Posts mit dem Label Brontë werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Brontë werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 27. September 2025

Fforde, Jasper "Der Fall Jane Eyre"

Fforde, Jasper "Der Fall Jane Eyre" (Englisch: The Eyre Affair - Thursday Next 1) - 2001

Ich habe dieses Buch entdeckt, weil ein Mitglied unseres Lesekreises als Begleitbuch zu unserer Lektüre von "Jane Eyre" (Jane Eyre) empfohlen hat. Was für ein fantastischer Vorschlag!

Es ist so schwer, es in eine Schublade zu stecken: Es ist ein Krimi, ein Thriller, ein Klassiker, alternative Geschichte, Science-Fiction, Fantasy, Mystery, Philosophie, Religion, eine Vorliebe für Wortspiele, schräge Namen, Sprache (er erwähnt sogar Esperanto), Satire, sogar ein bisschen Romantik – was auch immer, hier ist alles dabei.

Ich war begeistert von seiner Liebe zur Sprache, seine Wortspiele. Die witzigsten Namen tauchen auf. Nicht nur heißt unsere Heldin Thursday Next, ihr Chef heißt Braxton Hicks, sie arbeitet mit Bowden Cable und Victor Analogy zusammen, dann ist da noch Paige Turner, und wir wollen die Bösewichte Jack Schitt sowie Acheron Hades und seinen Bruder Styx (ich habe mich schon gefragt, wie ihr Vater wohl heißt) nicht vergessen. Mithilfe einer Art "Zeitmaschine" wagt sich die Heldin in einen klassischen Roman und hilft, das Ende neu zu schreiben.

Urkomisch! Die Rocky Horror Picture Show erscheint als Richard-III.-Theaterstück, es gibt eine globale Standardgottheitsreligion, verschiedene Fans klassischer Autoren tragen ihre Fehden aus, eine witzige Idee jagt die andere.

Der Vorteil alternativer Geschichte: Man muss nicht genau sein. Der Nachteil von Science-Fiction: Man muss konsequent sein. Jasper Fforde schafft es, beides zu verbinden und daraus eine äußerst interessante Handlung zu machen. Besonders gut gefallen haben mir die vielen Anspielungen auf klassische Literatur. Surreal.

Ich würde unbedingt empfehlen, vor diesem Buch "Jane Eyre" (Jane Eyre) von Charlotte Brontë zu lesen. Dieses Buch ist nicht nur sicherlich interessanter, wenn man das Original gelesen hat, sondern enthält auch viele Spoiler – man möchte das Ende des Romans wirklich nicht kennen, bevor man ihn liest.

Trotzdem hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich werde Thursdays Abenteuer in "In einem anderen Buch" (Lost in a Good Book), "Brunnen der Manuskripte" (The Well of Lost Plots), "Es ist was faul" (Something Rotten), "Irgendwo ganz anders" (First Among Sequels), "Wo ist Thursday Next?" (One of our Thursdays is Missing) und "The Woman Who Died a Lot" (noch nicht übersetzt) weiter erforschen.

Buchbeschreibung:

"Können Sie sich eine Welt vorstellen, in der Literatur so wichtig genommen wird, dass es eine Spezialpolizei gibt, um sie vor Fälschern zu schützen? Als Geheimagentin Thursday Next ihre neue Stelle in Swindon antritt, ahnt sie schon, daß ihr die größte Herausforderung ihrer Karriere bevorsteht: Niemand anderes als der Erzschurke Acheron Hades hat Jane Eyre aus dem berühmten Roman von Charlotte Brontë entführt, um Lösegeld zu erpressen. Eine Katastrophe für England, das mit dem seit 130 Jahren tobenden Krimkrieg schon genug Sorgen hat. Aber Thursday Next ist eine Superagentin: clever und unerschrocken. Und wenn sie wirklich mal in die Klemme gerät, kommt aus dem Nichts ihr von den Chronoguards desertierter, ziemlich anarchistischer Vater, um für ein paar Minuten die Zeit anzuhalten."

Freitag, 19. September 2025

Rhys, Jean "Die weite Sargassosee"

Rhys, Jean "Die weite Sargassosee oder Sargassomeer" (Englisch: Wide Sargasso Sea) - 1966

Genau wie "Becoming Jane Eyre" von Sheila Kohler, das leider nicht ins Deutsche übersetzt wurde, habe ich dies gelesen, als unser Lesekreis beschloss, "Jane Eyre" (Jane Eyre) von Charlotte Brontë zu lesen, nachdem ich es einige Monate zuvor noch einmal gelesen hatte.

