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Samstag, 18. Juli 2026

Harari, Yuval Noah "21 Lektionen für das 21. Jahrhundert"

Harari, Yuval Noah "21 Lektionen für das 21. Jahrhundert" (Englisch: 21 Lessons for the 21st Century) - 2018

Eine brillante Fortsetzung von "Eine kurze Geschichte der Menschheit" (Sapiens) und "Homo Deus. Eine Geschichte von Morgen" (Homo Deus). Dies ist ein weiteres Buch, das meiner Meinung nach jeder lesen sollte. Der Autor zeigt uns auf, was die Zukunft für uns bereithalten könnte und wie wir uns darauf vorbereiten sollten. Dabei geht es mir nicht um die Angst vor Kriegen oder Naturkatastrophen infolge des Klimawandels, sondern um den Alltag. Was sollten wir studieren oder lernen, um einen vernünftigen Job zu bekommen? Und noch wichtiger: Was sollten unsere Kinder lernen, um im Leben zu bestehen? Meine Eltern und Großeltern verließen die Schule mit 14 oder 15 Jahren, absolvierten eine Ausbildung, und viele von ihnen arbeiteten ihr Leben lang im selben Unternehmen. Nach Abschluss der Ausbildung konnten sie das Gelernte jahrzehntelang anwenden, ohne sich neues Wissen aneignen zu müssen. Das ist heute nicht mehr der Fall. Das galt weder für meine Generation noch für die heutige Generation, und es wird ganz sicher auch nicht für die übernächste Generation gelten.

Wir brauchen also kluge Köpfe wie Yuval Harari, die uns sagen, was geschehen könnte und was wir tun können, um keine Angst vor der Zukunft zu haben. Genau das tut er. Seine Empfehlungen sind sinnvoll und fundiert; er erläutert jede seiner Aussagen ausführlich. Was noch besser ist: Er erklärt die Dinge so verständlich, dass auch Menschen ohne großes wissenschaftliches Vorwissen (wie ich) seinen Ausführungen folgen können, sei es zu Themen wie Politik, Weltwirtschaft oder anderen Bereichen, die uns betreffen und unser Leben beeinflussen.

Ich kann dieses Buch sowie seine anderen Werke wärmstens empfehlen. Sie sind einfach fantastisch. Ich hoffe, er schreibt noch mehr davon.

Buchbeschreibung:

"Yuval Noah Harari ist der Weltstar unter den Historikern. In 'Eine kurze Geschichte der Menschheit"'erzählte er vom Aufstieg des Homo Sapiens zum Herrn der Welt. In 'Homo Deus' ging es um die Zukunft unserer Spezies. Sein neues Buch schaut auf das Hier und Jetzt und konfrontiert uns mit den drängenden Fragen unserer Zeit.

Wie unterscheiden wir Wahrheit und Fiktion im Zeitalter der Fake News? Was sollen wir unseren Kindern beibringen? Wie können wir in unserer unübersichtlichen Welt moralisch handeln? Wie bewahren wir Freiheit und Gleichheit im 21. Jahrhundert?

Seit Jahrtausenden hat die Menschheit über den Fragen gebrütet, wer wir sind und was wir mit unserem Leben anfangen sollen. Doch jetzt setzen uns die heraufziehende ökologische Krise, die wachsende Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen und der Aufstieg neuer disruptiver Technologien unter Zeitdruck. Bald schon wird irgendjemand darüber entscheiden müssen, wie wir die Macht nutzen, die künstliche Intelligenz und Biotechnologie bereit halten.

Dieses Buch will möglichst viele Menschen dazu anregen, sich an den großen Debatten unserer Zeit zu beteiligen, damit die Antworten nicht von den blinden Kräften des Marktes gegeben werden."

Harari, Yuval Noah "Homo Deus. Eine Geschichte von Morgen"

Harari, Yuval Noah "Homo Deus. Eine Geschichte von Morgen" (Englisch: Homo Deus. A Brief History of Tomorrow)- 2016

Nach der Lektüre von "Eine kurze Geschichte der Menschheit" (Sapiens. A Brief History of Mankind) wusste ich, dass ich auch die weiteren Bücher dieses brillanten Wissenschaftlers und Autors lesen musste.

Nachdem er zu erklären versucht hat, wie wir an den heutigen Punkt gelangt sind, nimmt uns Yuval Noah Harari nun mit auf eine Expedition in die Zukunft. Fast wie bei Charles Dickens in "Eine Weihnachtsgeschichte" (A Christmas Carol) haben wir uns mit dem "Geist der vergangenen Weihnacht" befasst und kennen den "Geist der gegenwärtigen Weihnacht", doch wir haben keine Ahnung, was uns der "Geist der zukünftigen Weihnacht" bringen wird. Der Autor zeigt uns verschiedene Möglichkeiten auf: Er schildert, was geschehen könnte, wenn wir uns nicht ändern, aber auch, was möglich ist, wenn wir es doch tun. Ich muss dazu sagen: Vieles davon war mir nicht neu, doch er eröffnet so viele unterschiedliche Perspektiven, dass es spannend ist zu sehen, wohin die Reise noch gehen könnte.

