Ich wollte dieses Buch schon ewig lesen, aber so ist das eben mit Büchern: Man kauft sie, leiht sich immer mehr aus der Bibliothek oder bekommt welche von Freunden, und der Stapel ungelesener Bücher wird immer länger …
Aber vor zehn Jahren habe ich es endlich geschafft und bin froh, es gelesen zu haben, bevor ein großartiger Präsident sein Amt niederlegte. Ich habe anschließend auch "The Audacity of Hope: Thoughts on Reclaiming the American Dream" (Hoffnung wagen: Gedanken zur Rückbesinnung auf den American Dream) und "A Promised Land" (Ein verheißenes Land) gelesen, sowie die Bücher seiner Frau Michelle gelesen, alles fantastische Bücher von einem wundervollen Paar.
Mir wurde auf Facebook gesagt, dass dieses Buch voller Lügen sei, aber meine Recherchen haben ergeben, dass dies nur von rechten Zeitungen behauptet wird. Falls also jemand eine verlässliche Quelle findet, kann ich die Kommentare gerne hier hinterlassen, aber ich werde alle beleidigenden und beschimpfenden Beiträge löschen. Dies ist kein politischer Blog, ich schreibe hier nur über die Bücher, die ich lese. Wer Barack Obama hasst, dem empfehle ich, jetzt aufzuhören zu lesen und für das nächste Buch, das ich rezensiere, wiederzukommen. Oder auch nicht.
Eines sollte man beim Lesen dieses Buches bedenken: Diese Memoiren wurden nicht von einem Präsidenten geschrieben. Es wurde nicht einmal von einem Präsidentschaftskandidaten geschrieben. Es stammt aus dem Jahr 1995, es ist also schon lange her. Er hatte gerade sein Jurastudium abgeschlossen und begann seine politische Karriere. Ich glaube, er wollte ein wirklich authentisches Buch über sein Erbe schreiben.
Aber mal abgesehen davon: Wenn ich ihn vorher nicht gemocht hätte, würde ich ihn nach der Lektüre dieses Buches ganz sicher mögen. Er wirkt sehr sympathisch, obwohl er seine Fehler nicht verheimlicht und auch mal zugibt, im Unrecht gewesen zu sein. Natürlich ist es eine Autobiografie, und jeder, der so etwas schreibt, möchte gemocht werden. Aber ich bezweifle, dass er sich das alles ausgedacht hat, nur um eines Tages Präsident zu werden. Er wirkt in seinen Schriften sehr ehrlich. Und es ist eine großartige Möglichkeit, jemanden besser kennenzulernen, der ständig in der Öffentlichkeit steht und täglich von so vielen verschiedenen Leuten dargestellt und verunglimpft wird.
Ich wünsche ihm und seiner Familie alles Gute für die Zukunft. Ich habe größten Respekt vor ihnen allen.
Buchbeschreibung:
"Seit Barack Obama für das Amt des US-Präsidenten kandidiert hat, begeistert er die Menschen: Er verkörpert die weltweite Sehnsucht nach einer Politik des Friedens und der Menschlichkeit. Aufgewachsen unter ärmlichen Verhältnissen in Hawaii und Indonesien, musste Barack nach seiner Rückkehr in die USA erleben, wie er wegen seiner Hautfarbe diskriminiert wurde. Dies weckte seinen Ehrgeiz, der ihm zunächst eine glänzende juristische Laufbahn eröffnete und dann seinen furiosen Aufstieg als Politiker der Demokraten begründete. Wer nun seine Familiengeschichte liest, spürt, dass in ihm auch ein begnadeter Erzähler steckt.
Der Präsident und sein amerikanischer Traum
In diesen großartig erzählten, unsentimentalen Erinnerungen sucht der Sohn eines schwarzen afrikanischen Vaters und einer weißen amerikanischen Mutter nach der Bedeutung seines Lebens als farbiger Amerikaner. Es beginnt in New York, als Barack Obama erfährt, dass sein Vater - für ihn mehr ein Mythos als ein Mensch - bei einem Autounfall ums Leben kam. Dieser plötzliche Tod löst eine Odyssee der Gefühle aus. Sie führt zuerst in eine kleine Stadt in Kansas, von wo aus er den Spuren der Familie seiner Mutter auf der Wanderung nach Hawaii folgt. Dann nach Kenia, wo er dem afrikanischen Teil seiner Familie begegnet und mit der bitteren Wahrheit über das Leben seines Vaters konfrontiert wird. Am Ende führt sie zu einer Versöhnung mit seinem geteilten Erbe."
Barack Obama erhielt 2009 den Friedensnobelpreis "für seine außergewöhnlichen Bemühungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen den Völkern zu stärken".
Ich wirke an dieser Seite mit: Read the Nobels und Ihr könnt alle meine Blog-Einträge über Nobelpreisträger und ihre Bücher hier finden.
Barack Obama erhielt 2009 den Friedensnobelpreis "für seine außergewöhnlichen Bemühungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen den Völkern zu stärken".
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