3. Phantomwise: 1972 (Phantomwise: 1972)
Dienstag, 18. August 2026
Oates, Joyce Carol "Cardiff am Meer"
3. Phantomwise: 1972 (Phantomwise: 1972)
Freitag, 14. August 2026
Koch, Herman "Angerichtet"
- Das Gespräch war gleichermaßen intensiv und anregend.
- Insgesamt waren wir uns einig, dass der Roman fantastisch geschrieben ist und über einen so starken Erzählfluss verfügt, dass man ihn kaum aus der Hand legen mag. Die Spannung baut sich subtil, aber äußerst intensiv auf; dem Autor gelingt es zudem, klassische Erzählstrukturen aufzubrechen und dabei – im weiteren Verlauf der Geschichte – ganz beiläufig die Sichtweise des Lesers auf die einzelnen Figuren zu verändern. Obwohl die meisten von uns das Buch liebten, waren wir uns doch darin einig, dass wir eigentlich keine der Figuren wirklich sympathisch fanden – und es wirkte fast so, als hätte der Autor selbst keinerlei "Lieblinge" unter ihnen.
- Viele Leser bewerteten das Buch sehr positiv (4/5 oder 5/5), wenngleich einige ihm aufgrund der verstörenden und moralisch düsteren Natur der Geschichte lediglich 3/5 Punkte gaben. Für die meisten von uns war Koch ein neuer Autor, und wir hatten das Gefühl, dass wir dieses Buch ohne die Gruppe wahrscheinlich nicht entdeckt hätten. Einige Mitglieder hatten zudem bereits Verfilmungen der Geschichte gesehen – darunter die Adaption aus dem Jahr 2017, den niederländischen Film Het Diner (2013) sowie die italienische Verfilmung I nostri ragazzi (2014). Einigen Lesern gefiel der Roman so gut, dass sie umgehend weitere Werke Kochs auf ihre Leselisten setzten – insbesondere "Sommerhaus mit Swimming Pool" (Zomerhuis met zwembad).
- Eines der Hauptthemen der Diskussion war die Moral und die Frage, wie das Buch unsere moralische Wahrnehmung herausfordert. Wir sprachen über die Einstellungen gegenüber Obdachlosen, Minderheiten und anderen benachteiligten Gruppen – sowohl in Finnland als auch weltweit. Die Geschichte regte uns dazu an, zu hinterfragen, was Gerechtigkeit eigentlich bedeutet: Gilt Gerechtigkeit nur dann, wenn sie durch formelle Bestrafung und ein Gerichtsverfahren herbeigeführt wird? Zudem erörterten wir, welchen Wert die Gesellschaft Opfern beimisst. Wenn das Opfer ein Obdachloser ohne Familie oder engen sozialen Kreis ist, mag die Öffentlichkeit zwar kurzzeitig entsetzt sein, wendet sich jedoch rasch wieder anderen Nachrichten zu. Wenn niemand mehr übrig bleibt, um zu trauern oder Rechenschaft zu fordern, fragten wir uns, ob eine Bestrafung dann noch wirklich als Gerechtigkeit empfunden wird – oder ob sie eher zu einem symbolischen Akt für das Gewissen der Gesellschaft verkommt.
- Ein weiteres zentrales Thema war die Elternschaft: das Spannungsverhältnis zwischen dem Beschützerinstinkt der Eltern und der Erkenntnis, dass Liebe auch bedeuten kann, Grenzen zu setzen. Das Buch warf schwierige Fragen auf: Wie weit ist ein Elternteil bereit zu gehen, um die Zukunft seines Kindes zu sichern? Und kann dieser Schutz womöglich in moralische Mittäterschaft umschlagen?
- Wir diskutierten auch die Kulisse des Restaurants als eine Art Bühne. Das Ritual des gemeinsamen Essengehens, der höfliche Ablauf der Gänge sowie die Anwesenheit von Kellnern und anderen Gästen erzeugen eine Fassade der Zivilisiertheit, die in scharfem Kontrast zu den verstörenden Themen steht, die dort verhandelt werden. Diese theatralische Atmosphäre beeinflusst unsere Wahrnehmung der Figuren und lässt deren Reaktionen, Umgangsformen und ihr Verhalten gegenüber anderen im Verlauf des Abends noch entlarvender erscheinen.
- Besonders ausgiebige Diskussionen löste die Charakteranalyse aus. Zunächst neigten viele von uns dazu, den bekannten Politiker Serge auf der Grundlage der Darstellung durch den Erzähler zu verurteilen. Babette wirkte auf uns wie eine Dame der Gesellschaft, der die Wahrung des schönen Scheins wichtiger war als moralische Verantwortung. Claire überraschte viele Leser durch ihre Kälte und die extremen Schritte, die sie bereit war zu unternehmen, um die Zukunft ihres Kindes zu schützen. Der Erzähler Paul hingegen entpuppte sich nach und nach als unzuverlässig; möglicherweise leidet er an einer schweren psychischen Störung, von der er befürchtet, sie an seinen Sohn Michel vererbt zu haben. Im weiteren Verlauf der Geschichte begannen wir, seine Version der Ereignisse anzuzweifeln: Bildete er sich bestimmte schreckliche Gedanken und Taten nur ein – oder handelte es sich bei ihm tatsächlich um einen Psychopathen? Zudem reflektierten wir darüber, wie seine Denkweise womöglich Michels Weltbild und Handeln geprägt haben könnte.