"Die weite Sargassosee" (Wide Sargasso Sea) gilt als Prequel zu "Jane Eyre". Was geschah mit Mr. Rochester in seiner ersten Ehe in der Karibik, wie kam es zu dieser Ehe und wie endete sie so schrecklich?

Jean Rhys wurde in Dominica geboren und weiß daher einiges über das Leben in Westindien. Ich habe es sehr genossen, etwas über das damalige Leben der Menschen dort zu erfahren. Auch wenn man weiß, wohin das alles führt (wenn man "Jane Eyre" gelesen hat), ist es dennoch eine sehr spannende Geschichte über Liebe und verlorene Liebe und das Aufeinanderprallen verschiedener Kulturen – sehr empfehlenswert.

Buchbeschreibung:

"Jamaika, Anfang des 19. Jahrhunderts: In einem alten Herrenhaus wächst Antoinette Cosway in einer Zwischenwelt heran. Auf der einen Seite die schwarzen Dienstboten, ihre Lieder und Rituale, auf der anderen Seite die weißen Plantagenbesitzer. Es ist eine Zeit des Umbruchs, die Sklaverei wurde gerade abgeschafft, die schwarze Bevölkerung begehrt erstmals gegen die ehemaligen Herren auf. Antoinette heiratet einen jungen Engländer, den Mr Rochester aus Charlotte Brontës Klassiker JANE EYRE, doch die Beziehung wird durch Gerüchte über den Wahnsinn in ihrer Familie, durch seine hohen Ansprüche und ihre innere Zerrissenheit überschattet. Schließlich zwingt ihr Mann sie, die Insel zu verlassen und mit ihm nach England zu gehen. Dort lebt Antoinette als Gefangene in seinem großen Herrenhaus und verliert zunehmend den Verstand. Sie wird zu der verrückten Frau auf dem Dachboden. Jean Rhys' DIE WEITE SARGASSOSEE ist eine außergewöhnliche Studie über Leidenschaft und Eifersucht und ein Meisterwerk der modernen Literatur."  

Samstag, 19. Juli 2025

Brontë, Anne "Die Herrin von Wildfell Hall"

Brontë, Anne "Die Herrin von Wildfell Hall" (Englisch: The Tenant of Wildfell Hall) - 1848

Ich liebe Klassiker. Von allen Brontë-Romanen ist dieser mein Lieblingsroman. Er erinnert mich an Jane Austen, wenn auch in eine andere Richtung.

Der Roman ist von Anfang an spannend. Die Beschreibung der mysteriösen Frau, die in Wildfell Hall einzieht, die misstrauischen Nachbarn, der großzügige Vermieter … alles ist schon recht interessant. Dann verschwindet sie, und das Mysterium wird noch größer.

Der Stil des Romans ist außergewöhnlich. Verschiedene Autoren dieser Zeit haben diesen Stil verwendet, die Geschichte durch verschiedene Erzähler zu erzählen, sodass der Leser immer mehr weiß als die Protagonisten.

Ich mag diesen Stil. Es muss für die Autorin schwer sein, den Schreibstil im Laufe des Romans zu ändern und dabei nicht den Faden zu verlieren. Aber für den Leser ist es großartig. Die Spannung steigt noch mehr. Man fühlt mit Gilbert, aber noch mehr mit Helen und ihrem kleinen Jungen.

Was für ein Leben diese Frauen doch führen mussten! Bin ich froh, in der heutigen Zeit zu leben.

Auch wenn sie weniger berühmt ist als ihre Schwestern Charlotte und Emily, gefällt mir dieser Roman besser als "Jane Eyre" (Jane Eyre) und ganz bestimmt auch besser als "Sturmhöhe" (Wuthering Heights).

Buchbeschreibung:

"Helen heiratet gegen alle Widerstände den gutaussehenden Arthur. Doch schon bald nach der Hochzeit stellt er sich als Schürzenjäger und Trunkenbold heraus, der von Helen Gehorsam und Nachsicht erwartet. Helen verläßt ihren Mann und behauptet sich gegen die gesellschaftlichen Konventionen ihrer Zeit als alleinstehende Frau.

Anne Brontë plädiert mit diesem Meisterwerk für die Gleichberechtigung der Frau in der Ehe.
"

Brontë, Anne "Agnes Grey"

Brontë, Anne "Agnes Grey" (Englisch: Agnes Grey) - 1847

Anne Brontë, die jüngste und weniger bekannte der drei Brontë-Schwestern. Ich verstehe nicht, warum, denn ihre Geschichten sind genauso großartig wie die ihrer Schwestern. Wenn nicht sogar besser. Sie sind meiner Meinung nach bodenständiger.

