Meyerhoff, Joachim "Man kann auch in die Höhe fallen" [You can also fall upwards] - 2024
Nachdem wir letzten Monat "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" in unserem deutschen Lesekreis gelesen hatten, wollten einige unserer Lesekreismitglieder gerne noch ein Buch von diesem Autor lesen und haben dieses Buch vorgeschlagen. So war dies unser Juli-Buch.
Ich war ja schon nicht der größte Fan letzten Monat, aber irgendwie hat mir dieses Buch fast noch weniger gefallen. Der Mann würde mich verrückt machen, so unselbständig.
Irgend jemand hat sich darüber beschwert, dass es keinen Plot gibt. Stimmt. Aber das fand ich nicht am Schlimmsten. Vieles wirkte zu aufgesetzt und übertrieben.
Das einzig Interessante war für mich die Erzählung vom Gorki-Theater und den ganzen Schauspielern, die schon zu DDR-Zeiten dort waren. Besonders fand ich die Datscha interessant, die mit lauter Kulissen ausstaffiert wurde.
Ach ja, und die Mutter, die hat mir auch gefallen. Die einzige Person in der ganzen Sippschaft.
War sicher mein letzter "Roman" von Meyerhoff.
Ich muss allerdings sagen, dass beide Bücher den anderen Mitgliedern gut gefallen haben. Sie meinten, er schreibt gut und unterhaltsam. Lt. NDR findet er allerdings seine eigene Geschichte "seltsam". Da sind wir wenigstense einer Meinung.
Klappentext:
"Zu Hause ist da, wo sie dich reinlassen müssen, wenn du klopfst.
Mit Mitte fünfzig zieht der Erzähler zu seiner Mitte achtzigjährigen Mutter aufs Land, um dort an einem Roman zu schreiben. Es werden ereignisreiche Wochen, in denen er durch die Hilfe seiner Mutter aus einer tiefen Lebenskrise findet.
Nachdem er in Wien von einem Schlaganfall aus der Bahn geworfen wurde, hofft Joachim Meyerhoff, durch einen Neuanfang in Berlin wieder Fuß zu fassen. Doch alles kommt anders als gedacht. Die neue Stadt zerrt an den Nerven und die künstlerische Arbeit als Schriftsteller und Schauspieler fällt ihm von Tag zu Tag schwerer. Der Erzähler verlässt Berlin und zieht zu seiner Mutter nach Norddeutschland, die auf einem herrlichen Grundstück unweit vom Meer ein sehr selbstbestimmtes Leben führt. Mutter und Sohn sind sich immer schon sehr nah gewesen, aber diese gemeinsamen Wochen werden zu einer besonderen Zeit. Der Sohn klinkt sich ein in den Tagesablauf der Mutter, beginnt zu schreiben und findet allmählich heraus aus Zorn und Nervosität, die ihn sein ganzes Leben begleitet haben."

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