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Freitag, 10. Juli 2026

Moran, Caitlin "How to be a woman: Wie ich lernte, eine Frau zu sein"

Moran, Caitlin "How to be a woman: Wie ich lernte, eine Frau zu sein" (Englisch: How to be a Woman) - 2011

Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass mir diese Art von Selbsthilfebüchern für Frauen nicht gefällt, besonders wenn sie versuchen, witzig und "cool" zu sein.

Ähnlich wie "All About Love: New Visions" von Bell Hooks war auch dieses Buch eines der Empfehlungen in der Goodreads-Gruppe "Our Shared Shelf" von Emma Watson. Bis zu diesem Buch waren zwei von vier Büchern gut.

Caitlin Moran ist eine ganz andere Autorin. Sie versucht sich an Humor, schreibt ein bisschen Frauenliteratur, wie eine Kolumne in einer Frauenzeitschrift. Vielleicht ganz nett zu lesen, wenn man beim Arzt auf den Termin wartet und nichts anderes zu lesen hat. Was mir nie passiert, weil ich nie ohne Buch zu einem Termin gehe. Aber auch das ist nicht mein Fall.

Buchbeschreibung:

"Es ist verdammt schwer, eine Frau zu sein. Caitlin Moran kann ein Lied davon singen. Als Teenager kämpfte sie mit unförmigen Damenbinden, rostigen Nassrasierern und schlechten Pornos, als Erwachsene scheitert sie grandios am Ideal der modernen Frau. Die ist schön und schlank, hat Kind und Karriere und ist natürlich immer komplett epiliert. Blödsinn, meint Caitlin Moran. Wir dürfen fett, faul und behaart sein. Hauptsache, wir haben Spaß, einen tragfähigen BH und die gleichen Rechte wie Männer. Alles, was ein Mann tun kann, darf eine Frau auch. Und gerne mit den Männern zusammen – denn Feminismus ohne Männer ist todlangweilig."

Mittwoch, 1. Februar 2023

Emcke, Carolin "Von den Kriegen"

 

Emcke, Carolin "Von den Kriegen. Briefe an Freunde" - Echoes of Violence: Letters from a War Reporter - 2004

Ich habe Carolin Emcke durch die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels kennengelernt und wollte seitdem immer wieder eines ihrer Bücher lesen. Dann fand ich eines und bin froh sagen zu können, dass sich das Warten gelohnt hat.

Die Autorin ist Journalistin und berichtet hauptsächlich über Kriegsgebiete und hat Freunden jedes Mal E-Mails geschrieben, wenn sie von einer ihrer Reisen zurückgekehrt ist. Hier hat sie sie veröffentlicht. Sie besuchte Afghanistan, Kolumbien, den Irak, den Kosovo, Libanon, Nicaragua, Pakistan, Rumänien und die USA (vor und nach dem 11. September) und berichtet von ihren Begegnungen mit Betroffenen. Ein brillanter Bericht darüber, was Krieg einem Volk antun kann. Wenn wir es vorher nicht wussten, sollten wir es sicherlich aus diesem Buch lernen. Krieg ist dumm! Krieg ist schrecklich! Krieg sollte nicht erlaubt sein! Aus keinem Grund. Die Mächtigen sollte man in einen Raum setzen und sie sollten selbst um ihre Probleme kämpfen.

Ich muss ein Zitat aus dem Buch einfügen: "Die Geschichte ist Gegenstand einer Konstruktion, deren Ort nicht die homogene und leere Zeit sondern die von Jetztzeit erfüllte bildet." Walter Benjamin

Buchbeschreibung:

"Unterwegs in den Krisengebieten der Welt - wie gehen Menschen mit Krieg und Gewalt um, was verändert sich angesichts des fremden Leids im Berichterstatter, welche Rolle kommt dem Zeugen zu? Carolin Emcke schreibt in ihren Briefen von Orten, die aus dem Blickfeld der Medien geraten sind, obwohl Krieg und Leid dort andauern: vom endlosen Bürgerkrieg in Kolumbien, von der Sklavenarbeit in den Freihandelszonen Nicaraguas, vom Überlebenskampf der Straßenkinder in der Kanalisation von Bukarest, von den serbischen Massakern an Kosovo-Albanern und den Vergeltungsanschlägen an Serben, dem Anschlag auf das World Trade Center am 11. September und den Kriegen in Afghanistan und im Irak."

Carolin Emcke hat 2016 den Friedenspreis des deutschen Buchhandels erhalten.