Es gibt einige Parallelen zur Geschichte von Jane Eyre, die genau wie Agnes Grey als Gouvernante arbeitet. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Brontë-Schwestern diese Erfahrungen selbst gemacht haben. Agnes Grey ist teilweise autobiografisch, Anne Brontë hat hier viel aus ihrem eigenen Leben einfließen lassen.

Man merkt, dass Anne die Tochter eines Pastors ist, genau wie Jane Austen – eine weitere Parallele zu einer großartigen Autorin.

Wir erfahren etwas über das harte Leben einer Gouvernante. Wenn Eltern sich nicht wirklich einbringen wollen, ihre Kinder disziplinieren wollen, aber gleichzeitig nicht wollen, dass andere sie disziplinieren, sondern dass andere ihre Kinder unterrichten, ist man immer die Zwickmühle. Wie soll die arme Gouvernante Kindern, denen nicht gesagt wird, sie sollen dem Lehrer folgen, die Freude am Lernen vermitteln? Ich weiß, dass Lehrer heutzutage ein ähnliches Problem mit Eltern haben, die ihre Kinder gleichzeitig für kleine Engel und kleine Einsteins halten, während sie gleichzeitig … nun ja, lassen wir das lieber.

Schade, dass sie so jung gestorben ist. Ich habe "Die Herrin von Wildfell Hall" (The Tenant of Wildfell Hall) genauso geliebt wie diesen Roman. Es wäre toll gewesen, mehr von ihr lesen zu können

Buchbeschreibung:

"Als Tochter eines verarmten Geistlichen wächst Agnes Grey mittellos, aber behütet in Nordengland auf. Um ihre Familie finanziell zu unterstützen, nimmt die junge Frau eine Stellung als Gouvernante an. Schnell wird ihre gutherzige Natur im Hause ihrer wohlhabenden Arbeitgeber auf eine harte Probe gestellt. Umgeben von verwöhnten Kindern und anspruchsvollen Eltern wird Agnes mit den starren gesellschaftlichen Konventionen ihrer Zeit konfrontiert und muss um Respekt und Anerkennung kämpfen. Doch dann lernt sie den liebenswerten Pfarrer Mr. Weston kennen, für den sie zarte Gefühle entwickelt …

Erleben Sie den bewegenden Debütroman der jüngsten Brontë-Schwester und lassen Sie sich von der zauberhaften Gestaltung und zehn aufwendigen Extras mitnehmen auf eine einmalige emotionale Reise in die Welt von
Agnes Grey."

Freitag, 21. Februar 2025

Brontë, Charlotte "Villette"

Brontë, Charlotte "Villette" (Englisch: Villette) - 1853

Ich habe diesen Roman wirklich geliebt. Als Fan von Jane Austen und jemand, der alle ihre Romane und Pamphlete gelesen hat, bin ich immer auf der Suche nach mehr Literatur wie ihre. Ich denke, die Brontë-Schwestern gehören zu den nächstbesten. Ich hatte "Villette" vorher nicht gelesen und wäre vielleicht nicht darauf gestoßen, wenn ich nicht "Becoming Jane Eyre" von Sheila Kohler gelesen hätte)

Es könnte ein wenig schwierig sein, wenn jemand kein Französisch sprircht, da viele der Gespräche auf Französisch geführt werden, aber es gibt eine Übersetzung hinten im Buch (zumindest in meiner Ausgabe, aber ich hoffe, sie ist in allen) und es lohnt sich trotzdem, es zu lesen.

Der Roman handelt nicht nur von einem jungen Mädchen, das seine Familie verloren hat und nun für sich selbst sorgen muss, was in einer Zeit nicht einfach ist, in der die einzige anständige Möglichkeit für Frauen, am Leben zu bleiben, eine Heirat ist. Aber Lucy ist niemand, die leicht aufgibt, die ihrer Verzweiflung nachgibt. Sie geht ins Ausland und hofft, etwas zu finden. Und sie wird für ihren Mut belohnt. Ihr Leben ist immer noch nicht einfach, aber zumindest weiß sie, dass sie nicht verhungern wird. Und sie findet einige wunderbare Freunde, die ihr beistehen.

