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Dienstag, 21. Juli 2026

Kishon, Ephraim "Der seekranke Walfisch"

Kishon, Ephraim "Der seekranke Walfisch oder Ein Israeli auf Reisen" (Hebräisch: Sefer ha'masot/ספר המסעות) - The Seasick Whale: An Israeli Abroad: Book of Travels - 1995

Ephraim Kishon ist es immer wert, zur Hand genommen zu werden. In diesem Band spricht er von seinen Reisen in verschiedene europäische Länder und in die Vereinigten Staaten. Er schafft es, wie kaum ein anderer, die Eingenheiten der Bewohner so darzustellen, dass selbst sie darüber lachen müssen. Und eigentlich lobt er sie ja auch alle mit seinen Bemerkungen.

Also, wer wissen möchte, wie man in der Schweiz eine Bananenschale loswird, warum man in Venedig nie eine Gondel nehmen solte und warum es anzuraten ist, Las Vegas nicht zu besuchen, wenn man nicht schon vorher seine Rückreise gebucht und bezahlt hat, für den ist dieses Buch Gold wert.

Buchbeschreibung:

"'Wenn du deinem Paßbild ähnlich zu sehen beginnst, ist es höchste Zeit, wegzufahren.'

Bissig-humorvolle Satiren über die Eigenheiten von Touristen und Einheimischen. Als der Herr zum Walfisch sprach,speite er Jonah ans Land. Niemals hatte der Wal in den vielen Jahren seiner Seefahrt die geringsten Magenbeschwerden gehabt, doch einen Reisenden wie diesen Propheten hielt sein Bauch wahrlich nicht aus. Das war der biblische Anfang des Tourismus ... 

Mit Kishon auf Reisen, um am Ende festzustellen, dass es zu Hause doch am schönsten ist."

Donnerstag, 4. Juli 2024

Kapitelman, Dmitrij "Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters"

Kapitelman, Dmitrij "Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters" [The smile of my invisible father] - 2016

Dieses Buch wirft viele Fragen zu dem Thema Heimat auf. Ist es der Ort, wo man geboren wurde? Wo man seine Kindheit verbracht hat? Wo man mit seinen Kindern gelebt hat? Das Land, dessen Pass man besitzt? Ich kann diese Fragen genausowenig beantworten wie der Autor oder sein Vater. Ich glaube, niemand kann das, wenn er nicht immer im gleichen Land, am gleichen Ort gelebt hat. Sind meine Kinder Deutsche, obwohl einer nur ein halbes Jahr zwischen seinen Studien dort gelebt hat? Sind sie Engländer, wo einer geboren und beide eingeschult wurden? Sind sie Niederländer, wo sie fast ihre ganze Jugend verbracht haben, aber nur als Nazis gesehen wurden?

So ähnlich geht es den Kapitelmans. Sie sind Juden, gehören aber weder in die Ukraine, wo die Familie lange gelebt hat, noch nach Deutschland, wohin sie in den 90er Jahren geflüchtet sind. Vielleicht ist ja Israel die Lösung. Eine Fahrt dorthin soll auf jeden Fall ein wenig Klarheit in die Identitätskrise bringen.

Wenn mich auch das Thema sehr interessiert hat, so konnte der Autor mich leider nicht fesseln. Ich fand die ganze Geschichte recht flach. Seine Suche nach einer Identität glich eher einer Urlaubsreise, auch wenn er zwischendrin meinte, er könnte vielleicht in Israel sesshaft werden.

Ich war vor vielen Jahren in Israel und fand das Land einfach faszinierend. Auch ich hätte mir vorstellen können, dort zu bleiben. Wäre ich Jüdin, hätte ich es vielleicht getan. Das Land hat viele Probleme, und vieles ist nicht gut gelaufen, aber für die Juden ist es der einzige Ort, der dem Wort Heimat nahekommt.

Wir haben diesen Roman im Juli 2024 in unserem deutschen Lesekreis besprochen. Die anderen Teilnehmer waren alle hellauf begeistert davon.

Hier noch ein Satz, der uns allen zu denken geben sollte: "Der Frieden ist immer nur eine Generation entfernt."

