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Montag, 18. Mai 2026

Grann, David "Der Untergang der Wager"

Grann, David "Der Untergang der "Wager: Eine wahre Geschichte von Schiffbruch, Mord und Meuterei" (Englisch: The Wager: A Tale of Shipwreck, Mutiny and Murder) - 2023

Was für eine interessante Geschichte! Nicht nur wegen des Schicksals dieses Schiffes, sondern auch wegen des Lebens an Bord zu jener Zeit. Ich habe schon einige Bücher über Seereisen gelesen (z. B. Master and Commander/Kurs auf Spaniens Küste), und sie sind immer spannend. Dieses Buch handelt vom Leben auf einem Schiff während eines Krieges, von einem Schiffbruch und einer Meuterei. Das ist der Hintergrund vieler Romane aus dieser Zeit, in denen Seeleute vorkommen. Ich denke da besonders an die Geschichten von Jane Austen, deren Brüder Seeleute waren und die in den meisten ihrer Bücher neben Geistlichen (die ihren Vater und einen Bruder repräsentierten) auch Seeleute einfließen ließ. Dieses Buch ergänzt diese Erzählungen.

Wenn ihr also mehr über das Leben auf diesen Schiffen erfahren möchtet, ist dieses Buch genau das Richtige.

Ach ja, habe ich schon erwähnt, dass es auf einer wahren Begebenheit beruht?

Buchbeschreibung:

"Im Januar 1742 wird ein windschiefes Segelboot an die Küste Brasiliens gespült. An Bord 30 Männer, die einzigen Überlebenden des königlichen Eroberungsschiffs 'The Wager', das in einem Sturm zerschellt ist. Sechs Monate später landen drei Schiffbrüchige an der Küste Chiles und behaupten, die 30 Männer seien Meuterer, die sich den königlichen Befehlen widersetzt und skrupellos gemordet hätten… Wer lügt, wer sagt die Wahrheit? Das soll ein britisches Kriegsgericht entscheiden. Es geht um Leben oder Tod. David Grann spinnt aus dem Archivmaterial eines historischen Kriminalfalls eine Erzählung so packend und atmosphärisch dicht wie ein Abenteuerroman erster Güte. Schuld und Unschuld, Treue und Verrat liegen eng beieinander, und am Ende kommt eine schockierende Wahrheit zutage."

Samstag, 14. Februar 2026

Defoe, Daniel "Robinson Crusoe"

Defoe, Daniel "Robinson Crusoe" (Englisch: Robinson Crusoe) - 1719
Originaltitel:
Das Leben und die seltsamen und überraschenden Abenteuer des Seefahrers Robinson Crusoe aus York: Der achtundzwanzig Jahre lang ganz allein auf einer unbewohnten Insel an der Küste Amerikas, nahe der Mündung des Oroonoque, lebte. (The Life and Strange Surprizing Adventures of Robinson Crusoe, of York, Mariner: Who lived Eight and Twenty Years, all alone in an un-inhabited Island on the Coast of America, near the Mouth of the Great River of Oroonoque)

"Robinson Crusoe" gilt oft als "Beginn der realistischen Fiktion als literarisches Genre" und als "eines der meistveröffentlichten Bücher der Geschichte".

Klassische Romane sind immer interessant. Wir können in eine längst vergangene Zeit reisen und erfahren, was jemand, der damals lebte, über seine Zeitgenossen, die politische, wirtschaftliche oder soziale Situation dachte.

"Robinson Crusoe" gilt als einer der ersten oder vielleicht sogar als der erste fiktive Roman, der als "realistisch" bezeichnet werden konnte. Möglich, ich habe ein paar ältere Romane gelesen, aber sie haben nicht den gleichen Ton getroffen.

"Eines der meistveröffentlichten Bücher der Geschichte". Nun, wenn sie das sagen, haben sie wahrschienlich recht.

Ich kann mir vorstellen, warum dieses Buch auch dreihundert Jahre nach seiner Erstveröffentlichung noch gelesen wird. Es ist eine interessante Geschichte. Selbst heute können wir uns nicht vorstellen, wie es wäre, ein Jahr auf einer unbewohnten Insel zu verbringen, geschweige denn 28. Das ist länger, als die meisten Menschen für eine lebenslange Gefängnisstrafe bekommen.