Der Schreibstil ist sehr gut, die Charaktere perfekt beschrieben. Offenbar hat Charlotte Brontë viel Material aus ihrem eigenen Leben verwendet, so dass dies als autobiografische Darstellung ihres eigenen Lebens in Brüssel angesehen werden kann. Das macht die Geschichte noch interessanter.

Es gibt nur eine Frage, die keine Antwort bekommt. Warum erzählt Lucy nichts über ihre Familie, ihren Hintergrund? Wir erfahren nichts über sie, bevor sie auftaucht und bereits in einer Situation ist, in der sie für sich selbst sorgen muss.

Ich kann nicht viel mehr über das Buch sagen, ohne neuen Lesern die Geschichte zu verraten. Wer "Villette" gelesen hat und darüber sprechen möchte, darf es mir gerne mitteilen.

Wenn euch "Jane Eyre" (Jane Eyre) gefallen hat, wird euch auch dieser Roman gefallen. Ich werde sicherlich die anderen Romane von Charlotte Brontë lesen.

Buchbeschreibung:

"Im Mittelpunkt von Charlotte Brontës drittem großen Roman steht erneut eine bewegende Frauenfigur: Nach einer glücklos unsteten Jugend findet die unscheinbare Lucy Snowe in der Fremde Anstellung im Mädchenpensionat der kaltherzigen Madame Beck. Als ihre aufkeimende Liebe zum jungen Schularzt Dr. John unerwidert bleibt, droht die Einsamkeit sie zu erdrücken. Doch dann entdeckt Lucy ihre Zuneigung zu dem eigenwilligen Literaturprofessor Paul Emanuel. 'Villette' (1853) ist der letzte zu Lebzeiten erschienene Roman Brontës, die zuvor mit 'Jane Eyre' einen grandiosen Erfolg feierte."

Brontë, Charlotte "Jane Eyre"

Brontë, Charlotte "Jane Eyre" (Englisch: Jane Eyre) - 1847

Für alle, die (wie ich) ein Fan englischer Klassiker sind, ist "Jane Eyre" ein absolutes Muss.

Charlotte Brontë hat eine wundervolle, starke junge Frau geschaffen. Wenn sie heute noch leben würde, wäre sie sicherlich auf Entdeckungsreise gegangen und hätte die Welt erobert. Aber sie lebt nicht mehr. Sie ist eine Waise im viktorianischen England, die bei einer Tante lebt, die sie nicht mag. Nach dem Schulbesuch muss sie als Gouvernante für die Kinder von Mr. Rochester arbeiten.

Aber ich möchte nicht zu viel verraten, hier beginnt die Geschichte.

Wenn euch diese Geschichte und der Schreibstil gefallen, kann ich auch die Bücher von Charlottes Schwester Anne empfehlen, z. B. "Die Herrin von Wildfell Hall" (The Tenant of Wildfell Hall). Ihre Romane sind genauso interessant und gut geschrieben. Emily Brontës Buch "Sturmhöhe" (Wuthering Heights) hat mir nicht gefallen, obwohl das ebenfalls ein sehr beliebter und berühmter Klassiker ist.

Bücher über und/oder im Zusammenhang mit dem Buch:
Fforde, Jasper "Der Fall Jane Eyre" (The Eyre Affair)
Kohler, Sheila "Becoming Jane Eyre"
Rhys, Jean "Sargassomeer" (Wide Sargasso Sea)

In der Zwischenzeit wurde der Roman in unserem Lesekreis ausgewählt und besprochen.

Und dies ist, worüber wir gesprochen haben:

Das Buch wurde vorgeschlagen, weil unser Mitglied sagte, sie lese es alle paar Jahre. Ich glaube, wir waren alle sehr dankbar, dass sie es vorgeschlagen hat, weil es allen sehr gut gefallen hat. Einigen gefiel der Teil in der Schule nicht so gut, aber wir wissen, dass es damals so war. Die Idee der Wohltätigkeit um ihrer selbst willen, weil die Leute jemandem helfen wollen, entstand erst vor kurzem.

Wir fanden Jane sehr reif für ihr Alter, wahrscheinlich ließ die andere Zeit Kinder schneller erwachsen werden, besonders wenn sie für sich selbst sorgen mussten. Die meisten von uns verstanden nicht, wie sie zu ihrer Tante zurückkehren und ihr vergeben konnte. Sie hat da sicherlich viel Stärke gezeigt.

Wir waren uns auch einig, dass Charlotte Brontë eine großartige Feministin war, die bereit war, die Zukunft zu wagen und ein Buch zu einer Zeit schrieb, als Frauen solche Bücher nicht schreiben sollten.

