Was für eine Geschichte! Daniel Defoe zeigt uns, wie das Leben zur Zeit der Pest war, wie die Menschen mit der Todesdrohung umgingen (oder auch nicht).
Ich habe viele Bücher gelesen, die während verschiedener Seuchen an unterschiedlichen Orten spielen, aber dieses war das aufschlussreichste und eindringlichste. Es gibt viele unterschiedliche Zahlen darüber, wie viele Menschen tatsächlich starben, aber Tatsache ist, dass diese Katastrophe mehr Todesopfer forderte als jede andere Naturkatastrophe in England. Man spricht immer vom Großen Brand von London zehn Jahre später, aber nur sehr wenige Menschen kamen dabei ums Leben.
Daniel Defoe macht dies greifbar, wir haben das Gefühl, fast dabei gewesen zu sein. Das ist großartiges Schreiben. Allerdings ist es keine leichte Lektüre, es ist eher ein Artikel als ein Roman. Und wir müssen bedenken, dass Romane, wie wir sie heute kennen, gerade erst erfunden wurden, unter anderem von Daniel Defoe, dessen größter Roman "Robinson Crusoe" (Robinson Crusoe) zu den frühesten gehört. Aber ich bin froh, dass ich dies gelesen habe.
Buchbeschreibung:
"'Bringt eure Toten raus!' Dieser von Glockenläuten begleitete Ruf der in den Straßen umherfahrenden Leichensammler hat Leser über die Jahrhunderte mit kaltem Grauen erfüllt. Daniel Defoe, der bekannte Schriftsteller und Autor von 'Robinson Crusoe', war zur Zeit der in den Jahren 1664/65 grassierenden Pest gerade einmal fünf Jahre alt, griff jedoch 1722 die Erinnerungen der Überlebenden auf, um diese realistische Chronik der Epidemie und ihrer Opfer zu erstellen. Der fiktive Erlebnisbericht folgt Defoes Erzähler, der den verheerenden Fortschritt der Seuche durch die Straßen von London hautnah miterlebt. London wird bald zur Geisterstadt. Einige Straßen sind nahezu ausgestorben, aus den noch bewohnten Häusern sind die Töne menschlichen Leidens zu vernehmen. Derweil nutzen Quacksalber und Beutelschneider die Gunst der Stunde, um die Not der Menschen in klingende Münze zu verwandeln. Jeder Bürger hat seine eigene schreckliche Geschichte zu erzählen und versucht, den Wahnsinn irgendwie zu überleben - und doch werden viele von ihnen sich am Ende trotz aller Vorsichtsmaßnahmen in die Liste der beinahe hunderttausend Pestopfer einreihen ..."


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