Montag, 27. Juni 2022

Boyne, John "Der Junge im gestreiften Pyjama"

Boyne, John "Der Junge im gestreiften Pyjama" (Englisch: The Boy in the Striped Pyjamas) - 2006

Ich habe dieses Buch gelesen, bevor wir es in einem unserer Lesekreise besprochen haben.

Die Geschichte enthält einige Fehler, ein paar zu viele für meinen Geschmack, die ganze Geschichte schien unwirklich, weil es so nicht hätte passieren können. Die meisten unserer Mitglieder kritisierten das Buch allerdings noch viel schärfer als ich. Zuerst einmal, wenn ein Buch auf Fakten aufgebaut wird, müssen die Fakten stimmen, egal in welche Kategorie man die Geschichte dann steckt.

Wir fanden es nicht leicht, mit dem Buch warm zu werden oder uns in die Charaktere hineinzudenken, die Beschreibung war einfach zu widersprüchlich. Bruno, die Hauptfigur, war manchmal sehr naiv, und in der nächsten Minute hatte er erwachsene Ansichten. Die Geschichte war sehr vorhersehbar. Die Darstellung der Freundschaft war nicht nachvollziehbar, nicht nur die Umgebung. Man merkt, das war schnell geschrieben.

Wie jedoch eine unserer Mitgliederinnen so wunderbar betonte, ist Geschichte hier, um entdeckt zu werden, und daher ist es wichtig, Geschichte auf allen möglichen Ebenen zugänglich zu machen. Und deshalb hat es sich gelohnt, über das Buch zu diskutieren.

Wir haben dieses Buch im Mai 2008 in unserem deutschen Lesekreis und im Juni 2009 in unserem internationalen Lesekreis besprochen

Buchbeschreibung:

"Die Geschichte von 'Der Junge im gestreiften Pyjama' ist schwer zu beschreiben. Normalerweise geben wir an dieser Stelle ein paar Hinweise auf den Inhalt, aber bei diesem Buch - so glauben wir - ist es besser, wenn man vorher nicht weiß, worum es geht.

Wer zu lesen beginnt, begibt sich auf eine Reise mit einem neunjährigen Jungen namens Bruno. (Und doch ist es kein Buch für Neunjährige.) Früher oder später kommt er mit Bruno an einen Zaun.

Zäune wie dieser existieren auf der ganzen Welt.
"

Ich habe das englische Original gelesen und hoffe, die Übersetzung ist genauso gut.

Diejenigen, die bisher keine anderen Bücher über den Holocaust gelesen haben, sollten es mit "Die Nacht" (frz. "La Nuit"/"
Night") von Elie Wiesel und "Roman eines Schicksallosen" (Ungarisch: Sorstalanság/Fateless) von Imre Kertész versuchen. Beide Berichte wurden von Überlebenden geschrieben und sind wahre Berichte darüber, wie junge Menschen das schreckliche Leben in einem Konzentrationslager gelebt und überlebt haben.

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