Nachdem ich "Die Tochter des Uhrmachers" (The Clockmaker's Daughter) gelesen hatte, las ich eine Rezension meiner treuen Blogfreundin Judy von "Keep the Wisdom" über "Der verborgene Garten" (The Forgotten Garden) dieser Autorin, Kate Morton.
Im Gespräch über dieses Buch musste ich gestehen, dass ich "Der geheime Garten" als Kind nie gelesen hatte, wahrscheinlich weil es in Deutschland nicht so bekannt war wie im englischsprachigen Raum.
Warum das so war … keine Ahnung. Es ist ein wunderschönes Buch. Ich weiß, ich hätte es als Kind geliebt, wahrscheinlich sogar noch mehr als heute.
Es erzählt, wie wichtig es für Kinder ist, die Natur zu lieben, Zeit mit anderen Kindern zu verbringen und geliebt zu werden. Selbst wenn es nur von einem kleinen Rotkehlchen ist.
Ich stimme Martha und Dickons Mutter, Susan Sowerby, vollkommen zu, die sagt: "Zwei Dinge können einem Kind nichts Schlimmeres passieren: dass es nie seinen Willen bekommt – oder dass es ihn immer bekommt." Letzteres ist sogar noch schlimmer als Ersteres, denn es gibt keinen Grund, warum man einem Kind immer nachgeben sollte. Sie werfen noch Wutanfälle wie Dreijährige, selbst mit über neunzig. Sie scheint sowieso ihr Leben im Griff zu haben. Ich glaube, sie war meine Lieblingsfigur im ganzen Roman.
In dieser Geschichte muss ein arrogantes junges Mädchen, das in Indien aufgewachsen ist, zu ihrem Onkel und ihrem ebenso arroganten Cousin ziehen. Nur durch die Entdeckung eines geheimen Gartens entwickeln sie sich zu liebenswerten Kindern. Wäre es nicht schön, wenn alle Kinder diese Chance bekämen?
Die einzige Geschichte von Frances Hodgson Burnett, die ich kenne, ist "Der kleine Lord" (Little Lord Fauntleroy), weil sie wunderschön verfilmt wurde und jedes Jahr zu Weihnachten im deutschen Fernsehen läuft. Natürlich gibt es sie jetzt auf DVD, sodass wir die Originalfassung ohne Synchronisation sehen können.
Ich erinnere mich auch an eine Verfilmung von "Sara, die kleine Prinzessin" (A Little Princess), die vor vielen Jahren lief.
Es sieht so aus, als ob ich diese beiden Bücher auch mal lesen sollte.
Buchbeschreibung:
"Nachdem die zehnjährige Mary Lennox, Tochter eines englischen Kolonialbeamten in Indien, ihre Eltern verloren hat, wird sie zu ihrem Onkel nach England geschickt, der in einem riesigen Herrenhaus am Rand eines ausgedehnten Moores residiert. Dem verwöhnten, eigensinnigen Mädchen fällt es nicht leicht, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden. Das ändert sich, als Mary ihren gleichaltrigen Cousin Colin kennenlernt, der an einer mysteriösen Krankheit leidet und deshalb von seinem Vater versteckt gehalten wird. Gemeinsam entdecken und erobern die beiden Kinder die rätselhafte und verwunschene Welt eines geheimen Gartens, den jahrelang niemand mehr betreten hat. Hier, inmitten der Pflanzen und Tiere, in engem Kontakt mit der Natur, gelingt es den beiden verzogenen, durch ihre soziale Umwelt geschädigten jungen Menschen, eine neue, positive Einstellung zum Leben und zu sich selbst zu finden, ihr Anspruchsdenken, ihre Überheblichkeit und Ichbezogenheit aufzugeben. Dieser international beliebte Kinderbuch-Klassiker ist bezaubernd jung geblieben."


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