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Dienstag, 25. August 2026

Buddha "Dhammapada"

Buddha "Dhammapada. Worte des Buddha" (Sanskrit: धम्मपद), Buddhistischer text - The Dhammapada. Verses on the Way -  ca. 300 BCE

Den Dingen geht der Geist voran;
der Geist entscheidet.
Kommt aus getrübtem Geist
dein Wort und dein Betragen,
so folgt dir Unheil,
wie dem Zugtier
folgt der Wagen.


Ein weiteres Buch von der Liste "Nicht-westliche Bücher, die jeder Student lesen sollte" (The non-western books that every student should read), das ich mir vorgenommen habe. Ich habe es mir aus der (englischsprachigen) Bibliothek ausgeliehen und glaube, ich hatte Glück, eine neue Übersetzung mit Erläuterungen eines buddhistischen Gelehrten erhalten zu haben.

Das Lesen dieses Buches hat mir wirklich große Freude bereitet; es wirkt zwar wie Poesie, liest sich aber nicht so – was ich als sehr erfrischend empfand.

Wer mit religiöser Literatur jeglicher Art vertraut ist – etwa mit der Bibel oder dem Koran –, wird sicherlich viele vertraute Botschaften wiederfinden: "Liebe deinen Nächsten", "Ehre Vater und Mutter", "Lebe friedlich", "Töte nicht" und so weiter. Buddha hat all dies in wenigen Worten zusammengefasst, die für jedermann verständlich sein sollten.

Ob man nun religiös ist oder nicht: Es würde uns allen zugutekommen, wenn wir so leben würden, wie es Gautama Buddha – oder Siddhārtha Gautama – vor mehr als zwei Jahrtausenden beschrieben hat.

Buchbeschreibung:

"Die Dhammapada (Worte der Weisheit) besteht aus 423 Versen in Pali, welche der Buddha bei 305 Gelegenheiten zum Wohle der Menschheit aussprach. Diese Sprüche wurden in einem Buch zusammengefasst, weil sie durch ihre Schönheit und Wahrheit von besonderer Wichtigkeit sind, um vielen Menschen hilfreich beiseite zu stehen."

Dienstag, 27. September 2022

Hesse, Hermann "Siddhartha"

 

Dies ist mit Abstand meine Geschichte von Herman Hesse. Vielleicht, weil es trotz des Themas so viel positiver ist als seine anderen Bücher. Aber ich glaube nicht, dass es das ist. Ich denke, er hat viel über dieses Buch nachgedacht und beschreibt die Reise, die jeder junge Mensch um die ganze Welt machen muss, nicht unbedingt auf die gleiche Weise wie unser Protagonist Siddartha, aber wir alle müssen unser Ziel finden, unseren Sinn des Lebens, die Bedeutung im Leben. 

Im alten Indien wird Siddhartha, der Sohn eines Brahmanen, der höchsten Kaste, Asket. Zusammen mit einem Freund will er die Erleuchtung finden. Wir begleiten ihn auf seiner Suche.

Die Geschichte spielt zwar in der Antike und in einem Land, das ziemlich weit von Hesses Heimat Deutschland entfernt ist, aber sie hätte überall und zu jeder Zeit spielen können. Der Autor selbst lebte tatsächlich wie seine Figur, suchte in hinduistischen und buddhistischen Schriften nach dem Sinn des Lebens.


Dieser philosophische Roman hat einen sehr lyrischen Schreibstil. Ich habe es wirklich genossen, ihn zu lesen. 

Es wäre zu wünschen, wenn jeder dieses Buch mindestens einmal in seinem Leben lesen würde, je früher desto besser. Und ich bin mir sicher, dass jeder seine Freude daran haben wird, egal ob er einer Religion angehört, irgendeiner Religion, oder nicht, ob er an ein höheres Wesen glaubt oder nicht. Denn dies ist kein Buch über Buddha, Gott oder Religion, es ist ein Roman über unsere Seele.

