Eine seiner Hoffnungen ruhte auf dem Ruderwettbewerb, insbesondere auf dem Achter der Männer. "Seine" Mannschaft holte nur Bronze.
Buchbeschreibung:
"Sie haben Hitler die Show gestohlen
Backman, Fredrik "Britt-Marie war hier" (Schwedisch: Britt-Marie var här) - Britt-Marie was here - 2014
Dies war mein zweites Buch von Fredrick Backman. Und mein letztes. Das erste war nicht allzu schlecht, aber dieses hier wollte mir einfach nicht gefallen. Ich mochte die Protagonistin Britt-Marie nicht, weil ich nicht unter zwanghafter Ordnungsliebe leide, obwohl ich Ordnung mag. Ich mag keinen Fußball, also hat mich das auch nicht gereizt. Die Geschichte wird als "lustig und bewegend" beschrieben, ich konnte beides nicht finden.
Dies war ein Lesekreis-Buch, sonst hätte ich es vielleicht nicht zu Ende gelesen.
Wir haben diesen Roman im Februar 2025 in unserem internationalen Online-Lesekreis gelesen.
Buchbeschreibung:
"Wenn das Leben unverhofft ins Rollen kommt! Wie die ordnungsliebende Britt-Marie ausgerechnet in Borg landet, diesem abgehängten Kaff, und wie sie dort aufräumt, bis für alle die Hoffnung zurückkehrt – das erzählt dieser unglaublich berührende und witzige Roman übers Neustarten und Mitspielen. Genau wie 'Ein Mann namens Ove' einfühlsam und mit einzigartigem Humor geschrieben vom schwedischen Nr.1-Bestseller-Autor Fredrik Backman."
Stelter, Bernd "Wer älter wird, braucht Spaß am Leben" [As you get older, you need to enjoy life] - 2022
Bernd Stelter gehört ja schon lange zu meinen absoluten deutschen Lieblingscomedians und -autoren. Er schreibt einfach klasse, er ist total witzig, man muss ihn einfach mögen.
Als er in unsere Kreisstadt kam, mussten wir ihn unbedingt sehen. Und es hat sich gelohnt. Seine Erzählungen über sich und seine Lieben, über alles, was so im Laufe der Zeit passiert, vor allem, wenn man älter wird, einfach klasse. Leider mussten unsere Mitfahrer gleich wieder nach Hause, sonst hätte ich mich gerne noch mit ihm unterhalten. Aber zum Glück hatte er schon Bücher signiert, so dass ich dieses hier erstanden habe.
Wir sind die gleiche Generation, Bernd Stelter und ich. Ich habe daher sehr viel nachvollziehen können, was er so von den kleinen und großen Wehwehchen erzählte. Und dass man länger lebt, wenn man liest, das fand ich natürlich sehr bestätigend.
Er erzählt uns, wie es ihm beim Älterwerden ergeht, er hat viele interessante Gespräche mit Experten die sich damit befassen.
Und trotz des ernsten Themas schimmert immer wieder der Komiker durch. Das Buch ist wirklich einfach fabelhaft zu lesen.
Eine ältere Dame hat letztens zu mir gesagt: "Alt werden ist nichts für Schwächlinge". Sie hat absolut recht und man muss ihr da einfach recht geben.
Ein Zitat noch:
"Erfolg ist ein Berg, der immer höher wird, während man ihn hinaufwandert".
Buchbeschreibung
"Rund um seinen 60. Geburtstag stellt sich Bernd Stelter dem Älterwerden - das gar nicht so schlecht ist, wie er findet, vor allem, wenn man die Alternative bedenkt. Aber: Jetzt geht's ums letzte Drittel, Zeit für eine Bestandsaufnahme, um barrierefrei Neunzig zu werden. Stelter beginnt zu gehen, 10.000 Schritte täglich, und seine Muskeln so lange zu triezen, bis sie brennen. Aber der Mensch ist ja nicht nur Körper, da ist auch ein Geist, der nicht verkalken soll. Was könnte da besser geeignet sein, als jetzt, nach zwanzig Jahren Holland-Urlaub auf Deutsch endlich mal die Landessprache unserer Nachbarn zu lernen? Krach-Unfälle und Versprecher sind garantiert. Vor allem aber widmet sich Stelter voller Humor seinem eigentlich Herzensthema: der Freundlichkeit, mit uns selbst und mit unseren lieben Mitmenschen. Denn da gibt es einiges zu entdecken..."
Unterhalten hat er sich u.a. mit:
Ingo Froböse über "Bewegung im Alter"
Boris Nikolai Konrad über Gehirn- und Gedächtnistraining
Manfred Lütz über Lebenslust
Meik Wiking vom Happiness Research Institut
Und folgende Bücher legt er uns ans Herz:
Schlink, Bernhard "Abschiedsfarben" - 2020 (ich habe zwei Bücher von ihm gelesen, er ist nicht mein Ding)
Heidenreich, Elke "Männer in Kamelhaarmänteln. Kurze Geschichten über Kleider und Leute" - 2020 (Elke Heidenreich mag ich genauso gerne wie Bernd Stelter.
