Buchbeschreibung:
Dienstag, 14. April 2026
Burgess, Anthony "Die Uhrwerk-Orange"
Buchbeschreibung:
Donnerstag, 9. April 2026
Gaarder, Jostein "Sophies Welt"
Dieses Buch möchte man nicht in ein paar Tagen lesen. Es enthält viele Informationen. Man könnte es als Philosophiekurs bezeichnen. Zugegeben, es ist für junge Leute geschrieben. Aber auch für uns Ältere ist einiges darin enthalten.
"Ein Roman über zwei ungleiche Mädchen und einen geheimnisvollen Briefeschreiber, ein Kriminal- und Abenteuerroman des Denkens, ein gescheites, geistreiches, witziges Buch, ein großes Lesevergnügen - und zu allem eine Geschichte der Philosophie von den Anfängen bis zur Gegenwart."
Dienstag, 7. April 2026
Green, John "Das Schicksal ist ein mieser Verräter"
Buchbeschreibung:
"'Krebsbücher sind doof', sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod."
Samstag, 21. März 2026
Murakami, Haruki "Kafka am Strand"
Buchbeschreibung:
"Der 15-jährige Kafka Tamura reißt von zu Hause aus und flüchtet vor einer düsteren Prophezeiung seines Vaters auf die Insel Shikoku. Seine abenteuerliche Reise führt ihn in eine fremde Stadt, wo er der faszinierenden Bibliotheksleiterin Saeki begegnet und ihr verfällt. Er macht die Bekanntschaft mit einem geheimnisvollen alten Mann, der mit Katzen sprechen kann, und gleitet ab in eine fremde, seltsame Welt. Was ist Traum, was ist Wirklichkeit? Wo endet diese Reise voller rätselhafter Begegnungen und labyrinthischer Wege?"
Freitag, 13. Februar 2026
Webster, Jean "Daddy Langbein"
"Dieses Jugendbuch ist ein Liebesroman für junge Frauen. Der berühmte Klassiker wurde mit Fred Astaire verfilmt.Die junge Jerusha kann wunderbar schreiben, deshalb schickt ein reicher Gönner das Waisenkind aufs College. Er erwartet dafür jeden Monat einen Brief, in dem das Mädchen über ihre Fortschritte berichtet. Da ist Jerusha ganz in ihrem Element: freimütig und frech, voller Beobachtungsgabe und übersprudelnder Fantasie schildert sie dem ihr unbekannten Mann, den sie Daddy Langbein nennt, wie sie vorankommt und was sie bewegt. Und ihr Leben steckt voller Überraschungen!Seit Generationen wird die temperamentvolle Heldin von heranwachsenden Mädchen geliebt."
Montag, 9. Februar 2026
Shriver, Lionel "Wir müssen über Kevin reden"
"Evas Sohn Kevin hat eine furchtbare Gewalttat begangen: In der Schule hat er mehrere Menschen getötet. Von allen verurteilt und von jetzt an auf sich selbst gestellt, findet Eva den Mut, sich in aller Offenheit den quälenden Fragen auszusetzen: Hätte sie ihr Kind mehr lieben sollen? Hätte sie das Unglück verhindern können? Hätte sie ihre Ehe retten können? Stilistisch brillant und mit erschütternder Klarheit lotet dieser Roman die Tiefen und Untiefen der modernen Gesellschaft aus. Lionel Shriver erzählt aus der Sicht einer Mutter, die sich auf schmerzhafte und ehrliche Weise mit Schuld und Verantwortung auseinandersetzt."
Mittwoch, 28. Januar 2026
Weiler, Jan "Das Beste"
Nach "Älternzeit" ist das nun das siebte Pubertier-Buch. Schade, dass die Kinder jetzt erwachsen sind, denn ich glaube kaum, dass Jan Weiler noch ein weiteres Buch darüber schreiben wird. Aber er findet bestimmt auch nocht andere lustige Themen.