Dieses überaus fesselnde Buch macht uns bewusst, wer und wo wir heute sind, was getan werden muss und was wir selbst tun können. Wir alle wissen, dass Maschinen und Computer einen riesigen Teil unserer einstigen Welt übernommen haben – doch sind wir auch für den nächsten Schritt bereit?

Freut euch schon mal auf sein nächstes Buch, in dem er sich mit der Gegenwart befasst: "21 Lektionen für das 21. Jahrhundert" (21 Lessons for the 21st Century).

Meiner Meinung nach sollten all seine Bücher in jeden Lehrplan aufgenommen werden.

Buchbeschreibung:

"EINE GESCHICHTE VON MORGEN

In seinem Kultbuch Eine kurze Geschichte der Menschheit erklärte Yuval Noah Harari, wie unsere Spezies die Erde erobern konnte. In 'Homo Deus' stößt er vor in eine noch verborgene Welt: die Zukunft. Was wird mit uns und unserem Planeten passieren, wenn die neuen Technologien dem Menschen gottgleiche Fähigkeiten verleihen – schöpferische wie zerstörerische – und das Leben selbst auf eine völlig neue Stufe der Evolution heben? Wie wird es dem Homo Sapiens ergehen, wenn er einen technikverstärkten Homo Deus erschafft, der sich vom heutigen Menschen deutlicher unterscheidet als dieser vom Neandertaler? Was bleibt von uns und der modernen Religion des Humanismus, wenn wir Maschinen konstruieren, die alles besser können als wir? In unserer Gier nach Gesundheit, Glück und Macht könnten wir uns ganz allmählich so weit verändern, bis wir schließlich keine Menschen mehr sind."

Harari, Yuval Noah "Eine kurze Geschichte der Menschheit"

Harari, Yuval Noah "Eine kurze Geschichte der Menschheit" (Hebrew: קיצור תולדות האנושות/Ḳizur Toldot Ha-Enoshut) - Sapiens. A Brief History of Mankind - 2014

Dieses Buch gehört zu den interessantesten, die ich jemals gelesen habe. Es ist ein Werk, das zu erklären versucht, wie wir zu den Wesen wurden, die wir heute sind – und was in der Zeitspanne zwischen dem Auftreten der ersten menschenähnlichen Formen auf der Erde und der Gegenwart geschehen ist. Es liefert Antworten auf viele Fragen, die man sich vielleicht noch nie gestellt hat, es aber eigentlich schon immer hätte tun sollen.

Warum hat der Homo sapiens überlebt und nicht der Neandertaler? Warum wandelten wir uns von Jägern und Sammlern zu sesshaften Bauern? Hat uns das gutgetan? Waren die Menschen im Mittelalter unglücklicher als wir heute? Welchen Vorteil bieten globale Gemeinschaften? Und wohin führt diese Entwicklung? Wie stark beeinflusst die Biologie die Geschichte? Was genau sind kulturelle Unterschiede?

Wer sich solche Fragen stellt, findet die Antwort wahrscheinlich in diesem Buch. Oder aber – die Frage lässt sich schlicht nicht beantworten.

Ein brillantes Buch eines großen Denkers: eines Geschichtsprofessors, der sich intensiv mit seinen Mitmenschen auseinandergesetzt hat.

Buchbeschreibung:

"Wie haben wir, Homo Sapiens, es geschafft, den Kampf der sechs menschlichen Spezies ums Überleben für uns zu entscheiden? Warum ließen unsere Vorfahren, die einst Jäger und Sammler waren, sich nieder, betrieben Ackerbau und gründeten Städte und Königreiche? Warum begannen wir, an Götter zu glauben, an Nationen, an Menschenrechte? Warum setzen wir Vertrauen in Geld, Bücher und Gesetze und unterwerfen uns der Bürokratie, Zeitplänen und dem Konsum? Und hat uns all dies im Lauf der Jahrtausende glücklicher gemacht?

Vor 100 000 Jahren war Homo sapiens noch ein unbedeutendes Tier, das unauffällig in einem abgelegenen Winkel des afrikanischen Kontinents lebte. Unsere Vorfahren teilten sich den Planeten mit mindestens fünf weiteren menschlichen Spezies, und die Rolle, die sie im Ökosystem spielten, war nicht größer als die von Gorillas, Libellen oder Quallen. Vor 70 000 Jahren dann vollzog sich ein mysteriöser und rascher Wandel mit dem Homo sapiens, und es war vor allem die Beschaffenheit seines Gehirns, die ihn zum Herren des Planeten und zum Schrecken des Ökosystems werden ließ. Bis heute hat sich diese Vorherrschaft stetig zugespitzt: Der Mensch hat die Fähigkeit zu schöpferischem und zu zerstörerischem Handeln wie kein anderes Lebewesen. Und die Menschheit steht jetzt an einem Punkt, an dem sie entscheiden muss, welchen Weg sie von hier aus gehen will."
 
Inzwischen habe ich auch "Homo Deus. Eine Geschichte von Morgen" (Homo Deus) gelesen. Genauso großartig.

