Buchbeschreibung:
"Ein charmanter und humorvoller Blick auf das Leben in der Provence, als ein Brite beschließt, seinen Traum zu verwirklichen.
Kishon, Ephraim "Der seekranke Walfisch oder Ein Israeli auf Reisen" (Hebräisch: Sefer ha'masot/ספר המסעות) - The Seasick Whale: An Israeli Abroad: Book of Travels - 1995
Ephraim Kishon ist es immer wert, zur Hand genommen zu werden. In diesem Band spricht er von seinen Reisen in verschiedene europäische Länder und in die Vereinigten Staaten. Er schafft es, wie kaum ein anderer, die Eingenheiten der Bewohner so darzustellen, dass selbst sie darüber lachen müssen. Und eigentlich lobt er sie ja auch alle mit seinen Bemerkungen.
Also, wer wissen möchte, wie man in der Schweiz eine Bananenschale loswird, warum man in Venedig nie eine Gondel nehmen solte und warum es anzuraten ist, Las Vegas nicht zu besuchen, wenn man nicht schon vorher seine Rückreise gebucht und bezahlt hat, für den ist dieses Buch Gold wert.
Buchbeschreibung:
"'Wenn du deinem Paßbild ähnlich zu sehen beginnst, ist es höchste Zeit, wegzufahren.'
Bissig-humorvolle Satiren über die Eigenheiten von Touristen und Einheimischen. Als der Herr zum Walfisch sprach,speite er Jonah ans Land. Niemals hatte der Wal in den vielen Jahren seiner Seefahrt die geringsten Magenbeschwerden gehabt, doch einen Reisenden wie diesen Propheten hielt sein Bauch wahrlich nicht aus. Das war der biblische Anfang des Tourismus ...
Mit Kishon auf Reisen, um am Ende festzustellen, dass es zu Hause doch am schönsten ist."
Ich habe die Bücher von John Steinbeck schon immer geliebt. Bis ich "Die Straße der Ölsardinen" (Cannery Row) las. Das hielt mich aber nicht davon ab, weitere Bücher von ihm zu lesen. Als unser 1961er-Club hochkam und ich ein Buch von ihm entdeckte, griff ich sofort zu. Leider hatte ich es gerade beendet, als ich herausfand, dass es erst 1962 erschienen war (obwohl es wahrscheinlich 1961 geschrieben wurde). Nun ja, ich konnte nicht in ein oder zwei Tagen ein weiteres Buch lesen, daher muss dies mein Beitrag zu dieser Herausforderung sein (ich werde aber später noch ein weiteres lesen und hier einen Link einfügen).
Ich bin aber sehr froh, dass ich dieses Buch gelesen habe, denn es hat mir John Steinbeck und meine Liebe zu seiner Literatur wieder in Erinnerung gerufen.
Obwohl ich kein großer Fan von Wohnmobilen oder Camping im Allgemeinen bin, habe ich es genossen, den Autoren und seinen Hund Charley durch die Vereinigten Staaten zu begleiten. Ich bezweifle, dass ich jemals dorthin reisen werde, aber irgendwie habe ich jetzt das Gefühl ich hätte das getan. Er selbst sagt gegen Ende: "… Ich hatte nicht die Absicht, irgendeine Art von Querschnitt darzustellen, und ich glaube auch nicht, dass ich das getan habe, sodass ein Leser sagen könnte: 'Er glaubt, er habe ein zutreffendes Bild gezeichnet…' Das glaube ich nicht. Ich habe nur wiedergegeben, was mir einige Leute erzählt und was ich gesehen habe. Ich weiß nicht, ob das typisch war oder ob man daraus irgendwelche Schlüsse ziehen kann." Ich denke, das ist das Beste, was man versuchen kann, und ich bin froh, dass wir ihn auf dieser Reise begleiten konnten.
Er erwähnt auch: "Ich mag Wetter lieber als Klima." Das ist ein großartiges Zitat, dem ich voll und ganz zustimme.
Ich habe das Buch sehr genossen.
Und falls ihr bessere Bücher über Reisen durch die USA kennt, lasst es mich bitte wissen.
Buchbeschreibung:
"Amerika - was für ein Land!
Von den großen Seen bis zu den Rocky Mountains, von den Metropolen der Ostküste bis zu den Wüsten Nevadas stößt man kulturell wie landschaftlich auf eine ungeahnte Vielfalt.