Auch wenn einige dieser Stücke schon einmal veröffentlicht wurden, es lohnt sich, sie alle noch einmal zu lesen. Und die neuen sind natürlich genauso lustig und fantastisch wie die alten.
Buchbeschreibung:
"Die ersten Warnzeichen der Pubertät sind kaum wahrnehmbar und noch leicht zu übersehen. Fast unbemerkt wird der Nachwuchs zunächst muffelig und maulfaul, dann aufmüpfig und liebeskrank. Doch bald ist die Verwandlung zum Pubertier perfekt und es kommt zu glanzvollen Auftritten bei Partys und Popkonzerten, aber auch auf dem heimischen Sofa, von dem sie nicht mehr wegzudenken sind. Doch in dem Moment, wo man glaubt, den Anblick der Pickelcreme im Bad und die Diskussionen über mangelnde Wokeness im Griff zu haben, ziehen die Pubertiere einfach aus und machen die Eltern damit von einem auf den anderen Tag zu Ältern. Und was nu?
In den besten Texten der Pubertier-Ära spannt Jan Weiler einen weiten Bogen und erzählt von Besuchen im Pubertier-Labor, dem Leben zwischen Teenagern und der leisen Verzweiflung ratloser Eltern."
Dienstag, 28. Oktober 2025
Danticat, Edwidge "Atem, Augen, Erinnerungen"
Ein Zitat, das mich angesprochen hat: "Sie erzählte mir von einer Gruppe von Menschen in Guinea, die den Himmel auf ihren Köpfen tragen. Sie sind das Volk der Schöpfung. Starke, große und mächtige Menschen, die alles tragen können. Ihr Schöpfer, sagte sie, gibt ihnen den Himmel zum Tragen, weil sie stark sind. Diese Menschen wissen nicht, wer sie sind, aber wenn sie in ihrem Leben viel Ärger haben, dann liegt das daran, dass sie auserwählt wurden, einen Teil des Himmels auf ihrem Kopf zu tragen."
Buchbeschreibung:
"'Ich komme aus einem Land, in dem Atem, Augen, Erinnerungen eins sind, einem Ort, an dem du deine Vergangenheit mit dir herumträgst wie das Haar auf Deinem Kopf."
Sophie ist zwölf Jahre alt, als sie ihr Heimatdorf in Haiti Hals über Kopf verlassen muß. Sie muß sich von ihrer geliebten Tante Atie trennen, die sie großgezogen hat, und sich auf eine völlig neue, komplizierte Welt einstellen: Sie soll nach New York zu einer fremden Frau - ihrer Mutter. Mit magischer Eindringlichkeit und emotionaler Intensität schildert Edwige Danticat den Werdegang der jungen Sophie, die vor allem eines lernen muß: sich selbst und ihren Ursprung zu verstehen."
Montag, 13. Oktober 2025
Pessl, Marisha "Die alltägliche Physik des Unglücks"
"Blue hat den Blues. Ihr Vater, der Universitätsprofessor, zieht schon wieder um. Nie länger als ein Semester bleiben Tochter und Vater an einem Ort. Bald kennt Blue jedes College. Zum Glück hat sie die Bücher – ihre engsten Vertrauten. Und so hungrig wie sie Geschichten auf Papier verschlingt, so lustvoll stürzt sie sich ins pralle Leben: Charmant und witzig besticht sie als wandelndes Lexikon und lässt zugleich keine Wodkaflasche an sich vorbeiziehen. Jeder weiß, Blue ist besonders. Man liegt ihr zu Füßen. Und dann passiert ein mysteriöser Mord und ihr Leben gerät aus den Fugen. Ein Aufsehen erregender und temporeicher Roman und ein spannend komischer Streifzug quer durch die Sätze von Shakespeare bis Cary Grant."
