Donnerstag, 29. Februar 2024

Kristof, Nicholas; WuDunn, Sheryl "Ein Pfad entsteht"

Kristof, Nicholas; WuDunn, Sheryl "Ein Pfad entsteht: Chancen eröffnen, Leben verändern" (Englisch: A Path Appears: Transforming Lives, Creating Opportunity) - 2014

Ich habe "Die Hälfte des Himmels" (Half the Sky. How to Change the World) von diesen Autoren gelesen und konnte es kaum erwarten, dass dieses Buch erscheint. Also kaufte ich das erste Exemplar, das ich in die Finger bekommen konnte. Normalerweise macht es mir nichts aus, ob ich die US-amerikanische oder die britische Ausgabe bekomme, aber in diesem Fall hätte ich mir gewünscht, dass ich geprüft hätte, ob die britische Ausgabe anders gewesen wäre. Oder hätte zumindest ein paar weitere europäische Links angegeben.

Ihr dürft mich hier nicht falsch verstehen, dies ist ein fabelhaftes Buch, es gibt so viele tolle Gründe, auf die das Paar unsere Aufmerksamkeit lenkt und was wir tun können, um den unglücklichen Menschen auf der anderen Seite der Welt oder sogar nebenan zu helfen, die nur wenig Geld brauchen, um ihr Leben zum Besseren zu verändern. Leider richten sich die meisten der im Buch genannten Adressen an Amerikaner, die US-Dollar spenden.

Aber das ist auch meine einzige Beschwerde. Schließlich handelt es sich um ein US-amerikanisches Buch, das vermutlich hauptsächlich für US-amerikanische Leser geschrieben wurde.

Die Autoren haben großartige Recherchen durchgeführt, wie ich bereits in ihrem vorherigen Buch bemerkt habe. Kurz gesagt: Wer Geld spenden möchten, sollte sich einen Zweck suchen, den man für würdig hält, und dann sicherstellen, dass man es so spendet, dass dieses Geld für jemanden wirklich einen Unterschied macht. Die Autoren machen uns klar, dass selbst eine kleine Spende eine große Veränderung bewirken kann. Oder wenn wir kein Geld haben, können wir trotzdem Dinge tun, zum Beispiel ehrenamtlich arbeiten oder schreiben.

Also, auch wenn der letzte Teil des Buches für mich nicht so hilfreich ist, habe ich dennoch viel gelernt. Wie ich eine Organisation finde, die ich unterstützen möchte, was ich tun kann, um dort zu helfen, wo meiner Meinung nach Hilfe am meisten benötigt wird. Sie betonten auch, dass jede noch so kleine Hilfe hilfreich sei. Man sollte also nach der richtigen Wohltätigkeitsorganisation recherchieren, genau wie wenn man sich ein neues Gerät kaufen möchte, prüfen, was die Wohltätigkeitsorganisationen tun und ob es uns gefällt, was sie tun. Und nicht einfach Geld auf etwas werfen und denken, man hätte ein gutes Werk getan. Wenn man weiß, wohin sein Geld fließt, ist es viel besser. Und nicht nur darauf achten, wie viel Geld für Werbung ausgegeben wird, sondern auch prüfen, wie viel Geld zusammenkommt und am Ende der guten Sache zugute kommt.

Ein informatives und inspirierendes Buch. Gut gemacht, Nicholas D. Kristof und Sheryl WuDunn.

Buchbeschreibung:

"Rachel wünscht sich zu ihrem neunten Geburtstag nur ein wenig Geld: 300 Dollar, damit in armen Gegenden der Welt neue Brunnen gebaut werden können. Als das Geld nicht zusammenkommt, ist sie enttäuscht. Erst als sie wenig später nach einem Autounfall im Koma liegt, lassen sich die Menschen von ihrem großen Herzen bewegen und spenden. Am Ende sind es über eine Million Dollar – genug, um 37.000 Menschen mit sauberem Wasser zu versorgen.

Soziale Ungerechtigkeit herrscht überall - auf anderen Kontinenten und vor unserer eigenen Tür. Zahllose Menschen verurteilt sie schon als Kinder zu einem Leben in Armut. Doch Kinder sind zu jung, als dass man sie scheitern lassen dürfte. Das neue Buch der Pulitzer-Preisträger Nicholas Kristof und Sheryl WuDunn zeigt, wie jeder von uns auch mit einfachen Mitteln zwar die Welt nicht retten, aber Unglaubliches bewirken und das Leben anderer für immer verändern kann.