Schubert, Helga "Vom Aufstehen. Ein Leben in Geschichten" - 2021
Und dann erwähnt er noch:
Meike van den Boom "Wo geht's denn hier zum Glück"
George Saunders "Herzlichen Glückwunsch übrigens: Ein paar Gedanken zur Güte" (Congratulations, by the way: Some Thoughts on Kindness)
Ein Mitglied meines Lesekreises sagte, ihr gefielen die Bücher von Catherine Ryan Hyde wirklich gut. Da ich noch nie von ihr gehört hatte, lieh sie mir einen ihrer Titel.
Es sieht so aus, als ob Mrs. Hyde eine sehr fleißige Autorin ist, denn seit 1997 hat sie 24 Bücher veröffentlicht, dieses ist ihr elftes.
Viele Themen werden in diesem Buch angesprochen. Nicht, dass es dadurch oberflächlich wird oder so, die ganze Geschichte ist sehr berührend und die verschiedenen Themen gehen perfekt ineinander über. Aussetzen von Kindern, Pflegekinder, Profisport, frühe Liebe, späte Liebe, Armut. Bei all diesen Themen könnte man meinen, es handele sich eher um ein seichtes Buch, um Chick-Lit, aber das war nicht der Fall. Es hat mir sehr gut gefallen.
Buchbeschreibung:
"Als Nathan McCann ein halbvergrabenes Baby im Wald findet, geht er davon aus, dass es tot ist. Doch dann bewegt es sich, und in einem einzigen kurzen Moment ändert sich Nathans Leben für immer. Der kleine Junge wird zu seiner Großmutter geschickt, um bei ihr aufzuwachsen, aber Nathan kann ihn nicht vergessen, und er stattet der alten Frau einen Besuch ab. Er bittet um ein einfaches dass sie Nathan irgendwann dem Jungen vorstellen und ihm erzählen wird, dass er der Mann ist, der ihn im Wald gefunden hat. Die Jahre vergehen, und Nathan nimmt an, dass die alte Dame ihr Versprechen vergessen hat, bis eines Tages ein wütender, schwieriger Junge mit einem Koffer in der Hand vor seiner Haustür steht …"
Chabon, Michael "Die Vereinigung jiddischer Polizisten" (Englisch: The Yiddish Policemen's Union) - 2007
Dieses Buch wurde für unseren Lesekreis vorgeschlagen, aber nicht ausgewählt. Da mir "Summerland" (Sommerland) gefallen hat und ich alternative Geschichtsromane mag, habe ich es auch mit diesem versucht. Es wurde sowohl als Detektivgeschichte als auch als Science-Fiction eingestuft. Science-Fiction ist noch weniger mein Lesestil und ich bin auch kein großer Fan von Krimis, aber dieser Roman klang einfach sehr interessant. Anstatt sich in Israel niederzulassen, werden jüdische Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg, insbesondere nach der Zerstörung des Staates Israel, nach Alaska geschickt (immer daran denken: "alternative Geschichte"). Sie ziehen nach Sitka, die sich zu einer jiddischsprachigen Stadt entwickelt.
Wir haben hier eine recht interessante Detektivgeschichte mit vielen Rätseln, es ist die Geschichte eines Verlierers, der versucht, etwas zu erreichen und dabei immer scheitert, sowie die Saga eines verunsicherten Volkes, das versucht, ein Zuhause zu finden. Trotz des negativen Hintergrunds und der düsteren Zukunftsaussichten ist das Buch mit viel guter Laune gewürzt.
Ein Interessanter Roman, guter Schreibstil.
Angeblich wollen die Coen-Brüder das Material für einen Film nutzen, der interessant werden dürfte.
Buchbeschreibung:
"Detektiv Meyer Landsman, abgetakelter Polizist in Sitka, der Hauptstadt der Juden, ermittelt in einem Mordfall. In dem schäbigen Hotel, in dem er wohnt, wurde sein Zimmernachbar erschossen, und gemeinsam mit seinem Partner Berko beginnt er die Untersuchungen, die ihn zu den Gründungsvätern der Stadt, Schachmeistern und in religiöse Randbezirke führen.
Ein irrwitziges literarisches Szenario - auch so hätte die Geschichte verlaufen können. Sechzig Jahre lang haben jüdische Flüchtlinge und ihre Nachkommen den Distrikt Sitka in Alaska aufgebaut und sich nach dem Holocaust und dem Zusammenbruch des Staates Israel im Jahre 1948 eine eigene kleine Welt erschaffen: eine Grenzstadt, in der das Leben trotz der klimatischen Widrigkeiten pulsiert und in der Jiddisch Umgangs- und Amtssprache ist. Doch jetzt soll der Distrikt an Alaska zurückfallen und sich die Geschichte wiederholen - erneut droht den Juden Vertreibung und Heimatlosigkeit.