Samstag, 7. März 2026

See, Lisa "Der Seidenfächer"

See, Lisa "Der Seidenfächer" (Englisch: Snow Flower and the Secret Fan) - 2005

Lily und ihre Freundin Schneerose wurden beide am "fünften Tag des sechsten Monats im dritten Jahr der Herrschaft des Daoguang-Kaisers" geboren, was dem 5. Juni 1824 in unserem Kalender entspricht. Aufgrund dessen und einiger anderer Gemeinsamkeiten sind sie dazu bestimmt, "Laotong" zu sein – wir würden heute wohl sagen: beste Freundinnen für immer (BFF). Doch genau wie ihre Ehemänner wählen sie ihre Partner nicht selbst, sondern die Sterne bestimmen es.

Ich habe bereits ein anderes Buch von Lisa See gelesen, "Eine himmlische Liebe" (Peony in Love), in dem sie hauptsächlich über die chinesische Kultur im Umgang mit dem Tod und die Ahnenverehrung schreibt. Dieses Buch hier handelt mehr vom Leben der Menschen, insbesondere der Frauen, und wie Frauen im China des 19. Jahrhunderts lebten. Sie waren nicht nur weitgehend auf die Frauengemächer (und die Küche) des Hauses beschränkt, sondern mussten auch das Füßebinden ertragen. Dieser schreckliche Brauch wird in diesem Buch sehr gut beschrieben, und obwohl ich viele Bücher über China (Original-Bücher hier) gelesen habe (meine ersten waren von Pearl S. BuckOriginalbücher -, als ich noch ein Teenager war), kann ich mich nicht erinnern, dass er jemals so anschaulich geschildert wurde. Es ist auch interessant zu sehen, wie wichtig kleine Füße waren: Je kleiner, desto begehrter war ein junges Mädchen für eine Heirat und desto höher war ihr späterer Lebensstandard.

Heute können wir uns kaum vorstellen, wie Eltern ihren Kindern so etwas antun konnten. Und wie Frauen im Allgemeinen behandelt wurden. Wie konnte eine Mutter ihrer Tochter so etwas antun? Nun, zunächst einmal wird ihnen ihr Leben lang eingetrichtert, dass Frauen nichts wert sind und dass sie ihre Töchter für eine andere Familie erziehen. Aber sie wollen, dass ihre Töchter ein angenehmes oder zumindest halbwegs anständiges Leben führen. Und die Kultur schrieb vor, dass Frauen kleine Füße haben mussten. Je kleiner die Füße, desto besser die Heirat. Ich bezweifle, dass ich das heute noch gekonnt hätte, aber aus unserer Sicht ist es leicht, so zu urteilen. Wir können uns entscheiden, nicht zu heiraten oder unseren Ehemann selbst zu wählen, ohne große Probleme. Aber damals war es überlebenswichtig.

Wir lasen aber auch über Nü Shu, eine geheime Lautschrift, die von Frauen verwendet wurde und mich von Anfang an faszinierte. Und über den Brauch, dass eine Frau erst nach der Geburt ihres ersten Kindes mit ihrem Mann (und seiner Familie) zusammenlebte. Bis dahin lebte sie bei ihren Eltern und kehrte nur an bestimmten Tagen im Jahr zu ihnen zurück, wenn alle anderen dasselbe taten.

Im Buch blickt Lily aus der Perspektive einer 80-jährigen Frau auf ihr Leben zurück. Sie erzählt uns von ihrem Leben in ihrer Heimatfamilie, ihrer Ehe, ihrer Freundschaft und der Trennung von Schneerose, ihren Erlebnissen während des Taiping-Aufstands (Wikipedia) und ihren Rollen als Tochter, Ehefrau, Mutter und Freundin. Sie lässt nichts aus.

Ich fand es auch interessant, wie wichtig Horoskope waren. Lily und Schneerose waren im Zeichen des Pferdes geboren, was bedeutete, dass sie freiheitsliebend und unabhängig, aber auch fleißig waren.

Die Sprache des Buches ist wunderschön und lädt zum Weiterlesen ein.

Ein sehr interessanter Roman für alle, die sich für Geschichte, China oder das Leben von Frauen im Allgemeinen interessieren.

Buchbeschreibung:

"Fremd, exotisch, geheimnisvoll - Eine große Frauenfreundschaft im China des 19. Jahrhunderts

Lilie und Schneerose wachsen in einer Welt auf, in der Mädchen als Last gelten und in der mit dem BInden der Füße auch das Herz gefesselt werden soll. Mit siebzehn Jahren werden beide verheiratet. Nur dank einer über 1000 Jahre alten Geheimschrift, Nushu, zu der nur Frauen Zugang haben, gelingt es den beiden Freundinnen, in Kontakt zu bleiben. Doch die Sehnsucht nach Liebe, Glück und Freiheit kann ihnen niemand nehmen.."