- Wir schätzten es sehr, wie der Roman – vermittelt durch einen einzigen, subjektiven Erzähler – unterschiedliche Arten der Weltwahrnehmung und -akzeptanz darstellt und wie geschickt er unsere Sympathien verschiebt, ohne dass wir dies zunächst überhaupt bemerken.
- Das Buch enthält zudem zahlreiche literarische und moralische Bezüge. Es spielt auf Werke wie "Flussfahrt" (Deliverance) von James Dickey an (das wir einen Monat später gelesen haben) und greift viele berühmte biblische Moralgeschichten auf – insbesondere Themen wie Schuld, Gericht und moralische Verantwortung; hierzu zählen etwa die Geschichte von Kain und Abel sowie allgemeinere biblische Betrachtungen über Sünde, Heuchelei und Gerechtigkeit.
- Schließlich zogen wir Vergleiche zwischen "Angerichtet" und anderen Büchern, die ähnliche moralische Dilemmata behandeln. Zu den erwähnten Titeln zählten Thomas Manns "Der Tod in Venedig", Albert Camus' "Der Fremde" (L'étranger) sowie Chuck Palahniuks "Fight Club" (Fight Club) (insbesondere hinsichtlich der unzuverlässigen Erzählweise und der verzerrten moralischen Argumentation) und "American Psycho" (American Psycho).
- Nach der Erörterung dieser Themen verlagerte sich das Gespräch ganz natürlich hin zu einer breiteren Diskussion über Sekten, die häusliche Beschulung von Kindern und Tara Westovers Memoiren "Befreit" (Educated) – und darüber, wie deren Themenkreise (Erziehung, elterliche Autorität und die Prägung der kindlichen Weltanschauung) auf interessante Weise mit den moralischen und familiären Dynamiken verknüpft sind, die in "Angerichtet" beleuchtet werden.
- Alles in allem führten wir also eine äußerst facettenreiche Diskussion.
Buchbeschreibung:
"Zwei Ehepaare - zwei Brüder und ihre Frauen - haben sich zum Essen in einem Spitzenrestaurant verabredet. Sie sprechen über Filme und Urlaubspläne und vermeiden zunächst das eigentliche Thema: die Zukunft ihrer Söhne Michel und Rick. Die beiden Fünfzehnjährigen haben etwas getan, was ihr Leben für immer ruinieren kann. Paul Lohman, der Erzähler und Vater von Michel, will das Beste für seinen Sohn. Und ist bereit, dafür weit zu gehen, sehr weit. Auch die anderen am Tisch haben ihre eigene, geheime Agenda. Während des Essens brechen die Emotionen auf, schwelende Konflikte zwischen den Brüdern entladen sich, und auf einmal steht eine Entscheidung im Raum, die drei der vier mit aller Macht verhindern wollen."
Montag, 27. Juli 2026
Lehane, Dennis "Shutter Island"
Ich hatte nicht erwartet, dass mir dieses Buch gefallen würde, da ich kein großer Fan von Kriminalgeschichten bin. Umso positiver war ich überrascht festzustellen, dass es sich hier nicht um die übliche Thriller- oder Actionfilm-Handlung handelt – sprich: Es gibt hier tatsächlich eine echte Handlung.
Eine packende Geschichte, die mit dem Verstand spielt. Und die Wendung am Ende hat mich völlig sprachlos zurückgelassen. Im Gegensatz zu vielen anderen Teilnehmern, hatte ich den Film nicht gesehen.
Allerdings halte ich es – wie die meisten Geschichten dieser Art – nicht für besonders geeignet für einen Lesekreis; worüber sollen wir schon diskutieren? Sicher, man kann über psychische Erkrankungen, PTBS, Klinikaufenthalte usw. sprechen. Aber das führt alles vom eigentlichen Geschehen weg.
Dennoch: lesenswert.