In ihren sorgfältig recherchierten, bewegenden Reportagen berichten Kristof und WuDunn von den wahren Ursachen der Ungleichheit. Wichtiger noch: Sie machen Mut. Denn sie erklären, wie wir wirklich etwas verändern können. Und sie erzählen von Menschen, die mit ihrer Intelligenz, ihrer Beharrlichkeit, ihrer Phantasie anderen die Chance für ein besseres Leben eröffnet haben. Wir müssen keine Heiligen sein, um anderen zu helfen. Denn '
niemand ist je vom Geben arm geworden' (Anne Frank)."

Für ihre Reportagen über China in der New York Times gewannen die Autoren den  Pulitzer Preis. Sie haben auch eine Stiftung gegründet, mehr darüber hier: "Half the Sky Foundation

Kristof, Nicholas D. & WuDunn, Sheryl "Die Hälfte des Himmels"

Kristof, Nicholas D. & WuDunn, Sheryl "Die Hälfte des Himmels: Wie Frauen weltweit für eine bessere Zukunft kämpfen" (Englisch: Half the Sky. How to Change the World) - 2009

"Die Hälfte des Himmels" - Was soll ich über dieses Buch sagen, außer dass es das außergewöhnlichste Buch aller Zeiten ist? Nicholas D. Kristof und Sheryl WuDunn sind ein amerikanisch-chinesisches Journalistenpaar, das die Welt bereist hat und uns einen herzergreifenden Bericht über das Leben von Frauen auf der ganzen Welt gibt, Frauen, die sich abmühen müssen, über die Runden zu kommen, Frauen, die um jedes bisschen kämpfen müssen, aber vor allem für ihr Leben.

Die Autoren erzählen uns nicht nur von den Problemen, die in verschiedenen Teilen Afrikas und Asiens bestehen, sie haben auch viele Ideen, wie man diesen Frauen helfen kann, Ideen, die bereits funktionieren, Ideen, die helfen. Das ist das Beste an diesem Bericht. Er gibt uns Hoffnung, dass etwas getan werden kann, um diesem Elend und dieser Ungerechtigkeit ein Ende zu setzen.

Die Themen reichen von Menschenhandel, Sklaverei, Prostitution, Vergewaltigung, Ehrenmorden bis hin zu Genitalverstümmelung, Müttersterblichkeit, Familienplanung, Bildung, Mikrokrediten, alles, was einem Menschen angetan werden kann, wird irgendwo getan, und es sind normalerweise die Frauen, die leiden müssen.

Die Autoren haben auch eine Stiftung gegründet, mehr darüber kann man hier lesen: "Half the Sky Foundation"

Dieses Buch kann euer Leben verändern. Lest es.

Wir haben dies im Mai 2012 in unserem internationalen Lesekreis besprochen.

Buchbeschreibung:

"'Frauen tragen die Hälfte des Himmels' - sagt ein chinesisches Sprichwort. Tatsächlich zeigen die Reportagen der beiden Pulitzer-Preisträger Nicholas D. Kristof und Sheryl WuDunn, dass arme Frauen oftmals die Hölle ertragen müssen. Die häufigsten Menschenrechtsverletzungen unserer Zeit richten sich gegen Mädchen und Frauen. Wir wissen das und sehen uns - leider - außerstande, daran etwas zu ändern. Wirklich?

Dieses Buch zeigt: Wirksames Handeln ist möglich, jeden Tag, auch bei uns. Es erzählt Geschichten von Frauen, die nicht aufgegeben haben, obwohl sie als Sexsklaven verkauft und erniedrigt, zur Machtdemonstration von Kriegern vergewaltigt und verstümmelt wurden, denen Bildung und ein selbstbestimmtes Leben verwehrt worden sind. Es sind Geschichten von Frauen, die ihr Schicksal nicht ergeben erduldet haben, sondern Hilfe gesucht, die Initiative ergriffen oder sich ganz einfach zur Wehr gesetzt haben. Darauf zu achten, dass Menschenrechte auch für Frauen gelten, ist nicht nur ein Akt der Gerechtigkeit. Frauen zu mehr Geltung und Wertschätzung zu verhelfen, ist auch ein Akt politischer und ökonomischer Vernunft: überall, wo Frauen eine stärkere Rolle spielen, nimmt die Neigung junger Männer zu Aggressivität und Gewalt ab; überall, wo Frauen bezahlt arbeiten oder eigene Geschäfte führen, lässt sich ein deutlicher ökonomischer Aufschwung insgesamt feststellen.

