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Montag, 8. Dezember 2025

Goethe, Johann Wolfgang von "Faust"

Goethe, Johann Wolfgang von "Urfaust. Faust: Erster und zweiter Teil" - Faust I + II - 1772-1808

Nachdem ich "Schall und Wahn" (The Sound and the Fury) für unsere Klassiker-Challenge gelesen hatte, dachte ich, ich würde es nie schaffen, Faust rechtzeitig zu lesen, falls das ausgewählt wird. Also fing ich sofort damit an.

Die Geschichte gilt als das größte Werk der deutschen Literatur, und ich kann das wohl glauben. 250 Jahre sind seitdem vergangen, aber ich glaube nicht, dass es ein anderes Buch gibt, das weltweit so bekannt ist.

Obwohl meine Ausgabe über tausend Seiten hatte, kam ich schneller durch als gedacht. Ich habe es schon oft erwähnt: Ich lese nicht gern Theaterstücke, es ist nicht so einfach, der Handlung zu folgen. Dieses hier fand ich aber gar nicht so anstrengend. Vielleicht, weil ich in Deutschland aufgewachsen bin und schon Beschreibungen und Bruchstücke der Geschichte kannte. Und ich entdeckte viele Aphorismen, Metaphern, Symbole und Redewendungen, die wir im Deutschen oft, sehr oft verwenden. Goethe ist unser Shakespeare, er hat die Sprache wie kein anderer geprägt.

Die Geschichte selbst – nun ja, was soll ich sagen? Es zeigt die damalige Sicht auf Frauen, Religion und den Glauben der Menschen. Die Moral der Zeit wird ebenso treffend dargestellt wie die inneren Konflikte der Hauptfigur. Und selbst für Nichtdeutsche bietet das Stück so viel über die Menschen, was überall Gültigkeit hätte.

Meine Ausgabe enthielt nicht nur den Faust, den wir heute kennen, sondern auch den Urfaust, sein Frühwerk. Alle Fassungen sind parallel dargestellt, was es erleichtert, die Änderungen und Ergänzungen zu erkennen. Absolut faszinierend.

Ich kann gern glauben, dass Goethe etwa sechzig Jahre brauchte, um die gesamte Geschichte zu schreiben, beginnend mit der Geschichte um Gretchen und dann weiter mit Helena. Der erste Teil wurde zuerst unter dem Titel "Faust. Eine Tragödie" veröffentlicht.

Alles in allem bin ich sehr froh, dass ich es endlich gelesen habe.

Buchbeschreibung:

"'Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust'

Wer kennt es nicht, das dramatische Schicksal und Handeln des Faust! Es gibt wohl kaum einen Schüler, der ihm nicht einmal in seiner Schulzeit begegnet wäre, für den Bildungsbürger gehört er sowieso zum Kanon. Zurecht! Denn was Johann Wolfgang von Goethe in 60-jähriger Schaffenszeit mit dem Faust zuwege gebracht hat, sucht in der deutschen Dichtung seinesgleichen, lässt sich nur mit dem Begriff der Weltliteratur angemessen fassen und steht auf einer Ebene mit dem 'Don Quijote' oder der 'Göttlichen Kommödie'.

Der Universalgelehrte Faust befindet sich in einer tiefen Krise bei seiner Suche nach dem, 'was die Welt im Innersten zusammenhält'. Eingesperrt in seine Gelehrtenstube drängt es ihn schließlich bis nahe an den Selbstmord. Nur die Osterglocken retten ihn. Beim berühmten Osterspaziergang wird ihm bewusst, dass er sich nach umfassendem Weltwissen gleichermaßen wie nach irdischer Weltlust sehnt. Da er sich aber von allen irdischen Lebenswerten abgeschnitten sieht, verflucht er das Leben. Hier nun wittert der Teufel in Gestalt des Mephisto seine Chance und bietet Faust einen Pakt an: Würde dieser auch nur einen Augenblick das Leben genießen und dabei verweilen wollen, wäre Fausts Seele auf immer verloren.