Buchbeschreibung:

"Leonid Kapitelman hat sich noch nie irgendwo zu Hause gefühlt. Wohin gehört er eigentlich? Sein Sohn macht sich mit ihm auf die Reise in eine unbekannte Heimat: Israel

Bevor Dmitrij Kapitelman und sein Vater nach Israel aufbrechen, beschränkten sich ihre Ausflüge auf das örtliche Kaufland - damals in den Neunzigern, als sie in einem sächsischen Asylbewerberheim wohnten und man die Nazis noch an den Glatzen erkannte. Heute verkauft der Vater Pelmeni und Krimsekt und ist in Deutschland so wenig heimisch wie zuvor in der Ukraine. Vielleicht, denkt sein Sohn, findet er ja im Heiligen Land Klarheit über seine jüdische Identität. Und er selbst - Kontingentflüchtling, halber Jude, ukrainischer Pass - gleich mit. 'Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters' ist ein sehnsuchtsvoll-komischer Spaziergang auf einem Minenfeld der Paradoxien. Und die anrührende Liebeserklärung eines Sohnes an seinen Vater."

Dienstag, 28. März 2023

Specht, Heike "Die ersten ihrer Art"

Specht, Heike "Die ersten ihrer Art. Frauen verändern die Welt" [The first of their kind, Women are changing the world] - 2022

Ich habe ja vor kurzem das Buch von Hillary & Chelsea Clinton "The Book of Gutsy Women" gelesen. Daraus habe ich u.a. auch das Zitat von Sor Juana Inés de la Cruz entnommen: "Ich studiere nicht, um mehr zu wissen, sondern um weniger zu ignorieren". Aber auch sonst war das Buch fantastisch und ich habe bedauert, dass es nicht auf Deutsch erschienen ist, denn die beschriebenen Frauen sollten eine Inspiration für uns alle sein.

Dann sah ich, dass unsere örtliche Buchhandlung eine Lesung von Heike Specht anbietet, die das Buch "Die ersten ihrer Art" mit dem Untertitel "Frauen verändern die Welt" herausgegeben hat. Wir erfahren, wie diese Frauen für ihren Platz in der Gesellschaft haben kämpfen müssen, für sich und für alle, die nach ihnen kamen, also auch und vor allem für uns. Noch längst ist Gleichberechtigung nur eine Utopie, noch längst haben Frauen nicht die gleichen Chancen und Möglichkeiten wie Männer. Aber hoffen wir mal, dass wir es mit Frauen dieser Art irgendwann einmal schaffen.

Dies sind wohl die wichtigsten oder bekanntesten Frauen, die sie beschreibt:
Marie-Elisabeth Lüders, Louise Schroeder, Elisabeth Selbert, Erna Scheffler, Ruth Bader Ginsburg, Jutta Limbach, Susanne Baer, Annemarie Renger, Marta Schanzenbach, Käte Strobel, Golda Meir, Simone Veil, Ulrike Meinhof, Ruth Dreifuss, Renate Lepsius, Lilian Uchtenhagen, Renate Schmidt, Petra Kelly, Claudia Roth, Elisabeth Schwarzhaupt, Rita Süssmuth, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Hildegard Hamm-Brücher, Margot Käßmann, Micheline Calmy-Rey, Christine Haderthauer, Andrea Nahles, Margaret Thatcher, Angela Merkel, Ursula von der Leyen, Annalena Baerbock, Hillary Clinton, Jacinda Ardern, Sawsan Chebli, Aminata Touré

Hinzu kommen unter anderem:
Herta Däubler-Gmelin, Marlene Dietrich, Jutta Dithfurth, Marion Gräfin Dönhoff, Nora Ephron, Indira Gandhi, Kamala Harris, Elly Heuss-Knapp, Mely Kiyak, Heilwig von der Mehden, Golda Meir, Frieda Nadig, Nicole, Dolly Parton, Suzi Quatro, Kristina Schröder, Alice Schwarzer, Heide Simonis, Helene Weber, Helene Wessel, Clara Zetkin