Freitag, 10. Oktober 2025
Adichie, Chimamanda Ngozi "Americanah"
Ich habe "Die Hälfte der Sonne" (Half of a Yellow Sun) von dieser Autorin gelesen und fand es sehr gut. Auch dieser Roman handelt von Nigeria, wenn auch ganz anders. Er spielt etwa dreißig Jahre nach den Ereignissen des ersten Buches (dem Biafra-Krieg). Die Autorin erzählt die Geschichte einer jungen Frau aus Nigeria, die in die USA auswandert und Jahre später zurückkehrt.
Für mich war das Buch nicht nur wegen der vielen Informationen über Nigeria interessant, sondern auch, weil es meinem Leben ähnelt. Ich bin zwar nicht aus einer kriegszerrütteten Region geflohen, habe aber fast die Hälfte meines Lebens im Ausland verbracht. Immer wieder höre ich Kommentare von anderen, die das nicht getan haben und die eine ganz andere Vorstellung davon haben - sowohl von Menschen aus meinem Heimatland als auch von denen aus meinem Gastland. Für mich ist dies also nicht nur ein Buch über Nigeria, sondern auch über Einwanderer und ihre zerrissenen Welten. Es ist weniger eine Liebesgeschichte, sondern vielmehr eine Geschichte darüber, was man tut, wenn man irgendwo landet, wo man nicht erwünscht ist. Es hätte genauso gut die Geschichte meines Lebens sein können, ohne die schiefgegangene Liebesgeschichte. Genau wie Ifemelu bin ich in mein Heimatland zurückgekehrt, und es ist nicht mehr dasselbe wie damals, als ich es verlassen habe.
Buchbeschreibung:
"Chimamanda Adichie erzählt von der Liebe zwischen Ifemelu und Obinze, die im Nigeria der neunziger Jahre ihren Lauf nimmt. Dann trennen sich ihre Wege: Die selbstbewusste Ifemelu studiert in Princeton, Obinze strandet als illegaler Einwanderer in London. Nach Jahren stehen sie plötzlich vor einer Entscheidung, die ihr Leben auf den Kopf stellt. Adichie gelingt ein eindringlicher, moderner und hochpolitischer Roman über Identität und Rassismus in unserer globale Welt."
Freitag, 26. September 2025
Fitch, Janet "Weißer Oleander"
Buchbeschreibung:
"Der weiße Oleander blüht in Kalifornien im Hochsommer. Dann, wenn die Hitze unerträglich erscheint. Für die zwölfjährige Astrid beginnt zu dieser Zeit eine ruhelose und dramatische Odyssee von Pflegefamilie zu Pflegefamilie. Ihre Mutter, eine exzentrische Schriftstellerin, die zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt ist, vermag weiterhin einen dominanten Einfluss auf sie auszuüben. Erst allmählich gelingt es dem sensiblen und klugen Mädchen, einen eigenen Platz im Leben zu finden. Es zeigt sich, dass Astrid so stark wie der weiße Oleander ist, der selbst dann blüht, wenn man ihn immer wieder verpflanzt."
Montag, 11. August 2025
Hornby, Nick "About a Boy"
Ein witziger, aber auch nachdenklicher und berührender Roman. Will, der ewige Teenager, trifft auf Marcus, das seltsame Kind. Sie lernen sich kennen und wachsen zusammen. Beide sehen das Familienleben vorher und nachher mit anderen Augen. Und auch das Single-Leben. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Und obwohl das Ende geändert wurde, hat mir auch der Film gefallen.