Faust lässt sich auf den Handel ein und wird von Mephisto nun mit derbsten Sinnesgenüssen überschüttet: Aber sowohl die Studentenrunde in Auerbachs Keller als auch den Spuk in der Hexenküche erträgt Faust nur widerwillig. Erst die Begegnung mit dem nur 14-jährigen Gretchen erweckt in Faust irdisches Verlangen. Nun nimmt das Drama seinen Lauf ...

Bei aller Individualität des Schicksals von Faust, der uns hier in einer Charaktertragödie entgegentritt, verweist das Stück klar über das Einzelschicksal hinaus auf ein allgemeines Menschheitsdrama. Dies macht den Faust zu einem zeitlosen Lese- und Theatererlebnis bis in unsere Zeit."

Dienstag, 25. Juni 2024

Preisendörfer, Bruno "Als Deutschland noch nicht Deutschland war"

Preisendörfer, Bruno "Als Deutschland noch nicht Deutschland war. Reise in die Goethezeit" [When Germany wasn't Germany, yet. A travel to Goethe's Time] - 2015

Genau wie der Titel sagt, ein Buch über das heutige Deutschland zur Zeit Goethes.

Da Deutschland ja früher einfach aus vielen kleinen Stadtstaaten oder ähnlichem bestand, haben wir keine so große gemeinsame Geschichte wie etwa die Franzosen oder die Briten.

Aber dieses Buch vermittelt uns einen Eindruck in die Zeit Goethes. So sah der Alltag der Menschen damals aus.

Ein interessantes Buch.

Buchbeschreibung:

"Über die Goethezeit meint man ja vieles zu wissen. Doch wie wäre es, wenn man diese Zeit hautnah, quasi als Zeitreisender, erleben könnte? Dieses Buch nimmt Sie mit auf die Reise...

'Am Tore wurden wir angehalten. Ein Sergeant kam an den Postwagen und fragte: 'Wer sind Sie? Woher kommen Sie? Werden Sie lange hierbleiben?'' … ... so wurde befragt, wer zur Goethezeit an die Tore von Berlin kam. Das Gepäck wurde durchsucht, man bekam einen Passierschein - musste aber, kaum im Gasthaus angekommen, schon die nächsten Kontrollbögen, diesmal die der Polizei, ausfüllen. Wer mit Bruno Preisendörfer als Zeitreisender unterwegs ist, erlebt aber noch viel mehr: Er steht z. B. am 7.11.1775 morgens um fünf in Weimar vor dem Haus eines Kammergerichtspräsidenten namens von Kalb und sieht zu, wie Goethes Kutsche über das Pflaster rollt. Er besucht eine philanthropische Reformschule oder wird zwischen die Bauernkinder in die Bänke einer Dorfschule gesteckt. Er geht an die Universität, um Kant und Fichte zu lauschen, etwaige Verständnisschwierigkeiten müssen ihm nicht peinlich sein, es ging den Zeitgenossen ebenso. Aber der Zeitreisende lernt nicht nur den philosophischen Zeitgeist kennen, sondern erlebt auch handfeste Abenteuer, übersteht mit dem jungen Eichendorff einen Schiffsunfall auf der Oder, sieht aus E.T.A. Hoffmanns Eckfenster am Gendarmenmarkt Berlin brennen, oder ist bei Georg Lichtenberg in Göttingen, als der durchs Fernglas der Beerdigung von Gottfried August Bürger zusieht. Vielleicht ist er auch bei der Zofe einer Gräfin, die sich ohne fremde Hilfe nicht ankleiden kann, oder er schleicht in den Anatomiesaal von Jena, wo die Selbstmörderinnen obduziert werden, die in Weimar in die Ilm gegangen sind, stiehlt mit fronenden Bauern Korn oder gerät als Knecht mit seinem Brotherrn aneinander. Bruno Preisendörfer hat sich durch Hunderte von Büchern gelesen, Romane, Selbstzeugnisse, Briefe und Tagebücher. Er nimmt den Leser mit auf eine große Reise in die Goethezeit und man erlebt, wie das Lebe damals wirklich war."