Es könnten noch mehr genannt werden. Ich hätte sicher noch erwähnt:
Rosa Parks, Bertha von Suttner, Greta Thunberg, Malala Yousafsai

Und wir brauchen noch mehr dieser Bücher, damit die meisten Frauen aufwachen. Als ich vor ein paar Jahren mit jüngeren Lesekreismitgliedern "Das Goldene Notizbuch" (The Golden Notebook) von Doris Lessing gelesen haben, habe ich mit Schrecken feststellen müssen, dass viele jüngere Frauen überhaupt keine Vorstellung davon haben, wie es noch vor dreißig Jahren ausgesehen hat und wie es auch wieder aussehen könnte, wenn wir nicht dafür kämpfen, dass Frauen endlich als gleichwertige Menschen anerkannt werden.

Der Vortrag war dann auch hervorragend. Herein kam eine junge Frau, frisch und sympathisch. Sie las nicht nur ein paar gute Beispiele aus ihrem Buch vor, sie erzählte auch einiges dazu und munterte den zahlreich erschienenen Damen (und ein paar Herren) dazu auf, Fragen zu stellen oder selbst Anmerkungen zu machen. Es war ein sehr guter Abend. Ich hoffe, dass noch viele Menschen, vor allem Frauen, die Gelegenheit haben werden, dieser Autorin zu folgen, als Leser oder Zuhörer.

Auf jeden Fall habe ich mir auch gleich eines ihrer anderen Bücher zugelegt: "Ihre Seite der Geschichte: Deutschland und seine First Ladies von 1949 bis heute" (Goodreads). Und die Autorin hat beide Bücher signiert. Sie war auch bei dieser Gelegenheit äußerst freundlich und zuvorkommend.

Buchbeschreibung:

"Ohne Frauen fehlt die Hälfte

Simone Veil, Margaret Thatcher, Angela Merkel, Kamala Harris: Sie alle eroberten ihren Platz in einer Männerwelt und veränderten sie Stück für Stück. Das Buch führt uns zu diesen und vielen anderen
Ersten ihrer Art. Es zeigt nicht nur, was fehlt, wenn Frauen nicht mit am Tisch sitzen, sondern auch wie sie in den letzten hundert Jahren gegen Widerstände an die Spitze gelangten und neue Themen setzten.

Die Autorin hat viele Erste interviewt und akribisch recherchiert. Sie belegt, dass die Kämpfe noch nicht ausgefochten sind: Die Hälfte der Menschheit hat noch längst nicht die Hälfte der Macht.


'In Die Ersten ihrer Art reist die Autorin durch die Politikgeschichte und veranschaulicht durch akribische Recherche, was Simone Veil, Margaret Thatcher, Claudia Roth, Kamala Harris und Aminata Touré für Gleichberechtigung und unsere Gesellschaft geleistet haben.' (Subway-Magazin)"

Mittwoch, 14. Dezember 2022

Fleischmann, Lea/Noll, Chaim "Meine Sprache wohnt woanders"

Fleischmann, Lea/Noll, Chaim "Meine Sprache wohnt woanders. Gedanken zu Deutschland und Israel" [My Language Lives Elsewhere. Thoughts About Germany and Israel] - 2006

Genau wie in "Dies ist nicht mein Land" und "Ich bin Israelin. Erfahrungen in einem orientalischen Land" berichtet Lea Fleischmann hier von ihrem Weggang aus Deutschland und ihrem Leben in Israel. Dieses Mal bringt sie auch noch die Erfahrungen eines anderen Deutschen ein, der aus dem östlichen Teil des geteilten Landes auswanderte.

Wie die beiden ihr neues Land sehen und auf ihr altes zurückblicken ist in beiden Fällen sehr kritisch und auf jeden Fall hochinteressant.

Zum Titel. Dass die eigene Sprache woanders wohnt und welche Probleme das aufwerfen kann, weiß wohl jeder, der mal in einem anderen Land gelebt hat. Andererseits bietet es auch viele Vorteile, in mehr als einer Sprache "denken" zu können.

