Montag, 5. Februar 2024

Kingsolver, Barbara "Demon Copperhead"

Kingsolver, Barbara "Demon Copperhead" (Englisch: Demon Copperhead) - 2022

Ich muss es schon hundertmal erwähnt haben. Ich bin ein großer Charles Dickens-Fan. Ich liebe die Bücher von Barbara Kingsolver absolut, daher war dies genau das richtige Buch für mich, eine moderne Version meines Lieblingsbuchs von Dickens, "David Copperfield".

Ich bin nicht unbedingt ein Fan von neu verfassten Klassikern. Ich sage immer: Autoren sollten ihre eigene Idee für eine Geschichte haben und nicht die anderer aufgreifen. Dies jedoch ist nun eine Geschichte, die es verdient, aufgegriffen und mit neuen Augen betrachtet zu werden. Es ist leicht zu sagen, das ist so lange her und nicht mehr Teil unseres Lebens . Aber was, wenn es doch so ist?

Barbara Kingsolver hat es geschafft, die Geschichte perfekt ins 21. Jahrhundert zu übertragen. Wir begleiten Demon alias David durch sein trauriges Leben, in dem er von einer problematischen Situation in die nächste schlittert bzw. geschubst wird..

Selbst wenn man "David Copperfield" in- und auswendig kennt und genau weiß, was als nächstes kommt, ist es immer noch ein äußerst spannender Roman, oder vielleicht sogar gerade deshalb. Man weiß, was kommt, fragt sich aber, wie hat sie das in die Geschichte eingebaut. Brillant.

Ich denke, die Geschichte gibt uns einen guten Überblick über die heutigen Probleme, selbst in den sogenannten Ländern der Ersten Welt, und gibt uns viel Anlass zum Nachdenken. Etwas, das Barbara Kingsolver so gut macht.0

Dies könnte mein Lieblingsbuch des Jahres werden.

Buchumschlag:

"Ein Trailer in den Wäldern Virginias. Das Land der Tabakfarmer und Schwarzbrenner, der 'Hillbilly-Cadillac'-Stoßstangenaufkleber an rostigen Pickups, aufgegeben von sämtlichen Superhelden und dem Rest der Nation. Hier kommt Demon Copperhead zur Welt - die Mutter ist noch ein Teenie und frisch auf Entzug, der Vater tot. Ein Junge mit kupferroten Haaren, großer Klappe und einem zähen Überlebenswillen, trotz allem, was das Leben für ihn bereithält: Armut, Pflegefamilien, Drogensucht, erste Liebe und unermesslichen Verlust. Es ist seine Geschichte, erzählt in seinen Worten, unbekümmert, vorwitzig, von übersprudelnder Lebenskraft. Ein mitreißender Roman über ein Leben auf Messers Schneide, in dem in jedem Moment Hoffnung aufscheint."

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