Freitag, 23. Dezember 2022

Damm, Sigrid "Christiane und Goethe" - 1998

Damm, Sigrid "Christiane und Goethe. Eine Recherche" [Christiane and Goethe. A Research] - 1998

Wie bei der Beschreibung schon gesagt, ist es nicht so schmeichelhaft für den guten alten Goethe, was die Autorin über ihn und seine Ehe berichtet. Aber wir lesen auch über seine Freundschaft mit Schiller, die allerdings auch allgemein bekannt ist.

Auf jeden Fall fand ich das Leben von Christiane Vulpius interessant, wie es immer wieder interessant ist, über das Leben von Frauen in vergangenen Zeiten zu lesen (natürlich auch heute). Frauen hatten es nie leicht, auch nicht diejenigen, die mit berühmten Männern zusammen waren. Oder vielleicht auch gerade die nicht.

Auf jeden Fall ein interessanter Bericht über eine interessante Beziehung.

Buchbeschreibung:

"Es ist für den ehrwürdigen Dichterfürsten aus Weimar wenig schmeichelhaft, was die Autorin Sigrid Damm bei ihren Recherchen über seine Ehe mit Christiane Vulpius zu Tage gefördert hat. In der Literatur wurde Christiane häufig als seine Mätresse oder ein schönes Stück Fleisch beschrieben. 'Gründlich ungebildet', sagte Thomas Mann über sie, für Schiller, der sie zeitlebens ignorierte, war sie 'ein rundes Nichts'.

Wer war diese Frau, die, bevor sie Goethe im Juli 1788 erstmals traf, mit ihrer Tätigkeit in einer Blumenwerkstatt ihre Familie versorgte, da der Vater arbeitslos war, die Stiefmutter sterbenskrank im Bett lag und der Bruder das Gymnasium besuchte? Ganz sicher kein weltfremdes Dummchen, denn sie hat entgegen dem Hofklatsch in Weimar das Wagnis auf sich genommen, ihre große Liebe zu leben, Goethes Sohn August zunächst ohne die Sicherheit einer standesgemäßen Ehe zur Welt zu bringen und großzuziehen.

Christiane führte an der Seite Goethes kein intellektuelles, durchgeistigtes Leben (es ist fraglich, ob sie je eine Zeile seiner Werke gelesen hat), denn sie hatte die Haushalte in Jena und Weimar zu versorgen, seine zahlreichen Gäste zu bewirten und ihm den Rücken für sein Schaffen freizuhalten.

Sehr schäbig wird Goethes Verhalten, als sie 1815 erkrankt. Für ihn ist jede Krankheit eine Arbeitsstörung, die sein ästhetisches Empfinden verletzt. Als sie stirbt, lässt er sie mit furchtbaren Krämpfen und Schmerzen allein. Eine wenig bekannte Seite des Verfassers der schönen Gedichtzeile:
'Edel sei der Mensch, hilfreich und gut'."

Samstag, 29. Oktober 2022

Goethe, Johann Wolfgang von "Italienische Reise"

Goethe, Johann Wolfgang von "Italienische Reise" - Italian Journey (aka Letters from Italy) - 1817

Goethe gilt als einer der größten Denker der Welt. Er war nicht nur Autor von Romanen, Gedichten und Theaterstücken, er war auch Wissenschaftler und Künstler. Zu seinen bekanntesten Sachbüchern gehört die 1810 erschienene "Zur Farbenlehre" mit seinem Farbenkreis und einer sehr frühen Studie über die physiologischen Wirkungen von Farben.

Mit Ende dreißig begab er sich auf eine Reise nach Italien, keine zweiwöchigen Ferien, wie wir es heute gewohnt sind, nein, er blieb über ein Jahr, reiste durch das Land und beobachtete Kultur und Kunst.

