Montag, 2. März 2026

Grossman, David "Zickzackkind"

Grossman, David "Zickzackkind" (Hebräisch: יש ילדים זיגזג/Jesh Jeladim) - The Zig Zag Kid - 1994

Eine faszinierende Geschichte über einen Jungen, der erwachsen wird, seinen Weg findet und Antworten auf so viele Fragen findet, von denen er nicht einmal wusste, dass er sie hatte. Nonno, der Zickzack-Junge, der anders ist als andere Kinder, und das nicht nur, weil seine Mutter starb, als er klein war.

Er soll seinen Onkel in Haifa besuchen, wird aber stattdessen von einem rumänischen Verbrecher entführt. Nur hat er nicht das Gefühl, entführt zu werden, es ist alles ein großes Abenteuer.

Die Geschichte ist mysteriös, ich konnte nicht aufhören zu lesen. Sie ist witzig, es gibt so viel zu lachen. Besonders gefällt mir Felix Glick, der Entführer, dessen Vor- und Nachname beide Glück bedeuten – der eine auf Latein, der andere auf Jiddisch. David Grossman schafft es, faszinierend zu schreiben, er fesselt die Aufmerksamkeit und regt zum Nachdenken an. Wir versuchen, die Denkweise des 13-jährigen Nonno zu verfolgen, der von seiner neuen Umgebung beeindruckt ist. Und mit der Hilfe dieses brillanten Autors gelingt uns das sogar.

Ich habe dieses Buch in der deutschen Übersetzung gelesen. Dies war erst das zweite Buch dieses Autors, das ich gelesen habe, aber sicherlich nicht das letzte.

Buchbeschreibung:

"An seinem dreizehnten Geburtstag feiert Nono Bar Mizwa. Aus diesem Anlass, dem Abschied von der Kindheit, hat sein Vater sich ein Detektivspiel ausgedacht. Er schickt Nono auf eine Reise mit dem Auftrag, in der Eisenbahn jemanden zu finden und mit den Worten: Wer bin ich? anzusprechen. Pech nur - oder auch Glück -, dass sich Nono für die falsche Person entscheidet, für Felix Glick nämlich, den alten Gentleman-Ganoven, dessen Spielchen von ganz anderer Art sind, als die seines Vaters. Als Nono am Ende herausfindet, dass Glick sein Großvater ist, erfährt er auch die Wahrheit über die unmögliche Liebe seiner Eltern, die ihn zum 'Zickzackkind' gemacht hat."

David Grossman erhielt 2010 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

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