Ein Zitat von Seite 279 meiner Ausgabe – etwas, das ich mich selbst oft frage:
"Gott schickt uns Erdbeben, Wirbelstürme, Tornados. Er gibt uns Berge, die Feuer auf unsere Häupter speien. Ozeane, die Schiffe verschlingen. Er gibt uns die Natur, und die Natur ist eine lächelnde Mörderin. Er schickt uns Krankheiten, damit wir im Angesicht des Todes glauben. Er gab uns Büros, nur damit wir spüren konnten, wie unser Leben darin aus uns herausblutet. Er gab uns Lust und Wut und Gier und unsere schmutzigen Herzen. Damit wir in seinem Namen Gewalt ausüben konnten. Es gibt keine moralische Ordnung, die so rein ist wie dieser Sturm, den wir gerade erlebt haben. Es gibt überhaupt keine moralische Ordnung. Es gibt nur eines: Kann meine Gewalt deine besiegen?" (übersetzt von mir)
Kommentare vom Lesekreis:
- "Das Buch kam in der Gruppe sehr gut an; alle bewerteten es mit 4 oder 5 von 5 Punkten.
- Viele von uns hatten das Buch zuvor noch nicht gelesen, doch eine große Anzahl kannte bereits die Verfilmung von Martin Scorsese. Dies führte zu einer interessanten Situation, da viele Leser die entscheidende Wendung schon kannten, bevor sie das Buch überhaupt aufschlugen. Dennoch herrschte Einigkeit darüber, dass der Roman äußerst fesselnd blieb. Mehrere Mitglieder bemerkten, dass es durch das Wissen um das Ende leichter fiel, Hinweise und Details im Verlauf der Geschichte wahrzunehmen – wenngleich sich einige fragten, ob das Buch ohne dieses Vorwissen vielleicht noch besser oder aber weniger wirkungsvoll gewesen wäre.
- Einer der am häufigsten gelobten Aspekte des Romans war Lehanes Schreibstil. Die Mitglieder hoben immer wieder die bildhafte Sprache und die Atmosphäre hervor, die er im gesamten Buch schafft. Die Insel, das Wetter und die Klinik wirkten überzeugend und hinterließen einen bleibenden Eindruck. Zudem wurde gelobt, wie hervorragend es Lehane gelingt, den Leser in die 1950er-Jahre zu versetzen. Sprache, Dialoge und die Haltung der Figuren vermitteln ein starkes Gefühl für Zeit und Ort.
- Ein Großteil unserer Diskussion drehte sich um den Aufbau des Romans. Wir sprachen über die unzuverlässige Erzählweise, die in der Geschichte verstreuten Hinweise und die Art und Weise, wie Lehane den Leser zu bestimmten Annahmen verleitet. Auch einzelne Figuren und ihre Rollen in der Geschichte wurden erörtert – insbesondere, wie unterschiedlich man sie betrachtet, sobald man die Wahrheit hinter dem Rätsel kennt.
- Auch die Themen Trauma, Schuld, Erinnerung und Selbsttäuschung regten zu Diskussionen an. Wir debattierten über die Klinik selbst, ihre Methoden und die ethischen Fragen, die sich aus der Behandlung der Patienten ergeben. Natürlich war auch das Ende ein zentrales Thema; dabei gab es unterschiedliche Ansichten zu Teddys finaler Entscheidung und deren Interpretation.
- Wie bei unseren Diskussionen üblich, suchten wir nach Verbindungen zu anderen Büchern, die wir bereits gelesen hatten. Diesmal kamen Fight Club und der finnische Roman Rikosetsivien vapaapäivä zur Sprache, da beide Werke den Leser dazu anregen, frühere Ereignisse neu zu bewerten und das eigene Verständnis des Geschehens zu hinterfragen.
- Schließlich kam auch Dennis Lehane als Autor allgemein zur Sprache. Mehrere Mitglieder merkten an, dass etliche seiner Romane verfilmt und hochgelobt wurden und Shutter Island nicht das einzige Beispiel für eine gelungene Adaption seiner Werke für die Leinwand ist. Das Buch inspirierte zudem einige Mitglieder dazu, weitere Werke von Lehane auf ihre Leselisten zu setzen.
"Shutter Island war eine herrlich gruselige Lektüre, die gerade während der unangenehmen jüngsten Hitzewelle in Ontario, Kanada, genau das Richtige war. Ein Täuschungsmanöver folgte auf das nächste. Mir gefiel das vielschichtige Zusammenspiel von Umständen, Persönlichkeiten, Hinweisen und Interpretationen. Das unterscheidet sich stark von meiner sonst eher sanften Lektüre, und ich bin dankbar für diese bereichernde neue Erfahrung."
Nochmals vielen Dank an unsere Leiterin Karin, die einen großartigen Rückblick zusammengestellt hat.
Wir haben dies im Juli 2026 in unserem internationalen Online-Lesekreis gelesen.
Buchbeschreibung:
"Im Sommer des Jahres 1954 nehmen die US-Marshals Edward Daniels und Chuck Aule Ermittlungen im Ashecliffe Hospital auf, einer Klinik für psychisch kranke Schwerverbrecher, untergebracht auf einer Insel vor der Küste von Massachusetts: Shutter Island. Rachel Solando, eine Kindsmörderin, ist spurlos aus ihrer verschlossenen Zelle verschwunden. Als ein Hurrikan aufzieht, sind die beiden Marshals auf der Insel gefangen. Doch ist die Jagd nach Rachel Solando wirklich der einzige Grund, aus dem Edward Daniels nach Shutter Island gekommen ist?"