Freitag, 28. November 2025

Rutherfurd, Edward "Paris"

Rutherfurd, Edward "Paris. Roman einer Stadt" (Englisch: Paris) - 2013

Paris, eine meiner Lieblingsstädte weltweit. Und Edward Rutherfurd ist ein wunderbarer Autor ortsbezogener Geschichte.

Eine Geschichte, die sich um den Bau des Eiffelturms und die damit verbundenen Veränderungen der Stadt dreht. Das Buch erzählt die Geschichte von Paris, während sein berühmtestes Wahrzeichen entsteht.

Im Gegensatz zu den meisten seiner anderen Bücher ist dieses nicht chronologisch geschrieben. Daher fiel es mir etwas schwerer, der Geschichte der verschiedenen Familien zu folgen, und es wurden uns auch einige Überraschungen vorenthalten.

Aber es war trotzdem ein großartiges Buch, das es wirklich verdient, neben Edward Rutherfurds anderen Büchern genannt zu werden.

Wie in seinen anderen Geschichten treffen wir auf Familien aus allen möglichen Epochen und mit den unterschiedlichsten Hintergründen – Adelige ebenso wie einfache Leute, Reiche und Arme, Christen und Juden, die sich über die verschiedenen Generationen hinweg vermischen. Anhand dieser Familien können wir sehen, wie die Menschen in dieser berühmten Stadt lebten und wie sich die Geschichte dieser Stadt und ihres Landes entwickelt. Es gibt viel über die Franzosen zu lernen, und Edward Rutherfurd macht es uns leicht.

Ein dickes Buch mit 1.360 Seiten, in dem wir in die Stadt der Liebe eintauchen können.

Buchbeschreibung:

"Fünf Familien, deren Schicksale sich mit der großen Historie dieser Stadt über Jahrhunderte verweben: Die adligen Le Cygnes sind mit den armen Le Sourds seit der Niederschlagung der Pariser Kommune in einer Rachegeschichte unheilvoll verbunden. Die Brüder Gascon, die in den Hinterhöfen von Montmartre zu Hause sind, erleben bei der Errichtung des Eiffelturms Glanz und Elend – und, was den älteren der beiden Gascons betrifft, die große Liebe. Und schließlich sind da die Blanchards, die im Napoleonischen Zeitalter im Kunsthandel ihr Glück machten, ebenso wie Kunsthändlerfamilie Jacob, die aber 1940 im Zuge der deutschen Besatzung alles zu verlieren drohen."

Samstag, 23. August 2025

Truss, Lynne "Für Dich immer noch Sie Arschloch"

Truss, Lynne "Für Dich immer noch Sie Arschloch! Null Toleranz Für Schlechtes Benehmen" (Englisch: Talk to the Hand: The Utter Bloody Rudeness of Everyday Life - or Six Good Reasons to Stay Home and Bolt the Door) - 2005

"'Sprich mit der Hand, denn das Gesicht hört nicht zu“ sagt man. Wann hat die Welt aufgehört zuzuhören? Wann ist die Gesellschaft so rücksichtslos geworden?"

Obwohl ich Lynne Truss in vielen Punkten zustimmte, dachte ich oft: "So etwas habe ich in England nicht erlebt." Als wir nach England zogen und ich unseren zweiten Sohn bekam, war ich erstaunt über die Höflichkeit der Menschen - selbst Teenager, die sich besonders viel Mühe gaben, eine Tür aufzuhalten. Ich verstehe aber, was sie meint: Die Menschen sind nicht mehr so ​​höflich wie früher, überall. Ich schätze, für jemanden vom Kontinent werden die Menschen in Großbritannien immer höflicher sein, und die Menschen in Großbritannien werden das Gegenteil denken, weil sie höflicher behandelt werden, weil sie sich höflicher verhalten.

Wie auch immer, mir hat das Buch gefallen, definitiv nicht so gut wie "Hier steht alles, was Sie suchen" (Eats, Shoots & Leaves), aber es war ganz gut. Und ich habe oft herzlich gelacht.

Buchbeschreibung:

"Eine hoch-komische Tour de Force durch die Un-Sitten des modernen Alltags.

Bestsellerautorin Lynne Truss hat sich einem universellen Thema gewidmet: dem allgemeinen Verfall der Sitten in unserer modernen Welt. Höflichkeit und respektvoller Umgang miteinander scheinen der Vergangenheit anzugehören. Wann haben wir aufgehört, Danke und Entschuldigung zu sagen? Warum verhalten sich die Menschen in öffentlichen Räumen so, als wären sie allein in ihrem Wohnzimmer? Und warum ist es nicht einmal mehr möglich, sich gegen Unverschämtheiten zu wehren, ohne dafür aufs Übelste beschimpft zu werden? Diesen Fragen geht die englische Queen of zero tolerance mit dem ihr eigenen Humor und einer gehörigen Portion Selbstironie nach – und spricht allen aus der Seele, die schon lange die Nase voll haben vom rüden Umgangston in unserer Gesellschaft!

Von der Autorin des Nr. 1-Bestsellers Eats, Shoots and Leaves, dem englischen Pendant zu Bastian Sicks Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod."