In diesem Buch erzählt er uns alles über seine Besuche in den verschiedenen Teilen Italiens, die Museen und Opern, seine Begegnungen mit der lokalen Bevölkerung. Da damals nicht viele Menschen reisen konnten, war es so etwas wie eine Reisedokumentation, die man heute im Fernsehen sehen kann über einen Ort, von dem man weiß, dass man ihn nie besuchen wird.

Aber er hat nicht nur eine Stadtrundfahrt gemacht, er hat auch botanische, mineralogische, geologische und geographische Forschungen angestellt und so einiges entdeckt, z.B. über die Vermehrung von Pflanzen.

Also, wer sich für irgendetwas davon interessiert, dem kann ich das Buch wärmstens empfehlen. Schließlich war er ein perfekter Autor und konnte Geschichten erzählen, wie es nicht viele können. Wem das Thema allerdings zu trocken ist, dem empfehle ich andere Werke von Goethe, z.B. "Die Leiden des jungen Werther" (The Sorrows of Young Werther).

Aber es lohnt sich, Goethe zu lesen. Ich hoffe, er ist in den Übersetzungen genauso großartig wie im Deutschen. Im "Land der Dichter und Denker" ist er wahrlich einer der Größten. Seine Gedanken sind immer noch so aktuell wie vor 200 Jahren.

Buchbeschreibung:

"Die wohl berühmteste italienische Reise der deutschen Literatur! 'Früh drei Uhr stahl ich mich aus Karlsbad, weil man mich sonst nicht fortgelassen hätte.' Man schreibt den 3. September 1786. Nur mit 'Mantelsack und Dachsranzen' ausgerüstet, verwirklicht Goethe den seit seiner Kindheit gehegten Wunsch, selber das Land zu betreten, das er schon aus den Beschreibungen seines Vaters kannte. Er bricht nach Italien auf, als die Problematik seiner Weimarer Existenz zur lebensbedrohlichen Krise geworden war - die Unmöglichkeit, gleichzeitig dem öffentlichen Amt und der dichterischen Berufung zu leben; dazu die Anssichtslosigkeit seiner Liebe zu Charlotte von Stein. Von dieser Reise, die Goethe inkognito als 'Filippo Miller, Tedesco, Pittore' unternimmt, kehrt er im Juni 1788 zurück als einer, der 'Arkadien' und sich selbst gefunden hat. Aber erst dreißig Jahre später veröffentlicht er das ursprünglich Charlotte von Stein gewidmete Reisetagebuch in bearbeiteter Form. Ihren Titel erhielt die 'Italienische Reise' schließlich in der Ausgabe letzter Hand von 1829, nun komplettiert mit dem Bericht über den zweiten römischen Aufenthalt."

Freitag, 30. September 2022

Goethe, Johann Wolfgang von "Wilhelm Meisters Lehrjahre"

Goethe, Johann Wolfgang von "Wilhelm Meisters Lehrjahre" - Wilhelm Meister's Apprenticeship - 1795/96

Ich liebe klassische Literatur und ich liebe Wälzer. Und eigentlich wäre dies das perfekte Buch für mich. Ich habe mich also gefreut, dass es in meinem Lesekreis für die Sommerlektüre ausgewählt wurde.

Aber ich habe mich von Anfang an nicht sehr wohl gefühlt mit dem Buch. Die ganze Geschichte scheint interessant zu sein, aber irgendwie schafft der Autor (Goethe!!!) es nicht, die Figuren zum Leben zu bringen. Er ist viel zu ausschweifend, etliche Themen werden angeschnitten, die kaum etwas mit der Geschichte zu tun haben. Man könnte es fast als philosophisches Werk betrachten, wäre da nicht wieder die Erzählung von Wilhelm und seinen Theaterleuten.

Ich weiß, dass dieser Text sehr bedeutend ist, nicht nur für die deutsche Literatur sondern allgemein, aber ich konnte mich einfach nicht mit Wilhelm Meister anfreunden. Ich kann mich nur einer anderen Bloggerin anschließen, die ihn für sexistisch hielt. War wahrscheinlich zu der Zeit so, aber deswegen muss man es trotzdem nicht mögen.