Samstag, 11. Juli 2026
Herbert, Xavier "Capricornia"
Dieses Buch wurde mir von meinen australischen Freunden als Klassiker ihres Landes empfohlen. Es war zwar keine leichte Lektüre, aber ich war nicht enttäuscht. Der Autor beschreibt darin das Leben im australischen Norden zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Er erzählt vom Leben der weißen Siedler und der Aborigines, die schon seit Urzeiten auf diesem Kontinent lebten, vom neuen Leben, das durch die Vermischung beider Gruppen entstand – den "Mischlingen", den sogenannten "Yeller Fellers" (gelbe Typen) und den "Quadroons" – und den Problemen, die sich aus dieser Vermischung ergaben. Ich habe nie verstanden, wie man eine Rasse für besser als die andere halten und gleichzeitig diejenigen, die beide Rassen in sich tragen, in verschiedene Kategorien einteilen kann. Wenn man beispielsweise einen asiatischen Elternteil zwischen den "weißen" und "schwarzen" Eltern hat, ist man besser als diejenigen mit mehr "schwarzen" Vorfahren, aber immer noch schlechter als diejenigen mit mehr "weißen" Vorfahren usw. Das erscheint mir unglaublich, und ich will es gar nicht verstehen.
Ein großartiger Einblick in einen Kontinent, den ich heute kaum kenne, geschweige denn vor hundert Jahren. Ich habe ein paar Freunde in Australien, und mein Sohn hat sechs Monate dort verbracht, aber das hat mir nicht viel über deren Geschichte beigebracht. Dieses Buch hingegen schon. Eine informative, fesselnde und berührende Geschichte.
Eine lohnende Lektüre. Wer sich für Australien interessiert, sollte ihn unbedingt lesen. Er inspirierte Baz Luhrmann offenbar zu seinem Film "Australia", den ich ebenfalls sehr empfehlen kann, obwohl die Geschichte einen völlig anderen Hintergrund hat und zeitlich etwas später spielt.
Buchbeschreibung:
"Eine fesselnde Erzählung über die Herausforderungen des Lebens in Capricornia, Australien, durch die Linse von Imperialismus und kolonialer Geschichte"
Mittwoch, 24. Juni 2026
Hawkins, Paula "Girl on the Train - Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich"
"Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht.
Montag, 18. Mai 2026
Grann, David "Der Untergang der Wager"
Was für eine interessante Geschichte! Nicht nur wegen des Schicksals dieses Schiffes, sondern auch wegen des Lebens an Bord zu jener Zeit. Ich habe schon einige Bücher über Seereisen gelesen (z. B. Master and Commander/Kurs auf Spaniens Küste), und sie sind immer spannend. Dieses Buch handelt vom Leben auf einem Schiff während eines Krieges, von einem Schiffbruch und einer Meuterei. Das ist der Hintergrund vieler Romane aus dieser Zeit, in denen Seeleute vorkommen. Ich denke da besonders an die Geschichten von Jane Austen, deren Brüder Seeleute waren und die in den meisten ihrer Bücher neben Geistlichen (die ihren Vater und einen Bruder repräsentierten) auch Seeleute einfließen ließ. Dieses Buch ergänzt diese Erzählungen.
Wenn ihr also mehr über das Leben auf diesen Schiffen erfahren möchtet, ist dieses Buch genau das Richtige.
Ach ja, habe ich schon erwähnt, dass es auf einer wahren Begebenheit beruht?
Buchbeschreibung:
"Im Januar 1742 wird ein windschiefes Segelboot an die Küste Brasiliens gespült. An Bord 30 Männer, die einzigen Überlebenden des königlichen Eroberungsschiffs 'The Wager', das in einem Sturm zerschellt ist. Sechs Monate später landen drei Schiffbrüchige an der Küste Chiles und behaupten, die 30 Männer seien Meuterer, die sich den königlichen Befehlen widersetzt und skrupellos gemordet hätten… Wer lügt, wer sagt die Wahrheit? Das soll ein britisches Kriegsgericht entscheiden. Es geht um Leben oder Tod. David Grann spinnt aus dem Archivmaterial eines historischen Kriminalfalls eine Erzählung so packend und atmosphärisch dicht wie ein Abenteuerroman erster Güte. Schuld und Unschuld, Treue und Verrat liegen eng beieinander, und am Ende kommt eine schockierende Wahrheit zutage."
Donnerstag, 30. April 2026
Eco, Umberto "Der Name der Rose"
Ich glaube, ich wollte dieses Buch lesen, seit ich das erste Mal von dem Film gehört habe. Und das ist schon ein paar Jahrzehnte her. Nun, endlich habe ich es geschafft. Aber ich weiß immer noch nicht, warum es "Der Name der Rose" heißt, aber vielleicht bleibt das für immer ein Rätsel.