Buchbeschreibung:
"Kinder sind so ungefähr das letzte, was sich Will Freeman, 36 Jahre alt und überzeugter Single, wünscht. Er lebt gut und faul von den Tantiemen eines Weihnachtslieds, das sein Vater 1938 komponiert hat. Seine Tage verbringt er mit Nichtstun, und für die Abende bemüht er sich zur Abwechslung mal um junge, alleinerziehende und gutaussehende Mütter. Marcus mit seinen zwölf Jahren hat ganz andere Probleme. Seine Eltern haben sich getrennt, und seine Mutter hat die beängstigende Neigung, beim Frühstück zu weinen. Ausserdem hasst sie Turnschuhe an Kinderfüssen. Die falsche Kleidung, der falsche Haarschnitt und eine von der Mutter geerbte musikalische Neigung für Joni Mitchell machen Marcus in der Schule zum Aussenseiter. Zum Glück bringt ihn das Schicksal mit Will zusammen, der Experte in Mode und Popmusik und Fussball ist. Marcus merkt bald, wie nützlich ihm Will beim Aufbau einer neuen Persönlichkeit sein kann. Fast gegen seinen Willen gerät Will so in den Sog von Kindern und Müttern..."
Freitag, 27. Juni 2025
Frank, Anne "Das Tagebuch der Anne Frank"
Buchbeschreibung:
"Dieses lebendige, Einblick gewährende Tagebuch ist seit seiner ersten Veröffentlichung 1947 ein geliebter Klassiker und ein passendes Denkmal für den begabten jüdischen Teenager, der 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen ums Leben kam. 1929 geboren, bekam Anne Frank zu ihrem 13. Geburtstag ein neues, unbeschriebenes Tagebuch geschenkt, nur wenige Wochen bevor sie und ihre Familie im von den Nazis besetzten Amsterdam untertauchen mußten. Ihre wunderbar detaillierten persönlichen Eintragungen zeichnen 25 anstrengende Monate klaustrophobischer, streitgeladener Intimität mit ihren Eltern, ihrer Schwester, einer zweiten Familie und einem älteren Zahnarzt nach, der wenig Toleranz für Annes Lebhaftigkeit zeigt. Der universelle Reiz des Tagebuchs beruht auf seiner fesselnden Mischung aus den schmuddeligen Besonderheiten des Lebens im Krieg (karge, schlechte Mahlzeiten; schäbige Kleider, aus denen man längst herausgewachsen ist, die aber nicht ersetzt werden können; die ständige Angst, entdeckt zu werden) und der offenherzigen Auseinandersetzung über Gefühle, die jedem Heranwachsenden bekannt sind: 'Jeder kritisiert mich, niemand erkennt meine wahre Natur, wann werde ich endlich geliebt?' Aber Anne Frank war kein gewöhnlicher Teenager: Die späteren Eintragungen verraten einen für eine kaum 15jährige bemerkenswerten Sinn für Mitgefühl und spirituelle Tiefe. Ihr Tod verkörpert den Wahnsinn des Holocaust, aber für die Millionen, die Anne durch ihr Tagebuch kennengelernt haben, ist er auch ein sehr persönlicher Verlust."
Montag, 23. Juni 2025
McCourt, Frank "Tag und Nacht und auch im Sommer"
Frank McCourts dritter (und letzter) Bericht über sein interessantes Leben. Diesmal erzählt er von seinen dreißig Jahren als Highschool-Lehrer in New York. Er unterrichtete in armen und reichen Vierteln und hat alles erlebt. Er erzählt von besonderen Schülern und seinem Alltag, in dem er ihnen beibrachte, gutes Englisch zu lernen und sich selbst so gut kennenzulernen, dass sie in die Welt hinausgehen können.
Ich glaube, Frank McCourt war ein großartiger Lehrer. Er probierte viele verschiedene Ansätze aus und spielte nicht die Spielchen, die die Schüler mit all ihren Lehrern spielen. Er durchschaute sie, ließ sich aber auch von ihnen durchschauen. Das bewundere ich am meisten: Er öffnete sich den Schülern. Er war nicht nur derjenige, der Fragen stellte, sondern auch derjenige, der ihnen von seiner Kindheit erzählte, von seinen Schwierigkeiten, dorthin zu gelangen, wo er jetzt war. Er gab ihnen Hoffnung, dass sie ihre Träume eines Tages verwirklichen könnten, egal woher sie kamen.