Zwei Zitate aus Siddhartha:

"Weisheit ist nicht mitteilbar. Weisheit, welche ein Weiser mitzuteilen versucht, klingt immer wie Narrheit… Wissen kann man mitteilen, Weisheit aber nicht. Man kann sie finden, man kann sie leben, man kann von ihr getragen werden, man kann mit ihr Wunder tun, aber sagen und lehren kann man sie nicht.
"  

"Wenn jemand sucht, dann geschieht es leicht, daß sein Auge nur noch das Ding sieht, das er sucht, daß er nicht zu finden, nichts in sich einzulassen vermag, weil er nur immer an das Gesuchte denkt, weil er ein Ziel hat, weil er vom Ziel besessen ist. Suchen heißt: ein Ziel haben. Finden aber heißt: frei sein, offen stehen, kein Ziel haben."

Muss ich mehr sagen?

Buchbeschreibung:

"Siddhartha, 1953 im Suhrkamp Verlag erstmals erschienen und für Generationen zu einem Kultbuch geworden, ist die Legende von der Selbstbefreiung eines jungen Menschen aus den familiären und gesellschaftlichen Konventionen zu einem eigenständigen Leben, ein Buch über die Erkenntnis, daß Bewußtsein nicht überlieferbar ist durch Lehren, sondern nur durch eigene Erfahrung erworben werden kann. In diesem Text sucht Hesse zu ergründen, 'was allen Konfessionen und allen menschlichen Formen der Frömmigkeit gemeinsam ist, was über allen nationalen Verschiedenheiten steht, was von jeder Rasse und von jedem Einzelnen geglaubt werden kann'."

Ich habe auch "Der Steppenwolf" (Steppenwolf) und "Narziss und Goldmund" (Narcissus and Goldmund) vom gleichen Autor gelesen.

Hermann Hesse erhielt 1964 den Nobelpreis für Literatur "für seine inspirierte Verfasserschaft, die in ihrer Entwicklung neben Kühnheit und Tiefe zugleich klassische Humanitätsideale und hohe Stilwerte vertritt".

Hermann Hesse hat 1950 den Friedenspreis des deutschen Buchhandels erhalten.

Ich wirke an dieser Seite mit: Read the Nobels und Ihr könnt alle meine Blog-Einträge über Nobelpreisträger und ihre Bücher hier finden.

Montag, 14. März 2022

Leky, Mariana "Was man von hier aus sehen kann"

Leky, Mariana "Was man von hier aus sehen kann" - What You Can See From Here - 2017

2017 wurde dieser Roman als Das Lieblingsbuch der Unabhängigen ausgezeichnet und ich wurde nur deshalb darauf aufmerksam. Ich mochte das erste Buch, das ich von dieser Liste las, und alle anderen, die danach kamen. Da der Preisträger vom letzten Jahr noch nicht als Taschenbuch erhältlich ist, bin ich zu einem der älteren gegangen, diesem hier.

Und ich bin froh, dass ich es getan habe. Das war so ein schönes Buch, die Geschichte eines kleinen Dorfes, in dem alle zusammenhalten, egal wie schwer es manchmal ist, wo sich jeder um jeden kümmert, ob er will oder nicht. Eine großartige Beschreibung einer funktionierenden kleinen Gemeinschaft. Der Roman wurde als "warm" beschrieben. Ja, das ist er, aber er ist so viel mehr. Es ist sowohl eine Liebesgeschichte als auch eine philosophische Suche, eine Geschichte einer Heranwachsenden sowie eine über das Alter.

Dieses Buch wird als "magischer Realismus" beschrieben und ich habe es entsprechend gekennzeichnet, obwohl es in meinen Augen wirklich eher ein Hauch von Aberglauben ist.

Es ist schwer, das Buch zu beschreiben, ohne zu viel zu verraten, nur das, es gibt viel zu sagen über Verlust und wie man damit umgeht, und dieses Buch macht es wunderbar.


Mariana Leky ist sicherlich eine Autorin, die man im Auge behalten sollte, ich werde weitere ihrer Romane lesen, bisher hat sie neun geschrieben. Wo soll ich anfangen?

Buchrücken:

"Von der unbedingten Anwesenheitspflicht im eigenen Leben.

Immer, wenn der alten Selma im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Wen es treffen wird, ist allerdings unklar. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, handelt dieser Roman. Vor allem aber erzählt er von Menschen, die alle auf ihre Weise mit der Liebe ringen: gegen Widerstände, Zeitverscheibungen und Unwägbarkeiten - ohne jemals den Mut zu verlieren.
"

"Was man von hier aus sehen kann" wurde 2017 von den Deutschen Unabhängigen Buchhandlungen zum "Lieblingsbuch der Unabhängigen" gewählt.