Ich sage immer, dass ich mein Wissen über die Römerzeit größtenteils aus den Astérix-Comics beziehe – und die sind tatsächlich gar nicht schlecht, wenn man sonst keine Ahnung davon hat, was zu Zeiten Julius Cäsars vor sich ging.
Dieses Buch handelt von dessen Nachfolger; erzählt wird die Geschichte von ihm selbst, seiner Tochter sowie vielen, vielen seiner Freunde und Feinde. Es ist äußerst fesselnd zu lesen, welche Intrigen gesponnen wurden und was sich hinter den Kulissen abspielte.
Ich hätte mir am Ende des Buches eine Liste gewünscht, die die Namen der Personen sowie ihre jeweiligen Beziehungen zueinander aufführt. Zum Glück gibt es heutzutage Google; andernfalls hätte ich wohl völlig den Faden verloren – so, wie mir vorstelle, dass es den Lesern in den 1970er-Jahren ergangen sein muss, als sie das Buch erstmals in den Händen hielten.
Dennoch ist es ein sehr empfehlenswertes Buch, wenn man etwas über die Römer lernen möchte. Befolgt einfach meinen Rat: Erstellt euch eine Liste, um den Überblick darüber zu behalten, wer wer ist und in welcher Beziehung die einzelnen Personen zu Augustus standen.
Augustus war zweifellos ein äußerst beeindruckender Kaiser – ein Mann, der schon in jungen Jahren in eine Machtposition katapultiert wurde und die Verantwortung für ein riesiges Reich übernehmen musste. Seine Herrschaft währte 40 Jahre und ging als "Pax Romana" – der Römische Frieden – in die Geschichte ein; denn genau das war sein Verdienst: Er brachte den Großteil seines Reiches zur Ruhe – oft um einen hohen Preis, aber nichtsdestotrotz mit großem Erfolg.
Offenbar hat der Autor insgesamt nur drei Bücher verfasst: das vorliegende Werk, den Campus-Roman "Stoner" (Stoner) sowie den Western "Butchers Crossing" (Butcher's Crossing). Vielleicht werde ich mich eines Tages auch an eines seiner anderen Bücher wagen.
Buchbeschreibung:
"Octavius, Großneffe und Adoptivsohn von Julius Caesar, später Kaiser Augustus: Williams schildert das Wirken und Leben dieses außergewöhnlichen Mannes so plastisch, so mitreißend, als würden sich die Geschehnisse in unseren Tagen ereignen. Fiktive Briefe und Notizen, Erinnerungen und Senatsprotokolle lassen die Person eines Herrschers lebendig werden, dem das Schicksal Macht und Reichtum in vorher ungekanntem Ausmaß zuspielte. Aber er, der sich zum Gott erheben ließ, sieht am Ende, von Frau und Tochter entfremdet, dem Tod so ungeschützt entgegen wie jeder Mensch – als das 'arme Geschöpf, das er nun einmal ist'."
"Octavius, Großneffe und Adoptivsohn von Julius Caesar, später Kaiser Augustus: Williams schildert das Wirken und Leben dieses außergewöhnlichen Mannes so plastisch, so mitreißend, als würden sich die Geschehnisse in unseren Tagen ereignen. Fiktive Briefe und Notizen, Erinnerungen und Senatsprotokolle lassen die Person eines Herrschers lebendig werden, dem das Schicksal Macht und Reichtum in vorher ungekanntem Ausmaß zuspielte. Aber er, der sich zum Gott erheben ließ, sieht am Ende, von Frau und Tochter entfremdet, dem Tod so ungeschützt entgegen wie jeder Mensch – als das 'arme Geschöpf, das er nun einmal ist'."


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