Samstag, 3. Oktober 2026

Melville, Herman "Moby-Dick oder Der Wal"

Melville, Herman "Moby-Dick oder Der Wal" (Englisch: Moby Dick or The Whale) - 1851

Moby Dick – eine epische Geschichte. "Nennt mich Ismael" – einer der berühmtesten ersten Sätze überhaupt. Also musste ich das Buch eines Tages einfach lesen.

Hat es meine Erwartungen erfüllt? Wahrscheinlich nicht ganz, auch wenn es durchaus interessant ist. Die Geschichte an sich ist gut: der wahnsinnige Kapitän auf der Jagd nach dem Wal, der ihm das Bein gekostet hat; die auf Profit ausgerichtete Besatzung; die Begegnungen mit Walen oder anderen Schiffen. Das allein hätte schon einen guten Roman ergeben können.

Doch Herman Melville wollte mehr. Ich fühlte mich an den Schulunterricht erinnert – an jene Momente, in denen ich mir nichts sehnlicher wünschte, als dass die aktuelle Stunde endlich vorbei wäre und die nächste, interessantere beginnen würde. Wenn ich alles über Wale wissen wollte, sollte ich mir wohl besser ein illustriertes Buch über sie kaufen. Oder wie wäre es mit Informationen zum Walfang? Zu Schiffen? Zur Zerlegung eines Wals? Zu diversen anderen Meeresbewohnern? Ich glaube, nach der Lektüre dieses Buches weiß man genug, um selbst auf Walfang zu gehen. Nur – will man das überhaupt?

Wie dem auch sei: Meiner Meinung nach zählt dies eher zu den schwächeren Klassikern.

Buchbeschreibung:

"Das gewaltige Epos vom großen weißen Wal und Kapitän Ahab, abenteuerliche Reisen durch alle stürmischen Meere und die Geschichte von Ismael, der sich, des Festlands müde, auf den Ozean der Möglichkeiten begibt, indem er auf dem Walfänger Pequod anheuert. Nach abenteuerlichen Reisen durch alle stürmischen Meere findet er als einziger der Mannschaft nach Hause zurück — im Sarg seines Freundes Queequeg."

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