Im Jahre 1960 ist es, als der spätere Literaturnobelpreisträger John Steinbeck sich mit 58 Jahren noch einmal auf die Reise durch sein eigenes Land macht. Teil des Plans sind Pudel Charley und der 'Rosinante' getaufte Dreivierteltoner mit Bootskajüte auf der Ladefläche. Auf diesem Weg besucht Steinbeck 34 Bundesstaaten in elf Wochen und erlebt dabei so einiges..."
John Steinbeck erhielt den Nobelpreis für Literatur in 1962 "für seine einmalige realistische und phantasievolle Erzählkunst, gekennzeichnet durch mitfühlenden Humor und sozialen Scharfsinn".
Ich wirke an dieser Seite mit: Read the Nobels und Ihr könnt alle meine Blog-Einträge über Nobelpreisträger und ihre Bücher hier finden.
Das Buch beschreibt eine Reise von zwei Freunden durch Deutschland, die Alpen und Italien im Jahr 1878. Der Ich-Erzähler ist Mark Twain selbst, der Reisebegleiter seinem Freund Joseph Twichell nachgebildet. Beide Reisenden hatten sich eigentlich vorgenommen, den größten Teil des Weges zu Fuß zurückzulegen, finden dann aber doch ständig andere Möglichkeiten der Fortbewegung. Twain spielt auf dieser Reise den typischen amerikanischen Touristen jener Zeit, der angeblich alles sofort versteht, was er sieht, in Wahrheit aber häufig daneben liegt."
Ich hatte einen guten Reisebericht über eine längst vergangene Zeit erwartet. Stattdessen las ich eine rassistische Hetzrede, einen verurteilenden Monolog, eine vernichtende Tirade.
Vielleicht war dieses Buch früher einmal sehr lustig, vielleicht gibt es Bücher, die den Test der Zeit nicht bestehen, die nach einer gewissen Zeit veraltet sind. Ich denke, dieses Buch gehört dazu.
Ich konnte über die meisten seiner Geschichten nicht lachen. Ich fand sie oft unhöflich und herablassend. Vielleicht dachten Amerikaner im 19. Jahrhundert eben so über die Welt. Hoffentlich ist das heute nicht mehr so.
Es ist die Geschichte von engstirnigen Menschen, die ins Ausland reisen, nur um alles mit ihrer Heimat zu vergleichen und natürlich festzustellen, dass zu Hause alles besser ist. Warum sollte man die Welt erkunden, wenn man doch nur an anderen Ländern etwas auszusetzen hat?
Nein, dieses Buch ist nicht lustig, nicht geistreich.
Warum habe ich es überhaupt zu Ende gelesen? Ich hatte nie die Hoffnung aufgegeben, dass es irgendwo etwas Interessantes geben würde, dass ihm im nächsten Land etwas gefallen würde. Leider wurde ich enttäuscht.
Wenn ihr ein lustiges Reisebuch lesen möchtet, empfehle ich Bill Bryson (deutsche Bücher hier). Er ist zwar auch Amerikaner, hat aber einen viel umfassenderen Blick auf die Welt, ein viel größeres Herz und echten Humor und Witz.
Buchbeschreibung:
"Im Sommer 1867 begleitete Mark Twain eine Gruppe von 77 amerikanischen Pilgern auf eine Vergnügungsreise mit dem Raddampfer 'Quaker City' ins Heilige Land. In 50 Reisebriefen berichtete er der Zeitung Daily Alta California von seinen Abenteuern in Spanien, Italien, Griechenland, der Türkei und Palästina. Die kauzigen, komischen und ziemlich respektlosen Reportagen verarbeitete Twain zu seinem erfolgreichsten Buch 'Die Arglosen im Ausland', doch wurde darin fast alles gestrichen, was Anstoß hätte erregen können. Nun endlich liegt die Erstübersetzung der Urfassung aller Berichte vor, ungekürzt und unzensiert: Twain at his best. Denn keine Kuh war dem jungen Reporter zu heilig, um geschlachtet zu werden, ganz gleich, ob es sich dabei um den Nationalstolz seiner Reisegefährten oder die Kunstschätze und Pilgerstätten der Alten Welt handelte."