Alles in allem, ein Klassiker, den ich bestimmt nicht noch einmal lesen werde. Schade.

Als ich das Buch halb durchgelesen hatte, meldeten sich auch schon die ersten Lesekreismitglieder, ob wir nicht lieber etwas anderes lesen wollten. Wir haben uns dann statt dessen für "Abschiedsfarben" von Bernhard Schlink entschieden, das war keine schlechte Idee.

Auch in der Besprechung im September 2022 waren alle Lesekreismitglieder der gleichen Meinung. Es fiel das Wort "Geschwafel".

Buchbeschreibung:

"Wilhelm Meisters Lehrjahre, der erste moderne Bildungsroman Deutschlands, schildert eine Selbstfindung, die zeitlos und lebendig ist: Ein junger Mann fühlt sich unwiderstehlich zum Theater hingezogen, er verliebt sich unglücklich und schließt sich einer reisenden Theatertruppe an. Später lernt er eine Gruppe von jungen Menschen kennen, hier findet er schließlich seine Bestimmung, weil er nach einigen Irrwegen endlich ein selbstbestimmtes Leben zu führen imstande ist."

Samstag, 10. September 2022

Plenzdorf, Ulrich "Die neuen Leiden des jungen W."

  

Plenzdorf, Ulrich "Die neuen Leiden des jungen W." (The New Sufferings of Young W.) - 1972

Jeder Deutsche, der nach 1972 die Schule besucht hat, wird dieses Buch ebenso gelesen haben wie Goethes "Die Leiden des jungen Werther" (The Sorrows of Young Werther) (das wahrscheinlich jeder deutsche Schulbesuch nach 1774 gelesen haben wird).

Genau wie das Original "Leiden" sprachen die "neuen Leiden" zu den Menschen. Ulrich Plenzdorf wuchs in der DDR auf. Sein Stück ist keine nostalgische Erinnerung an eine der größten Geschichten, die je in deutscher Sprache geschrieben wurden, es ist eine Gesellschaftskritik.

Wir hören von einem jungen Mann, der
Goethes Meisterwerk liest und viele Ähnlichkeiten mit seinem eigenen Leben findet. Der Autor verwendet den Slang der damaligen Jugendsprache, was zu dem vertrauten Gefühl beiträgt, das man bekommt, wenn man von diesem jungen Mann und seinen Probleme liest.

Das Stück war in beiden Teilen Deutschlands ein sofortiger Erfolg und gehört sicherlich zu den Hauptwerken deutscher Autoren.


Buchbeschreibung:

"Der 17-jährige Edgar Wibeau nimmt einen Streit mit seinem Vorgesetzten zum Anlass, seine Lehre in einem Metall verarbeitenden Betrieb abzubrechen und geht nach Berlin. Dort richtet er sich in einer verlassenen Gartenkolonie ein und findet ein Reclamheft. Dass es sich dabei um Goethes Roman Die Leiden des jungen Werther handelt, weiß er nicht, weil er Titelblatt und Nachwort als Toilettenpapier benutzt. Von der Lektüre beeindruckt, verwendet Edgar fortwährend Zitate aus dem Werk. Seinen Lebensunterhalt verdient er sich bei einer Malerkolonne. Nachdem deren Projekt, die Entwicklung eines Farbspritzgeräts scheitert und Edgar beinahe aus der Kolonne fliegt, baut er in seiner Laube an einem eigenen Gerät. Bei dessen Inbetriebnahme erleidet er schließlich einen tödlichen Stromschlag.

'
Die ›neuen‹ Leiden des jungen W. sind die alten: Liebe, die als Eifersucht schmerzt, gestörtes Verhältnis zur Mitwelt, das als verletzter Ehrgeiz quält. Auch Werther 1972 liebt eine verlobte, später verheiratete Frau namens Charlotte, die er nicht wie sein Vorgänger Lotte, sondern ›Charlie‹ nennt.' FAZ"

Freitag, 9. September 2022

Goethe, Johann Wolfgang von "Die Leiden des jungen Werther"

 
Goethe, Johann Wolfgang von "Die Leiden des jungen Werther" - The Sorrows of Young Werther - 1774

Dieser Briefroman ist auch leicht autobiografisch. Goethe war schon immer ein sehr bedeutender deutscher Autor. Dies ist wahrscheinlich eines seiner berühmtesten Bücher, sehr zum Verdruss des Autors.

