Ich liebe die russische Literatur. Ihr Stil ist einzigartig. Dieses Buch bildet da keine Ausnahme. Der Autor war nicht nur in der aufkommenden marxistisch-kommunistischen Bewegung aktiv, er begründete diesen Stil, die literarische Methode des sozialistischen Realismus. Wir lernen Pelagea kennen, die von ihrem Mann misshandelt wird. Nach dessen Tod beginnt ihr Sohn Pawel, gegen das zaristische Regime zu kämpfen. Seine Mutter ist anfangs zögerlich und ängstlich, doch dann unterstützt sie die jungen Leute, weil sie erkennt, dass es so nicht weitergehen kann. Sie nimmt alle Freunde ihres Sohnes unter ihre Fittiche und wird für sie zu einer zweiten Mutter, manchmal sogar mehr als ihre eigene.
Wir erfahren, wie hart das Leben in einem russischen Dorf um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert ist und wie schwer es für den einfachen Mann ist, seine Familie zu ernähren. Sie hatten nichts, nicht einmal Hoffnung, dass sich unter dieser Regierung jemals etwas für sie bessern würde. Ich weiß nicht, was viele von uns heutzutage in solchen Umständen tun würden.
Das Buch handelt hauptsächlich von den Revolutionären, dem Untergrundwiderstand und warum sie gegen ihre Zaren kämpften. Wir können es uns gut vorstellen, aber dieses Buch bringt es für alle verständlich aufs Papier. Es geht auch um die Liebe ihrer Mutter zu ihrem Sohn und wie weit sie gehen würde, um ihn zu unterstützen und zu verteidigen.
Ein großartiges Buch.
Der Dichter wurde anscheinend fünfmal für den Nobelpreis für Literatur nominiert. Wie schade, dass er ihn nie erhalten hat. Er hätte ihn wahrlich verdient gehabt.
Buchbeschreibung:
"Russland im frühen 20. Jahrhundert: Arbeiter und einfache Bauern quälen sich durch den armseligen Alltag. Fabrikbesitzer und reiche Bauern halten die Arbeiter und Bediensteten mit einem Hungerlohn gerade so am Leben. Doch es keimt Hoffnung auf. Einige junge Leute kämpfen mutig gegen die katastrophalen Verhältnisse. Unter ihnen auch der Sohn der Arbeiterwitwe Pelagea Nilowna. Diese Mutter, ihr Leben lang nur abgeplagt und in ihr Schicksal ergeben, schöpft durch ihren Sohn Pawel Hoffnung auf ein besseres Leben und verschreibt sich mit ihm und den anderen jungen Leuten den Zielen des Aufstandes. Doch der Preis ist hoch für sie und ihren Sohn."


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