Thackeray, William Makepeace "Jahrmarkt der Eitelkeit" (Englisch: Vanity Fair, or, A Novel without a Hero) - 1848
Okay, William Makepeace Thackeray ist nicht Jane Austen. Aber das hatte ich auch nicht erwartet. Er ist auch kein Charles Dickens. Dennoch ist er ein wertvoller britischer Klassiker, jemand, der sich einen Namen gemacht hat und zu Recht zu den großen Autoren gehört. Wenn ich ihn mit klassischen Schriftstellern vergleichen müsste, würde ich sagen, Oscar Wilde kommt ihm ziemlich nahe.
Okay, William Makepeace Thackeray ist nicht Jane Austen. Aber das hatte ich auch nicht erwartet. Er ist auch kein Charles Dickens. Dennoch ist er ein wertvoller britischer Klassiker, jemand, der sich einen Namen gemacht hat und zu Recht zu den großen Autoren gehört. Wenn ich ihn mit klassischen Schriftstellern vergleichen müsste, würde ich sagen, Oscar Wilde kommt ihm ziemlich nahe.
Selten habe ich eine solche Satire auf das aristokratische England und seine Umgebung gesehen. Der Autor versucht, die alte Frage zu beantworten, wie wichtig Rang und Geld wirklich sind. Die Protagonistin dieses Romans, Miss Rebecca Sharp, genannt Becky, wurde Mitte des 19. Jahrhunderts in nicht gerade günstigen Verhältnissen geboren. Der Autor beschreibt, wie sie versucht, in der Gesellschaft Fuß zu fassen, ihre Erfolge und ihre Niederlagen. Doch es gibt nicht nur Rebecca Sharp, selbst sie hätte nicht tausend Seiten eines Buches füllen können. Da ist ihre Freundin Amelia Sedley, die ebenfalls ihren Anteil an den Problemen einer jungen Dame dieser Zeit hat. Und dann sind da noch die unzähligen Männer, die unsere beiden – nennen wir sie Heldinnen – umgeben. W.M. Thackeray nannte seinen Roman "Jahrmarkt der Eitelkeit, oder, Ein Roman ohne Held" (Vanity fair, or, A Novel without a Hero), was nicht heißt, dass er keine Heldin haben kann. Für mich sind es zwei. Damals war eine Frau ohne Mann nichts. Und unsere beiden Mädchen haben mit oder ohne die Hilfe ihrer Mitmenschen eine Menge zu bewältigen.
Eine interessante Geschichte, teils humorvoll, teils traurig, aber insgesamt gut geschrieben.
Zitat:
"Wer von uns ist auf dieser Welt glücklich? Wer von uns hat, was er wünscht, oder ist, wenn er es hat, zufrieden?"
"Wer von uns ist auf dieser Welt glücklich? Wer von uns hat, was er wünscht, oder ist, wenn er es hat, zufrieden?"
Buchbeschreibung:
"Das Leben der oberen Zehntausend war seit jeher faszinierend, amüsant und ein Pandämonium des Allzumenschlichen. In Thackerays großem Gesellschaftsroman von 1847/48 ist jedes Mitglied der Upper Class der "vanity" verfallen, ob nun aus Bosheit, Dummheit oder Ehrgeiz. Die Schärfe der Kritik wird jedoch gebrochen durch Ironie, Satire und Situationskomik und die Lektüre dieses Klassikers so zum reinen Vergnügen - nicht zuletzt wegen der Figur der Becky Sharp, einer der wunderbarsten Frauengestalten der englischen Literatur."


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