Eine Freundin erzählte mir von diesem Buch und lieh es mir. Sie hatte es in der Schule unterrichtet und war sich sicher, dass es mir gefallen würde. Und so war es auch. Was für eine Geschichte!
Marthas Geschichte ist herzzerreißend. Sie hat keine Freiheit, sie wird zu Hause wie eine Gefangene gehalten. Sie kann keine Freunde finden. In der Schule wird sie gemobbt. Das konnte ich gut nachvollziehen, denn ich hatte dasselbe Problem in der Schule. Meine Eltern hatten nicht viel Geld, und meine Mutter nähte immer meine Kleidung. Es waren schöne Kleider, aber ich wurde deswegen ständig gemobbt. Und ich fühlte mich nirgendwo zugehörig.
Zum Glück waren meine Eltern ganz normale Katholiken, und sie beschwerten sich immer über Leute, die die Religion über ihre eigene Familie stellten. Denn genau das tun Marthas Eltern.
Ich kann die Geschichte nicht erzählen, ohne zu verraten, was passiert ist und warum die Familie sich so verhalten hat. Nur so viel: Martha findet einen Freund, und er hilft ihr, sich selbst zu finden.
Buchbeschreibung (übersetzt):
"Eine düstere Geschichte über beschämende Geheimnisse, religiöse Intoleranz und den Kampf eines Mädchens gegen die emotionalen Fesseln eines gewalttätigen Elternhauses. Martha ist zwölf – und ganz anders als andere Kinder, dank ihrer Eltern. Als strenge Mitglieder einer religiösen Gruppe – der Gerechten – bestimmen deren Regeln Marthas Leben. Und eine Regel ist die wichtigste: Sie darf niemals jemanden mit nach Hause einladen. Denn sonst könnte ihr beschämendes Geheimnis – die 'Abscheulichkeit' (Abomination) – ans Licht kommen. Doch als Martha in Scott, einem neuen Jungen in der Schule, ihren ersten richtigen Freund findet, kommen ihr Zweifel. Tut sie das Richtige, wenn sie hilft, die Abscheulichkeit geheim zu halten? Und wie weit werden ihre Eltern gehen, um die Wahrheit zu verbergen?"


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