Dienstag, 17. März 2026

Sterne, Laurence " Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman"

Sterne, Laurence " Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman" (Englisch: The Life and Opinions of Tristram Shandy, Gentleman) - 1759-67

Warum ich dieses Buch bis zum Ende gelesen habe, werde ich wohl nie verstehen. Ich liebe Klassiker. Wirklich. Sie sind meine Favoriten. Nur dieser nicht.

Laurence Sterne versucht, die ganze Welt in diesen Roman zu packen und sie am Beispiel eines Gentleman namens "Tristram Shandy" zu erklären. Er möchte, dass die Geschichte sowohl philosophisch als auch unterhaltsam ist. Sie ist weder das eine noch das andere. Die meisten Charaktere sind so flach, sie sind alle hoffnungslos nutzlos, und es gibt keine wirkliche Handlung, die Geschichte springt von einem Ende zum anderen, ohne Sinn zu ergeben. Er beginnt Hunderte von Kurzgeschichten, ohne irgendwohin zu kommen, ohne sie zu beenden oder später wieder aufzuarbeiten. Ich fragte mich immer wieder, ob ich den Sinn des Ganzen herausfinden würde. Ich habe es nicht getan. Der Autor überzeugt mich nicht.

Wenn jemand einer Geschichte philosophische Gedanken hinzufügen möchte, sollte er sie wenigstens erzählen. Oder sie einfach ganz weglassen. Was in diesem Fall besser gewesen wäre.

Der Roman soll humorvoll sein, ich konnte das nicht finden, ich habe kein einziges Mal gelacht. Und ich liebe britischen Humor. Das war KEIN britischer Humor. Das einzig Lustige sind die Namen, wie Hafen Slawkenbergius. Die haben mir gefallen.

Buchbeschreibung: 

"Laurence Sterne's Auch 250 Jahre nach seinem Entstehen ist Tristram Shandy ein Wunderwerk, eine verrückte, helle Lesefreude. Den Titelhelden lernt der Leser auf einer Abfolge von Umwegen kennen und wird dabei höchst unterhaltsam mit Abschweifungen, Reflexionen und Anzüglichkeiten jeder Art eingedeckt angefangen mit der Geschichte, wie Tristrams Nase von der Geburtszange eingedrückt wurde. Laurence Sterne erprobt hier alles, was Sprache und Einfallsreichtum vermögen. Damit wurde er zu einem Begründer der modernen Literatur und sein Roman zu einem Meisterwerk der Fabulierlust."

Die englische Beschreibung sagt zum Schluss:
"Tristram Shandy ist eine freudige Hommage an die unendlichen Möglichkeiten der Belletristik und zugleich eine ironische Demonstration ihrer Grenzen." ( A joyful celebration of the endless possibilities of the art of fiction, Tristram Shandy is also a wry demonstration of 'Tristram Shandy')

Ich denke, dieser letzte Satz der Inhaltsangabe sagt alles.

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