Viele Wörter klingen für mich wie das Paradies, wie traumhafte Worte, die mich an einen magischen Ort entführen, wie aus Tausendundeiner Nacht: Samarkand ist so ein Beispiel. Denkt man dabei nicht sofort an Moscheen und Minarette, orientalische Märkte und blau gekachelte Häuser?
"Samarkand" stammt aus der Feder des im Libanon geborenen französischen Autors Amin Maalouf, dessen Werke auf Französisch verfasst sind. Viele seiner Texte wurden jedoch übersetzt.
Dieser Roman führt uns vom Leben des Dichters, Mathematikers und Astronomen Omar Khayyám und seiner Gedichtsammlung Rubaiyat im Samarkand des 11. Jahrhunderts bis zur Reise der fiktiven Figur Benjamin O. Lesage auf der Titanic im Jahr 1912. Ich hatte noch nie von Omar Khayyám gehört und freute mich sehr, nicht nur etwas über seine Dichtung, sondern vor allem über sein Leben und das seiner Zeitgenossen in einer Region zu erfahren, die mir und den meisten Europäern damals genauso unbekannt war wie heute. Ich habe einiges über die persische und islamische Geschichte gelernt.
Eine sehr gut geschriebene Darstellung eines äußerst interessanten Themas. Ich habe dieses Buch geliebt.
Besonders gut gefallen hat mir auch die Karte im Anhang, auf der alle Namen dieser fernen Orte verzeichnet waren.
"Samarkand im 11. Jahrhundert: Der bedeutendste Philosoph, Mathematiker und Astronom des Orients, Omar Khajjam, wird als Ungläubiger verfolgt. Seine geheimen und gefährlichen Gedanken hat er im Rubaijat niedergeschrieben, doch die wertvolle Handschrift ist verschollen. Erst Jahrhunderte später taucht sie auf rätselhafte Weise auf der Titanic auf …
Amin Maalouf entfaltet die exotische, fremde Welt des Orients und erzählt vom abenteuerlichen Leben des sagenumwobenen Gelehrten, von dessen Verstrickungen in die Macht, von seiner Liebe zu der schönen Dichterin Dschahane – und verfolgt den wundersamen Weg der geheimnisvollen Schrift bis ins 20. Jahrhundert."


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