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Mittwoch, 13. Mai 2026

Orth, Stephan; Blinda, Antje "Sorry, wir haben die Landebahn verfehlt"

Orth, Stephan; Blinda, Antje "Sorry, wir haben die Landebahn verfehlt - Kurioses aus dem Cockpit" [Sorry, we missed the runway - Curious things from the cockpit] - 2010 

Ich bin ja ein großer Stephan Orth-Fan. Leider hat er schon eine Weile kein neues Buch mehr geschrieben, aber vor kurzem fand ich diese Zusammenstellung, die er mit der Journalistin Antje Blinda gemacht hat, bevor er auf seine Couchsurfing-Reisen ging.

Also dachte ich, das muss es mal tun für den Moment.

Und das tat es auch. Der Spiegel hatte seine Leser aufgefordert, besonders lustige Ereignisse bekanntzugeben, die sie auf ihren Flügen erlebt haben. Und die beiden Journalisten haben das zusammengestellt und ihren Kommentar dazu abgegeben, der zum einen genauso lustig ist und zum anderen Informationen über Flüge und den Flugverkehr gibt.

Lustig und unterhaltsam.

Buchbeschreibung:

"Die schönste Zeit des Jahres kann im Handumdrehen zum Fiasko werden.

Angefangen mit 'Sie brauchen nicht nervös zu sein, der Kapitän ist es auch nicht - und er macht den Anflug zum ersten Mal!', treibt solch eine Durchsage aus dem Cockpit selbst erfahrenen Passagieren die Schweißperlen auf die Stirn.

Die SPIEGEL ONLINE Redaktion hat ihre Leser aufgefordert, Anekdotenund verrückte Erlebnisse aus der Flugzeugkabine und dem Urlaub einzusenden. Herausgekommen ist dieser Bestseller.

Vergessene Triebwerke, Piloten ohne Orientierung, Kühe auf der Landebahn: So manche Durchsage an Bord eines Flugzeugs treibt selbst erfahrenen Passagieren die Schweißperlen auf die Stirn. Hunderte von Lesern haben ihre Erlebnisse aus dem Cockpit an Spiegel Online geschickt die besten und lustigsten Zitate und Anekdoten sind in diesem Buch versammelt. Also schnallen Sie sich an, klappen Sie die Tische hoch, und stellen Sie die Sitzlehnen aufrecht. "

Montag, 16. September 2024

Orth, Stephan "Couchsurfing in der Ukraine"

Orth, Stephan "Couchsurfing in der Ukraine" [Couchsurfing in Ukraine] - 2024

"Stephan Orth versteht es hervorragend, Land und Leute für den Leser lebendig werden zu lassen." Westdeutsche Allgemeine Zeitung (Dem kann ich nur zustimmen.)

Ich bin ein Stephan Orth-Fan, seitdem ich sein erstes Buch gelesen habe. Damals ist er durch den Iran gefahren und hat Land und Leute bei ihnen zu Hause kennengelernt. Zwischendrin war er dann noch in Russland, in China, in Saudi-Arabien und in England - während der Corona-Pandemie. Das war ja alles schon abenteuerlich genug. 

Aber dann - wie kommt man auf die Idee, durch ein Kriegsland zu fahren, dort bei Menschen zu übernachten, wo es jeden Tag einschlagen kann, oder bei denen es schon eingeschlagen hat? Na ja, seine ukrainische Freundin hat sicher sehr dazu beigetragen.

So oder so, ich kenne Ukrainer, habe diese aber schon lange nicht mehr gesehen. Erst die Pandemie, dann der Krieg. Einfach furchtbar. Daher finde ich es bewundernswert, dass der Autor diese Strapazen auf sich genommen und uns daher das ukrainische Volk nähergebracht hat.