Das Buch selbst ist definitiv ein Kriminalroman. Ein Kloster im 14. Jahrhundert. Ein Tod folgt dem anderen, manche erscheinen sehr verdächtig, doch bei den meisten ist klar, dass ein anderer Mensch den Tod verursacht hat. Mit anderen Worten: Ein Massenmörder treibt sein Unwesen. Zwei Mönche, die das Kloster besuchen, beginnen zu ermitteln und stoßen auf viele Verbindungen, manche schlüssig, andere eindeutig falsch.
Aber das ist nicht der spannendste Teil der Geschichte, zumindest nicht für mich. Ich bin nicht der größte Fan von Krimis. Was mich aber fasziniert, ist die Bibliothek und das Labyrinth, das sie umgibt, um zu verhindern, dass Unbefugte Bücher lesen. Wenn ihr euch für mittelalterliche Gebäude, Labyrinthe und insbesondere Bibliotheken interessiert, ist dies das ideale Buch für euch. Außerdem gibt es viele bekannte Namen und zahlreiche Anspielungen auf reale und fiktive Personen (Bruder Wilhelm von Baskerville, auch bekannt als Sherlock Holmes, der blinde Mönch Jorge von Burgos, eine Hommage an Jorge Luis Borges).
Es finden sich viele biblische Bezüge, beispielsweise die sieben Posaunen der biblischen Apokalypse, die das Ende der Welt ankündigen. Diese dienen nicht nur als Erzählstruktur, der Roman ist auch in sieben Tage unterteilt.
Die Ausführungen über die Franziskaner fand ich ebenfalls interessant. Da ich in einem Dorf mit einem Franziskanerkloster aufgewachsen bin und mein Leben lang Franziskanermönche kannte, war es mir neu, dass sie anfangs als Ketzer galten.
Ich hätte diese Abtei sehr gerne besucht und die Bibliothek wie die Protagonisten erkundet. Da mir dies aber nicht möglich ist, werde ich das Buch wohl noch einmal lesen müssen. Was ich ganz sicher eines Tages tun werde.
Wer sich für das Mittelalter, für Bücher, für Kriminalromane oder für Klassiker interessiert, sollte es auch lesen.
Buchbeschreibung:
"Daß er in den Mauern der prächtigen Benediktinerabtei an den Hängen des Apennin das Echo eines verschollenen Lachens hören würde, das hell und klassisch herüberklingt aus der Antike, damit hat der englische Franziskanermönch William von Baskerville nicht gerechnet. Zusammen mit Adson von Melk, seinem etwas tumben, jugendlichen Adlatus, ist er in einer höchst delikaten politischen Mission unterwegs. Doch in den sieben Tagen ihres Aufenthalts werden die beiden mit kriminellen Ereignissen und drastischen Versuchungen konfrontiert: Ein Mönch ist im Schweineblutbottich ertrunken, ein anderer aus dem Fenster gesprungen, ein dritter wird tot im Badehaus gefunden. Aber nicht umsonst stand William lange Jahre im Dienste der heiligen Inquisition. Das Untersuchungsfieber packt ihn. Er sammelt Indizien, entziffert magische Zeichen, entschlüsselt Manuskripte und dringt immer tiefer in ein geheimnisvolles Labyrinth vor, über das der blinde Jorge von Burgos wacht."
Mittwoch, 22. April 2026
Morton, Kate "Die Tochter des Uhrmachers"
Buchbeschreibung:
"Birchwood Manor 1862: Der talentierte Edward Radcliffe lädt Künstlerfreunde in sein Landhaus am Ufer der Themse ein. Doch der verheißungsvolle Sommer endet in einer Tragödie – eine Frau verschwindet, eine andere stirbt …
Montag, 20. April 2026
Hunter, Stephen "Nacht des Donners"
Buchbeschreibung:
"Talk about a ride!
Mittwoch, 8. April 2026
Godfrey, Jennie "Unser Buch der seltsamen Dinge"
Dieses Buch wurde von unserem örtlichen Lesekreis einstimmig für unsere Diskussion im März 2026 ausgewählt. Es ist eine interessante Geschichte über zwei Mädchen, die einen Serienmörder jagen. Ihre Hauptbemühungen bestehen darin, die Menschen in ihrem Umfeld zu "untersuchen", sprich: herumzuschnüffeln. Wie man sich denken kann, richten sie damit mehr Schaden als Nutzen an.
Ich hätte dieses Buch im Buchladen wahrscheinlich nie entdeckt; es wirkte eher wie kitschige "Frauenliteratur". Und dass es ein Sunday-Times-Bestseller ist, spricht auch nicht gerade dafür. Aber das Mitglied, das es vorgeschlagen hat, hatte es gelesen und fand es gut. Und ich weiß, dass sie einen guten Geschmack hat.