Der junge Werther ist ein junger Künstler, sehr sensibel. Er korrespondiert mit seinem Freund, dem er von all seinen Sorgen und Leiden erzählt, von seiner unerwiderten Liebe zu einem Mädchen.

Anscheinend hatte das Buch damals einen großen Einfluss auf die Menschen. Aber nicht nur zeitgenössische Leser wurden beeinflusst, es gibt immer noch deutsche und internationale Autoren, die sich auf den Roman beziehen.

Thomas Mann schrieb "Lotte in Weimar", wo Goethe das junge Mädchen Charlotte trifft, Ulrich Plenzdorf, ein DDR-Autor, schrieb "Die neuen Leiden des jungen W." (The New Sufferings of Young W.) im Jahr 1970 und ist immer noch so aktuell wie damals.

Buchbeschreibung:

"Anfang Februar 1774 begann Goethe mit der Niederschrift des 'Werther'. Bereits im April schloss er die Arbeit daran ab und schrieb darüber am 26. April 1774 an Lavater: 'Du wirst großen Teil nehmen an den Leiden des lieben Jungen, den ich darstelle. Wir gingen nebeneinander an die sechs Jahre, ohne uns zu nähern. Und nun hab' ich seiner Geschichte meine Empfindungen geliehen, und so macht's ein wunderbares Ganzes.'

Wie bahnbrechend Goethes Roman zu seiner Zeit war, wird uns beim Lesen von '
Die Leiden des jungen Werther' kaum bewusst. Hier werden 'lebendige Bilder aus dem bürgerlichen Leben mit der Geschichte einer Seele verbunden' [E. Trunz], das ist gegenüber den vorangegangenen Briefromanen [Rousseau] neu. Zudem haben wir es hier nur mit einem Briefschreiber zu tun. Durch 'Werther' ist der neuzeitliche deutsche Roman eigentlich erst geschaffen.

Der Anhang enthält ein Nachwort zum
'Werther' sowie eine Reihe Briefe, die sich mit dem Werk befassen. Außerdem werden Leitfragen zur Auseinandersetzung mit dem Roman gestellt, dazu Erläuterungen für den Schüler gegeben."

Dienstag, 9. August 2022

Goethe, Johann Wolfgang von "Iphigenie auf Tauris"

 
Goethe, Johann Wolfgang von "Iphigenie auf Tauris" - Iphigenia in Tauris - 1787

Ein Theaterstück von Goethe, eines der Bücher, die man im deutschen Gymnasium lesen muss. Iphigenie ist die Tochter von Agamemnon, die sie der Göttin Artemis anbietet. Obwohl die Göttin Iphigenie rettet und sie auf die Insel Tauris bringt, führt dies zu vielen Konsequenzen.

Ich bin kein großer Fan von Theaterstücken, ich schaue sie mir lieber an. Dies ist jedoch eine sehr interessante Geschichte, die viel über die griechische Mythologie lehrt.

Buchbeschreibung:

"Das Werk knüpft an die alte Sage von Orest an, der den Gattenmord an seiner eigenen Mutter rächen muß. Von den Erinnerungen verfolgt, wird er ruhelos umhergetrieben. Seine Schwester Iphigenie vermag durch reine 'Menschlichkeit' ihrem Bruder zu helfen. Die Seelengröße der lphigenie verhilft der Tragödie zu Formenschönheit und Vollkommenheit, die sie zur klassischen Dichtung macht.
Das Nachwort gibt Aufschluß über das Entstehen des Werkes. 5 Seiten Anmerkungen helfen dem Schüler.
"