Das ist überhaupt das Beste an all seinen Büchern, er kann alles so gut beschreiben, dass man den Eindruck hat, selbst dabei gewesen zu sein. Da lernen wir nicht nur Julija und ihre Familie kennen, wir treffen auch Polina und Roman, Lidija und Swetlana, Aleksandr und Natascha, und viele viele mehr. Alle zusammen zeigen, was für ein bewundernswertes Volk das ist, das da um seine Freiheit kämpft. Die Älteren sind noch in der Sowjetunion aufgewachsen, die Jüngeren kennen das nicht. Aber alle haben etwas gemeinsam, sie wollen ihr Land, sie wollen ihre Demokratie, sie wollen Frieden.

Menschen wie Stephan Orth können sicher nicht die Weltpolitik auf den Kopf stellen, leider. Aber sie tun doch einiges, sie wecken die Leute auf, die meinen, es sei ja alles gar nicht so schlimm, sie rütteln an den Gedanken derer, die die Russen als die Opfer ansehen. Auch wenn diese solche Bücher nicht lesen, sie hören davon, und jeder Tropfen höhlt den Stein.

Deshalb, danke an Stephan Orth und alle, die es ihm ermöglicht haben, dieses Buch zu schreiben. Hoffentlich bereist er noch mehr Länder, die ich nie werde kennenlernen können.

Buchbeschreibung:

"Stephan Orth hat den Krieg Russlands gegen die Ukraine von Anbeginn intensiv miterlebt. Durch seine ukrainische Freundin Julija verbindet ihn ein besonderes Band mit dem Land. Wie sieht der Alltag der Menschen aus, die geblieben sind, was ässt die durchhalten? Und was hat das alles mit uns zu tun? Mit diesen Fragen reist er Tausende Kilometer zwischen Kyjiw und Kramatorks, zwischen Charkiw und den Karpaten. Er wohnt bei den Einheimischen. Und liefert uns einen packenden Bericht über das Leben im Ausnahmezustand, die Macht starker Geschichten und eine große Liebe.

Persönliche Einblicke und Begegnungen auf Augenhöhe

Sein bewegender Bericht verleiht den Ukrainerinnen und Ukrainern eine Stimme und ermöglicht uns eine Perspektive, die weit über den Krieg hinausreicht."

Meine englischen Berichte über Stephan Orths Bücher findet ihr hier. Ich finde, die anderen Bücher sollten auch übersetzt werden.

Samstag, 1. Oktober 2022

Orth, Stephan "Absolutely Ausgesperrt"

Orth, Stephan "Absolutely Ausgesperrt" [Absolutely Locked Out] - 2022

Stephan Orth
ist einer meiner Lieblingsautoren. Darum habe ich auch schon mit Hochspannung auf sein nächstes Buch gewartet, für das er uns eine Überraschung angekündigt hat.

Der Autor bereist ja Länder, in die wir "Normalverbraucher" oft gar nicht hinkommen: Iran, Russland, China, zuletzt Saudi-Arabien. Aber in den letzten Jahren kam ja niemand irgendwohin. Wir konnten mehr als ein Jahr lang unsere Söhne nicht sehen, die in den Niederlanden und Schweden (und dann in Belgien) wohnten. Überall war "Lockdown": Ausgesperrt. Und genau darüber hat Stephan Orth sich Gedanken gemacht und sich statt auf Sofas von Gastgebern zu schlafen, in deren Gärten mit einem Zelt niedergelassen. Auch so kann man Land und Leute kennenlernen. Ich habe früher selbst schon so etwas wie Couchsurfing gemacht, lange bevor man es Couchsurfing nannte. In der Esperanto-Welt gibt es das schon ewig und es nennt sich Pasporta Servo (svw. Passdienst). So oder so, man kommt mit ganz normalen Menschen zusammen, keine öffentlichen Touristenführer etc. und das ist immer interessant.

Ich habe ja selbst sechs Jahre in England gelebt und es auch total geliebt. Mit der jüngeren Politik bin ich absolut nicht einverstanden, allerdings gibt es da auch noch andere Länder, die sich sehr zu ihrem Nachteil verändert haben, und mein eigenes will ich da nicht ausschließen. Fußballfan wie Stephan Orth bin ich nicht, aber ich konnte seinen Berichten über Hooligans und Rassismus sehr gut folgen und bin absolut seiner Meinung.