Offenbar basierte der Autor die Geschichte lose auf dem Leben von Alexander Selkirk, einem schottischen Seemann, der Anfang des 18. Jahrhunderts auf eine Insel in der Karibik verschifft wurde, wo er vier Jahre verbringen musste – also nur wenige Jahre bevor Daniel Defoe seine berühmte Geschichte schrieb.

Der Roman gibt uns viele Einblicke in die Politik und Wirtschaft der damaligen Zeit. Vor allem aber wirft er viele moralische Fragen auf. "Als er mit den Kannibalen konfrontiert wird, ringt Crusoe mit dem Problem des Kulturrelativismus. Trotz seines Ekels fühlt er sich unberechtigt, die Eingeborenen moralisch für eine Praxis verantwortlich zu machen, die so tief in ihrer Kultur verwurzelt ist." Nichts hat sich geändert. Wir leben immer noch in einer Zeit, in der darüber diskutiert wird, wie viel von unserer Kultur und unserem moralischen Verständnis wir Menschen mit anderem Hintergrund aufzwingen sollen. Daher bietet Robinson Crusoe eine großartige Gelegenheit, dieses Problem in einem anderen Kontext zu betrachten und vielleicht eine Idee zu bekommen, wie man diese Probleme heute lösen kann.

Ich weiß nicht, in wie vielen Schullehrplänen dieser Roman noch zu finden ist, aber ich denke, er sollte dort stehen. Allein aus dem Grund, den ich gerade genannt habe.

Es gibt wahrscheinlich noch einen weiteren Grund, warum dieses Buch immer noch an neue Leser weitergegeben wird. Die Sprache ist recht einfach, die Geschichte wird chronologisch erzählt, es ist recht leicht zu lesen. Manchmal etwas mühsam, besonders wenn man viel liest, aber es bietet eine fesselnde Geschichte und gleichzeitig verständliches Englisch, was für viele ein Vorteil sein dürfte.

Dies wurde im März 2019 in unserem internationalen Online-Lesekreis diskutiert.

Buchbeschreibung:

"Robinson Crusoe ist ein Roman von Daniel Defoe, der erstmals am 25. April 1719 veröffentlicht wurde. In der Erstausgabe wurde der Protagonist des Werks, Robinson Crusoe, als Autor genannt, was viele Leser zu der Annahme veranlasste, er sei eine reale Person und das Buch ein Reisebericht über wahre Begebenheiten.

Das Buch ist in seiner epistolischen, konfessionellen und didaktischen Form eine Autobiografie der Titelfigur (dessen Geburtsname Robinson Kreutznaer ist), eines Schiffbrüchigen, der 28 Jahre auf einer abgelegenen tropischen einsamen Insel in der Nähe von Trinidad verbringt und dort Kannibalen, Gefangenen usw. begegnet. Es wird angenommen, dass die Geschichte auf dem Leben von Alexander Selkirk basiert, einem schottischen Schiffbrüchigen, der vier Jahre lang auf einer pazifischen Insel namens 'Más a Tierra' lebte, die heute zu Chile gehört und 1966 in Robinson Crusoe Island umbenannt wurde.

Trotz seines einfachen Erzählstils wurde Robinson Crusoe in der Literaturwelt gut aufgenommen und wird oft als Beginn der realistischen Fiktion als literarisches Genre angesehen. Er wird allgemein als Anwärter auf den ersten englischen Roman angesehen. Bis Ende 1719 hatte das Buch bereits vier Auflagen erlebt und entwickelte sich zu einem der meistveröffentlichten Bücher der Geschichte, das zahlreiche Nachahmungen hervorbrachte, nicht nur in der Literatur, sondern auch in Film, Fernsehen und Radio. dass sein Name zur Definition eines Genres, der Robinsonade, verwendet wird."

Freitag, 17. Oktober 2025

Köhlmeier, Michael "Abendland"

Köhlmeier, Michael "Abendland" [Occident] - 2007

Ich weiß gar nicht mehr, wann und wo ich dieses Buch gefunden habe. Auf jeden Fall war es eine schlechte Idee, das Lesen so lange aufzuschieben. Was kann ich sagen? Mein SUB ist einfach zu groß.