Mittwoch, 20. November 2024

Gao, Xingjian "Der Berg der Seele"

Gao, Xingjian "Der Berg der Seele" (Chinesisch: 灵山, língshān) - Soul Mountain - 1989

Ein außergewöhnliches Buch. Eine Biografie, eine Suche nach der Seele eines Menschen in einer Welt, in der das Individuum nichts bedeutet. Eine Sammlung von Geschichten aus der Gegenwart und der Vergangenheit, die hin und her springen, aber nach einer Weile hat man den Dreh raus. Eine Einführung in die Charaktere, die "ich" und "du", "er" und "sie" sind, aber sie scheinen sich alle zu vermischen. Eine Geschichte über einen Reisenden, der sein eigenes Land entdeckt und dabei sich selbst entdeckt. Und nebenbei führt er den Leser in viel chinesische Kultur, Religion, Politik und Geschichte sowie in seine eigene Geschichte ein, die Geschichte seines Vaters, seiner Vorfahren.

Mir gefiel auch seine Einsicht in viele Probleme, die nicht die seinen sind, man könnte meinen, er hätte andere eigene Probleme, über die er nachdenken muss, aber nein, er liefert Zitate wie "... wenn Menschen die Natur angreifen, rächt sich die Natur unweigerlich." oder "... nicht die Natur ist furchteinflößend, es sind die Menschen, die furchteinflößend sind!"

Eine meiner Lieblingspassagen: "Ich suche ständig nach Sinn, aber was ist Sinn eigentlich? Kann ich die Menschen davon abhalten, diesen großen Damm als Grabinschrift für die Vernichtung ihres Selbst zu bauen? Ich kann nur nach dem Selbst des Ich suchen, das klein und unbedeutend ist wie ein Sandkorn. Ich könnte genauso gut ein Buch über das menschliche Selbst schreiben, ohne mir Gedanken darüber zu machen, ob es veröffentlicht wird. Aber welche Konsequenzen hat es dann, ob ein Buch mehr oder ein Buch weniger geschrieben wird? Ist nicht schon genug Kultur zerstört worden? Braucht die Menschheit so viel Kultur? Und außerdem, was ist Kultur?"

Und dann liebe ich es, als Esperanto-Sprecherin, wenn ich meine Sprache in einem Buch finde: "Er hatte eine tiefe Stimme und konnte Die Internationale auf Esperanto singen."

Dies ist auf jeden Fall keine leichte Lektüre, nichts, was man nebenbei liest, um eine "nette Geschichte" zu hören. Der Autor fordert uns auf, seine Lebensweise und die Lebensweise seiner Kultur zu verstehen. Und indem wir ihn auf seiner Suche nach dem Berg der Seele an der Quelle des Jangtse begleiten, können wirauch viel über uns selbst erfahren.

Buchbeschreibung:

"Der Berg der Seele ist der große autobiographische Roman des Nobelpreisträgers Gao Xingjian. Den Fluss Yangtze hinab von der Quelle bis ans Meer führt ihn eine epische Reise in das Herz eines unbekannten China. 1983 diagnostiziert ein Arzt bei Gao Lungenkrebs und gibt ihm nur noch wenige Monate. Dies stellt sich bald als falsch heraus und mit dem Gefühl, dem Tod durch Finger geschlüpft zu sein, beschließt er, der sich abzeichnenden politischen Repression in der Hauptstadt zu entgehen. Lingshan, der von Legenden umwobene Berg der Seele, wird zum Fluchtpunkt einer Reise, auf der er die leuchtenden Farben einer vom offiziellen Peking an den Rand gedrängten Welt entdeckt. Unterwegs wie Bruce Chatwin in Australien ist er auf der Spur einer anderen, einer sinnlichen Geschichte, begegnet er weisen Frauen, skurilen Helden und den letzten Schamanen."

Xingjian Gao erhielt den Nobelpreis für Literatur in 2000 "für sein Werk von universaler Güte, bitterer Einsicht und sprachlichem Sinnreichtum".

Ich wirke an dieser Seite mit: Read the Nobels, und Ihr könnt alle meine Blog-Einträge über Nobelpreisträger und ihre Bücher hier finden.

Mittwoch, 28. August 2024

Garfield, Simon "Karten!"

Garfield, Simon "Karten! Ein Buch über Entdecker, geniale Kartografen und Berge, die es nie gab" (Englisch: On the Map. Why the World Looks the Way it Does aka: On the Map: A Mind-Expanding Exploration of the Way the World Looks) - 2012

Ich habe Landkarten schon immer geliebt. Sie sind wunderschön, sie erzählen Geschichten von weit entfernten Ländern, exotischen Welten, Menschen, die ich nie treffen werde, vom Leben zu anderen Zeiten. Wie kann jemand Karten nicht mögen? Sie lehren uns so viel, und doch sind sie auch eine Kunstform, die man bewundern und genießen kann.

Simon Garfield hat eine Sammlung von Geschichten über Karten im Laufe der Zeit zusammengestellt. Er erzählt uns nicht nur, welche Karten am interessantesten sind, er erzählt uns die ganze Geschichte. Wie sah die erste bekannte Karte aus, wie hat sie sich im Laufe der Zeit verändert, warum zeichnen wir Karten auf diese Weise, was sagen sie uns?