Das letzte Kapitel dieses Buches sagt Ihnen, was Sie in 10 Minuten für die Hälfte der Menschheit konkret tun können. Manchmal zeigt einem das Mitgefühl für andere auch den richtigen Weg für das eigene Leben. Diese Nebenwirkung ist nicht ausgeschlossen.
"

Für ihre Reportagen über China in der New York Times gewannen die Autoren 1990 den Pulitzer Preis.

Mittwoch, 28. Februar 2024

Güngör, Dilek "Ganz schön deutsch"

Güngör, Dilek "Ganz schön deutsch. Meine türkische Familie und ich" [Pretty German. My Turkish family and I] - 2007

Ich hatte ja schon mit meinem Lesekreis "Das Geheimnis meiner türkischen Großmutter" gelesen und habe mich daher sehr gefreut, auf diese Ausgabe zu stoßen.

"Treffsicher" und "hinreißend komisch" heißt es in der Buchbeschreibung. Und das ist es auch. Ich habe selten so gelacht. Die Autorin schafft es, uns allen einen Spiegel vorzuhalten. Ihrer türkischen Familie aber vor allem auch ihren deutschen Nachbarn. Wie oft erkannt man jemanden aus seinem eigenen Bekanntenkreis wieder. Die werden natürlich sagen, sie erkennen uns dort wieder.

Auf jeden Fall sind die Geschichten über Dilek, ihre Schwester und deren diverse Freunde, ihre Freundin Angelika, ihre Mutter und ihren Vater und nicht zu vergessen, Tante Hatice und Onkel Ömer wie aus dem Leben gegriffen. Wer hat nicht eine Tante, die sich überall einmischt und "es nur gut meint"? Wessen Eltern haben sich nicht schon einmal darüber gestritten, wo im Haus bestimmte Dinge zu stehen haben? Wer hat nicht schon ein Geschenk von einer Freundin bekommen, dass man eigentlich gar nicht mag und trotzdem freudestrahlend danke sagt? Diese Figuren und viele weitere finden wir in den Geschichten, die Dilek Güngör für uns aufgeschrieben hat.

Ich hätte gerne eine Forsetzung, aber in der Zwischenzeit suche ich mal nach allem, was mir von der Autorin in de Finger kommt. "Vater und ich" und "A wie Ada" hören sich auch sehr interessant an.

Buchbeschreibung:

"Dilek Güngör berichtet treffsicher und hinreißend komisch von ihrer türkisch-deutschen Familie, in der es so laut und bunt zugeht wie auf einem Basar: Tante Hatice hält Strickstulpen für anzüglich, die Schwester hätte gern einen deutschen Mann mit türkischen Manieren, und die Oma in Südostanatolien wird mit den Finessen der Webcam beim Telefonieren übers Internet konfrontiert. -  Dilek Güngörs Miniaturen bringen mit liebenswürdiger Selbstironie die Wechselfälle in einer türkisch-deutschen Familie auf den Punkt und zeigen uns die charmanteren Seiten vom vermeintlichen Ernst des Lebens."

Dienstag, 27. Februar 2024

Lessing, Doris "Afrikanische Tragödie"

Lessing, Doris "Afrikanische Tragödie" (Englisch: The Grass is Singing) - 1950

Wir haben dies im Februar 2024 in unserem internationalen Online-Lesekreis besprochen.

Doris Lessing's first novel. It received a lot of praise and she was an author of whom much was excepted. She fulfilled it all, her Nobel Prize is a great testimony.

Doris Lessings erster Roman. Er erhielt viel Lob und sie war eine Autorin, von der vieles erwartet wurde. Sie hat alles erfüllt, ihr Nobelpreis ist ein großartiges Zeugnis dafür.

Die Geschichte spielt in Simbabwe, als es noch Rhodesien hieß. Ich denke, es hätte jede andere Kolonie sein können, in der die weißen Herrscher die schwarzen Eingeborenen zu ihren Untertanen machten. Wie wir alle wissen, dauerte das nicht für immer, es konnte nicht ewig dauern.

Wir können die Probleme gut erkennen, wenn wir uns einige Siedler und ihre Probleme ansehen. Sie kannten nicht nur das Land und seine ganz eigenen Besonderheiten nicht, sie waren auch nicht für ein Klima und ein Land wie dieses bestimmt. Es musste auf die eine oder andere Weise zur Katastrophe führen.