Samstag, 17. September 2022

Schami, Rafik "Die dunkle Seite der Liebe"

 

Schami, Rafik "Die dunkle Seite der Liebe" - The Dark Side of Love - 2004

Rafik Schami ist es gelungen, mit nur drei seiner Bücher auf meine Liste der absoluten Lieblingsautoren zu kommen. Zum Glück hat er viel mehr geschrieben, also freue ich mich auf weitere großartige Romane.

Rafik Schami hat einmal gesagt, man könne die Geschichte und Gegenwart der Araber ohne das Liebesverbot nicht verstehen. Und mit diesem Buch hat er uns ein hervorragendes Beispiel gegeben und hilft uns hoffentlich dabei, einander besser zu verstehen. Angeblich hat er 30 Jahre gebraucht, um dieses Buch zu schreiben. Gut investierte 30 Jahre, auch wenn dies sein einziges gewesen wäre.


Sein richtiger Name ist Suheil Fadél, sein Pseudonym bedeutet "Freund von Damaskus". Er floh 1970 aus seiner Heimat und ließ sich in Deutschland nieder, wo er noch heute lebt. Alle seine Bücher sind in deutscher Sprache verfasst. Dieses Buch ist leicht autobiografisch.

Dies ist die Geschichte von Farid Mushtak, der 1940 in Syrien als Sohn einer syrisch-christlichen Familie (wie der Autor) geboren wurde. Sein Vater ist Bäcker - wie der des Autoren …

Dies ist die Geschichte von Farids Liebe zu Rana Shahin, einer Liebe, die nicht sein kann, weil ihre Familien Erzfeinde sind.

Dies ist die Geschichte der Familien Mushtak und Shahin, die sich schon so lange verfeindet haben, dass sich kaum noch jemand daran erinnert, wie alles begann.


Dies ist die Geschichte von Damaskus, der Hauptstadt Syriens, einer Stadt, die lange Zeit schwierige Zeiten durchgemacht hat.

Und schließlich ist dies die Geschichte Syriens und seiner Geschichte. Viele Informationen, besonders wenn man noch nie ein Buch über dieses Land gelesen hat.

Das Buch hat ungefähr 1.000 Seiten, aber am Ende denkt man, das war viel zu kurz, hätte doppelt so lang sein können. Es ist einfach so genial!

Buchbeschreibung:

"In seinem opulenten Geschichtenmosaik erzählt Rafik Schami von einer Liebe, die nicht sein darf, von Blutrache, Stammesfehden und Familienzwist, und spannt dabei einen orientalisch-bunten Bilderbogen über ein Jahrhundert syrischer Geschichte, in dem Politik und Religionen ein Volk nicht zur Ruhe kommen lassen. Ein Roman von ungeheurer Wucht und zugleich eine Liebeserklärung an seine Heimatstadt Damaskus."

Donnerstag, 23. Juni 2022

Gibran, Khalil "Der Prophet"

Gibran, Khalil "Der Prophet" (Englisch: The Prophet) - 1923 

Ich habe dieses Buch vor langer Zeit gelesen, als es ein Vorschlag für unseren Buchclub war (obwohl wir es dann nicht als Buch des Monats gewählt haben). Auch wenn ich normalerweise Gedichte nicht so sehr mag wie Romane, hat mir dieser Band sehr gut gefallen.

Irgendwo habe ich gelesen, dass das Buch versucht, dem Leser eine Anleitung zum Leben zu geben.
Und ich denke, genau das versucht es und es gelingt ihm auch ganz gut. Es gibt verschiedene Kapitel über Leben und Tod, Freude und Leid, Arbeit und Spiel, Ehe, Kinder, Wahrheit usw. Obwohl dies ein Buch ist, das hauptsächlich in der östlichen Kultur angesiedelt ist, denke ich, dass wir alle daraus lernen können, sogar in unserer modernen Zeit.


Buchbeschreibung:

"Eine Stadt im Orient: Der Prophet al-Mustafa erwartet das Schiff, das ihn in seine Heimat zurückbringen soll. Bevor er sie verlässt, bitten ihn die Einwohner von Orfalîs, ein letztes Mal zu ihnen zu sprechen: von Liebe, Schmerz, Schönheit, Freude und allem anderen, was die Menschen bewegt. Die Antworten des Propheten sind voller Lebensweisheit und mystischer Tiefe und zählen zum Faszinierendsten, was die spirituelle Literatur hervorgebracht hat. 

Khalil Gibran gelang mit diesem Werk der Brückenschlag zwischen der Alten und Neuen Welt, zwischen Orient und Okzident, Islam und Christentum. 1923 erschienen, erlebte 'Der Prophet' einen beispiellosen Triumphzug im Westen und avancierte zu einem Kultbuch, das Generationen überdauert."