Ich habe viele Freunde in England, mit denen ich mich auch heute noch gut über all diese Themen unterhalten kann (im Gegensatz zu Freunden in den USA, von denen einige schon extrem in ihren Ansichten sind und mit denen man auch wirklich nicht mehr reden kann).

Vielleicht hat mir dieses Buch sogar noch besser gefallen als seine vorherigen (ich sage: vielleicht), weil ich Land und Leute kenne und seine Berichte über die heutige Zeit und die Art seines Reisens total spannend finde. Ich denke, er hat gute Ansatzpunkte geliefert für eine andere Art, eine umweltfreundlichere Art zu reisen. Ich selbst gehöre leider zu den Menschen, die so etwas nicht mehr machen könnten, aber ich denke, unsere Kinder und Kindeskinder könnten dies vielleicht eines Tages als vollständig normal empfinden.

Wer noch kein Stephan Orth-Fan ist, sollte unbedingt eines seiner Bücher lesen. Fangt mit dem Land an, dass euch am meisten interessieren würde. Die Reiseerlebnisse sind alle hervorragend.

Ich hoffe, er schreibt noch viel, viel mehr Bücher.

Buchbeschreibung:

"Vor den Türen der Briten

Von London bis Newcastle, ohne einen Innenraum oder ein geschlossenes Fahrzeug zu betreten - so trotzt Bestsellerautor Stephan Orth in England der Pandemie.

Er wandert, radelt und paddelt, zeltet in Vorgärten, Wäldern und Stadtparks. In Manchester jubelt er bei einem Fußballmatch, in Oxford erlebt er die Eigenarten britischer Trinkkultur, am Rochdale-Kanal entdeckt er das schönste Klo der Welt. Er schildert, wie er sich mit Brexit-Fans und streitlustigen Katzen auseinandersetzt, mit Obdachlosen, Lebenskünstlern und Umwelt-Aktivisten ins Gespräch kommt.

Dabei greift sein origineller Bericht neben der Frage, wie man in Corona-Zeiten gefahrlos unterwegs sein kann, hochaktuelle Themen auf - und wird zum Plädoyer für eine neue Art des Reisens.
"

Freitag, 25. März 2022

Orth, Stephan "Couchsurfing in Saudi-Arabien: Meine Reise durch ein Land zwischen Mittelalter und Zukunft"

Orth, Stephan "Couchsurfing in Saudi-Arabien: Meine Reise durch ein Land zwischen Mittelalter und Zukunft" [Couchsurfing in Saudi Arabia: My Journey Through a Country Between the Middle Ages and the Future] - 2021

Die Beschreibung des Buches sagt, dass Stephan Ort sofort den Rucksack packt, als Saudi-Arabien erstmals Touristen einreisen lässt. Und was mache ich, wenn Stephan Ort ein neues Buch herausbringt? Richtig, ich lese es sofort, na ja, wie alle meine Bücher, sobald es als Taschenbuch zu haben ist.

So wie alle seine Bücher, ist auch dieses hochinteressant. Natürlich hat jeder seine Vorstellungen von Saudi-Arabien und der Autor bestätigt diese häufig, aber es gibt noch massenhaft zusätzliche Informationen, auch welche, von denen man nie gehört hat oder die man nicht vermuten würde.

Offensichtlich konnte er hier nicht, wie im Iran, in Russland oder China, ganz normale Menschen kennenlernen, die Menschen waren es entweder nicht gewohnt, Fremde aufzunehmen und sich mit ihnen einzulassen, oder sie hatten Angst. Das hat man schon verstanden, dass es nicht so einfach für ihn war wie in anderen Ländern.

Man konnte schon nachvollziehen, dass es sich hier um ein arabisches Land handelt mit der bekannten Gastfreundschaft, aber die Angst hält wohl viele davon ab, sich mit Ausländern zu unterhalten. Frauen hat er so gut wie gar nicht gesehen, und das ist natürlich doppelt schade.