Doris Lessing beschreibt die Probleme sehr gut, indem sie Mary betrachtet, die mit einem armen Bauern verheiratet, unzufrieden mit ihrem Leben ist und nicht weiß, wie sie es verbessern kann. Man merkt, dass die Autorin selbst in diesem Land gelebt hat.

Ich habe "Das Goldene Notizbuch" (The Golden Notebook) vor Jahren gelesen. Es war ein völlig anderes Buch, aber genauso großartig. Ich denke, ich sollte mehr von dieser bemerkenswerten Autorin lesen.

Buchbeschreibung:

"'Afrikanische Tragödie' ist Doris Lessings erster Roman. Die britische Kolonie Rhodesien (heutiges Simbabwe) in Südafrika, wo sie aufwuchs, ist Schauplatz des Buches. Erzählt wird die Geschichte der Farmersfrau Mary. Mary ist in ärmlichen Verhältnissen auf dem Land groß geworden. Kaum erwachsen, zieht sie in die Stadt. Um nicht als alte Jungfer zu enden, lässt sie sich auf eine Heirat mit dem Farmer Richard Turner ein und zieht zu ihm auf seine Farm. Bald merkt sie, dass ihr Mann und sie sich nichts zu sagen haben und dass sie mit der Farm kurz vor dem finanziellen Ruin stehen. Dann wird der enigmatische schwarze Farmarbeiter Moses als Diener ins Haus geholt… Die eindringliche Schilderung des schwierigen Verhältnisses zwischen Schwarzen und Weißen, Erfahrungen mit Kolonialherrschaft und Rassismus, bilden den Hintergrund für die mit feinem psychologischen Gespür erzählte Geschichte einer unglücklichen Ehe."

Doris Lessing "der Epikerin weiblicher Erfahrung, die sich mit Skepsis, Leidenschaft und visionärer Kraft eine zersplitterte Zivilisation zur Prüfung vorgenommen hat" erhielt den Nobelpreis für Literatur 2007.

Ich wirke an dieser Seite mit: Read the Nobels und Ihr könnt alle meine Blog-Einträge über Nobelpreisträger und ihre Bücher hier finden.

Montag, 26. Februar 2024

Yates, Richard "Zeiten des Aufruhrs"


Yates, Richard "Zeiten des Aufruhrs" (Englisch: Revolutionary Road) - 1961

Eine Geschichte über ein junges amerikanisches Paar in den 1950er Jahren. Sie haben die typischen Probleme, die viele junge Paare haben, nicht genug Geld, zu wenig Zeit füreinander, weil die Kinder viel davon brauchen, einfach das übliche Paar, könnte man meinen. Allerdings sind beide ziemlich egoistisch und kommen daher mit den üblichen Problemen nicht zurecht.

Alles in allem fand ich diese Geschichte ziemlich deprimierend, nichts allzu Aufregendes, ich hörte einfach nur einem Haufen selbstloser Menschen zu, die sich gegenseitig bekämpften. Ich bezweifle, dass ich ein weiteres Buch des Autors lesen werde.

Buchbeschreibung:

"Hinter der pastellfarbenen Fassade der amerikanischen Vorstadthäuser an der 'Revolutionary Road' lebt das junge Ehepaar Wheeler genau das Leben, das es niemals gewollt hat: zwei Kinder, die einfältigen Nachbarn, Franks sinnentleerte Tätigkeit in einem Großraumbüro. April, eine mäßig begabte Schauspielerin, träumt von einem Dasein fernab der Gewöhnlichkeit - von einem Künstlerleben in Paris. Doch ohne es zu merken rutschen April und Frank und immer tiefer und tiefer in die Spießbürgerlichkeit ab."

Samstag, 24. Februar 2024

Kishon, Ephraim "Kishon für alle Fälle"


Kishon, Ephraim "Kishon für alle Fälle. 327 unbrauchbare Lebensweisheiten" [Kishon for all occasions. 327 useless pieces of wisdom] - 1987

Wie ich schon in meinen anderen Rezensionen von Kishons Büchern erwähnt habe, habe ich Kishon schon in der Schule geliebt.

In diesem Buch sind viele seiner großen und kleinen Weisheiten verewigt, fast wie in einem Wörterbuch. Da kommen viele seiner Sprüche und Pointen zu Kindern und Medizin zu Wort, zu Reisen und moderner Kunst, zu Politik und Politikern, und natürlich, nicht vergessen, zur besten Ehefrau von allen.

Ja, leider schreibt er ja schon lange nicht mehr, aber es gibt immer noch viele Sammlungen seiner Geschichten, und es macht auch Spaß, solche wiederholt zu lesen.