Aber Meyer Landsman vom Morddezernat hat noch andere Probleme als die bald anstehende 'Reversion'. Seine Ehe ist am Ende, er trinkt und steckt auch beruflich in einer Sackgasse: Nicht mal die Hälfte der Fälle ist gelöst. Sein neuer Chef ist seine Exfrau, und in dem billigen Hotel, in dem er wohnt, wurde ein Mord begangen. Das Opfer ist ein ehemaliges Schach-Wunderkind, und Landsman beginnt mit seinen Untersuchungen aus bloßer Routine und mit dem Gefühl, dass er dadurch vielleicht noch etwas gutmachen kann. Doch als von ganz oben die Anweisung ergeht, dass der Fall sofort zu den Akten gelegt werden soll, ermittelt Landsman mit seinem Partner auf eigene Faust und gerät tief in eine Welt, in der politische Ziele und religiöser Wahn eine gefährliche Allianz eingehen.
Der Roman ist packender Whodunnit, Liebesgeschichte und Hommage an die Krimis der 40er-Jahre in einem und lässt das Jiddische wieder lebendig werden. Er stand monatelang auf den amerikanischen Bestsellerlisten."
Da viele von uns damals kleine Kinder/Jugendliche hatten, schlug jemand vor, ein Jugendbuch zu lesen. Mehrere wurden vorgeschlagen und wir entschieden uns für dieses, "Summerland" von Michael Chabon.
Dieser Roman beschreibt eine kleine Insel im Bundesstaat Washington, die während all ihrer Baseballspiele mit perfektem Wetter gesegnet war. Dafür gibt es einen Grund, und der Leser findet schnell heraus, dass nicht nur Menschen auf diesem kleinen Stück unserer Erde leben und dass es auf unserem Globus mehr gibt als das, was wir unsere Welt nennen.
Dies ist Fantasy gemischt mit ein wenig Sport und Abenteuer, ein perfektes Buch für junge Teenager und Vorpubertierende, die Magie mögen, aber auch für alle älteren, die Märchen und Fantasy schätzen. Ich bin selbst kein großer Fantasy-Fan, aber dieser kleine Roman hat mir sehr gut gefallen. Und ich habe ein wenig über Baseball gelernt, etwas, das ein Europäer wahrscheinlich nie verstehen wird, zumindest nicht diese Europäerin. ;-)
Wir haben dieses Buch im April 2004 in unserem internationalen Lesekreis besprochen.
Buchbeschreibung:
"Er ist ein lausiger Baseballspieler. Umso merkwürdiger, dass Ethan plötzlich von einem Talentspäher und Abgesandten aus einer anderen Welt dazu ausersehen wird, gegen den Kojoten, den Verursacher alles Bösen, in den Kampf zu ziehen. Eine nicht gerade Furcht erregende, aber sehr absonderliche Truppe aus fantastischen Gestalten zieht mit Ethan und seiner Freundin Jennifer los, um die Welt - nein: die Welten! - zu retten. Das erste Jugendbuch des Pulitzer-Preisträgers bietet fantastische Literatur vom Feinsten."
Wenn euch dies gefallen hat, mögt ihr vielleicht auch Michael Chabon's "Die Vereinigung jiddischer Polizisten" (The Yiddish Policeman's Union).
Roth, Charlotte "Als der Himmel uns gehörte" [When heaven belonged to us] - 2015
Nichols, Peter "Allein auf hoher See. Abenteuer einer Weltumseglung" (Englisch: A Voyage for Madmen) - 2002
Der Originaltitel dieses Buches ist fantastisch. "Eine Reise für Verrückte". Die Jungs, die diese Reise unternommen haben, waren wirklich verrückt, und wenn es sich vorher nicht gezeigt hat, dann sicherlich danach. Ich bin kein großer Sportfan, aber dieses Buch war wirklich fesselnd. Wir mussten einfach mit den Matrosen und ihren Familien und Freunden fürchten. Ich habe dieses Buch geliebt - und die anderen Mitglieder meines Lesekreises auch.
Es ist einfach erstaunlich, was die Leute bereit sind, für ihre fünf Minuten Ruhm oder sogar für das Gefühl, es getan zu haben, zu opfern. Ich kann den Eifer, zu gewinnen, verstehen, aber nicht um jeden Preis. Und trotzdem habe ich diese Jungs irgendwie verstanden.
Wir haben dieses Buch im Januar 2005 in unserem internationalen Lesekreis diskutiert.
Beschreibung:
"London 1968: Die Sunday Times setzt einen Preis für die erste und schnellste Nonstop-Weltumsegelung aus. Neun Männer machen sich in ihren Ein-Mann-Segelbooten auf, Kap Horn, Kap Leeuwin und das Kap der Guten Hoffnung zu umrunden. Nur mit einem Sextanten und dem Blick nach den Sternen suchen sie sich ihren Weg durch schäumende Wellen und brüllende Stürme. Ganz auf sich gestellt erfährt jeder von ihnen seine eigene Hölle, in der alle außer einem Mann verzweifeln, aufgeben oder untergehen ..."
Ich habe das englische Original gelesen und hoffe, die Übersetzung ist genauso gut.