Trotzdem ist es Stephan Orth gelungen, uns das Land und die Leute ein wenig näherzubringen, das ist schon allerhand.

Ich hoffe, er bereist noch einige interessante Länder, von denen ein normaler Mensch nur träumen kann, so dass wir mehr über diese Menschen dort lernen können.

Buchrücken:

"Als Saudi-Arabien erstmals Touristen einreisen lässt, packt Bestsellerautor Stephan Orth sofort den Rucksack. Von Couch zu Couch erkundet er das Königreich und erhält Einblicke
in eine verschlossene Gesellschaft, wie sie bisher keinem westlichen Besucher möglich waren. Er wird Zeuge eines radikalen Wandels, sieht Frauen Auto fahren und tanzt mit Zehntausenden beim Wüsten-Rave. Doch jenseits der Glitzerwelt gelten drakonische Strafen, und an der Grenze zum Jemen sind die Bomben nicht zu überhören. Stephan Orth berichtet von seiner bisher aufregendsten Reise.
"

Freitag, 11. März 2022

Orth, Stephan "Couchsurfing in Russland"

 

Orth, Stephan "Couchsurfing in Russland. Wie ich fast zum Putin-Versteher wurde" - Couchsurfing in Russia: Friendships and Misadventures Behind Putin’s Curtain - 2017

Ich habe (bisher) drei Bücher von Stephan Orth gelesen. Dieses war das erste. Nach "Couchsurfing in China" "Couchsurfing im Iran" bin ich mittlerweile beim vierten angelangt, "Couchsurfing in Saudi-Arabien".

Gerade hat der Autor bekanntgegeben, dass "der Untertitel [...] aus heutiger Sicht nicht mehr richtig ... klingt. Zu salopp, zu augenzwinkernd, zu lässig in Anbetracht der Gräueltaten dieses Regimes." Er hat zwar recht, aber 2017 ist schon lange her und sein Buch zeigt auch kein Verständnis für diesen Diktator.

Die Herausgeber hatten sich damals entschieden, dem Buch einen anderen englischen Titel zu geben: "Behind Putin's Curtain: Friendships and Misadventures Inside Russia", was wohl bedeutet, dass eine Neuauflage des Buches wahrscheinlich: "Hinter Putins Vorhang: Freundschaften und Missgeschicke in Russland" heißen wird.

Der Autor tat, was Tausende junger Menschen jedes Jahr tun (oder taten, bevor Covid fast allem ein Ende setzte), er bereiste die Welt durch CouchSurfing. Es gibt den Menschen die Möglichkeit, in anderen Privathäusern zu wohnen und die Menschen auf dem Land viel besser kennenzulernen, als wenn sie in ein Hotel gehen würden. Und natürlich ist es viel billiger. Auch der Gastgeber bekommt seine Belohnung, er kann andere Länder kennenlernen, ohne reisen zu müssen. Ich kenne dieses Konzept seit den 1970er Jahren, als ich anfing, Esperanto zu lernen. Wir nennen es "Pasporta Servo" (Passdienst). Auf diese Weise habe ich viele Leute aus verschiedenen Ländern beherbergt. Es macht immer viel Spaß.

Jedenfalls reist
Stephan Orth durch Länder, in denen es nicht einfach ist, alleine und/oder privat zu reisen, meist beides. In diesem Buch ist er durch Russland gereist, aber er war auch in China und im Iran.
"Couchsurfing im Iran: Meine Reise hinter verschlossenen Türen" (Couchsurfing in Iran: Revealing a Hidden World/Couchsurfing in Iran: My journey behind closed doors) - 2015
"Couchsurfing in China. Durch die Wohnzimmer der neuen Supermacht" (Couchsurfing in China. Through the living rooms of the new super power) - 2019

