Die Autorin ist eine norwegische Journalistin, die eine Reise entlang der gesamten russischen Grenze unternommen hat. Sie besuchte jedes einzelne Land – auch solche, die international nicht anerkannt sind, wie die de facto souveränen Gebiete im Kaukasus: Abchasien, Südossetien, Adscharien, Bergkarabach und Donezk. Die Einreise in einige dieser Gebiete war nicht einfach. Um nach Bergkarabach zu gelangen, musste sie über Armenien reisen, da eine Einreise von Aserbaidschan aus – zu dem das Gebiet offiziell noch immer gehört – nicht möglich ist.
Sie bereiste all diese Gebiete unter schwierigen Bedingungen und sprach mit den Menschen vor Ort über die jüngere und ältere Geschichte; dabei erfährt man viel über diesen Teil der Welt. Ich halte es für wichtig, mehr über das größte, sehr mächtige und wohl gefährlichste Land der Welt zu wissen.
Es handelt sich um ein großartiges, hervorragend geschriebenes Buch, bei dem man das Gefühl hat, gemeinsam mit der Autorin zu reisen und mit ihr die Länder, die dort lebenden Menschen und deren Geschichte zu entdecken. Fantastisch.
Dies ist das zweite Buch über Russland und seine Geschichte, das Erika Fatland verfasst hat. Ihr erstes Werk, "Sowjetistan. Eine Reise durch Turkmenistan, Kasachstan, Tadschikistan, Kirgisistan und Usbekistan" (Sovietistan: Travels in Turkmenistan, Kazakhstan, Tajikistan, Kyrgyzstan, and Uzbekistan), habe ich nach diesem gelesen. Daraus habe ich ebenso viel gelernt wie aus diesem Buch.
Buchbeschreibung:
"Die Journalistin Erika Fatland reist entlang der schier endlosen Grenze Russlands. Von Nordkorea über den Kaukasus, das Kaspische und das Schwarze Meer. Durch die Ukraine und die Staaten Osteuropas geht es bis zur russisch-norwegischen Grenze – nach 14 Staaten und über 20 000 Kilometern stößt sie auf die Arktis. Doch hier endet die Reise nicht etwa.
Von der tschuktschischen Hauptstadt Anadyr aus macht sich Erika Fatland im 'Arktischen Sommer' auf die Reise entlang der Nordostpassage, vorbei an Franz-Josef-Land und Sewernaja Semlja bis nach Kirkenes – und hat damit das flächenmäßig größte Land der Welt einmal umrundet.


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