Nach "Die Asche meiner Mutter" (Angela's Ashes) und "Ein rundherum tolles Land" ('Tis) muss man dieses Buch einfach lesen – es macht ein Leben komplett.
Buchbeschreibung:
"Dreißig Jahre lang hat Frank McCourt, der Amerikaner mit der unglücklichen irischen katholischen Kindheit, in New Yorker Schulen unterrichtet. Jetzt erzählt er, was er von seinen insgesamt zwölftausend Schülern gelernt hat – als Lehrer, als Geschichtenerzähler, als Schriftsteller. Ein Buch, wie man es liebt, aber selten findet: voll Witz und Charme, voll Verzweiflung, Ironie und Lebensweisheit."
Freitag, 6. Juni 2025
Guterson, David "Unsere Liebe Frau vom Wald"
Buchbeschreibung:
"Ann Holmes ist sechzehn und mit den dunklen Seiten des Lebens bestens vertraut. Ausgerechnet dieser psychisch labilen Außenseiterin erscheint in einer gottverlassenen Gegend der USA die Jungfrau Maria. Die verwahrloste Ausreißerin, die vom Pilzesammeln lebt, fühlt sich berufen, die Botschaft der Mutter Gottes weiterzugeben. Zunächst sind es nur vier verlorene Seelen, die Ann Holmes in den Wald folgen: ein desillusionierter Alt-Hippie, eine alkoholkranke Barfrau, eine eifernde Katholikin und die Mutter eines vermissten Mädchens. Doch schon bald löst Ann unter den resignierten Bewohnern der trostlosen Provinz im Nordwesten Amerikas eine Massenpsychose aus."
Samstag, 31. Mai 2025
Allende, Isabel "Mayas Tagebuch"
Die Beschreibung aller Charaktere, ob aus Mayas früherem oder ihrem neuen Leben, ist einfach fantastisch. Wir können uns sehr gut vorstellen, Teil einer der Gemeinschaften zu sein, in die Maya katapultiert wird. Sie lernt, worum es im Leben geht und dass es viel mehr zu bieten hat, als ein schneller "Schub" ihr bieten kann. Isabel Allendes Stimme ist großartig, und ihre Erzählung ist fantastisch. Sie baut Spannung auf, indem sie von Mayas Leben vor bis zu dem nach ihrer Ankunft in Chile wechselt. Ihr Schreibstil ist poetisch und klingt doch so wahr. Man möchte glauben, dass dies eine wahre Geschichte ist.
"Die neunzehnjährige Maya ist auf der Flucht. Vor ihrem trostlosen Leben in Las Vegas, der Prostitution, den Drogen, der Polizei, einer brutalen Verbrecherbande. Mit Hilfe ihrer geliebten Großmutter gelangt sie auf eine abgelegene Insel im Süden Chiles. An diesem einfachen Ort mit seinen bodenständigen Bewohnern nimmt sie Quartier bei Manuel, einem kauzigen alten Anthropologen und Freund der Familie. Nach und nach kommt sie Manuel und den verstörenden Geheimnissen ihrer Familie auf die Spur, die mit der jüngeren Geschichte des Landes eng verbunden sind. Dabei begibt Maya sich auf ihr bislang größtes Abenteuer: die Entdeckung ihrer eigenen Seele. Doch als plötzlich Gestalten aus ihrem früheren Leben auftauchen, gerät alles ins Wanken. 'Mayas Tagebuch' erzählt von einer gezeichneten jungen Frau, die die unermesslichen Schönheiten des Lebens neu entdeckt und wieder zu verlieren droht. Ein unverwechselbarer Allende-Roman: bewegend, spannend und mit warmherzigem Humor geschrieben."
Ich muss mein Spanisch wirklich verbessern, diese Autorin ist eine der Besten.