Buchbeschreibung:

"Sie wanderten aus in das Land, in dem Milch und Honig fließen. Doch in Israel fanden sie nicht nur eine neue spirituelle Heimat. Lea Fleischmann und Chaim Noll erleben ihr Land jeden Tag in seiner ganzen Widersprüchlichkeit, und beziehen leidenschaftlich Stellung. Trotzdem sind sie ihrer alten Heimat verbunden, dem Land, in dem ihre Sprache wohnt. Ihre Erinnerungen sind auch die Erinnerung an zwei deutsche Staaten: Lea Fleischmann wuchs in der BRD auf, Chaim Noll in der DDR. Sie sehen Deutschland und Israel mit kritischer Anteilnahme und schonungsloser Offenheit. Ein einzigartiges Zeitdokument und gleichzeitig Literatur von hohem Rang."

Donnerstag, 8. Dezember 2022

Mulisch, Harry "Die Entdeckung des Himmels"

 

Mulisch, Harry "Die Entdeckung des Himmels" (Niederländisch: De ontdekking van de hemel) - The Discovery of Heaven- 1992

Ein außergewöhnliches Buch, das viele verschiedene Themen berührt. Wissenschaft, Technologie, Krieg, Religion, Philosophie, soziale Werte, Politik, Intelligenz, Jugend, Familienleben.

Die Geschichte von zwei Männern und einer Frau, einem Kind, einer Suche nach dem Sinn des Lebens.

Eine fast epische Geschichte. Nicht gerade eine leichte Lektüre, aber es lohnt sich.

Einige Zitate, die mir sehr gut gefallen haben (meine Übersetzungen werden wahrscheinlich nicht die gleichen sein wie im Buch, daher füge ich den niederländischen Originaltext in Klammern hinzu):

Wenn das Außergewöhnliche zur alltäglichen Norm wird, ist eine Revolution im Gange. (Wanneer het onmogelijke het dagelijkse wordt, is er een revolutie aan de gang.)

Über politische Parteien
In Kuba konnte man die Bedeutung von Radikalismus lernen. In den Vereinigten Staaten war der linke Flügel der Demokratischen Partei immer noch rechter als eine rechte Partei in den Niederlanden, und eine so rechte Partei wie die Republikanische Partei, geschweige denn ihr rechter Flügel, existierte hier nicht ernsthaft, aber in Kuba war das Regime wesentlich linker als selbst die kommunistische Partei in den Niederlanden.
(Op Cuba kon je de betekenis van het woord radicaliteit leren. In de Verenigde Staten was de linkervleugel van de Democratische Partij altijd nog rechtser dan een rechtse partij in Nederland, en een partij zo rechts als de Republikeinse Partij, laat staan haar rechtervleugel, bestond hier helemaal niet op een serieuze manier; maar op Cuba was het bewind nog aanzienlijk linkser dan in Nederland zelfs de communistische partij.)

Über Menschen in verschiedenen Jahreszeiten
Die Leute sahen mürrisch und unglücklich aus ... Kann man in einem solchen Klima an Chopin oder Strawinsky denken?
Sie hätten sowieso nicht existiert, und außerdem wurde nie etwas Wichtiges erdacht oder erfunden ...
(De mensen keken nors en ontevreden … Waren Chopin of Strawinsky denkbaar in zo'n klimaat?  Ze waren er in elk geval niet verschenen, en ook verder was er nooit iets belangrijks bedacht of uitgevonden … )

Über den Sinn des Lebens
Warum war da eigentlich etwas und nicht nichts? Wenn doch alles zu Ende ging, welchen Sinn hatte es dann, dass es jemals etwas gegeben hatte? War da eigentlich etwas gewesen? Wenn es eines Tages keine Menschen mehr geben würde, niemanden, der sich an etwas erinnern könnte, könnte man dann sagen, dass jemals etwas passiert ist?
...
(Waarom was er eigenlijk iets, en niet niets? Als alles toch voorbij ging, wat had het dan voor zin dat her er ooit was geweest?  Was het er dan eigenlijk wel geweest? Als er op een dag geen mensen meer zouden zijn, niemand meer die zich nog iets kon herinneren, kon je dan zeggen dat er ooit iets was gebeurd? …)

