Vor Jahren habe ich "Der Fänger im Roggen" (The Catcher in the Rye) gelesen und es hat mir nicht gefallen. Ich dachte, das läge daran, dass ich vielleicht zu jung war, um es wirklich zu verstehen.
Warum beginne ich eine Rezension über ein Buch mit einem anderen? Nun, dieses Buch erinnerte mich in vielerlei Hinsicht an J. D. Salinger. Kurz gesagt: Mir hat es auch nicht gefallen.
In diesem Buch geht es nicht um das Geschwafel eines verwöhnten Bengels, sondern um jemanden, der gerne einer wäre. Jemand, der glaubt, die Welt liege ihm zu Füßen, aber nicht in dem Sinne, wie sie einem bietet, wenn man nur hart genug arbeitet, sondern wie sie einem bietet, wenn man gar nicht arbeitet. Es ist alles "Sex, Drugs and Rock'n'Roll" ohne den Spaß. Dieses Buch ist so öde, so langweilig, dass man am liebsten Sal und seine Freunde mit den Köpfen zusammenschlagen würde. Wer auch immer sie als Vorbild genommen hat, lebt heute bestenfalls vom Mindestlohn, ist aber wahrscheinlicher im Gefängnis gelandet.
Das ist eine sehr egozentrische Geschichte, die mich zu keinem Zeitpunkt fesseln konnte. Der Schreibstil ist monoton und repetitiv. Die Charaktere sind so fehlerhaft, dass man hofft, sie existieren im wirklichen Leben nicht.
Ja, mit Sicherheit das schlechteste Buch, das ich seit langem gelesen habe. Warum es auf so vielen "Muss ich gelesen haben"-Listen steht, ist mir ein Rätsel.
Buchbeschreibung:
"Dies ist das literarische Statement einer Jugend, die inmitten der 'schlechtesten der Welten' ein leidenschaftliches Bekenntnis zum 'glückseligen Leben' ablegte. Tempo, Jazz, Marihuana, Sex und Freiheit waren die Zauberwörter der Beat Generation, die ständig auf der Suche nach einem intensiven, rauscherfüllten Dasein war. Ihre Trampfahrten durch die ungeheuren Weiten des Landes ließen sie ein Amerika entdecken, das die bürgerliche Erfolgsmoral nicht kannte."
Eine Karte von Kerouacs Überlandreise 1947–1948 im Kerouac ROMnibus findet ihr hier.



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