Donnerstag, 24. April 2025
Salinger, J. D. "Der Fänger im Roggen"
Kommentare unserer Lesekreismitglieder:
- Ich habe es vor fast 60 Jahren zum ersten Mal gelesen und Holdens wütende Negativität akzeptiert, aber beneidete ihn um seine Freiheit und seine Möglichkeiten. Als ich es für die Diskussion noch einmal las, studierte ich es sorgfältig, um Hinweise darauf zu finden, was er nicht gesagt hatte, und um Erkenntnisse über die Ursprünge seines scheinbar rücksichtslosen und selbstzerstörerischen Verhaltens zu gewinnen. Mein Eindruck ist, dass Holden Salingers Stimmung und Einstellung darstellt, nachdem sein Vater ihn daran gehindert hatte, eine kreative Karriere zu verfolgen, gefolgt von dem überwältigenden Schrecken dessen, was er während des Zweiten Weltkriegs erlebte. Holdens Besessenheit, dazuzugehören, rührte wahrscheinlich von Salingers Erfahrungen als Sohn eines jüdischen Einwanderers an einer vornehmen Privatschule her und davon, dass solche versnobten Institutionen intellektuelle Fähigkeiten nicht höher schätzten als Geburt, Geld, Einfluss und sportliches Können. Sein Bedürfnis nach Kontrolle rührte von Salingers Kampf her, sein Talent zu verwirklichen, während andere versuchten, ihn zu etwas zu formen, das er nicht war. In seinen späteren Geschichten über die Familie Glass wettert Salinger gegen die gedankenlose, materialistische Kultur des Nachkriegsamerika, ihr Versagen, Intellektualismus und Spiritualität zu schätzen oder die düsteren Lehren des Zweiten Weltkriegs nüchtern zu beherzigen.
- Wir hatten eine sehr gute Diskussion über die Hauptfigur, ihre geistige Gesundheit und ihren Reifegrad. Er tat mir leid, da er eindeutig depressiv und ängstlich war und ein Trauma durch den Verlust seines Bruders erlitt. Mir gefiel die Art, wie die Geschichte geschrieben war, und die chaotischen Ereignisse nicht besonders, aber ich war froh, sie gelesen zu haben, und insbesondere die Diskussion mit der Gruppe war sehr interessant.
- Ich hatte dieses Buch schon viele Male gelesen, aber vor langer Zeit. Als ich es noch einmal las, mit einigen der Erkenntnisse, die ich in der Zwischenzeit gewonnen hatte, insbesondere nach 10 Jahren als Schullehrerin, fand ich es sehr traurig – er tat mir sehr leid. Außerdem scheint mir der ganze Teil der Geschichte, vom Verlassen von Pencey bis zu Phoebes Aussage, dass er in einer Hütte leben wird, sehr charakteristisch für eine bipolare manische Episode zu sein, was mir bei einer früheren Lektüre nicht so klar war. Besonders berührt hat mich der Teil, in dem er jedes Mal, wenn er vom Bürgersteig trat, seinen toten Bruder anrief, ihn zu retten. Ich habe immer mit Holden mitgefühlt (obwohl ich weder männlich noch Amerikaner noch reich bin), aber durch meine Lebenserfahrungen habe ich inzwischen seine Situation besser verstanden, insbesondere was den Verlust betrifft.
- Ich habe dieses Buch über mehrere Jahrzehnte hinweg ein paar Mal gelesen und es hat mir nie gefallen. Als ich jung war, konnte ich Holdens Privilegien oder Dummheit überhaupt nicht nachvollziehen. Im Laufe der Jahre habe ich Menschen kennengelernt, die Elemente von Holden in sich trugen, die psychisch krank waren und sich deshalb, so dachte ich, immer noch sehr von mir unterschieden. Als ich es für diese Gruppe noch einmal durchlas, konnte ich Holdens Ansichten als gültige Perspektiven auf die Schwierigkeiten, jung in einer verwirrenden Gesellschaft zu sein, eher respektieren. Ich mag das Buch immer noch nicht, aber es wird nicht in Vergessenheit geraten.
