Die Geschichte über einen schwarzen Farmer und Sklavenhalter zur Zeit des Bürgerkriegs.
Eines der wenigen mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Bücher, die mir nicht sonderlich gut gefallen haben. Nicht etwa, weil ich das Thema an sich ablehnen würde – ganz im Gegenteil: Ich bin der Überzeugung, dass wir so viel wie möglich darüber wissen müssen. Ich habe bereits viele Bücher über Sklaven, Sklavenhalter und Ähnliches gelesen, und die meisten davon waren äußerst interessant. Doch dieses Buch ist kein Roman; es ist aber auch kein Sachbuch im eigentlichen Sinne – es besteht vielmehr aus willkürlich zusammengewürfelten Sachbuch-Fragmenten (die zudem kaum Neues bieten), die lediglich so arrangiert wurden, dass sie den Anschein eines Romans erwecken.
Es liest sich eher wie ein Geschichtsbuch, in dem man sich eine Vielzahl von Jahreszahlen einprägen muss, die in keinem erkennbaren Zusammenhang zueinander stehen.
Ich würde es definitiv niemandem empfehlen, der auf der Suche nach einer "leichten Lektüre" ist.
Buchbeschreibung:
"Henry Townsend gehört zu den Schwarzen, die es geschafft haben. Als junger Mann von seinem Vater freigekauft, ist er mit dreißig Jahren Besitzer einer eigenen Plantage mit dazugehörigen Sklaven. Ein Paradox, das nicht denkbar wäre ohne die tätige Unterstützung seines einstigen weißen Herrn, dem mächtigsten Mann in Manchester County, und dessen Preis, wie sich zeigt, er mit dem Leben bezahlen wird.
Henry arrangiert sich schnell damit, nunmehr auf der Seite derjenigen zu stehen, für die sich der Wert eines Schwarzen lediglich in seiner Arbeitskraft bemißt, er genießt den Zuwachs an Ansehen, das ihm jeder weitere Sklave beschert. Doch als Schwarzer das Leben eines Weißen zu führen, kommt einem Fluch gleich, so scheint es. Am siebten Tag einer scheinbar harmlosen Krankheit stirbt er. Sein plötzlicher Tod stellt seine Witwe vor ungeheure Probleme, die in jenes Chaos münden, das den Anfang vom Ende der Sklaverei markiert."
Edward P. Jones erhielt den Pulitzerpreis für "The Known World" in 2004.


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