traum wäre: Amerika. Und sein Schwiegersohn muss mit."
Posts mit dem Label Dilogie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Dilogie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Dienstag, 20. September 2022
Weiler, Jan "Antonio im Wunderland"
Labels:
Deutschland,
Dilogie,
Familie,
Favorit,
Film,
Humor,
Italien,
Jan Weiler,
Multikultur,
USA
Dienstag, 7. Juni 2022
Weiler, Jan "Maria, ihm schmeckt's nicht!"
Weiler, Jan "Maria, ihm schmeckt's nicht! Geschichten von meiner italienischen Sippe" [Maria, he doesn't like it!] - 2003
"Maria, ihm schmeckt's nicht!" war das erste Buch von Jan Weiler, das ich gelesen habe. Viele andere folgten und sie waren alle genauso gut. Ich bin ja kein Fan von seichter Literatur, aber so kann man die Bücher von Jan Weiler absolut nicht beschreiben.
In dieser Erzählung spricht er von seiner angeheirateten Verwandtschaft. Die kann schon schwierig genug sein, wenn sie nur aus dem Nachbarort stammt, aber eine im Ausland bringt immer wieder neue Geschichten zutage.
Aber das Buch ist nicht nur ein humorvolles. Wir lernen Antonio kennen, den Schwiegervater des Autoren, der in den 60ern von Sizilien nach Deutschland kam, von seinen Problemen, die er vorher und nachher hatte, von seinem Versuch, in seiner neuen Heimat sesshaft zu werden, was ihm gut gelungen ist. Man legt bestimmte Angewohnheiten nie so richtig ab, wenn man mit ihnen aufgewachsen ist, daher kommt es zum Teil zu skurrilen Ereignissen.
Wirklich ein tolles Buch und ich bin seitdem ein großer Jan-Weiler-Fan.
Buchbeschreibung:
"'Als ich meine Frau heiratete, konnte ihre süditalienische Familie leider nicht dabei sein. Zu weit, zu teuer, zu kalt. Schade, dachte ich und öffnete ihr Geschenk. Zum Vorschein kam ein monströser Schwan aus Porzellan mit einem großen Loch im Rücken, in das man Bonbons füllt. Menschen, die einem so etwas schenken, muss man einfach kennen lernen.'
Die herrlich komische Geschichte einer unglaublichen Verwandtschaft aus dem unbekannten italienischen Bundesland Molise, das laut seiner Bewohner 'am A… der Welt' liegt."
Inzwischen hat das Buch auch einen Untertitel: "Meine italienische Sippe #1"
Dienstag, 8. März 2022
Hislop, Victoria "Insel der Vergessenen"
Hislop, Victoria "Insel der Vergessenen" oder "Die Insel" (Englisch: The Island) - 2005
Ein interessantes Buch über einen wunderbaren Teil dieser Welt mit einer erschütternden Vergangenheit. Als ich Kreta besuchte, nahmen wir auch ein Boot zur unbesetzten Insel Spinalonga. Wir konnten auf der Insel herumlaufen und uns umsehen, während wir der Geschichte dieses schönen kleinen Stückchens Land lauschten. Das Spannendste: Es wurde von 1903 bis 1957 als Leprakolonie genutzt. Menschen, die dorthin verbannt wurden, kehrten nicht ins normale Leben zurück, bis ein Heilmittel gefunden wurde.
Dieses Buch reflektiert das Leben der Menschen auf dieser Insel, wie sie dorthin kamen, wie ihr Alltag war, wie sich das Leben für die Zurückgebliebenen änderte, wie die Menschen in dem kleinen Dorf direkt gegenüber der Insel lebten. Die Autorin hat es geschafft, all dies durch eine Familie zu veranschaulichen, die an der ganzen Geschichte beteiligt war. Es gibt einige starke Charaktere in dieser verheerenden Familiensaga.
Buchrücken:
"Alexis Fielding sehnt sich danach, mehr über die Herkunft ihrer griechischen Mutter zu erfahren. Doch Sofia schweigt. Erst als Alexis kurz entschlossen nach Kreta aufbricht, gibt ihr Sofia einen Brief mit. Er sei, verspricht sie, der Schlüssel zur Vergangenheit. Bei ihrer Ankunft entdeckt Alexis nur einen Steinwurf von Plaka entfernt die Insel Spinalonga, bis 1957 Griechenlands Leprakolonie.
Endlich erfährt sie, welche Rolle diese 'Insel der Vergessenen' über Generationen im Leben ihrer Familie gespielt hat. Doch sie ahnt nicht, wie stark das Geflecht aus Intrigen, Verrat und enttäuschter Liebe bis heute ihr eigenes Leben bestimmt ..."
Ich habe das englische Original gelesen und hoffe, die Übersetzung ist genauso gut.
Victoria Hislop at in der Zwischenzeit nicht nur fantastische andere Romane geschrieben, sondern auch eine Fortsetzung, "One August Night", die allerdings noch nicht ins Deutsche übersetzt wurde. Das dürfte aber nicht allzu lange dauern. Wem "Die Insel der Vergessenen" diese gefallen hat, dem empfehle ich dringend, auch diese zu lesen.
Ein interessantes Buch über einen wunderbaren Teil dieser Welt mit einer erschütternden Vergangenheit. Als ich Kreta besuchte, nahmen wir auch ein Boot zur unbesetzten Insel Spinalonga. Wir konnten auf der Insel herumlaufen und uns umsehen, während wir der Geschichte dieses schönen kleinen Stückchens Land lauschten. Das Spannendste: Es wurde von 1903 bis 1957 als Leprakolonie genutzt. Menschen, die dorthin verbannt wurden, kehrten nicht ins normale Leben zurück, bis ein Heilmittel gefunden wurde.
Dieses Buch reflektiert das Leben der Menschen auf dieser Insel, wie sie dorthin kamen, wie ihr Alltag war, wie sich das Leben für die Zurückgebliebenen änderte, wie die Menschen in dem kleinen Dorf direkt gegenüber der Insel lebten. Die Autorin hat es geschafft, all dies durch eine Familie zu veranschaulichen, die an der ganzen Geschichte beteiligt war. Es gibt einige starke Charaktere in dieser verheerenden Familiensaga.
Buchrücken:
"Alexis Fielding sehnt sich danach, mehr über die Herkunft ihrer griechischen Mutter zu erfahren. Doch Sofia schweigt. Erst als Alexis kurz entschlossen nach Kreta aufbricht, gibt ihr Sofia einen Brief mit. Er sei, verspricht sie, der Schlüssel zur Vergangenheit. Bei ihrer Ankunft entdeckt Alexis nur einen Steinwurf von Plaka entfernt die Insel Spinalonga, bis 1957 Griechenlands Leprakolonie.
Endlich erfährt sie, welche Rolle diese 'Insel der Vergessenen' über Generationen im Leben ihrer Familie gespielt hat. Doch sie ahnt nicht, wie stark das Geflecht aus Intrigen, Verrat und enttäuschter Liebe bis heute ihr eigenes Leben bestimmt ..."
Ich habe das englische Original gelesen und hoffe, die Übersetzung ist genauso gut.
Victoria Hislop at in der Zwischenzeit nicht nur fantastische andere Romane geschrieben, sondern auch eine Fortsetzung, "One August Night", die allerdings noch nicht ins Deutsche übersetzt wurde. Das dürfte aber nicht allzu lange dauern. Wem "Die Insel der Vergessenen" diese gefallen hat, dem empfehle ich dringend, auch diese zu lesen.
Abonnieren
Posts (Atom)