Buchbeschreibung:

"Ein humoristischer Erste-Hilfe-Kurs und gleichzeitig Lese- und Denkspaß für Menschen von heute. Gesammelt Kürzest-Weisheiten und treffende Wahrheiten des Philosophen mit der Narrenkappe. Im Alltag wie im Berufsleben ein amüsanter Ratgeber

Kishons 'Familiengeschichten' ist, von der Bibel abgesehen, das meistverkaufte hebräische Buch der Welt."

Freitag, 23. Februar 2024

Clinton, Hillary Rodham "Eine Welt für Kinder"

Clinton, Hillary Rodham "Eine Welt für Kinder" (Englisch: It Takes a Village: And Other Lessons Children Teach Us) - 1996

"Keine Familie ist eine Insel" ist einer der Titel der Kapitel in diesem bemerkenswerten Werk von Hillary Clinton.

Hillary Clinton ist eine wundervolle Person. Wer mir da nicht zustimmt, sollte dieses Buch lesen. Man merkt, wie engagiert sie sich dafür einsetzt, Kindern und Familien bei der Erziehung ihrer Kinder zu helfen. Darauf basiert ihre Politik, worauf die meisten Politiker ihre Werte gründen sollten. Wir müssen alle zusammenstehen, um der nächsten Generation zu helfen.

Der Inhalt ihres Buches ist sind bereits in den Kapitelüberschriften erkennbar. Abgesehen von dem oben genannten gibt es noch "Jedes Kind braucht einen Champion", "Kinder kommen nicht mit Gebrauchsanleitungen", "Kinderbetreuung ist kein Zuschauersport", "Kinder sind auch Bürger" und viele mehr.

Ich stimme ihr in ihrem Punkt voll und ganz zu. Wir müssen uns alle gegenseitig helfen. Als meine Kinder zur Schule gingen, hatte ich immer andere Kinder zu Besuch, denen ihnen bei den Fächern half, die für sie selbst und ihre Eltern zu schwierig waren, ich lud sie zum Essen ein oder gab ihnen nach der Schule einfach ein Zuhause, wenn ihre Eltern arbeiten mussten. Ich hatte das Glück, bei unseren Jungs zu Hause sein zu dürfen, aber ich habe es auch vielen anderen Kindern angeboten, von denen die meisten immer noch Kontakt zu uns haben.

Aber das ist nicht das Hauptziel dieses Buches. Die Gesellschaft im Allgemeinen sollte den Kindern helfen, ihren Weg in diese Welt zu finden. Wenn ich von amerikanischer Politik höre, sind es oft diejenigen, die gegen Waffen sind (wie ich), und diejenigen, die gegen Abtreibung sind (wie ich). Wir können gegen beides sein. Wir können Kinder unterstützen und dafür sorgen, dass Teenager nicht schwanger werden. Und wenn sie schwanger werden, wird es Abtreibungen geben, solange wir ihnen nicht helfen, und illegale Abtreibungen sind sehr gefährlich. Wer für die ungeborenen Babys betet, sollten Sie auch für ihre Mütter beten, für die eine Abtreibung der letzte Ausweg, der einzige Ausweg ist. Und für die Kinder, die in den Schulen und auf der Straße durch die Waffengesetze getötet werden. Kinder besser erziehen, jedem Zugang zur Gesundheitsversorgung ermöglichen, alleinerziehenden Müttern helfen, nicht in völliger Armut zu enden, das sind die Dinge, die Abtreibungen verhindern, und wenn man diese illegal ausgeführt werden, wird es nur noch schlimmer. In den USA gibt es dreimal so viele Abtreibungen wie in Deutschland. Sie weisen außerdem eine der höchsten bekannten Raten in entwickelten Regionen an Schwangerschaften und Geburten bei Jugendlichen  auf. Wer sich für Geburt (pro-Birth) und nicht für Leben (pro-Life) einsetzt, erhöht die Zahl der Abtreibungen. Betet also nicht nur für die ungeborenen Kinder, sondern auch für die armen Mädchen, die in eine Situation geraten, in der sie nur einen Ausweg sehen. Und für diejenigen, die ihre Kinder bekommen und dadurch in Armut geraten. Und dass diejenigen, die die Gesetze erlassen, dafür sorgen werden, dass es den Mädchen besser geht, die schwanger werden und sich nicht anders zu helfen wissen.