Wladimir Kaminer ist immer einen Lacher wert. Selbst wenn er eigentlich "nur" einen Städteführer schreiben will. Er kann einfach nicht ohne Humor.
Aber es ist natürlich trotzdem (auch) ein tolles (Sach-)Buch, dass viele Hinweise auf Berlin und seine Eigenheiten gibt.
Ich habe Berlin schon mehrfach besucht sowohl vor als auch nach der Mauer, aber ich kenne es nicht wirklich richtig so richtig. Da muss ich wohl Berliner fragen, ob sie sich wiedererkennen. Aber unterhaltsam ist das Buch auf jeden Fall. Wie alles von Kaminer.
Buchbeschreibung:
"'Ich bin kein Berliner, ich bin auch nicht Deutschland. Ich kenne mich hier nicht wirklich aus. Vor fünfzehn Jahren kam ich nach Ostberlin, aus Gründen die mir bis heute rätselhaft geblieben sind. Die Reise erwies sich als fatale Entscheidung. Einmal hier gelandet, kommt man kaum mehr weg. Berlin bindet.'
Es gibt derzeit wohl kaum einen bekannteren Berliner als Wladimir Kaminer. Und keinen, der geeigneter wäre, die Stadt einem Touristen in all ihren Facetten vorzustellen. Von einer kurzen Einführung in die Berliner Historie über Geschichten zu Sehenswürdigkeiten am Wegesrand oder das Verhalten japanischer Touristen bringt Wladimir Kaminer auf gewohnt mitreißende Art dem Leser seine neue Heimat näher. Dabei dürfen natürlich auch praktische Hinweise nicht fehlen: Dazu gehören Adressen origineller Restaurants, Geschäfte und anderer im Buch vorgestellten Attraktionen."
Kartophilie ist die Liebe zu Karten. Die habe ich auf jeden Fall. Sie lässt sich gut mit Topophilie, der Liebe zu Orten, kombinieren. Ich glaube, ich leide unter beidem, und dieses Buch ist großartig für alle Kartensüchtigen unter uns.
Alastair Bonnett, Professor für Sozialgeographie aus Newcastle, listet in diesem Buch viele interessante, merkwürdige, vergessene, verlorene und unsichtbare Orte auf und beschreibt sie sehr treffend. Es gibt Orte, die wir nicht besuchen wollen (wie Pripyat bei Tschernobyl), Orte, die wir nicht besuchen können (wie den Berg Athos, na ja, zumindest nicht der weibliche Teil dieser Welt), Orte, die es nicht mehr gibt (oder umbenannt wurden), Orte, die allein schon wegen ihrer seltsamen Identität Spaß machen würden (Baarle-Nassau in den Niederlanden ist ein interessantes Beispiel und definitiv auf unserer Liste) und viele kuriose, merkwürdige und skurrile Orte, über die es einfach Spaß macht zu lesen.
Wer Geographie und/oder Karten liebt, für diejenigen ist dieses Buch genau das Richtige. Holt euren Atlas raus und lest ihn.
Buchbeschreibung:
"Spätestens seit Google Earth ist die Welt bis in den letzten Winkel erforscht und vermessen. Es gibt keine unbekannten Orte mehr, keine unberührten Eilande, nichts mehr zu entdecken - oder etwa doch?
Alastair Bonnett stellt in diesem Buch faszinierende und außergewöhnliche Orte vor, die unsere Vorstellungen von der Welt gehörig durcheinanderbringen. Sie tauchen auf und unter, wie die Inseln im Gangesdelta, verschwinden von Satellitenbildern, wie Sandy Island vor der australischen Küste, oder verstecken sich unter Gebüsch und Gestrüpp, das alle Spuren überwuchert, wie auf der britischen Halbinsel Arne. Unterhaltsam und leichtfüßig werden Orte wie Bir Tawil in Ostafrika beschrieben, die partout keine Nation haben will, oder Orte, die scheinbar zu zwei Nationalstaaten gleichzeitig gehören. Berichtet wird von versteckten Labyrinthen, unterirdischen, verlassenen oder überbauten Städten ebenso wie von ihrer historischen Entwicklung. Lehrreich, aber nicht belehrend führt Bonnett durch geographische Kuriositäten und zeigt, dass auch für den heutigen Menschen das Entdecken nie aufhört."