Jede Karte ist sowohl eine Zeichnung eines Ortes als auch eine politische Aussage. Während die meisten der ersten Karten für Seefahrer gezeichnet wurden und viele Kontinente nur als Umrisse bekannt waren, haben sich die Dinge geändert. Es ist ein langer Weg vom Mercator zur Google Map. Simon Garfield erzählt uns von dieser Reise. Er stellt die älteste und die größte Karte vor, er zeigt uns, wie Karten Krankheiten vorbeugen konnten, wie Reiseführer die Art des Reisens veränderten und wie Satellitennavigation unsere Sicht auf die Welt veränderte.

Wer sich nicht für Karten interessierte, bevor er oder sie das Buch in die Hände bekam, wird sich danach bestimmt dafür interessieren. Hinter jeder Karte stecken Geschichten. Mir hat zum Beispiel die über Phyllis Pearsall sehr gut gefallen, die durch die Straßen Londons lief, um das London A-Z zu veröffentlichen. Und er erwähnt sogar eine Episode aus einer meiner Lieblingsfernsehserien, "The West Wing", in der Pressesprecherin C.J. Cregg und der stellvertretende Stabschef Josh Lyman an einer Besprechung mit Kartografen teilnehmen, die alle Karten in Schulen von der Mercator- auf die Peters-Projektion umstellen wollen, und erklären, dass Grönland viel kleiner als Afrika ist (tatsächlich vierzehnmal kleiner), was man nie vermuten würde, wenn man sich die bekannte Mercator-Karte ansieht.

In einem Artikel beschreibt der Autor, wie viele Computerspiele auf Karten basieren. Das erinnerte mich an eines unserer ersten Lieblingsspiele namens Bushbuck. Es war eine Schatzsuche, man bekam einen Gegenstand, der für eine bestimmte Stadt (normalerweise die Hauptstadt eines Landes) bekannt war, und musste dorthin fliegen. Unterwegs erhielt man Hinweise, bis man die Stadt fand. Es war ein wunderbares Spiel und wir fanden exotische Orte wie Tuvalu und Kiribati. Eine wunderbare Möglichkeit, die Länder und ihre Hauptstädte kennenzulernen, leider scheint es das nicht mehr zu geben.

Wer es bisland noch nicht verstanden hat, ich habe dieses Buch wirklich geliebt.

Eines meiner Lieblingszitate auf Seite 63: "Die meisten [Karten] haben einen gemeinsamen Zweck: Sie waren nicht zum Gebrauch gedacht, zumindest nicht zum Reisen. Vielmehr waren sie Ausdruck philosophischer, politischer, religiöser, enzyklopädischer und konzeptioneller Anliegen."

Buchbeschreibung:

"Es war einmal, da drehte sich alles um die Erde - so dachten die Menschen, bis die Astronomen sie eines Besseren belehrten. Jerusalem stand damals im Zentrum jeder Karte, oder Youzhou, wenn wir in China gelebt hätten. Und heute stehen wir im Zentrum unserer eigenen Welt. Auf unseren Navigationsgeräten planen wir nicht etwa eine Route von A nach B: Jede Entfernung misst sich von dem Punkt an, an dem wir gerade stehen. Wie konnte es nur so weit kommen? Mit einem Blick in die Geschichte gibt Simon Garfield die Antwort - anekdotenreich, persönlich und unglaublich unterhaltsam. Von den alten Griechen bis zu Google Maps erzählt das Buch die Geschichte der Kartografie. Dabei hat es immer die menschliche Seite hinter den Karten im Blick. So erfahren wir, warum Amerika nach dem Falschen benannt wurde, wie der größte kartografische Schatz Britanniens dazu verwendet wurde, ein undichtes Dach zu reparieren, oder auch weshalb Computerspiele die Zukunft der Kartografie sein könnten."

Freitag, 16. August 2024

Achebe, Chinua "Okonkwo"

Achebe, Chinua "Okonkwo oder Das Alte stürzt/Alles zerfällt" (Englisch: Things Fall Apart) - 1958

Eine Geschichte über Nigeria kurz nach der Ankunft der ersten europäischen Kolonisten im späten 19. Jahrhundert.

Ich habe nicht viele afrikanische Romane gelesen, aber dieser ist bei weitem der beste, der die afrikanische Kultur und das, was die Europäer ihnen durch ihre Kolonien angetan haben, darstellt. Okonkwo und sein Dorf führen ein vollkommen gutes Leben mit ihren Stämmen, Traditionen, Religion, Arbeit und Familienleben. Und dann kommen die europäischen Missionare und sagen ihnen, dass alles, was sie bisher getan haben, falsch ist, und zwingen sie zu Veränderungen, die keiner von ihnen wirklich will.