Buchbeschreibung:

"Eine in das umtriebige und abgründige 20. Jahrhundert ausschwärmende Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft, eine Liebe, die aufmüpfigen Sechziger, die pragmatischen Siebziger und die windigen Achtziger Jahre und den langen Nachhall der Kriegs- und Nachkriegszeit; über ein ungewöhnliches Kind, das einen noch ungewöhnlicheren 'Auftrag' hat; einen Astronomen und Don Juan, der nie zur Ruhe kommt, und ein Sprachgenie, das in der Politik Karriere macht."

Ich habe das niederländische Original gelesen und hoffe, die Übersetzung ist genauso gut.

Dieser Roman wurde zum besten niederländischen Buch aller Zeiten gewählt.

Wir haben darüber im Februar 2004 in unserem
internationalen Lesekreis gesprochen.

Freitag, 4. November 2022

Kishon, Ephraim "Kein Öl, Moses?"

Kishon, Ephraim "Kein Öl, Moses?" [No Oil, Moses?] - 1974

Ich habe Kishon vor vierzig bis fünfzig Jahren geliebt. Und er ist auch heute noch recht amüsant zu lesen, obwohl einiges von seinem Witz im Laufe der Zeit verlorengegangen ist.

Von "… Und zogen die Kinder Israels" bis zu den "Weihnachtsgedanken eines Israeli", Kishon kann über alles seine Überlegungen anstellen und sie uns in einer absolut köstlichen Weile mitteilen. Und wenn man mal unbedingt etwas Heiteres braucht zum Aufmuntern, ist diese Lektüre immer gut geeignet.

Satire vom Feinsten.

Buchbeschreibung:

"'Jeder Bürger in einer Demokratie hat das Recht, der Regierung zu sagen, was er über sie denkt. Und die Regierung hat das Recht, nicht zuzuhören.'

Ephraim Kishon und seine Frau, "die beste Ehefrau von allen", haben zwei Kinder, Renana und Rafi, und eine Hündin namens Franzi. Eigentlich eine ganz normale israelische Familie, wenn Ephraim nicht über verschiedene Episoden des Familienlebens Satiren schreiben würde. Auch Erlebnisse mit seinem Freund Jossele und sonstige Begegnungen mit seinen Mitmenschen verarbeitet Kishon zu kurzen Satiren."

Dienstag, 25. Oktober 2022

Kishon, Ephraim "Kein Applaus für Podmanitzki"

Kishon, Ephraim "Kein Applaus für Podmanitzki. Satirisches" [No Applause For Podmanitzki] - 1973

Dieses Mal erzählt der sagenhafte Schriftsteller Ephraim Kishon nicht (so sehr) von der "besten Ehefrau von allen", nein, er nimmt das Theater und vor allem die Theaterkritiker auf die Schippe.

Aber ganz egal, worüber er schreibt, ich glaube, er könnte das Telefonbuch zitieren und nur ab und zu einen Seufzer einfügen, man kann sich immer köstlich über seine Geschichten amüsieren.

Seine Wortspielereien sind einfach fantastisch, seine Erzählungen sowieso. Und wer nach dieser Lektüre keine Lust auf einen Theaterbesuch hat, ist selbst schuld.

Buchbeschreibung:

"Ein hintergründiger Ausflug in die Welt des Theaters an der Seite des Kult-Satirikers. Jarden Podmanitzki ist ein mittelmäßiger Schauspieler, der noch nie allein auf der Bühne gestanden hat. Ephraim Kishon spaziert in dieser Geschichtensammlung durch die Welt des Theaters. Bühne frei - für einen großen Satiriker und das Leben selbst."

Samstag, 15. Oktober 2022

Fleischmann, Lea "Ich bin Israelin"

Fleischmann, Lea "Ich bin Israelin. Erfahrungen in einem orientalischen Land" [I'm Israeli. Experience in an oriental country] - 1982

Ich habe dieses Buch, genau wie die Vorgeschichte "Dies ist nicht mein Land" vor mindestens vierzig Jahren gelesen habe, aber auch dieses ist mir immer im Gedächtnis geblieben. Hier berichtet Lea Fleischmann ist in Deutschland von ihren Anfängen in Israel, wie es ihr in ihrem neuen Land ergeht und warum es für sie ihr Heimatland geworden ist.