Wir erfuhren auch von einem türkischen Film über Jane Eyre, dessen Geschichte in der Türkei spielt. Er soll die Produktion türkischer Filme verändert haben.

Jemand sagte, das Buch sei leicht zu lesen und leicht zu verstehen. Auch hier waren wir alle einer Meinung.

Wir haben das in unserem internationalen Lesekreis im Januar 2012 besprochen.

Buchbeschreibung:

"'Jane Eyre' ist eine moderne Aschenputtelgeschichte. Das Ringen zwischen Fremdbestimmung und Autonomie ist das Spannungsfeld, in dem sich Jane Eyre von der ersten Seite des Buches an bewegt. Zunächst als Waisenkind fast völlig entrechtet, im Lauf der Entwicklung immer mehr Möglichkeiten gewinnend, und am Ende frei und unabhängig.

Die Erzählstimme des Romans ist stark, leidenschaftlich und überzeugend. Jane ist in ihrem Denken, Auftreten und Handeln eine für die damalige Zeit sehr unkonventionelle Frau, für die man im Laufe der Lektüre immer mehr Sympathien entwickelt.

Der Roman ist keine reale Autobiographie, wie der Untertitel suggeriert, aber er trägt durchaus autobiographische Züge der Autorin Charlotte Brontë. Sie war zu ihrer Zeit die literarisch erfolgreichste der drei hochbegabten Brontë-Schwestern – wiewohl aus heutiger Sicht Emily Brontë mit 'Sturmhöhe' bedeutender erscheint."

Montag, 29. April 2024

Brontë, Emily "Sturmhöhe"

Brontë, Emily "Sturmhöhe" (Englisch: Wuthering Heights) - 1847

"Wuthering Heights".  Ich liebe klassische Bücher. Ich liebe englische Klassiker. Ich liebe klassische englische Bücher aus dem 19. Jahrhundert. Ich liebe die Brontë-Schwestern. (Brontë sisters).

Ich mag diesen Roman einfach nicht. Es tut mir leid. Ich würde es gerne mögen, und ich bin mir sicher, dass es Romane aus dieser Zeit gibt, die mir gefallen haben, weil sie den Büchern, die ich mag, so ähnlich sind. Ich kann mit diesem einfach nicht.

Wo soll ich anfangen? Ich liebe das Moor. Ich bin im Moor groß geworden. Das kann es also nicht sein. Die Geschichte zwischen Catherine und Heathcliff ist zumindest am Anfang interessant.

Ich stehe einfach nicht auf Geistergeschichten. Nicht, dass ich Angst vor Gespenstern hätte, man kann keine Angst vor etwas haben, an das man nicht glaubet. Also, tut mir leid, Frau Brontë, aber Sie hatten einen guten Start, hatten einen schönen Plan und dann haben Sie "versagt".

Ich weiß, dass viele Leute anderer Meinung sind, aber ich fühle es einfach so.

Ich habe "Jane Eyre" (Jane Eyre) von Charlotte Brontë und "The Tenant of Wildfell Hall" (Die Herrin von Wildfell Hall ) von Anne Brontë gelesen, wundervolle Kreationen. Das hier hat mir einfach nicht gefallen.

Buchbeschreibung:

"Der Findling Heathcliff wächst bei Familie Earnshaw auf dem Gutshof Wuthering Heights in Yorkshire auf. Mit deren stürmischer und leidenschaftlicher Tochter Catherine verbindet ihn eine tiefe Freundschaft. Als der Stiefbruder nach dem Tod des Vaters dem Alkohol und der Spielsucht verfällt und beide terrorisiert, entschließt sich Catherine entgegen ihrer Gefühle, den reichen und angesehenen Nachbarn Edgar Linton zu ehelichen. Der schwer gekränkte Heathcliff schwört, sich daraufhin an beiden Familien zu rächen...

Emily Brontës einziger Roman, zuerst 1847 unter Pseudonym erschienen, gehört als eines der außergewöhnlichsten Werke des viktorianischen Zeitalters längst zum Kanon der Weltliteratur.
"

Montag, 11. März 2024

Brontë, Charlotte "Der Professor"

Brontë, Charlotte "Der Professor" (Englisch: The Professor) - 1857

Dieser Roman stand schon eine ganze Weile auf meiner Wunschliste. Es wurde mir von einer anderen Bloggerin empfohlen, die wie ich ebenfalls in Brüssel gelebt hat, und von ihr habe ich erfahren, dass es dort mittlerweile eine Brontë-Gesellschaft gibt. Leider wusste ich nichts darüber, als ich dort lebte, aber vielleicht haben sie auch erst nach meiner Zeit damit begonnen.