Alles in allem gibt Hillary Clinton großartige Beispiele dafür, was wir besser machen können, und wir alle sollten nach einer besseren Welt streben, insbesondere für die Ärmsten und Schwächsten unter uns.

Hier einige Zitate, die uns zum Nachdenken anregen sollten:

"Einige von uns erinnern sich an eine Tante, die unbedingt aufs College gehen wollte, an eine Großmutter, die umfangreiche Tagebücher führte, die sie niemandem zeigte, und an eine Cousine mit einem Sinn für Zahlen. Ein Großteil der Romane, die im Laufe der Jahrhunderte von und über Frauen geschrieben wurde, enthält einen Unterton der Enttäuschung, Unzufriedenheit oder einfach Wehmut über nicht eingeschlagene Wege." *
Ich war eine dieser Frauen und musste mein Leben lang bereuen, dass ich nicht die Möglichkeit hatte, zur Universität zu gehen.

"Roosevelts Worte spiegelten die weit verbreitete Ansicht wider, die einen Großteil dieses Jahrhunderts dominieren sollte. Als der Privatsektor wuchs, gingen die Menschen davon aus, dass die Exzesse des ungezügelten Wettbewerbs von der Regierung eingedämmt werden müssten. Infolgedessen wurden Verbraucher durch Kartellgesetze, Lebensmittel- und Arzneimittelgesetze, Kennzeichnung und andere Verbraucherschutzmaßnahmen geschützt; Anleger wurden durch Wertpapiergesetze geschützt; Arbeitnehmer wurden durch Gesetze zu Kinderarbeit, Löhnen und Arbeitszeiten, Renten, Arbeitnehmerentschädigung sowie Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz geschützt; und die Gemeinschaft insgesamt wurde durch Standards für saubere Luft und Wasser, Gesetze zum Recht auf Kenntnisnahme von Chemikalien und andere Umweltschutzmaßnahmen geschützt.

Im Laufe des Jahrhunderts ist unsere Umwelt sauberer geworden, wir sind gesünder geworden, unsere Arbeitnehmer sicherer, unsere Finanzmärkte stärker
." *

"Aber die Regierung ist ein Partner und kein Ersatz für Führung durch Erwachsene und gute Staatsbürgerschaft." *

"Auch in Deutschland besteht allgemeiner Konsens darüber, dass Staat und Wirtschaft dazu beitragen sollten, Ungleichheiten in der freien Marktwirtschaft auszugleichen und die Erfolgsfähigkeit aller Bürger zu erhöhen. Im Vergleich zu den Amerikanern zahlen die Deutschen für höhere Grundlöhne, ein Gesundheitssystem, das alle abdeckt, aber weniger kostet als unseres [USA], und vielleicht das beste System der Welt, um jungen Arbeitnehmern, die kein College besuchen, die Fähigkeiten zu vermitteln, die sie benötigen, um im auf dem Arbeitsmarkt bestehen zu können. Durch solche Investitionen erzielen deutsche Arbeiter höhere Löhne als ihre amerikanischen Kollegen, und die Einkommensverteilung ist nicht so ungleich wie bei uns [USA]."

Die Autorin zitiert auch viele großartige Menschen in ihrem Buch, aber ich belasse es bei diesem:

"Es gibt keine Zivilisation, von der ältesten bis zur allerneuesten, von der wir nicht lernen können." Eleanor Roosevelt

Buchbeschreibung:

"In diesen autobiografischen Bekenntnissen legt Hillary Clinton ihre politischen Grundüberzeugungen dar und beschreibt ihren persönlichen Werdegang. Wer verstehen will, wer diese Frau heute ist, findet hier die Antwort. Kein amerikanischer Spitzenpolitiker ist seinen politischen Überzeugungen über Jahrzehnte so treu geblieben wie Hillary Clinton. Damit ist auch keiner so glaubwürdig wie diese intelligente, zielstrebige und sensible Frau. Freimütig und uneitel erzählt die Politikerin von ihrer Kindheit, ihren Eltern, von ihrer Tochter Chelsea und dem privaten und öffentlichen Leben mit Bill Clinton, von ihrer Berufstätigkeit als Juristin und ihrer politischen Entwicklung. Hillary Clinton vertritt ihre Meinung pointiert und intelligent. Ihre politische Haltung ist auf Reform und sozialen Umgang miteinander ausgerichtet, und sie weiß: Nur wenn wir uns für unsere Kinder einsetzen, haben wir und unsere Welt eine Zukunft."

* Übersetzung aus dem englischen Original von mir.