Was würden wir denken, wenn jemand von einem anderen Kontinent käme und uns sagen würde, dass unsere Religion falsch ist, dass unsere Lebensweise falsch ist, dass unsere Arbeitsweise falsch ist, dass wir insgesamt Versager sind? Sie entfremden uns von unseren Kindern, unseren Partnern, stellen unser Bildungssystem in Frage, die Art, wie wir unsere Häuser bauen, unsere Gesellschaft organisieren.

Wir müssen Okonkwo nicht mögen, um zu verstehen, dass der Kolonialismus einfach falsch war. Dies ist keine Möglichkeit, einer anderen Nation, einer anderen Kultur zu helfen, es ist nur eine Möglichkeit, sie und das Leben derer, die darin leben, zu zerstören.

Ein tolles Buch, das ich jedem empfehlen würde, der sich für andere Kulturen interessiert, auch oder gerade wenn es sie so nicht mehr gibt.

Dies ist die erste Geschichte der "Afrikanischen Trilogie" des Autors. "Heimkehr in ein fremdes Land" (No longer at Ease) und "Der Pfeil Gottes" (Arrow of God) sind die Folgeromane.

Buchbeschreibung:

"Chinua Achebe erschuf mit seinem Roman die literarische Stimme Afrikas. In 'Alles zerfällt' erzählt er von den Konflikten eines archaisch lebenden Dorfes, das mit Kolonialherren konfrontiert wird. Es geht um Verrat und Rache, um Leidenschaften, die keine Ruhe finden, und Sehnsüchte, die keine Zukunft haben. Okonkwo, der starke und jähzornige Held, stößt sich an den strengen Stammesregeln und zerbricht an dem Regime der britischen Herren aus Übersee."

Chinua Achebe hat 2002 den Friedenspreis des deutschen Buchhandels erhalten.

Chinua Achebe erhielt 2007 den Booker International Prize, weil er "... den Weg für die Schriftsteller in aller Welt bereitete, indem er nach neuen Worten, neuen Formen für neue Realitäten und Gesellschaften suchte."

Dienstag, 6. August 2024

Rutherfurd, Edward "Russka"

Rutherfurd, Edward "Russka" (Englisch: Russka. The Novel of Russia) - 1991

Ich habe Edward Rutherfurds verschiedene epische historische Geschichten über Großbritannien, Irland und Paris gelesen und freue mich auf all seine anderen Bücher. Jetzt war Russland an der Reihe.

Was für ein Buch. Wie in seinen anderen Romanen hat der Autor viel recherchiert, was zu einer hervorragenden Erzählung des Lebens und der Geschichte eines Landes geführt hat.

Wie üblich beschreibt er das Leben von vier verschiedenen Familien und ihren Nachkommen, beginnend im Jahr 180 und endend fast 2 Jahrtausende später im Jahr 1992, und erzählt uns damit die Geschichte dieses großen und riesigen Landes, das die Weltgeschichte so lange beeinflusst hat, aber auch von ihr beeinflusst wurde. Die Familien umfassen verschiedene Ethnien, sie gehören zu den Leibeigenen und dem Adel, sodass man einen guten Einblick in alle möglichen Leben bekommt. Wenn wir die Charaktere kennenlernen, können wir ein besseres Verständnis für die russische Geschichte und Politik bekommen, angefangen von Dschingis Khan über Iwan den Schrecklichen bis hin zu Peter und Katharina, beide die Großen, dann weiter zu Lenin und Stalin während der Revolution im 20. Jahrhundert. Aber wir erfahren auch etwas über russische Kunst, Literatur, Musik, alles, was dieses Land zu bieten hat. Ich habe kürzlich erfahren, dass Sie diese Art von Geschichten "Generationenromane" (multi-generational sagas) nennen. Auf jeden Fall eine so einfache Möglichkeit, etwas über Geschichte zu lernen. Und das wird immer wichtiger.

Es ist natürlich auch ein sehr dickes Buch, wie alle seine anderen Romane, 945 Seiten, wunderbar geschrieben, brillant komponiert. Da sind so viele Informationen auf diesen Seiten, ich kann kaum glauben, dass er tatsächlich fertig war, bevor er 1.000 Seiten erreicht hatte.

Jetzt muss ich "Sarum" (Sarum) und "New York" (New York. Im Rausch der Freiheit) lesen, und dann "China" (Das Reich der Mitte: Der große China-Roman) am Ende des Jahres, nachdem ich alle seine anderen Romane gelesen habe.

Buchbeschreibung (Übersetzung von mir):

"Der Autor des phänomenal erfolgreichen Buches 'Sarum: The Novel of England' (Sarum) wendet sein bemerkenswert großes Talent nun einer noch größeren Leinwand zu.

Diese großartige Saga, die 1800 Jahre russischer Geschichte, Bevölkerung, Politik und Kultur umspannt, ist so facettenreich wie das Land selbst: rau und doch exotisch, stolz und doch voller Angst vor Feinden, durchdrungen von uraltem Aberglauben, aber immer bestrebt, seine Spuren in der aufstrebenden Welt zu hinterlassen.