Wie auch immer, wer noch nichts von Charlotte Brontë gelesen hat, sollte auf jeden Fall von Jane Eyre gehört haben, ihrem beliebtesten Buch, wahrscheinlich dem beliebtesten aller Bücher der Brontë-Schwestern.

Ich habe noch kein Buch von ihnen gefunden, das mir überhaupt nicht gefällt, sie sind alle faszinierend und fesselnd. Genau wie dieses. Ich muss zugeben, dass es mir vielleicht sogar noch besser gefällt, weil es in Brüssel spielt, aber es wäre genauso interessant gewesen, wenn der Protagonist woanders gelebt hätte.

Was dieses Buch so interessant macht wie ihre anderen, ist, dass man das Gefühl hat, mitten in der Geschichte zu sein, obwohl sie vor fast zwei Jahrhunderten spielt. Es ist so lebendig. Man spürt die Probleme der Protagonisten, man versteht, wie schwierig es früher für Frauen war und wie viel sich verändert hat und wie viel nicht.

Leider starben die Brontës, genau wie Jane Austen, alle viel zu früh.

Buchbeschreibung:

"Nach dem Tod der Eltern geht der junge William Crimsworth nach Brüssel und tritt dort eine Stelle als Lehrer an der von Mademoiselle Reuter geführten Mädchenschule an. Obwohl sie älter ist als er, verfällt er in Schwärmereien und malt sich eine gemeinsame Zukunft mit ihr aus. Bis er ein Gespräch überhört, das ihre Verlobung mit einem anderen Mann offenbart. Ernüchtert wendet William sich von ihr ab. Doch als er sich einige Zeit später in die junge Lehrerin Frances Henri verliebt, schürt dies den Unmut von Mlle Reuter, die gekränkt versucht, einen Keil zwischen das junge Glück zu treiben …"

Montag, 24. Oktober 2022

Brontë, Charlotte "Shirley" - 1849

Brontë, Charlotte "Shirley" (Englisch: Shirley) - 1849

Man kann nichts von Charlotte Brontë lesen, ohne es mit "Jane Eyre" zu vergleichen. Während dieser Roman von einem armen Mädchen ohne Verwandte handelte, die ihr hätten helfen können, hat das arme Mädchen in dieser Geschichte einen Onkel, der sie großzieht. Und Cousins, die sie mögen. Und eine reiche Freundin. Also eine ganz andere Geschichte - könnte man sagen.

Aber auch Shirley und ihre Freundin Caroline zeigen uns die Situation der Frau im 19. Jahrhundert genauso gut wie Jane Eyre.
Die Geschichte ist vielleicht nicht so dramatisch, aber sie ist auf jeden Fall interessant. Charlotte Brontë zeigt in ihrer Erzählung ziemlich viel Humor. Trotzdem nicht mein Favorit.


Buchbeschreibung:

"Der Schauplatz des Romans ist Yorkshire - Brontës Heimat - zur Zeit der Kontinentalsperre Napoleons und der Arbeiterunruhen im Jahre 1812. Vor diesem historischen Hintergrund wird die Geschichte des zielstrebigen jungen Tuchfabrikanten Robert Moore und seines Bruders Louis sowie der Titelheldin Shirley Keeldar und der Pfarrersnichte Caroline Helstone erzählt. Die zarte Caroline beweist im Laufe des Romans auf ihre Art nicht weniger Lebenskraft und Unbeugsamkeit, etwa in ihrem Ringen um Robert Moores echte Liebe zu ihr, als die finanziell unabhängige, eigenwillige Shirley, die ihre geldgierigen Verehrer abweist, sich über das Standesdenken hinwegsetzt und ungeachtet der gesellschaftlichen Stellung ihrer Neigung folgt und sich zur Ehe mit dem unscheinbaren, aber gebildeteren Louis entschließt.

Nach ihrem Roman '
Jane Eyre', mit dem Charlotte Brontë über Nacht weltberühmt wurde, ist auch 'Shirley' ein von viktorianischen Konventionen erstaunlich unberührtes Buch, das sich mit großer Offenheit und Kühnheit über verkrustete Vorstellungen hinwegsetzt."

Ich habe das englische Original gelesen und hoffe, die Übersetzung ist genauso gut.