Cynthia McLeod ist international vermutlich kaum bekannt, doch ihre Bücher wurden sogar ins Englische übersetzt. Als gebürtige Einwohnerin von Paramaribo, Suriname, schreibt sie auf Niederländisch.
Diese Geschichte gewährt uns einen umfassenden Einblick in das Leben in jenem Land während des 18. Jahrhunderts. Sie beginnt mit Elza und Sarith, zwei Halbschwestern, die mit all dem Komfort und Luxus aufgewachsen sind, der den Sklavenhaltern jener Zeit eigen war. Doch wir lernen nicht nur die Sklavenhalter kennen; wir erhalten auch einen tiefen Einblick in das Leben der Sklaven und ihr Zusammenleben mit ihren Herren – von denen manche gütig waren, andere weniger. Viele der Plantagenbesitzer sind jüdischen Glaubens, was ebenfalls zu Konflikten führt. Und dann sind da noch die Niederländer, die ins Land kommen, um sich dort niederzulassen.
Die entscheidende Frage (lt. Originaltitel: Wie teuer war der Zucker?) lautet nicht, wie viel die Menschen in Europa für den Zucker bezahlen; die Frage ist vielmehr, welchen Preis die Herstellung dieses Zuckers forderte – wie viele Menschenleben geopfert wurden, damit wir süße Speisen genießen können. Ich denke, dies ist eine Frage, die wir uns noch immer stellen müssen, wann immer wir billige Waren aus anderen Ländern erwerben, in denen Arbeiter ausgebeutet werden, damit wir uns ein gutes Leben leisten können. Und dann bleibt da noch die nach wie vor aktuelle Frage, warum manche Menschen glauben, sie seien wertvoller oder intelligenter, bloß weil ihre Hautfarbe etwas heller ist als die anderer. Genau diese Menschen sind es, die in Wahrheit die weniger Intelligenten sind.
Buchbeschreibung:
"Die in Surinam geborene Autorin Cynthia McLeod schildert eine kurze geschichtliche Epoche ihres Heimatlandes, die Zeit von 1765 bis 1779. Noch herrscht sorgloses Leben auf den großen Zuckerrohrplantagen der reichen niederländischen Kolonisten, doch immer häufiger fliehen Sklaven in die Wälder, um sich gegen die weißen Herren zu verbünden. Sie führen brutale Überfälle durch, die durch grausame Strafaktionen geahndet werden. In dieser Zeit des Umbruchs wachsen die jüdischen Pflanzerstöchter Elsa und Sarith heran. Ihre Geschichte wird hier erzählt, eine Geschichte von Verrat, Liebe, Gewalt und Leidenschaft."







































