Was für eine Geschichte! "Les Misérables – die Elenden". Und elend sind sie wahrlich. Jemand stiehlt ein Brot, weil Kinder hungern, und muss dafür sein Leben lang büßen! Eine andere tut nichts Falsches, zumindest nicht nach heutigen Maßstäben, und wird trotzdem bestraft. Nur weil sie arm ist.
Und das ist das Verbrechen all dieser elenden Gestalten. Sie sind arm. Ihr Schicksal ist schon vor ihrer Geburt besiegelt, und sie können nichts dagegen tun.
Oder etwa doch? In Zeiten wie diesen ist es kein Wunder, dass die Menschen sich nach einer Revolution sehnen und alles tun würden, um ihrer Hölle auf Erden zu entkommen. Sogar töten.
Ich habe keine Ahnung, warum ich das nie zuvor gelesen habe. Ich muss einfach sagen, dass ich es von Anfang bis Ende geliebt habe. Die Handlung war spannend, man wollte immer wissen, wie es weitergeht. Die Charaktere waren so lebendig und detailreich beschrieben, jeder einzelne von ihnen so authentisch, als wäre er direkt aus dem Buch gesprungen. Ich war so froh, dass es ein so langes Buch war (über tausend Seiten, was für eine Geschichte!), denn so musste ich mich nicht so schnell verabschieden. Dadurch erstreckt es sich über die Leben mehrerer Protagonisten.
Buchbeschreibung:
"Nach neunzehn Jahren Haft kehrt Jean Valjean nach Frankreich zurück. Ein freundlicher Bischof nimmt ihn auf und hält sogar noch zu ihm, als er selbst von ihm bestohlen wird. Dankbar beschließt Valjean, nunmehr anständig zu leben. Er verschafft sich eine neue Identität, wird reich und unterstützt Arme und Entrechtete. Alles setzt er daran, die todkranke Arbeiterin Fantine und ihre kleine Tochter Cosette zu retten. Da holt ihn seine Vergangenheit ein. 'Die Elenden' ist unter dem Originaltitel 'Les Misérables' auch als Film und Musical sehr bekannt. Victor Hugo hat sein leidenschaftliches Plädoyer für Humanität in ein gewaltiges Epos gefasst."



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