Dieses Buch ist einfach sagenhaft. Ein Mann, geboren im Jahr 1900. Er war fast so alt wie mein Großvater mütterlicherseits (geboren 1899, meine Großmutter 1901), so dass ich es allein deshalb schon spannend fand. Leider sind meine Großeltern nicht so alt geworden wie Carl Jacob Candoris, aber einen Teil der Geschichte sind sie schon zusammen gegangen.

Das Buch behandelt so viele Themen, von der Musik zu Beginn des letzten Jahrhunderts, insbesondere vom Jazz, über die zwei Weltkriege, die in Europa wütenden, bis zu der Geschichte Portugals und Brasiliens. Es geht um das Leben einiger weniger Personen, und nicht alle haben das ganze Jahrhundert erlebt. Aber das macht es gerade so interessant. Man kann sich vorstellen, was eine Person erlebt hat, die zu Beginn des letzten Jahrhunderts geboren wurde, wie meine Großeltern.

Ich habe ja schon einige "Jahrhundertsagas" gelesen, u.a. von Günter Grass (Mein Jahrhundert), Ken Follett und Geert Mak (Das Jahrhundert meines Vaters) oder auch die Geschichten von Edward Rutherfurd, die ja immer über mehrere Jahrhunderte gehen. Sie sind alle immer wieder hochinteressant, da wir sehen können, wie sich bestimmte Situationen im Laufe der Zeit entwickeln. Auch hier ist das der Fall.

Was ich auch gut fand, die Protagonisten sind Österreicher und es war sehr interessant, die Sicht unserer Nachbarn zu sehen, besonders zum 2. Weltkrieg und zum "Anschluss".

Das Buch gibt uns viele Denkanstösse. Zum Beispiel bei dieser Bemerkung:

"Wissen Sie, Candoris, was das angenehmste an unserer Wissenschaft ist? Daß bei den Objekten der Mathematik Schein und Sein zusammenfallen. 181 ist eine Primzahl, nicht weil man sie zu einer solchen erklärt hat, sondern weil es so ist. Beruhgit Sie das nicht auch? Mich hat es jedenfalls beruhigt."
Natürlich hat er recht. Aber erklär das mal jemand den Aluhüten oder den Trägern von diesen roten Baseball-Kappen.

Es handelt sich hier um einen ziemlich dicken Wälzer von mehr als 750 Seiten, aber jede einzelne davon ist es wert, gelesen zu werden.

Buchbeschreibung:

"Ein Panorama des 20. Jahrhunderts.

Die Lebensgeschichte des exzentrischen Mathematikers, Weltbürgers und Jazz-Fans Carl Jacob Candoris und seines Biographen Sebastian Lukasser. Im Spiegel zweier ungleicher Familien entsteht das vielschichtige Porträt einer ganzen Epoche.

Carl Jacob Candoris - Mathematiker, Weltbürger, Dandy und Jazz-Fan - ist fünfundneunzig, als er seine Lebensbeichte ablegt. Aufschreiben soll sie der Schriftsteller Sebastian Lukasser, Sohn des Gitarristen Georg Lukasser, den Candoris in den Jazz-Kellern im Wien der Nachkriegsjahre kennengelernt hat. Candoris erzählt von seinem Großvater, der in Wien einen berühmten Kolonialwarenladen betrieb; von seinen seltsamen Verwandten, bei denen er in Göttingen während seines Studiums lebt und die Größen der Naturwissenschaft kennenlernt; und vom Wien der Nachkriegszeit - wo Sebastians Geschichte beginnt, die Geschichte einer Selbstfindung, die sich über die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts zieht. Im Spiegel zweier ungleicher Familien entsteht so ein kluger, reicher, witziger und lebenssatter Generationenroman über unsere Zeit."

Dienstag, 23. September 2025

Weidermann, Volker "Mann vom Meer"

Weidermann, Volker "Mann vom Meer. Thomas Mann und die Liebe seines Lebens" [Man from the Sea. Thomas Mann and the Love of His Life] - 2023

2025 ist nicht nur das Jane Austen Jahr, da sie 250 Jahre alt geworden wöre. Auch Thomas Mann feiert seinen Geburtstag, er wurde 1875 geboren, wäre also dieses Jahr 150. Ich sollte mir wohl noch ein Buch von ihm vornehmen. Aber zuerst bin ich mal auf diese Biographie von ihm gestoßen. Geschrieben von Volker Weidermann, von dem ich schon "Ostende - 1936" gelesen habe, eine Erzählung über das letzte Treffen von Joseph Roth und Stephan Zweig.