In '
Russka' verwandelt Edward Rutherfurd die epische Geschichte einer großen Zivilisation in eine menschliche Geschichte aus Fleisch und Blut, Mut und Tatkraft und erzählt die Geschichte von vier Familien, die ethnisch getrennt sind, aber vereint das Schicksal ihres Landes bestimmen."

Einen Link zu allen meinen Rezensionen seiner anderen Romane findet ihr hier und hier.

Mittwoch, 22. Mai 2024

Rutherfurd, Edward "Das Reich der Mitte"

Rutherfurd, Edward "Das Reich der Mitte: Der große China-Roman" (Englisch: China) - 2021

Ich habe mich wirklich sehr auf dieses Buch gefreut, das ich zu Weihnachten bekommen habe (danke, Zach), weil ich alles liebe, was von Edward Rutherfurd geschrieben wurde. Und ich wurde nicht enttäuscht. Er hielt, was er mit seinen anderen Büchern versprochen hatte.

Es gibt nur eine geringfügige Änderung. In den meisten seiner Bücher erzählt er Geschichten von Familien im Laufe der Jahrhunderte, die oft lange vor unserem Kalender beginnen. Dieser beginnt im Jahr 1839 und endet im frühen 20. Jahrhundert, lange genug, um die Lebenszeit aller Protagonisten zu sehen. Und das ist der einzige Kritikpunkt, den ich an diesem Buch habe. Ich hätte mir am Ende oder am Anfang eine Liste mit allen verschiedenen Charakteren gewünscht, wie er es in all seinen früheren historischen Romanen getan hat. Auf diese Weise weiss man, wo man in der Geschichte steht. Zugegeben, dies erstreckt sich nicht einmal über ein Jahrhundert, aber die chinesischen Namen machen es etwas schwieriger, sich daran zu erinnern, wer wer ist, zumal es manchmal mehrere andere gibt, die ihre Geschichte erzählen, bevor wir zu einem Bestimmten zurückkehren. Es war immer noch möglich, sich daran zu erinnern, wer wer war, aber sonst wäre es einfacher gewesen.

Wie in all seinen anderen Büchern erfahren wir viel über die Geschichte Chinas. Ich habe viele Bücher darüber gelesen, aber dieses hier ist sehr detailliert und gibt uns so viele Informationen über die Opiumkriege und die Aufstände, die mehr oder weniger das neue China geformt haben, und wenn wir uns über etwas beschweren, was die Chinesen heute tun, unsere Länder waren für vieles davon verantwortlich. In diesem Fall nicht meins, aber wir haben genug andere Leiche in unserem Keller, deshalb werde ich nicht weiter darauf eingehen, wer dort war und wer nicht.

Ich kann verstehen, dass Edward Rutherfurd nicht die gesamte Geschichte Chinas durchgehen wollte, sie ist so umfassend und das Land ist so riesig, dass das Buch viel länger als die 784 Seiten meiner Ausgabe gewesen wäre. Ich denke, dass es eine ausgezeichnete Idee war, sich auf diesen Teil zu konzentrieren, da viele von uns unsere Geschichte aus dieser Zeit kennen und vergleichen können.

Ich würde nicht sagen, dass mir diese Art, die Geschichte eines Landes zu schreiben, lieber ist als die andere, wahrscheinlich gefällt mir die gesamte Geschichte immer noch besser, aber es gibt so viel aus diesem Buch zu lernen, dass ich es nur wärmstens empfehlen kann. Seine Bücher zu lesen ist besser als jede Geschichtsstunde, an die ich mich aus der Schule erinnere.

Ich hoffe, dass er noch viele, viele weitere schreiben wird.

Buchbeschreibung:

"Opulent, farbenprächtig, hochspannend und zutiefst menschlich.

Der historische Roman 'Das Reich der Mitte' von Bestseller-Autor Edward Rutherfurd entführt ins chinesische Kaiserreich des 19. Jahrhunderts und erzählt vom Zusammenprall von Ost und West, der schließlich zur Entstehung des heutigen China führte.

China, 1838: das stolze Kaiserreich ist für Fremde meist unerreichbar. Abenteurer schmuggeln Opium ins Land, um es gegen Tee, die im Westen so begehrte Handelsware, zu tauschen. Die Versuche der Qing-Dynastie, der Droge Einhalt zu gebieten, führen schließlich zu den Opiumkriegen, die das uralte Kaiserreich für immer verändern sollten. Von den schicksalhaften, blutigen Konflikten des neunzehnten Jahrhunderts über Maos Kulturrevolution bis in die Gegenwart, von Shanghai über Peking und die Chinesische Mauer entspinnt sich eine große Geschichte über Glücksritter, Abenteurer, Gewinner und Verlierer, über den Aufstieg und Fall eines großen Kaiserreichs und den immerwährenden Konflikt zwischen Kulturen, Traditionen und Weltmächten.

Edward Rutherfurds epischer historischer Roman erzählt die Geschichte von Missverständnissen und Demütigungen, von Habgier, Liebe und uralten Traditionen - eine monumentale Saga, die in ihrer Dramatik und Ehrlichkeit das heute China verstehen hilft."

Hier ist ein Link zu all meinen Berichten über seine englischen Bücher.