Neben der Geschichte des "Yorkshire Rippers" behandelt das Buch viele verschiedene Themen: Erwachsenwerden, erste Liebe, psychische Erkrankungen, Rassismus – fast alles, was einem dazu einfällt.
Obwohl mir das Buch insgesamt gut gefallen hat, war ich vom Ende nicht so begeistert. Vielleicht wollte die Autorin etwas Abwechslung, aber es hätte anders sein können. Es hätte anders sein sollen.
Wir hatten ein wundervolles Gespräch über dieses Buch. Es wurden ja so viele Schicksale angesprochen.
Wir fanden außerdem heraus, dass "das Titelbild einen Raben zeigt, der die Themen Neugier, Intelligenz und die bedrohliche Atmosphäre symbolisiert, und die Milchflasche das britische Schulleben jener Zeit repräsentiert. Der Vogel steht für das dunkle, gefährliche Eindringen der Außenwelt und spiegelt die Angst wider, die in Yorkshire zur Zeit der Morde herrschte." (KI)
Buchbeschreibung:
"Miv und ihre beste Freundin Sharon sind unzertrennlich. Als Mivs Vater mit der Familie wegziehen möchte, bricht für sie eine Welt zusammen. Eine brutale Mordserie hält Yorkshire in Atem, doch ihr Zuhause und Sharon hinter sich zu lassen, kann Miv sich trotzdem nicht vorstellen. Egal, wie seltsam es dort auch geworden ist, seitdem ihre Mutter aufgehört hat zu sprechen und Tante Jean sich nun um alles kümmert. Was wäre, wenn der Mörder gefasst würde? Könnte Miv dann bleiben? Also beginnen die beiden Mädchen, auf eigene Faust die Menschen in ihrer Nachbarschaft zu beobachten – und setzen dabei Dinge in Gang, die alles verändern werden.
Einfühlsam und klug erzählt Jennie Godfrey von Familie, Freundschaft und Zusammenhalt und eröffnet ein weites Gesellschaftspanorama, voll ergreifender Schicksale und liebenswerter Figuren."
Freitag, 20. März 2026
Mankell, Henning "Die rote Antilope"
Buchbeschreibung:
"Ende des 19. Jahrhunderts reist ein junger Mann aus Schweden nach Südafrika. Der gescheiterte Student und Abenteurer Hans Bengler hofft, mit einem unbekannten Insekt zurückzukommen, das ihn berühmt machen soll. Stattdessen entdeckt er bei einem Großwildjäger am Rande der Kalahariwüste einen verwaisten Buschmannjungen und beschließt, ihn nach Europa mitzunehmen.
Wer war dieser kleine schwarze Junge, der auf einem Friedhof in Schonen begraben liegt? Welches Drama hat sich in seinem kurzen Leben abgespielt? Und was geschah zwischen ihm und dem weißen Mädchen, das eines Tages aus seinem Elternhaus verschwand und einem Mord zum Opfer fiel?"
Montag, 9. Februar 2026
Shriver, Lionel "Wir müssen über Kevin reden"
"Evas Sohn Kevin hat eine furchtbare Gewalttat begangen: In der Schule hat er mehrere Menschen getötet. Von allen verurteilt und von jetzt an auf sich selbst gestellt, findet Eva den Mut, sich in aller Offenheit den quälenden Fragen auszusetzen: Hätte sie ihr Kind mehr lieben sollen? Hätte sie das Unglück verhindern können? Hätte sie ihre Ehe retten können? Stilistisch brillant und mit erschütternder Klarheit lotet dieser Roman die Tiefen und Untiefen der modernen Gesellschaft aus. Lionel Shriver erzählt aus der Sicht einer Mutter, die sich auf schmerzhafte und ehrliche Weise mit Schuld und Verantwortung auseinandersetzt."
Samstag, 7. Februar 2026
Saramago, José "Kain"
Ich liebe die Romane unserer Nobelpreisträger und konnte daher nicht widerstehen, dieses hier zu lesen. Ich habe gelesen, dass dies das letzte Buch dieses Atheisten über die Bibel ist. Hmm, das klang interessant.
"Jesus als 'Mensch unter Menschen' - lebenshungrig und voller Neugierde, sinnenfroh und genießerisch, manchmal aber auch ängstlich und unsicher. José Saramago gibt in seiner bisweilen skandalösen, stets aber glaubwürdigen "Heilandsgeschichte" den bekannten Ereignissen immer wieder überraschende, phantasievolle neue Wendungen. Er rüttelt an den Fundamenten unserer Kultur und stellt mit beeindruckender Radikalität Geschichte, Religion und Legende in Frage."
José Saramago "der mit Gleichnissen, getragen von Phantasie, Mitgefühl und Ironie, ständig aufs Neue eine entfliehende Wirklichkeit greifbar macht" erhielt den Nobelpreis für Literatur 1998.