In diesem Buch geht es nicht nur um Thomas Mann selbst, auch von seiner in Brasilien Mutter Julia da Silva-Bruhns, seiner Frau, seinen Kindern, besonders seiner Lieblingstochter Elisabeth und seinen Liebhabern. Und natürlich von der großen Liebe seines Lebens, dem Meer.

Man erkennt viel aus seinem Leben, dass er besonders in seinem großen Werk (und meinem Lieblingsbuch von ihm) "Buddenbrooks" selbst auch verewigt hatte.

Also, ein schönes Buch für Thomas Mann-Fans und alle, die es werden wollen.

Buchbeschreibung:

"Das Meer war für Thomas Mann sein Leben lang der Ort der Sehnsucht und des verheißungsvollen Sogs in die Tiefe. Deutsche Romantik und Todessehnsucht – und Ort der Befreiung von den Konventionen, den politischen, literarischen, erotischen Zwängen des bürgerlichen Lebens. Ort der Freiheit und des wahren Ich.

Vielleicht fängt alles dort an, wo seine Mutter das Glück der Kindheit erlebt: im brasilianischen Urwald, in einem großen, hellen Haus am Meer. Mit sieben kommt sie nach Travemünde, in die deutsche dunkle Kälte, mit einer Sehnsucht, die bleibt. Ihr Sohn Thomas wächst an der Ostsee auf, in Lübeck, aber sobald er kann, geht er in den Süden, reist nach Italien, ans Mittelmeer, verliebt sich in junge Männer, folgt aber den Konventionen der Zeit und heiratet Katia. Jahre später: Der Gang ins Exil. In Kalifornien, am Pazifik, wird er noch einmal ein anderer: Er kämpft gegen Hitler, für die Demokratie, für die Freiheit und nimmt die amerikanische Staatsbürgerschaft an. Nach seinem Tod lebt seine Lieblingstochter Elisabeth sein Vermächtnis als weltweit gefeierte Meeresforscherin in ihrer utopischen ozeanischen Politik fort.

Volker Weidermann schreibt mit Leichtigkeit und Humor, mit Wärme und großer Klarheit über den Nobelpreisträger, über seine Sehnsucht und seine Lieben. Sein Buch ist die Geschichte eines deutschen Jahrhunderts, es ist die Biografie eines großen Schriftstellers und seiner Familie, vor allem aber ist es ein Roman über das Dunkle, Glänzende, Bedrohliche, Verlockende, Befreiende – über Thomas Mann und das Meer."

Donnerstag, 24. Juli 2025

Azevedo, Francisco "Der Hochzeitsreis"

Azevedo, Francisco "Der Hochzeitsreis" (Portugisisch: O Arroz de Palma) - Once Upon a Time in Rio - 2008

Eine wunderschöne Geschichte einer Einwandererfamilie, eines portugiesischen Paares, das sich in Brasilien niederlässt, seine Kinder und seine Arbeit hat. Ihr Sohn erzählt die Geschichte über ein ganzes Jahrhundert hinweg. Wie seine Tante den Reis sammelte, der bei der Hochzeit seiner Eltern geworfen wurde, und ihn als Glücksbringer weitergab.

Der Autor erzählt diese Geschichte auf wundervolle Weise, so schön wie die meisten südamerikanischen Geschichtenerzähler, die ich so liebe. Er hat eine wunderschöne Stimme, versteht es, zwischen den Jahrzehnten hin und her zu springen und webt eine außergewöhnliche Familiengeschichte. Er erzählt von wunderbaren Mitgliedern der Dynastie, innerlich und äußerlich, wie sie miteinander verbunden sind, von den kleinen und großen Konflikten, die in jeder Familie herrschen, von der Liebe, die sie teilen, von den Träumen, die sie träumen. Der Erzähler "kocht" eine Familiengeschichte, das Rezept ist einfach und doch kompliziert. Am Ende haben wir ein wunderbares Buch zu lesen. Eine brillante Familiensaga.