Buchbeschreibung:
Dienstag, 15. April 2025
Green, Hannah "Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen"
Buchbeschreibung:
"Die Flucht vor der Realität, vor Krankheit und familiärer Isolation endet für die sechzehnjährige Deborah in der geschlossenen Abteilung einer Psychiatrie. Befund: Schizophrenie. Unter dem Pseudonym Hannah Green schildert die Autorin in diesem ermutigenden autobiographischen Roman den mühsamen Kampf des Mädchens um ihre Heilung. Sie gewährt einen Blick in die Alptraumwelt psychotischen Fühlens, in die fragmentarischen Beziehungen, aber auch in die Solidarität unter den Kranken. Sicher wägt sie die Argumente für ein Leben in unserer unvollkommenen Realität ab gegen die Argumente für einen Rückzug in die Sicherheit der Krankheit. Die Heilung schließlich ist überzeugend. Mit ihr wird die Krankheit nicht zu einem Stück abgelehnter Vergangenheit, sondern nachträglich akzeptierter persönlicher Geschichte. Deborah ist gesund, als sie wieder bereit ist, den Herausforderungen der Realität standzuhalten."
Dienstag, 8. April 2025
Fredriksson, Marianne "Simon"
Nachdem ich "Hannas Töchter" (Hannah's Daughters) mit zwei verschiedenen Lesekreisen gelesen hatte, wollte ich immer wieder ein anderes Buch von Marianne Fredriksson lesen. Und ich habe es nicht bereut. "Simon" eine wunderbare Geschichte über eine Freundschaft, die von vielen Hindernissen gesäumt ist, über einen Jungen, der aufwächst und sich nicht zugehörig fühlt, über eine Familie mit einem Geheimnis und ein Land, das mit einem Krieg fertig werden muss, der überall um sie herum tobt, nur nicht direkt in ihrem Zuhause.
Marianne Fredriksson war eine sehr kraftvolle Autorin, die uns von einer Zeit erzählen kann, die noch nicht so lange her ist, aber vielen von uns noch unbekannt ist. Sie schafft es, eine reichhaltige Geschichte zu weben, indem sie hier eine Farbe und dort eine Figur hinzufügt, Verbindungen, die zunächst nicht so offensichtlich sind, aber nach einer Weile immer deutlicher werden.
Viele skandinavische Autoren sind für ihre Kriminalgeschichten bekannt und ich bin sicher, dass sie einen würdigen Platz unter den Weltautoren dieses Genres haben. Auch Marianne Fredriksson verdient dort einen Platz.
Buchbeschreibung:
"Als der Zweite Weltkrieg seine Schatten auf die Küste von Göteborg wirft, ist Simon noch ein kleiner Junge. Er ist jüdischer Abstammung. Karin und Erik, seine Adoptiveltern, verschweigen ihm seine Herkunft, um ihn zu schützen. Doch Simon ist sehr sensibel und meint, er habe die Sorgen, die er in den Augen seiner Mutter lesen kann, verschuldet. Und so begibt er sich auf eine Suche, die ihn bis zu den Ursprüngen bringt. 'Simon' ist mehr als ein Roman über eine schicksalsschwere Zeit. Marianne Fredriksson versteht es wieder, auf einfühlsame Weise die Geschichte einer Familie zu erzählen, in der jeder einzelne tief in seiner Seele mit dem Guten und dem Bösen ringen muss."
Donnerstag, 13. März 2025
Oates, Joyce Carol "Sexy"
Buchbeschreibung:
"Darren ist schüchtern, aber beliebt: Die Jungen mögen ihn als Kumpel, die Mädchen finden ihn sexy, und die Lehrer glauben, er habe großes Potenzial - nicht nur als Sportler. Nur Darren selbst weiß nicht so recht. Doch als es darum geht, Stellung zu beziehen und eine Intrige gegen seinen Englischlehrer zu vereiteln, schafft er es nicht."






