Ich wirke an dieser Seite mit: Read the Nobels und Ihr könnt alle meine Blog-Einträge über Nobelpreisträger und ihre Bücher hier finden.
Freitag, 26. Dezember 2025
Jonasson, Jonas "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand"
"Eigentlich hat Allan Karlsson allen Grund zum Feiern: Er wird 100 Jahre alt. Das Problem ist nur, dass er im Altersheim festsitzt, noch alle Fünfe beisammen hat und sein Körper sich bisher standhaft weigert, das Zeitliche zu segnen. Zu allem Überfluss hat sich auch noch der Bürgermeister samt Lokalpresse angekündigt. Allan hat auf den ganzen Zirkus überhaupt keine Lust. So steigt er in seinen Pantoffeln kurzerhand aus dem Fenster und stellt bald ganz Schweden auf den Kopf..."
Dienstag, 23. Dezember 2025
Bradley, Alan "Flavia de Luce. Mord im Gurkenbeet"
Buchbeschreibung:
"Die junge Flavia de Luce staunt nicht schlecht, als sie im ersten Morgenlicht das Opfer eines Giftmordes in ihrem Gurkenbeet entdeckt! Da jeder ihren Vater, den sanftmütigen Colonel de Luce, für den Mörder zu halten scheint, nimmt die naseweise Flavia persönlich die Ermittlungen auf. Hartnäckig folgt sie jeder noch so abwegigen Spur – bis sie einsehen muss, dass ihr Vater tatsächlich ein dunkles Geheimnis hütet. Und so befürchtet Flavia schließlich, dass sie vielleicht eine zu gute Detektivin ist ..."
Mittwoch, 17. Dezember 2025
Mason, Daniel "Oben in den Wäldern"
Ein Buch, das eine Freundin gefunden und mir netterweise geliehen hat. Sie war sich nicht ganz sicher, ob ich lieben würde, aber sie dachte, es könnte mir gefallen. Und sie hatte Recht: ein großartiges und interessantes Buch.
Was mir zunächst nicht bewusst war: Ich hatte vor Jahren schon einmal ein Buch desselben Autors gelesen und es sehr gemocht: "Der Klavierstimmer ihrer Majestät" (The Piano Tuner).
Die Beschreibung auf der Rückseite war nutzlos, da sie mit Lobeshymnen von Kritikern durchsetzt war. Aber hier ist sie (eine bessere Version von Goodreads am Ende):
"Über vier Jahrhunderte hinweg
ist ein einzelnes Haus in den Wäldern Neuenglands
die Heimat von Ausreißern und Visionären, unzertrennlichen Zwillingen, einem unglücklich verliebten Maler, einer verzweifelten Mutter und einem skrupellosen Betrüger.
Jeder von ihnen hat eine Geschichte zu erzählen.
Bereiten Sie sich darauf vor, verändert zu werden."
Die Geschichte erinnerte mich an ein anderes Buch, das ich sehr mochte, in dem die Autorin das Leben eines Gemäldes beschreibt:
Vreeland, Susan "Mädchen in Hyazinthenblau" (Girl in Hyacinth Blue) – 1999
Und das wiederum erinnerte mich an einen Film über das Leben einer Geige:
"Die rote Violine" (Le Violon Rouge) - 1998
All diese Geschichten erstrecken sich über Jahrhunderte, und wir lernen die Besitzer oder, in diesem Fall, die Bewohner des Hauses kennen. Hier sehen wir die unterschiedlichsten Menschen (und in einem Fall sogar ein Tier), die in dem Haus im Wald leben. Lange Zeit züchten sie dort die besten Äpfel, die es je gab. Wie gern hätte ich einen dieser "Wunderäpfel" probiert!
Ich kann diesen Roman auf jeden Fall wärmstens empfehlen.
Das Buch wurde 2020 mit dem JCO Award ausgezeichnet. Ich hatte von diesem Preis noch nie gehört, obwohl ich ein großer Fan von Joyce Carol Oates bin. Er wird seit 2017 verliehen. Ich sollte mir vielleicht noch weitere Bücher der Preisträger ansehen.
Buchbeschreibung:
"Wer hat hier, wo ich wohne, schon einmal ein Leben geführt – und wer wird diesen Ort nach mir sein Zuhause nennen? Daniel Mason erzählt in seinem neuen Roman die bewegte Geschichte eines Hauses in den Wäldern von Massachusetts. Und mit ihr von den Schicksalen, Geheimnissen und Abgründen der Menschen, die das Haus über die Jahre bewohnen."