Buchbeschreibung:

"Erstmals seit Tante Palmas Beerdigung versammelt sich die zerstrittene Familie von Antonio (88) wieder um einen Tisch. Vor allem eine Zutat darf beim Festessen nicht fehlen: die letzten Tassen von Tante Palmas Reis, der sie miteinander versöhnen soll. Auf den Tag genau 100 Jahre zuvor gingen zwölf Kilo davon wie ein silberweißer Wolkenbruch auf Antonios frischvermählte Eltern nieder – obwohl die Bewohner des portugiesischen Städtchens alle bittere Not litten. Tief gerührt sammelte Palma, die Schwester des Bräutigams, damals Korn für Korn auf und überreichte ihn dem Paar in einem Sack. Ihre Hochzeitgabe sollte das Geschick der Familie auf geheimnisvolle Art und Weise bestimmen …"

Montag, 5. August 2024

Allende, Isabel "Die Stadt der wilden Götter"


Allende, Isabel "Die Stadt der wilden Götter" (Spanisch: La ciudad de las bestias) (Las memorias del Águila y del Jaguar #1) - City of the Beasts (Memories of the Eagle and the Jaguar #1) - 2002

Ich habe dieses Buch vor einer halben Ewigkeit gefunden, aber mein Stapel ungelesener Bücher ist so groß, dass ich erst ein halbes Jahrzehnt gebraucht habe, bis ich mich an dieses Buch gemacht habe. Nicht aus Mangel an Interesse. Ich liebe Isabel Allende.

Mir war nicht bewusst, dass es sich hier um ein Jugendliteraturbuch handelt, aber es ist definitiv auch für Erwachsene wie mich geeignet. Ich liebe diese Geschichte über einen Teenager, der aus seinem gewohnten Lebensraum gerissen wird und sich in einer völlig anderen Welt zurechtfinden muss. Zuerst muss er ohne Hilfe, aber mit vielen Hindernissen eine Adresse in New York finden. Aber das wahre Abenteuer beginnt, als er mit seiner Großmutter in den Regenwald aufbricht. Zusammen mit der Tochter ihres einheimischen Führers erkundet er die Gegend. Sie verlassen sich auf ihr unterschiedliches Wissen und er wird erwachsen.

Das ist das Schöne an dieser Geschichte. Sie ist magisch, sie treffen nicht nur die Einheimischen, sondern auch deren Geister, etwas, das ihnen und uns als Lesern völlig fremd ist.

Es gibt noch zwei weitere Bücher über Alex und Nadia: "Im Reich des Goldenen Drachen" (El Reino del Dragón de Oro/Kingdom of the Golden Dragon) und "Im Bann der Masken" (El Bosque de los Pigmeos/Forest of the Pygmies). Ich habe fest vor, sie beide zu lesen.

Buchbeschreibung:

"Der Amazonas-Dschungel ist voller Geheimnisse. Aber gibt es dort, bei den Wasserfällen des Orinoko, wirklich ein riesenhaftes, menschenähnliches Wesen, die Bestie, die einen alle Sinne betäubenden Geruch verströmt und jeden tötet, der ihrer ansichtig wird? Das soll die Expedition herausfinden, der auch der 15-jährige Alex aus Kalifornien angehört. Er darf seine Großmutter, die Reiseschriftstellerin Kate Cold, begleiten. Doch die Expedition steht unter keinem guten Stern: Ein Professor nervt mit seiner Besserwisserei, der Indio, den er als Diener engagiert hat, wirkt unheimlich in seiner Verschlossenheit - vor allem aber haben alle das Gefühl, von fremden Augen beobachtet zu werden.

Tatsächlich wird die Expedition beobachtet: von den Nebelmenschen, steinzeitlich lebenden Indios die als gefährlich gelten und von denen es heißt, sie könnten sich unsichtbar machen. Sie entführen Alex, und mit ihm Nadia, die Tochter des brasilianischen Expeditionsleiters, mit der Alex sich angefreundet hat. Nadia und Alex glauben sich in Todesgefahr, doch die Nebenmenschen wollen ihnen nichts Böses. Sie fühlen sich nur bedroht von der Expedition – und sie haben allen Grund dazu. Die Expedition ist Teil eines bösen Plans, die Indios am Orinoko zu vernichten. Nadia und Alex werden den Nebelmenschen helfen, diesen Plan zu vereiteln. Und sie werden auch das Geheimnis der Bestie lüften."