Eine Tragödie voller Vernachlässigung, Missbrauch und Betrug, eine fast poetische Erzählung. Klingt interessant.
Ich habe allerdings ein ziemlich ambivalentes Verhältnis zu Booker-Preisträgern: Entweder liebe ich sie oder ich hasse sie. Manche von ihnen mag ich so wenig, dass sie zu den schlechtesten Büchern gehören, die ich je gelesen habe.
Dieser Roman hatte eine seltsame Wirkung auf mich. Ich lese gerne über Indien und habe einiges aus Indien gelesen und sehr genossen (siehe hier). Ich wollte immer wissen, wie die Geschichte weitergeht, was mit den Figuren passiert – das war das Gute an diesem Buch.
Aber die Figuren – da war keine einzige, die mir gefiel, na ja, vielleicht eine, aber die kam im Roman nicht besonders gut rüber. Die Geschichte springt hin und her, ich nehme an, der Autor wollte Spannung aufbauen. Normalerweise mag ich diesen Stil ganz gern, hier war er einfach nur nervig. Eine sehr düstere und hoffnungslose Geschichte.
Buchbeschreibung:
"Ein himmelblauer Straßenkreuzer fährt an einem klaren Dezembermorgen des Jahres 1969 durch die Reisfelder des südindischen Kerala. Doch was als sonnendurchflutete Autofahrt beginnt, endet in einer Tragödie...
Voller Sprachmagie erzählt Arundhati Roy die atemberaubende und schillernde Geschichte einer Familie, die an verbotener Liebe zerbricht."
Arundhati Roy gewann 1997 den Booker Prize für "The God of Small Things".


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