Montag, 1. Dezember 2025
Shreve, Anita "Das Gewicht des Wassers"
Buchbeschreibung:
"Der Segeltörn der Fotoreporterin Jean mit ihrer Familie, ihrem Schwager und dessen Freundin sollte eigentlich der Recherche eines über 100 Jahre zurückliegenden Mordes an zwei jungen Norwegerinnen dienen. Doch schon bald entsteht an Bord des Bootes eine Atmosphäre von erotischer Spannung und Eifersucht, die unweigerlich in einer dramatischen Katastrophe endet …"
Montag, 27. Oktober 2025
Andrew, Sally "Tannie Marias Rezepte für Liebe und Mord"
Ich lese nicht viele Krimis, aber wir schauen sie uns gerne an. Mein Mann hat dieses Juwel im Fernsehen entdeckt: eine Zeitungskolumnistin in Südafrika, die gerne kocht und all ihre Rezepte teilt, um anderen zu helfen. Ihre Rezepte klingen so toll, und es gibt sogar ein Kochbuch. Leider ist es nur in Südafrika erhältlich und wird nicht ins Ausland geliefert. Falls einer meiner Leser:innen dort lebt oder Kontakte hat, lasst es mich bitte wissen. Ich würde mich über das Buch freuen.
Tannie Maria ist jedenfalls eine sehr aktive Frau, die für sich selbst einstehen kann. Und das muss sie beweisen, denn ihre Stadt wird von einem bösen Mörder verfolgt. Gemeinsam mit ihren beiden Kolleginnen jagt sie den Jäger.
Ein wunderschöner, packender Krimi.
Auf Seite 250 gibt es einen wichtigen Kommentar, für den ich sehr dankbar bin. " ... die meisten Ärzte … machen sich nicht einmal die Mühe, auf eine Laktoseallergie zu testen. Die Wahrheit ist, dass viele Menschen Laktose nicht richtig verdauen können und sich bei manchen daraus eine schwere Allergie entwickelt. Mit zunehmendem Alter kann sie sich verschlimmern ..." Es gibt noch mehr, aber ich denke, das reicht aus, um die Schwere der Laktoseintoleranz zu verdeutlichen. Ich leide stark darunter und oft lachen die Leute nur darüber. Ich sage immer: Wenn ihr jemals eine Magen-Darm-Grippe hattet, stellt sich vor, ihr bekommt das jedes Mal, wenn ihr nur wenig Laktose zu euch nehmt. Ihr würdet es wie die Pest meiden. Leider bieten viele Restaurants und insbesondere Cafés überhaupt keine laktosefreien Gerichte an. Ich bin immer froh, wenn sie wenigstens veganes Essen anbieten, das ist für mich in Ordnung.
Buchbeschreibung:
"Südafrika, in der beschaulichen Klein Karoo: Hier lebt Tannie Maria, eine lebensfrohe Witwe, in einem Haus unter einem Eukalyptusbaum. Tannie ist eine begnadete Köchin, die ihre Gemeinde zuverlässig mit beglückenden Rezepten verzückt. Als jedoch in der Nachbarschaft eine junge Frau tot aufgefunden wird, gibt es nichts mehr, was Tannie noch in ihrer Küche hält. Noch nicht einmal der attraktive und akkurate Detective Kannemeyer kann die Hobby-Detektivin stoppen. Schon bald findet Tannie eine heiße Spur und bringt sich dabei selbst in höchste Gefahr …"
Freitag, 26. September 2025
Fitch, Janet "Weißer Oleander"
Buchbeschreibung:
"Der weiße Oleander blüht in Kalifornien im Hochsommer. Dann, wenn die Hitze unerträglich erscheint. Für die zwölfjährige Astrid beginnt zu dieser Zeit eine ruhelose und dramatische Odyssee von Pflegefamilie zu Pflegefamilie. Ihre Mutter, eine exzentrische Schriftstellerin, die zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt ist, vermag weiterhin einen dominanten Einfluss auf sie auszuüben. Erst allmählich gelingt es dem sensiblen und klugen Mädchen, einen eigenen Platz im Leben zu finden. Es zeigt sich, dass Astrid so stark wie der weiße Oleander ist, der selbst dann blüht, wenn man ihn immer wieder verpflanzt."
Donnerstag, 18. September 2025
Dorrestein, Renate "Ein Herz von Stein"
Buchbeschreibung:
"Suggestiv, psychologisch dicht und voller Spannung Ellen ist siebenunddreißig und schwanger, als sie kurz entschlossen das leer stehende Haus ihrer Eltern kauft. Damit tastet sie sich zum ersten Mal an die Bruchstücke ihrer schmerzhaften Kindheitserinnerungen heran. Anhand eines Fotoalbums versucht sie zu verstehen, wie der so glückliche Familienalltag in einer Tragödie enden konnte. Drei Geschwister und Ellens Eltern wurden dabei getötet. Warum hat gerade sie überlebt? Und kann es hinter der tiefen Trauer und Verzweiflung irgendwann eine Form von Vergebung geben?
Suggestiv, psychologisch dicht und voller Spannung erzählt Renate Dorrestein von einer Frau, die nach langer Zeit die Kraft findet, sich der eigenen Vergangenheit zu stellen."







