Ja, es ist schon lange her, dass ich dies gelesen habe, aber Lea Fleischmann wohnt immer noch in Israel und ich erinnere mich immer noch gut an ihre Geschichte.

Beschreibung:

"Lea Fleischmann, Kind jüdischer Eltern, die den Holocaust überlebten, ist 1947 in Ulm geboren. Ihre Jugend verbrachte sie in Frankfurt am Main. Nach dem Abitur studierte sie an der Johann Wolfgang Goethe Universität Pädagogik und Psychologie und war von 1973 bis 1979 im hessischen Schuldienst tätig.

Im August 1979 verließ sie Deutschland und wanderte nach Israel ein. Ihre Erfahrungen schrieb sie in dem Buch '
Dies ist nicht mein Land' nieder, das großes Aufsehen erregte und auch längere Zeit auf der Spiegel Bestsellerliste stand.

Heute lebt Lea Fleischmann in Jerusalem. Sie hat das Talent auf anschauliche Weise die Atmosphäre dieser Stadt zu vermitteln und öffnet ihren Lesern und Zuhörern einen Zugang zu einer Kultur, die ihnen sonst verschlossen bliebe. Zur Zeit arbeitet Sie an der Buchreihe: '
Das Judentum für Nichtjuden verständlich gemacht'.

Lea Fleischmann ist eine authentische Vermittlerin der israelischen Kultur und der jüdischen Religion. Ihre Bücher und Veranstaltungen erweitern den Horizont für alle, die an dieser Thematik interessiert sind. Sie dienen der Völkerverständigung und dem Abbau von Vorurteilen. Lesereisen führen die Autorin jährlich in die Bundesrepublik.
"

Dienstag, 23. August 2022

Kishon, Ephraim "Beinahe die Wahrheit"

Kishon, Ephraim "Beinahe die Wahrheit" - 1985

Mit Ephraim Kishon verbinde ich immer Ferienanfang. Unser Deutsch- und Klassenlehrer hat uns nämlich immer am letzten Schultag eine Geschichte von diesem tollen Schriftsteller vorgelesen. Wie er das geschafft hat, ohne ständig laut aufzulachen, ist mir ein Rätsel.

Wir haben seine Geschichten geliebt. Wenn er von der "besten Ehefrau von allen" erzählte, oder von seinen Problemen mit Handwerkern (die ich heute leider nur zu gut nachvollziehen kann), war er einfach köstlich. Als ich einige Jahre später sein geliebtes Israel besuchte, fühlte ich mich fast in seine Geschichten versetzt.

Hier erzählt er uns, wie er zu seinen Geschichten kommt und wie dicht sie an der Wahrheit sind. Auch das ist ein herrliches Buch zum Schmunzeln.

Ganz egal, in welcher Stimmung man ist, wenn man ein Buch von Kishon anfasst, danach ist man auf jeden Fall immer guter Laune.

Buchbeschreibung:

"Wie lebt ein echter Satiriker, hat es seine Familie immer lustig mit ihm, eilt er als Pointenfeuerwerk durch die Welt, mit einem Schmunzeln um den Mund, erzählt er, was er wirklich erlebt hat - oder ist alles nur Blendwerk seiner dichterischen Phantasie? Auf diese Fragen gibt Ephraim Kishon hier die 'beinahe' ehrliche Antwort. Vor dem Hintergrund einiger seiner Lieblingsgeschichten, die er 'in einer demokratischen Umfrage mit sich selbst' ausgesucht hat, erzählt er von den Abenteuern seiner literarischen Kinder und so erstmals auch von sich. Er gibt Einblicke in seine Werkstatt und in sein Privatleben, aber er entdeckt auch seine Gedanken über die zeitgenössische Realität aus seiner originellen satirischen Sicht."