Dies ist ein brillantes Buch. Es ist nicht das übliche Reisebuch, in dem jemand alle Sehenswürdigkeiten auflistet, die ein Land zu bieten hat. Nein, es tut viel mehr, es zeigt uns, wie die einfachen Menschen in diesen Ländern leben, wie sie studieren, ihr Geld verdienen, leben. Wir lernen ihr Leben und ihre Bräuche kennen. Er besucht nicht nur die großen Städte, von denen alle reden, er geht ins "Hinterland", er besucht ungewöhnliche Orte, die immer noch sehr interessant sind, auch wenn (oder gerade weil) sie nicht Millionen von Menschen anziehen. Er hat einen tollen Schreibstil. Humorvoll, witzig, informativ. Es ist schön, ihm auf seiner forschenden und unvoreingenommenen Art durch das Land zu folgen und dabei mehr über dieses große Land zu erfahren als in vielen Geschichts- oder Politikbüchern.

Buchumschlag:

"Das erste Russland-Buch ohne Bären und Balalaikas!

Was ist Propaganda, was ist echt? Über keinen Teil der Erde ist die Informationslage verwirrender als über Russland. Da hilft nur: hinfahren und sich sein eigenes Bild machen. Zehn Wochen lang sucht Bestsellerautor Stephan Orth zwischen Moskau und Wladiwostok nach kleinen und großen Wahrheiten. Und entdeckt auf seiner Reise von Couch zu Couch ein Land, in dem sich hinter einer schroffen Fassade unendliche Herzlichkeit verbirgt.

'
Stephan Orth versteht es hervorragend, Land und Leute für den Leser lebendig werden zu lassen.' Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Eine Diamantenmine in Jakutien, eine Datscha mitten in der Großstadt, das Dorf einer Weltuntergangssekte in Sibirien: Es sind Orte wie diese, an denen Stephan Orth nach dem wahren Russland sucht. Zwischen Moskau und Grosny, zwischen Sankt Petersburg und Wladiwostok lebt er zu Hause bei Einheimischen, diskutiert mit ihnen über Politik, Propaganda und Pelmeni und lässt sich von ihnen ihre Welt zeigen.

Dabei trifft er nicht nur Putin-Versteher, Wodkatrinker und Waffennarren, sondern auch herzliche Musiker, einen intellektuellen Pedanten und die schönste Frau des Landes. Er erfährt, was Pfannkuchen mit dem Gefühlsleben der Russen zu tun haben, wie grüne Männchen auf der Krim landeten - und entdeckt sogar das Geheimversteck der sagenumwobenen russischen Seele. Von Gastgeber zu Gastgeber ergibt sich ein persönliches Bild dieses riesigen Landes, das derzeit ein zweifelhaftes Comeback auf der weltpolitischen Bühne feiert. Und gleichzeitig auf der Suche nach sich selbst ist.
"

Donnerstag, 16. Dezember 2021

Orth, Stephan "Couchsurfing im Iran"

Orth, Stephan "Couchsurfing im Iran - Meine Reise hinter verschlossene Türen" - Couchsurfing in Iran: Revealing a Hidden World - 2015

Nachdem ich Stephan Orths Buch über Couchsurfing in Russland gelesen hatte, beschloss ich, unbedingt seine anderen Bücher zu diesem Thema zu lesen. Bisher reiste er durch China, den Iran und Saudi-Arabien. Ich muss mir noch sein nächstes Buch zulegen, aber die anderen waren alle genauso großartig wie das erste.

Was ich an seinem Buch liebe, ist, dass wir einen kleinen Einblick in das Leben normaler Menschen in Ländern bekommen, in die die meisten von uns nicht einmal als Touristen reisen könnten. Und er lernt dort die "gewöhnlichen" Menschen kennen. Naja, soweit man die Leute als "normal" bezeichnen kann, die ihre Häuser für völlig Fremde öffnen, obwohl es ihr Regime verbietet.

Der Autor hat eine großartige Art, seine Gastgeber und ihre Freunde und Familien, ihr Leben, ihre Träume, einfach alles zu beschreiben. Man hat fast das Gefühl, selbst dort gewesen zu sein. Ich habe schon Bücher über den Iran gelesen und viel über dieses Land von verschiedenen Autoren gehört, auch dies gibt mir einen Einblick in dieses interessante Volk.

Ich habe einige Kritiken von Iranern gelesen, die sagten, wie genau er über ihr Land erzählt. Das ist sehr vielversprechend.

Danke, Stephan Orth, dass du uns den Einblick in ein Land gegeben hast, das für die meisten von uns ein Rätsel ist und das wir vor allem aufgrund der Covid-Beschränkungen im Moment definitiv nicht sehen können.

Buchumschlag:

"Es ist offiziell verboten, trotzdem reist Stephan Orth als Couchsurfer kreuz und quer durch den Iran. Er schläft auf Dutzenden von Perserteppichen, ist Beifahrer im stinkenden Schmugglerbus und geht an eine Bikiniparty in der Pilgerstadt Mashhad. Denn die jungen Iraner sind nicht nur Weltmeister in Sachen Gastfreundschaft, sondern auch darin, den frommen Sittenwächtern ein Schnippchen zu schlagen."

Samstag, 28. August 2021

Orth, Stephan "Couchsurfing in China"

Orth, Stephan "Couchsurfing in China. Durch die Wohnzimmer der neuen Supermacht" - Couchsurfing in China: Encounters and Escapades Beyond the Great Wall aka High Tech and Hot Pot: Revealing Encounters Inside the Real China - 2019

Stephan Orth habe ich schon mit seinem Buch über Russland (Couchsurfing in Russland. Wie ich fast zum Putin-Versteher wurde/Couchsurfing in Russia: Friendships and Misadventures Behind Putin’s Curtain) kennengelernt. Als mir diese Ausgabe über China in die Hände fiel, konnte ich nicht widerstehen, ich musste es einfach lesen.

Und wieder können wir einen kleinen Einblick tun in das Leben ganz normaler Menschen in China. Wobei, ganz normal sind die meisten Gastgeber wohl doch nicht, sie sind sehr sozial und bieten wildfremden Menschen ein Dach über dem Kopf und ein Bett zum Schlafen an, führen sie durch ihre Stadt und erzählen von ihrem Leben, der Durchschnittsbürger macht das wohl in keinem Land.

Trotzdem, oder gerade deswegen, sind die Bücher von Stephan Orth sehr interessant. Ich habe von Riesenstädten gelesen, die größer sind als die größten europäischen Städte, von denen man noch nie etwas gehört hatte.

Aber auch seine Berichte von seinen Gastgebern sind total spannend und machen Lust, selbst einmal eine solche Reise zu unternehmen.

Wieder mal ein tolles Buch. Ich werde zum einen zusehen, dass ich "Couchsurfing im Iran" auch bald mal lese und bin zum zweiten mal gespannt, wohin es unseren Globetrotter beim nächsten mal führt.

Klappentext:

"Wie ticken die Menschen in China? Er reist mit Vorliebe durch Länder mit einem schlechten Ruf: Drei Monate lang erkundet Couchsurfer Stephan Orth das Reich der Mitte, um herauszufinden, wie die neue Weltmacht tickt: vom Spielerparadies Macao im Süden bis nach Dandong an der Grenze zu Nordkorea, von Shanghai bis in die Krisenprovinz Xinjiang. Er besucht Hightech-Metropolen, die mit totaler Überwachung experimentieren, und abgeschiedene Dörfer, in denen fürs Willkommensessen der Hund geschlachtet wird. Er wird als Gast einer Live-Fernsehshow zensiert und tritt fast einer verbotenen Sekte bei. Auf seiner Reise von Couch zu Couch versucht er sich als Wettkampf-Korbflechter, tanzender Englischlehrer und Casino-Glücksritter. Dabei wird immer deutlicher, wie sich das Leben hinter den Kulissen der neuen Supermacht gestaltet, welche Träume und Ängste die Menschen bewegen: Und plötzlich wirkt das schwer durchschaubare China viel weniger fremd, als man vermutet hätte."